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Absauganlage: Rohrdurchmesser?
#1
Hallo zusammen,

ich möchte bei meinem Werkstatt- Umbau/-Renovierung auch mal feste Rohre für meine Absauganlage verlegen.

Ich habe aktuell eine semi-professionelle Absauganlage mit Filtersack und 110mm Schlauch und eine selbstgebaute Absauganlage mit Zyklon und 60mm Schlauch.

Weiterhin habe ich von meinem Hausumbau noch ein paar Meter von dem braun-orangen DN110er Rohr im Garten liegen, wobei ich hier wirklich eure Meinung brauche, weil ich echt nicht weiss ob ich mir dieses monströse 110er Rohr auf der Werkbank verlegen will??

Alternativ kaufe ich mir so ein lustiges graues HT Rohr (50mm oder 75mm ??)

Nur weil ich das dicke Rohr schon habe, weiss ich halt nicht ob es wirklich praktisch ist? Ich muss auf jeden Fall noch Winkelstücke und andere Abzweigungen kaufen, und die sind ja je nach Durchmesser auch ziemlich teuer.

Was meint ihr?
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#2
Danke für den Hinweis. Werde ich beim Aufbau meiner Absauganlage drauf achten.

Stimmt, durch die statische Aufladung können bei einer Entladung Funken enstehen, welche unter Umständen in einem explosionsfähigem Staub-Luftgemisch stattfinden können, wodurch Explosionsgefahr besteht. Also Auffangbehälter erden und zusehen, dass auch die Schläuche antistatisch sind.
Liebe Grüße vom Stefan. 
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#3
Lest mal diesen Beitrag:
http://www.woodworker.de/forum/verrohrun...227-3.html
dann runterscrollen zu 28.05.2008, 09:14

Zitat:
Anlagen mit einem Geblaese- Saugvolumen von weniger als 43 m³/Minute und <= 3 hp = 2.2kw (nach USA Tabelle) sowie Anlagen von zentralen Staubsaugeranlagen in Gebauden unterliegen nicht den Vorschriften ueber Staubexplosionen, da die dabei auftretenden Groessenordnungen nicht eine solche Ausloesen koennen.


Der OSHA Inspektor, hat mich heute frueh besucht und meine Bedenken bezueglich Gefahren meiner geplanten Staubabsaugung mit Kunststoffrohren (insgesamt ca 20 m Laenge) Saugleistung 1200Foot³/Minute = 34 m³ /Minute mit 1200 Watt Motor, zerstreut. Die sachliche Unterhaltung dauerte ca 10-15 Minuten, die Unterhaltung ueber Deutschland, Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und deutsches Bier, deutsche Gastfreundlichkeit usw zog sich ueber30+ Minuten hin.


Meine Anfrage an die NFPA, wurde von dem hiesigen Brandinspektor (Firemarshal) am Telephon beantwortet. Er fand es nicht notwendig sich an Ort und Stelle zu informieren, da meine geplante Anlage zu klein sei und eine Staubexplosion hier in den letzten zehn Jahren nicht stattfand. Er wies mich ausdruecklich auf die Gefahren von Verpuffungen durch loesungsmittelhaltige Klebstoffen, sowie fluechtige Loesungsmitteln hin, welche durch irgendeine offene Flamme (z. B. Zuendflamme an einer Gasheizung/Boiler) ausgeloest werden koennen. Er erwaehnte, dass solche Unfaelle mehrfach jaehrlich, bei Verlegern von Fussbodenbelaegen usw vorkaemen und zu schweren Brandverletzungen und Braenden fuehrten.

Der der Vertreter meiner Feuerversicherung interessierte sich nicht fuer meine geplante Anlage, er sieht kein zusaetzliches Risiko darin.
.
Die Firma Woodcraft, ein Franchiseunternehmen mit Niederlassungen ueber die 50 US Staaten, vertreibt fuer Absauganlagen, Maschinenanschluss- und Verbindungsstuecke in Kunststoff fuer PVC oder ABS Rohr. Die Rohre selbst vertreiben die Niederlassungen nicht, da diese in jedem Baumarkt vorraetig sind.


Es ist in den Vereinigten Staaten, nach Leserumfragen von Fine Woodworkingmagazin, keine einzige Staubexplosion in Kunststoffrohranlagen bekannt geworden, was das Gegenteil nicht ausschliesst.


Ich las vor einiger Zeit eine Studie Thomas, G.O., G.L. Oakley, in welcherr versucht wurde, Explosivstoffe in Kunststoffleitungen durch elektrische Ladungen Statische Aufladungen zur Entzuendung zu bringen. Der Versuch umfasste von Schwarzpulver bis TNT verschiedene Treibmittel/Explosivstoffe. Diese Materialien wurden feinstverteilt durch Kunstsoffrohrleitungen bewegt, die Winderzeuger benutzten Metall als auch Kunststoffblaetter. Bei diesen Versuchen konnte keine Entzuendung herbeigefuehrt werden.


Der Artikel erschien 1990 : Thomas, G.O., G.L. Oakley: Studies of the sensitivity of explosive dusts to ignition by electric sparks. Propellant, Explosives, Pyrotechnics, No. 15, pp. 201-207, 1990.


Ich will damit niemanden zum Leichtsinn verfuehren, da ich von der Risikobereitschaft der amerikanischen Feuerversicherungen ueberzeugt bin, sehe ich fuer mich kein Risiko., waere ein solches vorhanden, haette ich der Versicherung einige Seiten kleingedrucktes unterschreiben muessen und meine Praemie haette sich saftig erhoeht.
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#4
Zum eig. Thema: Es gibt Tabellen für Lüftungs-/Absaug- und Klimaanlagen bei welchem Volumenstrom welcher Durchmesser am idealsten ist was, Rückstau/ Widerstand Lärm ect angeht. Wenn ich was finde meld ich mich nochmal.
Und zum "Gefahren-Thema": Wenns nach den ganzen Theoretikern im Internet geht, die im Copyandpaste-Verfahren Ihre vermeintlichenÄngste in die Welt posaunen, hätte ich mich schon zig mal um die Ecke gebracht. Und ich kann sagen, dass ich in meiner Sturm- und Drangzeit ernsthaft gefährliches Zeug getrieben hab, teils aus Unwissenheit, teils aus Leichtsinn/Risikobereitschaft.
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#5
Prima Tipp!

Danke Dir

Gruß
Marc
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#6
Auch ich mache mir derzeit Gedanken zum Thema Staubexplosion. Meine Staubabsaugung ist fast fertig (der 50mm Saugschlauch kommt heute) und da bin ich sehr daran interessiert, es nicht zu einer Staubexplosion kommen zu lassen. Tuxscreen hat dazu ja schon eniges geschrieben und auch ich habe noch ein wenig sinnvolles dazu gefunden:


Zitat:Staubabsaugung mit PVC_Rohren
Werte Forumsfreunde.

Durch die Anfrage im Forum irgendwie angestossen, habe ich alle moeglichen Quellen aufgesucht um substantielles ueber die Benutzung von Plastikrohren fuer die Staubabsaugung herauszufinden.

Rod Cole schrieb in der Zeitschrift Fine Woodworking Ausgabe Nr. 153 Winter 2001/2002 Seite 48 & 49, einen Artikel ueber dieses Thema.

In diesem Artikel schreibt Dr. Cole, Mathematiker und ernshafter Woodworker folgendes.

Benutzung von PVC Rohren fuer die Staubabsaugung.


Bei der Einrichtung eines Staub/Spaeneabsaugsystems, fuer meine Heimwerkstatt, kam die Frage auf Metallrohre oder PVC. Als Wissentschaftler im Massachusetts Institute of Technologie ( Abkuerzung MIT) stand mir gluecklicherweise die gesamte Bibliothek des Instituts zur Verfuegung. Einige Tueren weiter im gleichen Stockwerk, ist das Buero eines Professors, dessen wissenschaftliche Forschung darin besteht das entstehen von Blitzen(aller Art von elektrischen, statischen Entladungen) in allen Formen zu untersuchen. Ich fand heraus dass es nahezu unmoeglich ist in einer Amateuer/Hobbywerkstatt eine Staubexplosion zu erzeugen.

In comerziellen Systemen kamen Staubwolkenexplosionen vor, andere Phaenomene spielten dabei eine Rolle Die groesse der Systeme ermoeglichen Staubexplosionen, fuer welche in kleinen Hobbysystemen mit 10 cm Rohr ø die Grundlagen fehlen.

Die Enstehung von Funken in 10cmø PVC-Rohren ist unwahrscheinlich.

In meinen Forschungen studierte ich unter anderem, das „Journal of elektrostatics“, welches auf alle Formen der Effekte und des Zusammenspieles elektrischer Enladungen in industriellen/gewerblichen Einrichtungen berichteted. Das Journal veroffentlichte mehrere Artikel ueber die Entstehung von Staubwolkenexplosionen welche durch elektrostatische Funken erzeugt wurden. Die Forscher ermittelten die Umstaende welche notwendig sind um Funken zu erzeugen und Staubexplosionen auszuloesen. Funken koennen durch verschiedene Umstaende entstehen eine davon statische Elektrizitaet. Wie dem auch sei, Funkenentstehung in einem 10cm ø PVC Rohr einer Hobbywerkstatt sind nahezu unmoeglich, wichtiger noch die Enegie fuer die Ausloesung einer Staubexplosion ist zu gering. Ich kann nicht behaupten dies ist unmoeglich, bin mir jedoch sicher dass es nahezu unmoeglich ist. Es ist nicht ueber einen einzigen Fall der Entstehung einer solchen Explosion im Hobbybereich berichtet worden.

Der Unterschied zwischen Metall und PVC-Rohren ist der , Metall ist ein Leiter, PVC ein Isolator. Ein elektrischer Leiter erlaubt Spannungen sich im System frei zu bewegen/entfalten, wenn keine Moeglichkeit besteht diese zu Erden bzw ueber gemeinsamen Nullpunkt abzuleiten, es koennen Funken entstehn energiereich genung um bei Vorhandensein der richtigen Bedingungen eine brennbare Substanz (Staub) zu entzuenden. Deshalb sind verschiedene Vorschriften erlassen worden, dass solche Metallrohrsysteme durchgehend geerdet sein muessen. Nebenbei bemerkt, ein Plastik wie z.B. PVC ist ein sehr schlechter Leiter fuer elektrizitaet. Es ist moeglich statische Entladunge auf der Aussenseite zu erzeugen, im inneren eines PVC Rohres unwahrscheinlich.

Staubabsauganlagen mit 3 PS oder schwaecher, zeigen kaum Gefahren.

Ich habe meine Forschungsergebnisse auf meiner Webseite veroeffentlicht. Rob Witter, ein Vertreter der Firma Oneida Air Systems Inc. welche Staubabsaugungssysteme herstellt und verkauft, teilte mir mit dass er meinen Ergebnissen im Grossen und Ganzem Zustimmt. Seine Firma bemueht sich seit Jahren Missverstaendnisse bezueglich Metall/Plastikrohren aufzuklaeren. Er bemerkte, Plastikrohre werden nie ein Problem in einer Hobbywerkstatt erzeugen. Er wies auf die Bestimmungen der „National Fire Protection Association (NFPA) hin, Anlagen mit einer Luftbewegung von 1500 cubic foot/Minute = 42 m³/Minute oder kleiner unterliegen keinerlei Vorschriften, da in solchen kleinen Anlagen die Entstehung von gefaehrliche Situationen nicht vorhanden sind.

Die wirklichen Gefahrenherde.

In der Hobbywerkstatt musst du nicht so sehr besorgt sein ueber die Enstehung eines Feuers im Rohrsystem, sondern im Staubauffangsack. Feuer kann durch Funken verursacht werden, dadurch dass Metallteile mit Wucht aufeinander geschleudert werden oder dass sich um das Saegeblatt Stoffe ansammeln, durch die Reibung dieses erhitzt/entzuendet werden. Dadurch koennen Schwelbraende am Absauganschluss der Saege oder im Staubfangsack entstehen. Im Holz befindliche Metallteile, wie z. B. Naegel koennen zuendfaehige Funken erzeugen. . Es ist wichtiger jeden Tag nach Arbeitsschluss den Staubsack zu kontrollieren/entleeren als sich Sorgen ueber das Rohrsystem zu machen.

Sinngemaess uebersetzt, die Verwendung von ich in dieser Uebersetzung bezieht sich auf Rod Cole.

Lesenswerter ausfuehrlicher Originalartikel mit Quellenangaben auf http://www.woodcentral.com/cgi-bin/r...cles_221.shtml

Zur gefaelligen Kenntnisname.
Quelle: Woordworker-Forum Beitrag vom 02.05.2010 um 15:29 Uhr.

Also kurz zusammen gefasst: PVC Rohre laden sich äußerlich elektrostatisch auf, die Ladung reicht aber nahezu nie für eine Zündung im Rohrinneren. Der elektrische Wiederstand des Isolators PVC tut sein übriges und wirkt der Ladungszündung ebenfalls entgegen. Beim Metallrohr, welches ein elektrischer Leiter ist, sieht es hingegen gänzlich anders aus. Hier erreicht die statische Ladung schnell die zur Zündung notwendigen Energiemengen, weswegen Metallrohre stets zu erden sind.

Wer also nicht ständig von seinem PVC-Rohr eine gewinkt bekommen möchte, kann sich ja eine eine größere Rolle Bastlerdraht holen und diese ums PVC-Rohr wickeln und erden. Dann leitet der Draht die Ladung ab und man bekommt keine mehr gewischt. Und genau so werde ich es auch bei meiner Absauganlage machen. Der Absaugschlauch wird auch einen Drahtwickel bekommen, welcher auch den Dust-Commander einschließt. Dieser Draht endet in einem Schleifkontakt, welcher stets am Boden entlang schleift und die statische Ladung an den Boden weiter gibt. Damit entfällt auch der PE-Anschluss. Muss ich nur mal gucken, wo es solche Erdungs-Dinger gibt, die manche auch am Auto zu hängen haben und die ganze Zeit über die Straße schleifen. An sowas dachte ich, um die Ladung an den Boden abzuführen.
Liebe Grüße vom Stefan. 
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#7
Ladung in den Boden abführen halte ich für Quatsch, da man zu 100% vom Bodenbelag abhängt. Wie soll das werden bei schwimmendem Laminat oder einem Gummiboden?

Einfacher finde ich die Abführung über den Potentialausgleich bzw. den Schutzkontakt, die hat man an jedem Stecker und Steckdose.

Ansonsten hatten wir das Thema Staubexplosion bis zum Erbrechen und sogar ich als Reichsbedenkenträger habe den Punkt auch erstmal verworfen.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#8
Warum soll man erst kurz vor der Maschine den Durchmesser verringern? Die Saugkraft bzw. der Unterdruck wird doch nicht geringer, wenn der Durchmesser nun 10M vorher reduziert wird oder 1M vorher oder irre ich mich?
Logisch wäre das jedenfalls nicht und wenn man an einer Wand eh nur kleine Maschinen hat, dann brauch man doch kein 100er Rohr verlegen, es sei denn, man saugt an mehreren Abzweigungen gleichzeitig - dann würde es wieder Sinn ergeben.

Zum Thema Staubexplosion glaube ich eher nicht, dass wir in unserem Hobbyraum explodieren werden, denn im Staubsack staubt es zu wenig. Eine Staubexplosion benötigt sehr viele, sehr kleine und durch ihre geringe Grösse, hochentzündliche Schwebeteile mit sehr viel Sauerstof.f Im Auffangbehälter sollten die Schwebeteile eher liegen, statt schweben Smile Sollte man Mehl absaugen könnte man es schaffen, dass es pufft, aber wir arbeiten ja mit Holz Wink
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