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Dictum B54 CBN Grinding Wheel auf Record Power WG 250
#1
Ich habe heute mein CBN Grinding Wheel 250 mm von Dictum geliefert bekommen. Auf den Webseiten schreibt Dictum, dass es speziell für den Einsatz auf T7/T8 von Tormek konzipiert ist. Diese Geräte haben ebenso wie meine Record Power WG 250 eine 12 mm Welle, so dass ich davon ausgegangen bin, dass die CBN Scheibe auch auf der WG250 nutzbar sein sollte. Um es vorweg zu nehmen: Meine Annahme war richtig.

Die CBN Scheibe mit zusätzlicher, seitlicher Beschichtung sieht wertig aus, an einer Seite sind 2 Bohrungen zu sehen, mit denen die Scheibe vermutlich gewuchtet wurde. Die Breite der Scheibe beträgt 50 mm, was ich als sehr komfortabel empfinde, da sie der Breite des bei dem mit der WG250 mitgelieferten Stein entspricht, so dass ich mich nicht umstellen muss.

Die Montage ist denkbar einfach. Mutter lösen, Unterlegscheibe von der Welle nehmen, den Wasserstein gegen die CBN-Scheibe tauschen, Unterlegscheibe auf die Welle und Mutter wieder festziehen. Wenn man memoriert hat, dass die Mutter ein Linksgewinde hat, muss man auch nicht verzweifelt versuchen, sie rechtsrum festzudrehen.  Dodgy 

Die Scheibe hat in etwa das Gewicht des Wassersteins, so dass meine Befürchtungen beim Auspacken, ob die WG 250 den Trümmer überhaupt in Bewegung versetzen kann, unbegründet waren.

Da ich heute wenig Zeit habe, habe ich nur kurz einen alten Simshobel demontiert und das Eisen in die Record Power Vorrichtung eingespannt. Kurz den rechten Winkel zwischen Eisen und Scheibe justiert, und die erste Probeschärfung konnte beginnen. Die Scheibe läuft von Anfang an rund, hat nur einen leichten Seitenschlag, der aber nicht stört. Der Abtrag ist für eine 600er Körnung beeindruckend und hinterlässt ein sauberes Schleifbild, die Schneide wäre vermutlich für gröbere Arbeiten schon direkt nutzbar. Ich habe sie noch kurz über meinen 1200er Diamantstein und meinen Strop mit grüner Politur gezogen, und sie war sauscharf.

Leider war der Akku meines Handys leer, so dass ich noch keine Bilder habe. Die werde ich morgen bzw. in den nächsten Tagen noch nachreichen.

Was will ich also mit dem Ding? Im Prinzip möchte ich damit Hobel- und Stemmeisen eine neue Primärphase schleifen, wenn sie durch das Schärfen per Hand nach und nach verloren gegangen ist. Ich habe in meiner Werkstatt nicht den Platz, die Maschine dauerhaft aufzustellen, und darüber hinaus bin ich, wenn ich während meiner Arbeit nachschärfen muss, per Hand auf den Diamantsteinen deutlich schneller. Ich würde behaupten, dass ich von Hand geschärft in etwa 2 Minuten weiterarbeiten kann, während ich auf der Maschine erst in die Vorrichtung einspannen muss, dann die richtige Gradzahl der Primärphase und die Rechtwinkeligkeit der Schneide justieren muss und und und. Bis ich soweit bin, los zu schleifen, habe ich das Eisen per Hand geschärft und wieder im Hobel. Mit dem Wasserstein hat das Wiederherstellen einer Primärphase bei einem Hobeleisen für einen Hobel No. 4 ca. 25 Minuten gedauert. Ich erhoffe mir, dass ich mit der CBN Scheibe diese Zeit reduzieren kann. Ob das klappt und wie lange es dauert, werde ich berichten.

Wichtig für Interessierte, die sich auch mit dem Gedanken tragen, diese für die Tormek T7/T8 konzipierte Scheibe funktioniert out of the box auch mit der WG250.

Gruß
Peter
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#2
Peter!

"Wenn man memoriert hat, dass die Mutter ein Linksgewinde hat, muss man auch nicht verzweifelt versuchen, sie rechtsrum festzudrehen."

Zwischen deinem Posting dass der Stein angekommen ist und diesem Thread liegen etwa sechs Stunden 

- pauschal eine Stunde für den Gang zur Werkstatt (mit Kaffee), dem ersten Schleiftest sowie die Threaderstellung

= bleiben fünf Stunden...

... ich hoffe du hast das mit dem Linksgewinde nicht zu lange ausprobieren müssen  Angel Angel Angel

- - - 

Herzlichen Dank für deinen schönen Bericht (damit freue ich mich noch mehr auf meine Scheibe - die soll zum Wochenende geliefert werden).

Die Scheiben habe ja EXTRA eine Seitenbeschichtung - stört dabei der erwähnte Seitenschlag nicht? 
... wie groß würdest du diesen in etwa einschätzen (immerhin kostet die Scheibe ja eauch ein paar Taler)?

Viele Grüße
Holger
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#3
Holger,

Big Grin , erwischt!

Aber Spaß beiseite, der Seitenschlag der Scheibe ist nur auf der der beschichteten gegenüberliegenden Seite erkennbar, auf der sich die beschriebenen Wuchtungs-Bohrungen befinden. Funktional gibt es aus meiner Sicht deswegen keine Einschränkung.

Etwas, was ich völlig unterschätzt habe, ist der Dreck, der beim Schleifen entsteht. Ich fand es schon mit dem Wasserstein erstaunlich, was sich als Schlamm am Boden der Wasserwanne absetzt, und mir war auch klar, das der beim Schleifen entstehende Abtrag auch irgendwo hin muss. Aber die Menge war dann schon erstaunlich. Wobei ich auch nicht ausschließen will, dass sich beim Einbrechen der Scheibe auch überschüssiges CBN dabei befand.

Ich bin mal gespannt, was Du von Deiner Scheibe zu berichten hast.

Gruß
Peter
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#4
Hallo Peter,
danke für deinen bisherigen Erfahrungsbericht.

Eine Frage habe ich aber noch. Hast du den Wasserbehälter wieder montiert oder einfach weggelassen? Evtl könnte man den ja als Auffangwanne für den Dreck missbrauchen. Kannst du ein wenig beschreiben wo der Dreck sich ansammelt?

Gruß Marcel
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#5
Peter, 

ergänzend zu deinem Bericht: 
Ich habe heute meine B46er 250mm CBN-Scheibe (entspricht einer 1200er Körnung) an der T8 montiert.

Kurz ein paar Hinweise/ Rückmeldungen:
  • Einen "Seitenschlag" konnte ich nicht feststellen.
  • Ein Stechbeitel mit eines wirklich schiefen (links-recht etwa 3mm Unterschiedliche Länge) und stark verformt durch Missbrauch zum Meisseln konnte ich erst in etwa 10 Min schleifen wieder herrichten. Allerdings war ich etwas abgelenkt und auch eher zurückhaltend vorsichtig.
  • Der Abrieb bzw. die Späne sind deutlich und (nur) tlw. auch am Magnet der leeren Wasserschale (wenn ich die nicht montiere, dann steht die nur im Weg rum).
  • Bei meinem ExtremTest wäre eine 600er Scheibe (B52) vermutlich sinnvoller, aber solche starken Abtragswünsche sind ja eher sehr sehr selten.
Somit meine Empfehlung: CBN B46 in 250mm ist toll. 


EINE Sache stört mich etwas: 
Durch die Nutzung in umgekehrter Drehrichtung kann ich meine Winkelschablone nicht wirklich nutzen. 
... mal sehen, ob ich mir eine gespiegelt nachbaue oder es einfach so wie bisher anlege...

VG
Holger

   
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#6
(14.02.2021, 17:06)Ma-hop schrieb: Hallo Peter,
danke für deinen bisherigen Erfahrungsbericht.

Eine Frage habe ich aber noch. Hast du den Wasserbehälter wieder montiert oder einfach weggelassen? Evtl könnte man den ja als Auffangwanne für den Dreck missbrauchen. Kannst du ein wenig beschreiben wo der Dreck sich ansammelt?

Gruß Marcel

Hallo Marcel,

ich hatte die Schale zuerst entfernt. Dadurch hat sich der Abrieb zunächst auf dem vorderen linken Fuß und den Bereich davor konzentriert. Ich habe dann die Wasserschale wieder montiert, jetzt ist es ein bisschen besser. Der Fuß bleibt weitesgehend sauber, aber der Abrieb verteilt sich über den Rand der Wasserschale hinaus weiterhin nach vorne.

(15.02.2021, 03:01)HMBwing schrieb: ---
EINE Sache stört mich etwas: 
Durch die Nutzung in umgekehrter Drehrichtung kann ich meine Winkelschablone nicht wirklich nutzen. 
... mal sehen, ob ich mir eine gespiegelt nachbaue oder es einfach so wie bisher anlege...

VG
Holger

Hallo Holger,

wieso umgekehrte Drehrichtung, wie nutzt Du die Scheibe denn? Zu Dir hin- oder von Dir wegdrehend?

Ich finde übrigens 10 Minuten für die Korrektur eines Stechbeitels mit einer 1200er Körnung nicht viel auf einem Langsamläufer. Ich bin noch nicht dazu gekommen, mich weiter mit der Scheibe zu beschäftigen, aber habe vor, einen Stechbeitel von 25° auf 17° umzuschleifen. Mal schauen wie lange das dauert.

Gruß
Peter
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#7
Hallo Peter,

ich hatte mit dem Original-Schleifstein "auf mich zu" 
hier im Trockenschliff dann jetzt umgestellt auf "von mir weg", 
um die Schneide nicht in die Oberfläche zu "rammen" (oben im Foto hängen die Späne noch am Beitel in Drehrichtung). 

... aufgrund der Meldung von Don
https://bastler-treffpunkt.de/thread-nas...3#pid65183
"Bei den cBN Scheiben immer von Dir weg schleifen. Beim zu Dir hin  schleifen könnte das Messer in die Scheibe greifen und diese damit zerstören."

Wie läuft die Scheibe/Schleifrichtung bei dir?

VG
Holger
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#8
(15.02.2021, 15:12)HMBwing schrieb: Hallo Peter,

...

Wie läuft die Scheibe/Schleifrichtung bei dir?

VG
Holger

Hallo Holger,

ich hatte diesen Link gefunden und habe deswegen die Drehrichtung auf mich zu gewählt. Ich habe es aber auch andersrum ausprobiert. Ich kann Dons Einwand gut verstehen. Eventuell ändere ich die Drehrichtung noch. Bisher ist alles gut gegangen, vermutlich auch deswegen, weil ich auf CBN im Gegensatz zum Wasserstein nicht mit Druck, sondern nur mit dem Eigengewicht des Eisens samt Vorrichtung gearbeitet habe. Die sicherere Variante ist aber definitiv Dons Empfehlung.

Ich habe gerade bei Rob Cosman nachgeschaut, der verwendet CBN-Scheiben mit 80er Körnung auf einem Doppelläufer mit deutlich mehr als 250 Umdrehungen. Hier in dem Video kannst Du sehen, dass er dort auch die Drehrichtung auf sich zu nutzt. So um 1:15 - 1:20 schaltet er den Doppelläufer ein.

Vermutlich geht beides, bei der Drehrichtung auf sich zu muss man dann besser aufpassen.

Gruß
Peter
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#9
... ich denke solange die Schneide in der Führung läuft, wird es nicht verkanten - Freihand schaut es schon anders aus. - aber "sicher" ist es mit- statt gegenläufig.

Zur Drehrichtungsangabe aus deinem ersten Link 
"Empfohlene Drehrichtung: Nach Vorne zum Körper hin! Jedoch problemlos auch mit entgegengesetzter Drehrichtung – nach Hinten weg – verwendbar.
bliebe die Interpretation wie dazu das Werkstück eingespannt ist 
(ich gehe davon aus es mit dem Heft zu mit zu führen - denkbar wäre auch andere herum)
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#10
Hallo Holger,

ich habe gerade einen 16mm Stechbeitel von 25° auf 17° umgeschliffen. Ich habe dazu die Drehrichtung von mir weg genutzt. Gefühlt würde ich sagen, dass das sogar besser funktioniert hat, als die andere Richtung. Allerdings hat der Spaß 16 Minuten gedauert. Danach bin ich ohne über den Diamandstein zu gehen direkt auf das Abziehleder. 30 Mal von oben und 15 Mal von unten über das Leder gezogen, und der Haarschneidetest auf dem Handrücken ist bestanden.

Ich schaue mir das demnächst an, wie lange es mit einem Hobeleisen dauert. Zur Not kann ich mir irgendwann immer noch mal eine CBN-Scheibe mit gröberem Korn holen, wenn mir das Umschleifen zu lange dauert. Allerdings werde ich dann vermutlich noch Zeit für den Feinschliff auf den Diamantsteinen brauchen, was den Zeitvorteil eventuell wieder aufbraucht.  Wir werden sehen.

Gruß
Peter

   
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