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Welches Schweißverfahren haltet Ihr in der Werkstatt zur Verfügung (Mehrfachnennung)?
MIG/MAG
30.00%
18
WIG
15.00%
9
Elektrode
41.67%
25
Autogen
10.00%
6
Spezialverfahren
0%
0
Plane erst die Anschaffung
3.33%
2
60 Stimme(n)
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Auswahl eines Schweißverfahrens
#1
Lightbulb 
Hallo Leute, den Einstieg in das Schweißen findet man relativ schwer. Mir ging es so beim Holz, da ich einfach viele Jahre kaum damit arbeitete (außer mal ein paar Dachlatten für die Paneeldecke...) und damit kein Gefühl für den Werkstoff entwickelt hatte.

Beim Schweißen ist das ähnlich, da einem bei der Auswahl des Schweißens unglaublich viele Informationen zur Verfügung stehen, aber man als Einsteiger nur sehr schlecht einschätzen kann "was ist denn nun das Richtige für mich?".

Daher versuche ich mal, hier eine kleine Übersicht zu geben, mit Sicherheit ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Aber es erlaubt hoffentlich eine erste Orientierung, daher habe ich bewusst auch kompliziertere Hinweise und Ausnahmen weggelassen.

Bitte startet hierin keine Diskussionen, sondern ergänzt Informationen, die für Einsteiger relevant sind, bzw. gebt gerne Hinweise, wenn Ihr einen Fehler entdeckt!
Erschlagende Abhandlungen und seitenweises Fachgesimpel kenne ich leider selbst auch, als ich mein WIG-Schweißgerät anschaffte. Am Ende war ich nicht schlauer als vorher, das möchte ich daher für Einsteiger vermeiden!

An alle Leser: Klickt doch mal an, welches Schweißverfahren Ihr bereithaltet bzw. nutzt!

1. Elektrodenschweißen
- billigstes Verfahren, geht so um die 100€ los
- sehr mobil und auch für Außeneinsatz geeignet, erfordert sehr gute Belüftung
- keine Gasflaschen erforderlich, gute Geräte schon mit 230V zu haben
- man erhält relativ schnell keine schönen, aber ordentlichen Ergebnisse, die auch belastbar sind, da Einbrand nicht viel Übung erfordert
- auch "schöne" Schweißnähte erfordern sehr, sehr viel Übung, teurere Ausrüstung und einiges an verschiedenen Elektroden
- geringe Anforderungen an die Vorarbeiten (Bauteile säubern usw.)
- eher für massive Verbindungen geeignet, Bleche ohne sehr viel Übung kaum schweißbar
- geringe eigene Verletzungs- und Handhabungsgefahr
 
2. Autogenschweißen
- teures Schweißverfahren in Anschaffung (350-600€ zzgl. Flaschenpfand o.ä.), Betrieb ist dann günstiger
- geringe Mobilität, da zwei Gasflaschen, Schläuche usw. sturzsicher transportiert werden müssen
- keine Bindung an elektrische Verfügbarkeit
- erfordert sehr viel Übung, man kann sehr viele ähnliche Legierungen miteinander gut verschweißen
- geeignet für sehr massive Bauteile, Schweißen von Stählen unterhalb von 4-5mm erfordert sehr viel Übung und Geduld, man brennt schnell Löcher rein
- Besonderheit ggü. allen anderen Verfahren: Schweißnähte bleiben weicher und sind gut nachformbar, bei allen anderen Verfahren ist die Schweißnaht i.d.R. härter als das umgebende Metall
- geringe Anforderungen an Vorarbeiten (Bauteile säubern usw.)
- mit einer Sauerstoffübersättigung ist ein Brennschneiden (ähnlich dem Plasmaschneiden) möglich
- mittelhohe eigene Verletzungsgefahr, hohe Handhabungsgefahr bei Acetylen und auch Sauerstoff
 
3. MIG/MAG Schweißen
- mittelteures Schweißverfahren, so um die 350-500€ zgl. Flasche (Pfand, Eigentum…)
- geringere Mobilität, da Flasche + sperrigeres Gerät mit Drahtrolle
- sowohl 230 wie 380V möglich, gute 380V-Einsteigergeräte wie das MIG 190 von Güde haben auch einen einphasigen Betrieb an einem Adapter
- Wechsel zwischen MIG und MAG nur durch Gaswechsel (typische Gase: MIG = reines Argon 4.6, MAG = 82% Argon und 18% CO2) für ferritische und austenitische Stähle
- belohnt schon zu Beginn schnell mit guten optischen und technischen Ergebnissen
- höherer Aufwand an Vorarbeiten (Blankschleifen und Entfernen von Rost und Lacken)
- mit den richtigen Einstellungen kann man hier schnell „Meter machen“ und hat einen hohen Arbeitsfortschritt gegenüber allen anderen Schweißverfahren
- Handhabung sehr leicht erlernbar
- Schweißen von massigeren Teilen (bis 15mm) ebenso wie feineren Bauteilen, Blechen
- manche Geräte erlauben auch flaschenloses Fülldrahtschweißen (das empfehle ich absolut nicht!)
- mit spezieller Zusatzausrüstung auch Schweißen von Aluminium möglich, je nach Schweißgerät
- sehr geringe Verletzungs- und Handhabungsgefahr
 
4. WIG (TIG) Schweißen
- mittelteures Schweißverfahren (ab 300€ zzgl. Argonflasche)
- höhere Mobilität, da modernes Schweißgerät mit Inverter gleiche Dimension wie Elektrodengerät aufweist, hinzu kommt noch eine Flasche mit Schutzgas
- üblich mit 230V im Hobbybereich, damit „geht schon einiges“, beim Schweißen von >8mm Stärken ist eine 16A Sicherung (B/ oder C) erforderlich
- Schweißnaht mit ein wenig Übung schon schnell recht ordentlich in der Optik
- Achtung: „Schöne“ Schweißnaht macht noch keine gute Verbindung! Beurteilung von Einbrandtiefe und Schweißwurzel erfordert Übung, Geschick und Erfahrung!
- mit Übung und je nach Schweißaufgabe sind Verschweißungen von „Material zu Material“ möglich, ohne Zugabe von Zusatzwerkstoffen
- kleiner Schleifer (Bandschleifer, Bockschleifer…) ausschließlich und nur für die WIG-Nadeln sollte vorhanden sein
- mit Gleichstromgeräten (günstige) „DC“ ist das Schweißen von Stählen möglich, mit teureren „AC/DC“ Gleich- und Wechselstromgeräten auch Aluminium (Aluschweißen erfordert sehr viel Übung und gehört in die Königsklasse, nicht für Anfänger realistisch)
- Geräte mit „Puls“ erlauben auch das Schweißen dünnster Bleche, auch für Anfänger sehr gut lernbar
- „massive“ Schweißungen ab 8mm erfordern mehr Übung und sind schwieriger
- höchste Anforderung an Vorarbeiten (blanke Bauteile, Entfetten und Entrosten) belohnt aber mit fast makellosen Ergebnissen ohne Nacharbeiten
- sehr geringe Verletzungs- und Handhabungsgefahr
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#2
Bin mit Schweißen aufgewachsen, väterlicherseits bis 8 Jahre etwa. Dennoch kann ich Deine Situation gut nachempfinden, meine eigenen WIG-Anschaffungen sind auch erst wenige Jahre her und es ist mir ebenso ergangen, obwohl ich vorher schon lange Autogen und MAG geschweißt habe.

Wenn Du keinen in der Nähe findest, der mal praktisch mit helfen könnte (schau doch mal auf der Forenkarte oder schreib was in die Suche für nen Kasten Bier), dann gehe mal in eine Schlosserei in der Nähe. So hab ich das gemacht, als ich vor Jahren mal mit MAG (wieder) anfangen wollte: Einfach fragen, ob einer für kleines Geld mal Tipps geben kann. Wichtig dabei ist, dass diese an dem Gerät gegeben werden, das Du dann auch kaufst oder gekauft hast. An einem Profigerät mit automatischer Parameterregelung kann fast jeder Depp auf Anhieb mal ein paar schöne Bahnen ziehen. Sowas wirst Du aber nicht haben.

Also muss die praktische Anleitung auch an dem Gerät erfolgen, das Du Dir dann kaufst. Bei mir wurde es das Güde MIG 190 Kombi, hab ich bis heute. Klar hat der "Profi" (war damals ein Geselle der sich in der Meisterausbildung befand, er freute sich über nen Hunni und ich mich über viele gute Hinweise und Tipps) erstmal die Nase gerümpft. Seine ersten Schweißversuche damit sahen nicht viel besser aus als meine. Nach einer halben Stunde hatten wir es aber beide raus und danahc hieß es üben, üben, üben. Man geht eben nicht gleich an den VW Käfer und brät los. Nach drei Wochenenden kam er nochmal auf nen Kasten Bier vorbei und ich hatte nochmal eine lange Frageliste, die er mir komplett beantwortete.

Damit hatte ich die ausreichende Basis, alleine weiterzulaufen. Wenn ich heute noch Fragen hab, ruf ich ihn halt an oder frag woanders, gibt ja inzwischen auch Foren wie hier.

Nicht falsch verstehen, aber hier im Forum wird Dir jemand nur bedingt helfen können. Schweißen ist anders als Holzarbeit, da sägt man auf möglichst genaues Maß und man kann auch viel lesen und schreiben. Schweißen ist eine Sache in sich, da Hilfe auf Distanz zu geben halte ich in den meisten Fällen für problematisch: Man hört und fühlt sehr viel hinsichtlich des Lichtbogens, das kann man nur sehr schlecht beschreiben. Und man kann die fachlich richtige Arbeit kaum bewerten, das ist u.a. die Schweißwurzel. Viele Schweißungen sehen obendrauf gut aus, aber die Materialien sind innerlich kaum verbunden.

Da hilft mal die Säge, einfach eine Schweißnaht quer und kalt durchsägen, nicht flexen. Dann sieht man schon, ob die Schweißwurzel ausreichenden Einbrand hatte.

Nicht umsonst macht man bei großen Schweißprojekten Bruchversuche, um die optimalen Parameter zu ermitteln. Der TÜV prüft Nähte mit speziellen Röntgengeräten, und selbst da passieren noch genug Fehler.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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#3
Aluelektroden klingt spannend, berichte mal!

Noch was zur Geräteauswahl:
Ein WIG-Gerät sollte wirklich vorrangig hierfür entworfen sein, erkennbar an allen möglichen Einstelloptionen.
Gewarnt sei vor Elektrodengeräten für 100€ im Baumarkt, zu denen man noch ein WIG-Kit zukaufen kann. Da erlaube ich mir mal die generelle Aussage: Das ist alles totaler Schrott, teilweise strömt da unablässig Gas, weil nichtmal ein Magnetventil dranhängt.

Für das Schweißen von VA und allgemein hochlegierten Stählen gelten die gleichen besonderen Gesundheitsrisiken, wie bereits beim Fülldraht und Elektrode beschrieben. Ebenso das Plasmaschneiden, da wird Stahl mit Legierungen einfach verdampft und die Feinstäube sollten sich nicht wieder in der Lunge finden.

Du meintest sicherlich, dass die Lernkurve bei MIG/MAG am steilsten ist? Von den hier aufgeführten Verfahren halte ich das für am leichtesten zu lernen.

Autogenschweißen ist inzwischen sehr selten geworden. Habe auch aktuell keine Flaschen mehr dazu stehen, ist ja alles Kapital. Im Hobbybereich braucht man es kaum noch, schön sind halt die formierbaren Schweißnähte.

Allgemein kann man empfehlen:
Universalgerät für Haus- und Hof ohne große Ansprüche: Elektrode
Wenn es in Blechbereiche geht und viel geschweißt wird, am Ende gescheit aussehen soll: MIG/MAG
Wenn es Bleche und feinere Bauteile werden sollen, sehr hohe Nahtanforderungen an Optik und Haltbarkeit bestehen: WIG

Letzter Hinweis noch: Finger weg von Geräten, die Plasmaschneider und Schweißgerät vereinen! Das ist technischer Mumpitz, Erläuterung bei Bedarf gerne.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#4
Ich hab ein Schutzgasschweißgerät, momentan in der MAG Konfiguration. Es ist, wie schon gesagt, das Einfachste Verfahren, bei dem man Learning by Doing betreiben kann. Auch reichts vollkommen um mal was zusammen zu brutzeln.

Auch hab ich das Gerät umsonst bekommen, von daher fiel mir die Entscheidung leicht. Ein ca. 30 Jahre altes Messer Griesheim mit 300A. Damit kann man Stahlträger verschweißen, ohne das das Gerät abschaltet. Im Gegensatz zu dem ganzen Billigplunder...
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#5
Das wiegt sicher auch einen Zentner! Solche alten Schätzchen sind sicherlich sehr gut, wenn sie funktionieren. Bei 300A hat der auch ordentlich Wicklungen und damit Stabilität im Lichtbogen.
Ich hatte zu Beginn mal einen älteren Plasmaschneider von Lorch aus den 80er Jahren, dachte, Fehlersuche in solch alten Geräten ist nicht schwer. Hat aber lange gedauert, den wieder lauffähig zu machen. Am Ende war es nur eine Sicherheitsschaltung, da muss man erstmal drauf kommen.
Klar sind die Geräte nicht kompliziert hinsichtlich ihrer Kerntechnik. Aber was dann an Schutzschaltungen usw. hinzukommt, ist schon schwer als Amateur zu überblicken. Zumal da auch richtig ordentlich Wumms drauf ist, kein Spielzeug.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#6
Klingt doch gut! Ohne eigene Investition kannste direkt mal reinschnuppern!

Ich bin aus schlechten Erfahrungen heraus inzwischen sehr pienzig, andere an meine Geräte zu lassen, bzw. mir von anderen welche zu leihen. Wenn da was kaputtgeht, ist die Stimmung immer mies.

Und mal ehrlich, wer klärt das schon vorher? Ist ja meist eine Kombination von einem Grundschaden am Gerät und dann ggf. einer unsachlichen/unbedachten Handlung, dann geht nichts mehr. Jemandem gleich ein neues Schweißgerät kaufen müssen ist sicherlich übertrieben, aber wie ersetzt man dann sowas? Oft ist die Ursache ja auch nicht wirklich offensichtlich und dann steht man da.

Für mich ein Grund, fast alle Geräte selbst zu haben, und nur im Ausnahmefall mal zu fragen.

Mach Dir (macht Euch) für solche Fälle aber vorher die Gedanken und sprecht es an. Wer regelmäßig ein Gerät braucht, sollte üben und aussuchen ruhig an anderer Leute Geräten machen, aber dann ist irgendwann ein eigenes fällig.
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#7
Interessante Umfrage, weil das Thema erst in jüngster Vergangenheit auf mich zukam – die Qual der Wahl! Entschieden habe ich mich für dieses Gerät:  ARMATEH 200 Ampere, Kompakt-Elektrodenschweißgerät, Inverter MMA, ARC. Diese Entscheidung hat sich als sehr gut erwiesen. Ich habe nach 48 Jahren "Pause" mal wieder Elektrodenschweißen probiert. Anfangs noch etwas holprig, aber es geht immer besser.

Elektrode deshalb, weil die anfallenden Arbeiten in Haus und Hof Flexibilität erfordern. Mit den 200 A kann man schon einige – wenn nicht sogar den überwiegenden Teil – der anfallenden Arbeiten abdecken. Das erste Projekt, was dringend anstand, war ein einfacher Schweiß- und Werktisch für Arbeiten außerhalb der Werkstatt. Aus Quadratrohr 40x40 mm und U-Profil 40x40 mm "zusammengepappt", von der Optik her eher häßlich, aber funktionell.

Bei den vielen hier richtigerweise geschriebenen Hinweisen kommt es bei der Entscheidung letztlich auch auf den hauptsächlichen Einsatzzweck an. Dafür habe ich m.E. das richtige Gerät gefunden. Nun geht's an die Probiererei. Alu und Edelstahl schweißen soll – entsprechende Kenntnis vorausgesetzt – damit kein Problem sein. Nun, schaun mer mal ...

Wolfgang

PS: Für den Fachmann sehen meine ersten Nähte sicher katastrophal aus ... Ich bin aber stolz drauf  Wink.


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#8
(20.05.2017, 14:55)janus38 schrieb: Letzter Hinweis noch: Finger weg von Geräten, die Plasmaschneider und Schweißgerät vereinen! Das ist technischer Mumpitz, Erläuterung bei Bedarf gerne.

Da muss ich, was den Hobbybereich anbelangt, doch widersprechen. Wenn man den Plasmaschneider vielleicht nur 2 bis 3 Mal im Jahr braucht, dann ist so ein Kombigerät die optimale Lösung. Vor allem, wenn man nicht den Platz hat, zwei separate Geräte aufzustellen. Dass sowas für einen Profi keine Option ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber deine Erläuterungen würden mich schon interessieren.
Gruß
Günther

Theoretisch müsste ich praktisch alles können.
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#9
Bin totmüde, daher nur in Kürze:

Bei den meisten billigen Kombigeräten hängen Gasleitung und Druckluftleitung beisammen. Man bläst sich also den Kompressorschmodder dann nach dem Wiederanschluss durch die Gasleitung auf die Schweißnaht. Das wird dann eine Sch(w)eißnaht....

@Wolfgang: Freut mich, wenn es geholfen hat!

Ich bin inzwischen von dem Stahlwerk auf ein EWM PicoTIG 200 AC/DC Puls gewechselt und übe fleißig.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#10
Das ist zwar richtig, dass die Druckluft und das Schutzgas durch die selbe Leitung geblasen werden, aber das halte ich jetzt nicht für so ein riesiges Problem. Erstens ist davon nur ein ca. 50 cm langes Stück betroffen, das verschmutzt werden könnte und zweitens muss man ja die Druckluft nicht direkt aus dem Kompressor verwenden, sondern kann sie erst mal über einen Öl- und Kondensatabscheider vorreinigen. Ich jabe mein Stahlwerk- Kombigerät jetzt sicher schon zwei Jahre im Einsatz und hatte noch nie das Problem, dass mir die Druckluft fürs Plasmaschneiden anschließend die Schweißnaht versaut hätte.
Gruß
Günther

Theoretisch müsste ich praktisch alles können.
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