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Buche-Leimholzplatten
#1
Hallo zusammen,

Nachdem ich den Beitrag von Wolfgang EG gelesen habe, habe ich mich aufgerafft meinen, schon lange  geplanten Beitrag zur Herstellung von Buche-Leimholzplatten, zu schreiben. Die Aktion war schon im November 2019.

Meine Vorgehensweise ist allerdings etwas anders. Bei Hartholz lasse ich meistens die Stämme zu 65 mm starken Dielen schneiden, da ich zu diesem Zeitpunkt meistens noch nicht weiß, was es einmal werden soll. Außerdem werden Hartholzdielen bei der Trocknung nicht so krumm wie Hartholzbretter.

   

Das sind die "Rohlinge".

       

Zuerst habe ich die Dielen besäumt.

       

Dann habe ich die breite Seite abgerichtet.

   

Danach die schmale Seite.

   

Dann auf Stärke gehobelt. So star, wie es eben das Holz hergegeben hat.

       

Als nächstes habe ich 3 cm starke Lamellen geschnitten, da die fertigen Platten 2,5 cm dick werden sollen.

   

Anschließend verleimt.

               

Dann erneut abgerichtet und auf Stärke gehobelt.

   

Schlußendlich noch zugeschnitten.

       

Und dafür wurden die Platten verwendet. Es ist ein Pokalwandschränkchen für das örtliche Vereinsheim.
Der Einlegeboden und die Rückwand sind aus astreinen zölligen Kiefernbrettern verleimt. Außen ist der Korpus mit KF-Beize und Cloucryl behandelt, innen naturbelassen und geölt.

Mit freundlichen Grüßen

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#2
Walter, rundum gelungene Sache ...

Eiche und Buche in 55 mm habe ich auch noch zu liegen, aber da möchte ich noch warten, bis ich wirklich ein konkretes Objekt bauen möchte. Du hast sehr gut gezeigt, wie der Werdegang vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt ist. Vor allem kannst Du die Qualität selbst bestimmen und bist nicht auf Baumarktmaterial in manchmal zweifelhafter Qualität angewiesen.

Ich freue mich sehr, dass wir nun schon zwei Bastler sind, die diesen Weg hier im Forum gehen. Danke!

Wolfgang
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#3
Super Arbeit Thumbs Up

Wenn dazu nicht dieser enorme Aufwand (und die Existenz von Maschinen, die ich gar nicht besitze) und der Besitz von solchem Rohholz nötig wäre, wäre es ne Alternative Wink
Gruß,
Michael

....Meine Spardose....

YouTube: Mixbambullis
Instagram: Mixbambullis
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#4
Super Anleitung, dafür Danke, Walter.
Vereinsheim = Schützenhaus?

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#5
Ja, Regina. Die Schützenscheibe links hat es wohl verraten.

MfG

walter
Der Weg ist das Ziel
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#6
(19.04.2020, 17:51)Wolfgang EG schrieb: Walter, rundum gelungene Sache ...

Eiche und Buche in 55 mm habe ich auch noch zu liegen, aber da möchte ich noch warten, bis ich wirklich ein konkretes  Objekt bauen möchte. Du hast sehr gut gezeigt, wie der Werdegang vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt ist. Vor allem kannst Du die Qualität selbst bestimmen und bist nicht auf Baumarktmaterial in manchmal zweifelhafter Qualität angewiesen.

Ich freue mich sehr, dass wir nun schon zwei Bastler sind, die diesen Weg hier im Forum gehen. Danke!

Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich bin ein Massivholzfan. Was vielleicht gerade noch so geht, sind Tischlerplatten oder Sperrholz. Aber Spanplatten für Möbel sind für mich überhaupt kein Thema. Ich habe im Verlauf der letzten 30 Jahre mein komplettes Mobiliar (Bis auf Polstermöbel und Bürostühle) komplett aus Massivholz angefertigt und so die Spanplattenmöbel nach und nach entsorgt. So lange habe ich auch schon die SCM-Fünffachkombination, die man auf den Bildern sieht.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#7
(19.04.2020, 19:39)Fuzzy schrieb: Hallo Wolfgang,

ich bin ein Massivholzfan. Was vielleicht gerade noch so geht, sind Tischlerplatten oder Sperrholz. Aber Spanplatten für Möbel sind für mich überhaupt kein Thema. ... So lange habe ich auch schon die SCM-Fünffachkombination, die man auf den Bildern sieht.

Walter, Massivholz ist etwas Schönes. Auch ich finde Massivholz beeindruckend. Allerdings habe ich einfache Möbel auch schon aus simpler Spanplatte gebaut, nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass es schneller geht, etwas fertig zu bringen. Natürlich habe ich auch viele Sachen aus Leimholz Kiefer oder Fichte hergestellt, aber eben aus Baumarktware.

In den letzten Wochen bin ich aber zu der Erkenntnis gekommen, mich selbst – als Rentner –  stark zu »entschleunigen«, weg von der jahrelangen Alltagshektik. Soll etwas gut werden, dann braucht es eben seine Zeit ... Deshalb auch der Versuch, Leimholz aus Lärche (oder Eiche/Buche) selbst herzustellen. Da bin ich jetzt eben in der »Versuchsphase«. Es geht ja auch darum, dass ich meine Holzvorräte noch zu Lebzeiten einer sinnvollen Verwendung zuführe, weil sie – wenn ich in die Grube steige – sonst vielleicht als Brennholz enden Wink 

Zu Deiner Kombi kann ich nur gratulieren. Da bleiben keine Wünsche offen ... Aber für solch ein Teil habe ich einfach keinen Platz, und – selbst wenn – auch nicht die nötigen finanziellen Polster.

Bitte stelle doch noch mehr Deiner Projekte vor. Ich bin schon sehr gespannt.

Wolfgang
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#8
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Bitte stelle doch noch mehr Deiner Projekte vor. Ich bin schon sehr gespannt.

Wolfgang
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Hallo,

   

diesen Eichenschrank habe ich vor ca. 16 Jahren gebaut.
Das Bild ist nicht besonders, wegen der stürzenden Linien vom Weitwinkelobjektiv, aber man kann sehen, was es ist.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#9
Hut ab, Walter! Das hätte ein Tischler auch nicht besser gemacht!

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#10
Walter, da schließe ich mich Regina gern an. Saubere, professionelle Arbeit! Kann es sein, dass Du gelernter Tischler bist?

Wolfgang
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