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Drechslerholz
#1
Hallo zusammen,

   

Das war ein Wildkirschenstamm, der einem Harvester (Holzvollerntemaschine) im Weg stand. Hier ist er schon anhängergerecht abgeschnitten. Habe ich für 5 € erstanden.

   

Fürs Sägewerk ist er fast zu klein. Außerdem sind die Sägewerke in meiner Umgebung zur Zeit sehr gut ausgelastet, so habe ich mich darangemacht und sie Stämme mit der Handkreissäge halbiert. Nicht nur mir, sondern auch der Handkreissäge ist es dabei sehr warm geworden.

   

Natürlich habe von beiden Seiten eingeschnitten. Trotzdem bin ich meist nicht komplett durchgekommen, so habe ich mit Axt und Motorsäge noch etwas nachgeholfen.

   

So sieht es dann hinterher aus.

   

Die Rinde muß komplett entfernt werden, auch wenn im Drechslerbuch von Fritz Spannagel steht, daß man sie zum Trocknen dranlassen soll. Dadurch hatte ich schon Problemme mit dem Hausbock. Die Rinde ist eine idelale "Startrampe" für Holzschädlinge.

   

Das war dann die Ausbeute. Nun müssen die Teile erstmal mindestens zwei Jahre trocknen.

Man kann ja auch Drechslerholz online kaufen. Da kostet dann zum Beispiel ein Stück Kirschenholz mit 7 X 7 cm Querschnitt und 45 cm Länge 23 €. Ich denke, so gesehen, hat sich die Aktion schon gelohnt. Wenn nicht, dann war es Beschäftigungstherapie.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#2
Moin,

da lacht das Drechslerherz.  Smile Ich würde auch mal gerne wieder drechseln, aber meine Werkstatt ist im Komplettumbau/-erweiterung. Heute Morgen fliegt ein Teil der Wand zum Nachbarraum raus, dann noch die alte Werkstatt fliesen, alles neu verkleiden und verkabeln. Das wird erst mal nichts, mit drin werkeln oder drechseln.

Gruß Don
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#3
Würde sagen, schwer Glück gehabt. Mein Wahlspruch, immer schön die Augen und Ohren offen halten und nicht geizig sein bei geschenktem Holz (ein 10er in die Kaffeekasse oder eine Flasche Wein/Schnaps) und schon läuft es. Die Preise im Netz, auch wenn die Herstellung von Kandeln Arbeitszeit/Lagerzeit kosten sind zum Teil unverschämt.
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#4
Glückwunsch!

Damit das Glück auch hält solltest du auf die Schnittflächen (alle drei) irgendeine Versiegelung für verlangsamtes Trocknen auftragen.
Da reicht eigentlich auch alte Wandfarbe. Wäre doch zu schade, wenn aus dem Stamm nach zwei Jahren nur noch Brennholz rauskommt.

LG
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#5
Hallo Walter,

zu dem Fang kann ich Dich nur beglückwünschen!
Den Vorschlag von Christian würde ich umsetzen, es wäre wirklich schade, wenn bei dem Trocknungsvorgang etwas in die Binsen geht.

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#6
Ja Super, 

aber meinst Du nicht das zwei Jahre etwas wenig ist. Mit dem Trocknen und reißen ist das so eine Sache, manchmal klappt es manchmal nicht.
Gruß
Henrik
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#7
wenn man weiß, was aus den Stücken einmal werden soll, kann mans auch grob zurichten (so mach ich das halt)
dann geht das trocknen schneller
das Hirnholz mit irgendeinem alten Lack oder Leim versiegeln ist sicher auch nicht verkehrt
man kann auch was grob vordrechseln und in trockene Sägespäne legen, die dann alle paar Wochen ausgetauscht werden
dadurch wird das schonend getrocknet und geht auch schneller

Gruß Anton
nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
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#8
(22.07.2020, 08:00)Bastelhorst schrieb: Würde sagen, schwer Glück gehabt. Mein Wahlspruch, immer schön die Augen und Ohren offen halten und nicht geizig sein bei geschenktem Holz (ein 10er in die Kaffeekasse oder eine Flasche Wein/Schnaps) und schon läuft es. Die Preise im Netz, auch wenn die Herstellung von Kandeln Arbeitszeit/Lagerzeit kosten sind zum Teil unverschämt.

Du hast recht. Der Waldbauer bekommt noch eine gedrechselte Schale von mir.

MfG

Walter

Hallo zusammen,

Meine persönlichen Erfahrungen zum Thema "Hirnholzschutz und Trocknungsrisse":

Ich habe auf Buchendielen schon Latten genagelt, damit nichts reißt. Geholfen hat es nicht. Selbst die gewellten Stahlbänder, wie man sie bei Blockware ind der Holzhandlung vorfindet, helfen meistens nichts. Meine Devise ist mittlerweile, wenn es reißen will, dann soll es vor der Verarbeitung reißen. Da kann man dann was unternehmen dagegen.

Zu den Kirschstämmen: Die stehen jetzt unter einem Vordach im Schatten und im Trocknen. 2 Jahre Trockenzeit wohl etwas knapp. Die Altvorderen sagten bei Hartholz, man soll es für Jeden Zentimeter Holzstärke ein Jahr lagern. Man muß einen Mittelweg finden.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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