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Arbeiten mit einem 45 Grad Verleimfräser
#1
Wie angekündigt, möchte ich mich in die Spezifik eines 45 Grad Verleimfräsers einarbeiten. Dabei ist für mich sekundär, wie das Problem der 45 Grad Verleimung durch Fachleute gelöst wird.

Ich habe mir einen 45 Grad Verleimfräser bei eBay gekauft.  Kein billiges Teil, aber auch kein höherpreisiges. Es könnte ja schließlich auch passieren, dass ich damit nicht zurecht komme und das Teil flugs in die Tonne gekloppt hätte ...

Natürlich habe ich mir vorher verschiedene Videos angeschaut, und es sah alles ziemlich einfach aus. Verstanden habe ich nichts, weil sie in englischer Sprache waren. Also: probieren geht über studieren. Verstanden habe ich aber – dank guter Demonstration –, dass ich die Mittelpunkte des Fräsers ermitteln muss. Ich habe das nochmal in das Foto meines Fräsers eingezeichnet. Die Mitten sind sowohl für die waagerechten, als auch die senkrechten Schnitte wichtig. Nur so passt auch alles richtig zusammen ... Volker hatte das ja bereits in einem anderen Thema in mein Fräserfoto eingezeichnet.

   

Dieser Fräser ist von 12,7 bis 24 mm nutzbar. Das ist auch wichtig zu wissen, damit man nicht enttäuscht wird, wenn er bei anderen Maßen nicht funktioniert. Ich habe also bei meinen Leimholzresten (16 mm) jeweils die Mitte angezeichnet. Brettchen auf den Frästisch gelegt, dann wurde der Fräser so weit hoch gedreht, dass der waagerechte Schnittpunkt mit der Mittellinie übereinstimmt. Das senkrechte Brettchen wurde hochkant auf den Sägetisch gestellt und der Anschlag so weit herausgeschoben, dass der senkrechte Schnittpunkt mit der Mittellinie übereinstimmt.

Dann habe ich diese beiden Brettchen gefräst. Ein Mal waagerecht, ein Mal senkrecht. Grundsätzlich war ich mit dem ersten Versuch sehr zufrieden. Nicht mit der Qualität, sondern damit, dass diese Einstellmethode so geklappt hat. Das Ergebnis des ersten (!) Testes kann man auf dem Foto sehen:

   

So, nun muss ich erst einmal die nächsten Foto aufbereiten. Dann kommt das große ABER, wie immer bei mir ...

Wolfgang
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#2
Wolfgang,

ich bin gespannt - weil ich das nach deiner ersten Vorstellung und den Hinweisen (von Walter?) für mich als für zu aufwändig eingestuft habe/hatte.

Dein fotografiertes "erstes Testmuster" zeigt aber nun doch ein schönes Potential...

VG
Holger
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#3
ABER ... Natürlich lief alles nicht so glatt ab, dass ich von Qualität sprechen könnte. Was ist passiert!?

Auf den folgenden Fotos sieht man das Dilemma. Während auf der einen Seite alles relativ gut passt, ist auf der anderen Seite die Toleranz nicht akzeptabel. Die Kante, die eigentlich spitz sein müsste, ist eben nicht so, wie sie soll. Ich habe das mal in die beiden Fotos eingezeichnet. Ihr seht, dass da unterschiedlich tief gefräst wurde.

         

Die Auswirkung dieser unterschiedlichen Frästiefe sieht man gut auf dem nächsten Foto. Die Passung ist keine Passung, sie hat auf einer Seite zu große Toleranzen.

   

Nun ist ja wohl noch kein Meister vom Himmel gefallen ... Ich bin also nicht in schwere Depression verfallen, sondern habe mal geschaut, woran das liegen könnte. Erster prüfender Blick: Ist der Frästisch plan? Mir war aufgefallen, dass die Einlegeplatte tiefer als der Frästisch lag. Das könnte zu unterschiedlichen Frästiefen geführt haben ...

   

Beim Versuch der Einstellung stellte ich darüber hinaus fest, dass der BOSCH Frästisch nicht exakt plan ist. Das ist natürlich eine Sache, die ich nicht so einfach korrigieren kann. Mal sehen, was ich da mache. Allerdings täuscht das Foto etwas. Die Differenz ist augenscheinlich unter einen mm.

    (schlechtes Foto, ich weiß ...)

In den nächsten Tagen werde ich die Differenzen zwischen Einlegeplatte und Frästisch – soweit möglich – korrigieren und eine neue Probefräsung durchführen. Dann berichte ich weiter.

Wolfgang
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#4
Wolfgang,

dass mit so einem Profil besonders genau gearbeitet werden muss - das ist natürlich etwas "mehr" Aufwand !

(mal schnell-schnell und huschi-huschi geht dann mit den amerikanischen Locktaschen)

Wenn es aber funktional und schön werden soll, gehört die Genauigkeit dazu. Bin gespannt auf deine weiteren Berichte dazu.

VG
Holger
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#5
Wichtig für mich war erst einmal die grundlegende Nutzbarkeit oder ob der Fräser so kompliziert einzustellen ist, dass ich ihn gleich wieder in die Ecke werfe ...

Allerdings ist eine sehr feine Einstellung der Fräshöhe – vorausgesetzt, alles ist richtig plan – wohl nicht mit dem Wagenheber zu erreichen. Das ist mir auch klar geworden. Irgendwie beschleicht mich das unbestimmte Gefühl, dass ich wohl einen komplett neuen Frästisch inklusive hochwertigem Lift bauen sollte ...

Wolfgang
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#6
"wohl nicht mit dem Wagenheber zu erreichen."

Oha - ich dachte damit kann man trotzdem gut dosieren(?) - Welche Genauigkeit hält du ca. für notwendig? 1/10 mm reicht nicht?
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#7
Servus

also diese Wagenheberlösung halte ich schon für recht "brutal"
für richtige Bastler wäre eine andere Lösung leicht zu machen  Wink 
ist nicht böse gemeint, nur so als Anregung

Gruß Anton
nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
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#8
(22.06.2020, 21:09)HMBwing schrieb: "wohl nicht mit dem Wagenheber zu erreichen."

Oha - ich dachte damit kann man trotzdem gut dosieren(?) - Welche Genauigkeit hält du ca. für notwendig? 1/10 mm reicht nicht?

Holger, 1/10 mm mit dem Wagenheber zu erreichen, ist – jedenfalls bei meinem – illusorisch. Ich habe gestern mal die Einlegeplatte ausgerichtet und dabei den Anschlag verschieben müssen. Danach eine Probefräsung gemacht, mit katastrophalem Ergebnis. Da hatte ich wohl beim ersten Versuch reines Glück, dass ich die Ausrichtung einigermaßen genau getroffen habe ...

Also werde ich mal weiter rum experimentieren müssen. Die Ergebnisse der letzten Fräsung stelle ich mal heute im Laufe des Tages vor ...

Wolfgang

PS: Ja, Anton, solche »richtigen« Bastler wie Du lösen das natürlich ganz anders ... Smile
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#9
@Wolfgang,
ich weiß ja nicht um die Steigung deiner jetzigen Spindel im Wagenheber, aber was ist, wenn Du diese gegen eine normale Gewindestange austauschst.
Mein Fräslift "Marke Eigenbau" wird auch nur durch eine 10mm Gwindestange geführt und da läßt sich alles auf 1/10 mm einstellen.
Bei einer vollen Umdrehung bewegst Du dann den Lift um 1,25mm, wie die Steigung selber.
Ein Versuch macht Klug!

Gruß Karsten
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#10
(23.06.2020, 09:07)Hausmeesta schrieb: Bei einer vollen Umdrehung bewegst Du dann den Lift um 1,25mm, wie die Steigung selber.

Moin Karsten, das kann ich nicht nachvollziehen.
Die Bewegungsrichtung der Spindel des Wagenhebers ist horizontal und die Liftbewegung ist vertikal.
Diese vertikale Bewegung folgt der horizontalen nach den Gesetzen der Winkelfunktionen.
Im Falle des Scherenwagenhebers ergibt sich die Hubhöhe aus dem Tangens des halben Scherenwinkels.
Danach sind die beiden Bewegungen nur in dem Moment gleich, wenn die Schere einen Öffnungswinkel von 90° hat (tan(45°)=1.
Bei Winkeln über 90° nimmt der Hub exponentiell zu und nähert sich Unendlich.
Wenn man eine Feinjustierung erreichen will, dann sollte der Scherenwinkel also möglichst klein gehalten werden.

Du hast natürlich recht, dass mit einer geringeren Spindelsteigung die Feinfühlichkeit zunimmt, aber immer unter Beachtung des Öffnungswinkels der Schere.

Gruß Volker
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sägen - messen - fluchen - nochmal machen
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