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Drechseln 1.0 – Ein Versuch ging in die Hosen ...
#1
Wie ich an anderer Stelle schrieb, will ich für den Eigenbau von alten Holzzwingen Gewindestäbe mit Griff fertigen. So weit, so gut.

Nun hatte ich mir Ahornklötze 150x40x40 mm bestellt, die die Griffe bilden sollen. Darin eingeschraubt, der 25 mm Ahorn Rundstab, in den dann das Gewinde geschnitten werden soll. Ich hatte das so angedacht (und probehalber umzusetzen versucht):

- Klotz mit 22 mm Bohrung versehen
- Gewinde einschneiden
- an Rundstab Gewinde anschneiden
- beides zusammenschrauben
- rein in die Drechselbank
- Griff ausformen

Pustekuchen. Ich denke, die Bilder sprechen für sich. Grundübel: Ich habe nicht hinbekommen, den Griff und das eingeschraubte Rundholz richtig zu zentrieren. Wäre es vielleicht besser, wenn ich erst den Griff ausdrechsle, dann eine runde 20 mm Bohrung einbringe, den Rundstab an einer Seite 100 mm auf 20 mm abdrechsle und erst dann einfüge? Das Gewinde in den Stab also auch erst am Schluss schneide!?

Ich denke auch, dass mein Drechseleisen (Schruppröhre?) recht stumpf war, weil das Holz so ausgerissen ist.

Wolfgang


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#2
Das ist aber auch eine satte Länge die Du da eingespannt hast. Liegt es vielleicht auch an einer gewissen Unwucht? Ganz davon abgesehen ist die Zentriererei ja auch nicht ganz ohne. Ich hätte aber auch zuerst die Bohrung gesetzt und dann gedrechselt wie Du es gemacht hast.
Nun, aus Fehlern lernt man und es kann nur besser werden. Werde mal die Daumen drücken. Smile
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#3
Auf der Länge kommen aber auch ganz schnell Vibrationen auf, die einen sauberen Schnitt unmöglich machen. Da braucht es dann Unterstützung von außen, damit der Besenstiel nicht ins Schwingen gerät.
Ich weiß gerade nicht wie das Teil heißt. Es wird ein Rahmen oder etwas wie eine Felge auf das Bankbett geschraubt, Von dem Rahmen gehen nach innen 3 streben/Arme mit Rollen am Ende, sodaß das Werkstück im Zentrum durch die Rollen gestützt wird.

LG
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#4
Lünette?

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#5
Danke Regina, das ist es
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#6
(19.12.2018, 22:10)Regina schrieb: Lünette?

LG Regina

Jap, Lünette oder Setzstock.
Gibts als Zubehör für die Drechselmaschinen und soll für Teile benutzt werden, bei denen das Verhältnis Durchmesser zu Länge größer als 1:5 ist. Oder 1:6? Idea
Mfg Simmi (aus dem Werkstall)
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#7
Naja, eine Lünette wird es wohl für die Smalcalda-Drechselbank nicht geben ...

Das mit der Unwucht ist richtig. Ich hatte zwar die Mitte von Rundstab und Klotz richtig angezeichnet, das Problem lag aber an der 22 mm Bohrung, die ich mit einem Flachfräsbohrer niedriger Qualität in eine Seite des Klotzes eingebracht habe. Dann noch das Gewinde reingeschnitten ... und mächtig aus der Mitte gekommen. Der ganze Schmodder hat stark geeiert ... Eigentlich hätte ich die Drechselei abbrechen müssen, aber ich wollte einfach mal probieren ...

Ursprünglich sollte die 22er Bohrung mit einem Schlangenbohrer guter Qualität eingebracht werden. Was ich nicht bedacht habe: Trotz kurzem Bohrer war das Werkstück inklusive Schraubstock zu lang. Es ging einfach nicht in der Bohrmaschine unter den Bohrer drunter ...

Nun werde ich einen neuen Klotz nehmen und ihn separat bearbeiten. Der ist nur 150 mm lang, da sollte also nichts eiern. Dann fummle ich ein Loch rein (keine Ahnung, vielleicht mit 'ner Brustleier per Hand).  Da der Griff nur dazu dient, die Zwinge anzuziehen, fällt eine kleine Abweichung sicher nicht so auf. Danach sehe ich weiter.

Wolfgang
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#8
Hallo Wolfgang, 
 
wenn Du die Planscheibe hast, dann kannst Du mit (am Besten ) Buche-Multiplexplatten verschiedene Spannfutter selber herstellen.
Runde Scheibe mit verschraubter Stockschraube =  Schraubenfutter.
Dicke runde Scheibe (4 cm) mit Loch passender Grösse =  Einschlagfutter. Wenn,s ausleiert ;-) Rohrstück einkleben !
Oder mit eingeklebter Wasserrohrmuffe =Einschraubfutter.
Für kleine Sachen reicht das Aufkleben mit Heißkleber.
Für große flache Teile geht die Verklebung mit Papierzwischenlage.
Als Unterstützung kannst Du auch immer die Reitstockspitze (mit aufgesetztem Holzschoner) ansetzen. 
Natürlich ist ein Backenfutter der leichtere Weg für Dich (??). 
 
Viele Grüße Andreas
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#9
Danke, Andreas. Momentan ruht mein Vorhaben, weil andere Sachen anstehen (altes Haus, total verstopfter Abfluss, keiner weiß, wo die Rohre langgehen ...). Ich komme zu gegebener Zeit nochmal darauf zurück.

Wolfgang
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