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Absauganlage mit verjüngung ohne Funktion
#1
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#2
Absauganlagen arbeiten mit unterschiedlichen Parametern, die hier mit hohem Luftvolumen und wenig Unterdruck. Dagegen arbeiten Staubsauger und Absaugungen für Kleingeräte mit niedrigerem Luftvolumen, dafür aber mehr Saugkraft.

Analogie ist der Unterschied zwischen Spannung und Stromstärke, oder im Aquarium: Die Pumpe, die mehrere Meter hoch fördert, schafft nicht die Literzahl und das Volumen der Pumpe, die frei im Aquarium hängt und nur für Strömung mehrere tausend Liter/h umwälzt. Erstere braucht um die 50-120W, typische Strömungspumpen dagegen 5-20W. Also deutliche Unterschiede.

Hierher übertragen: Die meisten solchen Absauganlagen arbeiten ebenfalls mit geringen dreistelligen Wattzahlen, in der Regel zwischen 300 und 700W. Dafür schaufeln sie halt richtig Masse.

Ein Staubsauger mit hohem Ansaugunterdruck arbeitet im Werkstattbereich typisch über 1200W.
Also sind beide Systeme schon ineinander inkompatibel. Das muss man erstmal akzeptieren und dann schauen, ob man nicht einen billigen Staubsauger mit Zyklon baut (kommt bald bei Michael) für handgeführte Stauberzeuger, und die großen Spänelieferanten (Hobel, Abrichte, Tisch-/Formatkreissäge...) an die Scheppach anschließt (die hat übrigens einen Spänesack und keinen Staubsack..). Wir haben beide Systeme in der Werkstatt, was tierisch Platz nimmt und nervt, aber es geht eben anders nicht gescheit. Ok, es gibt inzwischen auch teurere Anlagen, die können beides, aber es bleibt eben immer noch ein Kompromiss.

Gehen wir nach der Theorie mal kurz ein paar Punkte an Deiner Anlage zur Praxis durch:

1) Wo der Übergang sitzt (mittig/nicht mittig), kannst Du faktisch vernachlässigen. Das wäre die letzte Optimierung, die ich an der Anlage vornehmen würde.

2) Du denkst vermutlich, bei einer Reduzierung von 100 auf 50mm hast Du die Leistung halbiert? Dachte ich auch mal, aber wenn man sich mal an sein Mathewissen aus der Schule setzt:
Kreisfläche: A= Pi*r²
Macht bei 5cm einen Querschnitt von 19,6cm²
Macht bei 10cm einen Querschnitt von 78,5cm²
Bei 79 : 20 ergibt sich also bei einer Halbierung des Durchmessers eine Verringerung des Querschnitts um das Vierfache!

3) Ergebnis daraus: Die Luft strömt mit hoher Geschwindigkeit, aber wenig Kraft durch die 50mm Leitung und nimmt Partikel mit. Dann passiert sie das Reduzierungsstück auf 100mm und das Luftvolumen kann sich auf das Vierfache ausdehnen. Ohne jetzt in die Physik einzutauchen hinsichtlich Strömungslehre, kannst Du zur Vereinfachung annehmen, dass die Luft nur noch ein Viertel so schnell ist. Klar, dass sich dann mitgetragene Partikel dort absetzen und die Leitung verstopfen. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert ein Absetzbecken im Kanalsystem. Das kann nichts werden.

4) Wenn Du die Anlage weiter in Betrieb halten willst, musst Du die Anlage möglichst weit mit starrem Rohr in 100mm ausbauen. Jeder Meter flexiblen Schlauchs erhöht den Strömungswiderstand erheblich. Bögen von zum Beispiel 90° nicht mit einem 90° Formteil legen, sondern in 3*30° oder 30+60° Bögen. Also einen sanften Leitungsverlauf planen; ob HT, KG oder Wickelfalzrohr ist dabei unerheblich.

Um Dir weitere Tipps zu geben, ist mal eine Skizze oder ein Aufbau der Werkstatt hilfreich, ebenso, welche Maschinen Du wo stehen hast und was angeschlossen werden soll.

Solltest Du weiter auch planen, damit Stäube abzusaugen (und nicht nur Späne), dann bedenke bitte auch die Krebsgefahr, die von Stäuben ausgehen kann, insbesondere Harthölzer usw. Man braucht in der Hobbywerkstatt keine Absaugung mittels Festool Sauger mit zertifizierten Staubklassen, da man in der Regel ja nicht täglich dem Staub ausgesetzt ist. Allerdings erhöht ein Industriesauger mit einer wechselbaren Filterkartusche doch den Beitrag zur Gesundheit spürbar und sollte spätestens bei Hartholzstäuben, MDF und Mischmaterial (OSB...) angewandt werden.

Ich hoffe, das hilft ein wenig und war nicht allzu theoretisch. Beim Planen solcher Anlagen ist es einfach wichtig, erstmal ein Verständnis für diese Systematik zu entwickeln. Dann ist es meist einfacher und man stellt später nicht fest, etwas vergessen zu haben.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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#3
Freut mich, wenn es mal weitergeholfen hat. Blechgarage hatten wir hier auch mal schon ins Auge gefasst, sind aber noch nicht weiter im Plan.

Da kann ich Dir nur empfehlen, doch eher in Richtung einer Fertiggarage zu gehen, werden wir wohl auch machen: Da kannste was an die Wand hängen, sinnvol heizen und lüften. Der Blechkasten ist da nicht sinnig und alle Dämmungsversuche sind nur elender Quatsch. Soviel Aufpreis kostet eine Fertiggarage gegenüber einer Blechgarage auch nicht, einfach mal beraten lassen!

Interessant bei der Absaugung wäre in der Tat mal, die mächtige Scheppach an einen Dust Commander anzuschließen! Keine Ahnung, ob das klappen könnte, einen Versuch wäre es wert. Ich habe da in dem Punkt wirklich mal keine Idee, wie es ausgehen man :-D

Eigenbauzyklone machen in meinen Augen nur wenig bis keinen Sinn: Kleine Zyklone wie den Dustcommander und Chinakrams bekommt man einfach billiger und damit auch strömungstechnisch gleich optimiert. Nur bei großen Anlage, die auch wieder Späne abscheiden sollen, lohnt meiner Ansicht nach sowas. Allerdings ist das dann auch schon wieder die Welt der großen Absauganlagen mit Spänesack, die hast Du ja.

Also wenn es in die Richtung gehen soll, dann kauf doch einen Dusti oder einen Chinazyklon. Ist eine richtige Investition. Ob dann die Scheppach oder irgendein Sauger dran besser läuft, musst Du ausprobieren. Generell gilt, je schneller die Luft in dem Zyklon rotiert, desto feiner wird abgeschieden.

Bei Deinen Geräten musst Du einfach mit Adaptern arbeiten und erst kurz vor Schluss auf den kleinen Schlauchdurchmesser gehen. Unterhalb von 35mm kann ich auch nciht empfehlen, ging bei mir voll in die Buxx: https://bastler-treffpunkt.de/showthread.php?tid=590

Also baue Dir eine Unterdruckleitung mit 100mm oder sogar mehr, daran schließt Du dann an den notwendigen Stellen die 35 oder 50mm Schläuche der Maschinen an, fertig! Solche Schieber hat Michael im Video schon schön beschrieben, nimm unbedingt den der 2. Generation.

Ansonsten plant Michael demnächst Videoreihen zu einer kompletten Absauganlage, warte doch noch solange! Sicherlich kommt der eine oder andere Hinweis, den man noch nicht kennt. Gleichzeitig lege Dir schonmal einen Zyklon und einen alten Staubsauger zu. Die Slavesteuerung der Absauganlage wird es dann hoffentlich auch bald mal geben, ansonsten hatte ich auch schon einen Bauvorschlag hier gepostet mit einer Eltako:

https://bastler-treffpunkt.de/showthread.php?tid=961
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#4
Ich meinte eine Fertiggarage aus Stahlbeton, gibt aber natürlich Unmengen an Möglichkeiten.

Der Zyklon aus China in der neuen Version wird inzwischen für das gleiche Geld bei Amazon angeboten, also kein Bedarf für Aliexpress und Co.

Wenn Du Fragen zum Anschluss vom Eltako hast, melde Dich einfach. Bin kein Elektriker, nur naturwissenschaftlich etwas begabt und kam damit direkt zurecht. Ggf. kann man den noch um einen Schütz erweitern. Zum elektrischen Anschluss hatte ich keine separate Anleitung erstellt, der Beitrag stieß sowieso auf sehr wenig Interesse, daher habe ich das auch nicht weiter ausgebaut.

Die Scheppach ist gut, für stationäre Maschinen absolut top! Bloß nicht weggeben, Du bekommst sicherlich mal eine Bandsäge, Hobel, Tischfräse, Tischkreissäge..... alles Maschinen, die gerne an einer Scheppach hängen!

Mobile Maschinen sind nunmal auch häufig feiner in der Abnahme und damit halt weniger dafür geeignet. Aber es ist eben auch einen Versuch wert, plane doch auch so eine Absaugtonne und baue einen Zyklon drauf. Vorteil gegenüber dem Spänesack ist, dass der Abwurfeimer leichter zu reinigen ist als mit dem staubigen Sack obendrauf. Je nach Strömungsgeschwindigkeit im Zyklon wird es tatsächlich sauberer, da der Stoffsack ja kaum Staub zurückhält, der Zyklon dagegen schon eine sehr hohe Abscheidequalität aufweist. Da bleibt viel Staub im Kasten, der sonst im Stoffsack und später wieder in der Werkstatt wäre.

Laufen Zyklon und Absauganlage nicht gut miteinander, schließt Du einfach einen alten Staubsauger am Zyklon an - fertig! Du baust es also keinesfalls umsonst.

Je nach Verlauf komme ich hoffentlich in den nächsten Tagen/Wochen auch mal endlich dazu, meine Absaugung zu bauen. Material hab ich schon größtenteils da, allerdings will ich nicht nur eine mobile Absaugung mit Zyklon haben, sondern auch noch die Kappsäge mit Schleifstation mit auf dem Wagen.
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#5
Klar, das kennt jeder. Daher haben wir uns ja auch zwei Hallen angemietet: Eine als Ersatz für Keller und Garage, die wir nicht am Haus haben, wo auch zwei Käfer und ein Anhänger drinstehen und jede Menge Material. Eine zweite mit etwa 120m² beheizt als Autowerkstatt, in der Mitte muss also immer 6*5m Platz freibleiben, den Rest haben wir als Spielplatz für Maschinen und Werkbänke. Wobei, wenn man da eine Formatsäge stehen hat, verlangt die fast soviel Platz wie eine Freifläche für's Auto. Insgesamt ein teures Hobby, allerdings weit weg davon, was früher mal ein eigenes Pferd kostete. Wenn ich eine Werkstatt hier am Haus einrichten könnte, würde ich es sofort tun. Sobald man hier was machen will, stehen Material und Werkzeug in Küche, Schlafzimmer oder Wohnzimmer herum, da wir sonst keine Abstellfläche haben. *kotz*

Dafür haben wir die Werkstatt (teile ich mit einem Freund, von ihm sind die Stationärsäge und Abricht/Dickenhobel) ausreichend Platz, um dort vernünftig einzurichten und von Druckluft über zwei Absauganlagen (groß + klein) alles da. Nächstes Projekt soll dann eine Absaugung auf Zyklonbasis werden, ggf. kommt für die eine Wand noch ein Kragarmregal dazu. Endlich mal wieder fettes Zeugs Schweißen :-D

Scheppach: Generell stellen die gar nicht so übles Zeug her, ich hab zuletzt von denen eine HBS 300 Bandsäge gekauft. Ist in Ordnung, das Gerät. Sie bieten halt auch viele Teile an, die sehr preisorientiert sind und daher für uns genaue Fuchser wenig geeignet. Oder man steckt viel Arbeit rein und justiert die Baukreissäge für 180€ erstmal, da kann man auch gleich eine *P * T * S * 1 * 0 * (tadaaaaa) kaufen. Die Absaugung, die Du da hast, ist gut. Hatte schon zwei davon angesehen, bevor ich mein Kumpel neben der Formatsäge auch eine Absaugung von Kity mitbrachte.

Drehstrom ist für mich die einzig wahre Stromquelle. Sobald ich die Möglichkeit habe, ein Drehstromgerät zu erwerben, entscheide ich mich dafür. Mit der Theorie dahinter habe ich mich nicht weiter befasst, aus den praktischen Aufzeichnungen bei uns am Stromzähler meine ich auch ablesen zu können, dass 380V Geräte häufig deutlich weniger Strom verbrauchen. Beispiel: Meine ehemalige Tischkreissäge, eine Ryobi mit Lichtstrom, hatte nominal 1500W. Wir schnitten damals unendlich viele Formteile für ein Projekt zu, nach der Hälfte wechselte ich auf die Formatsäge und verbrauchte auf der deutlich weniger Strom. Anders ausgedrückt, keine Ahnung, ob das richtig ist (vielleicht sollte ich das mal in einem separaten Thread fragen): Bei der 230V schien ständig 1500W durchzulaufen, bei der Formatsäge und anderen Drehstromgeräten kann man echt sehen, wann Last draufkommt: Erst dann fängt der Zähler an zu rennen. Ist witzig zu sehen, wenn einer eine Serie über die Abrichte jagt oder Serienbohrungen an der Säulenbohrmaschine macht.

Wegen dem Eltako, ist das Modell AR12DX-230V, dazu hab ich hier noch eine Übersicht geschrieben: https://bastler-treffpunkt.de/showthread.php?tid=639

Wenn gewünscht, kann ich gerne mal eine Anschlussanleitung schreiben, damals schien das niemand zu interessieren bzw. es ist auch relativ klar: Eine Seite kommt die zu überwachende Phase des Mastergeräts rein (laut Hotline soll das auch bei dreiphasigen Motoren gehen!), rechts kommt einmal Null und eine zweite Phase drauf, die dann ein uns ausgeschaltet von da weggeführt wird zum Slave. Fertig.

Alternativ kannst Du noch anstelle des direkten Anschlusses der Slavephase dort einen Schütz in 230 oder 380V anlegen, dann dienen die 230V nur zur Eltakosteuerung und der Rest läuft in getrennten Stromkreisen über 380V.

Generell, schimpfe nicht zu sehr über Deine Geräte! Du scheinst schon gut ausgestattet zu sein, und ich nutze alle Geräte solange, bis ich wirklich merklich an deren Grenzen stoße. Dann ist der Wechsel auf ein besseres Gerät sinnvoll und man trifft auch ganz andere Anschaffungsentscheidungen, weil man sich intensiv damit beschäftigt hat und weniger nur bei Youtube anderen Meinungen oder dem Datenblatt folgt.

Aus der Erfahrung heraus hab ich damals mein MIG190 von Güde gekauft und bis heute nicht bereut, hat einigen Käfern treu gedient bislang, und da geht auch mal was solideres mit.
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#6
Für beides wirst Du ein Streifenfundament brauchen, ist bei Stationärmaschinen aber auch sinnvoll, da dort ja einiges an Last draufkommt und nicht auf bloßem Pflasterboden oder so einsacken soll.
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