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Frage an die Drechselexperten
#1
Hi,

aus der Abfallkiste meines Bruders habe ich wieder mal ein Stück Holz ergattert - Kiefer, Fichte oder was auch immer. Von der Dicke her wunderbar geeignet für ein Schalenversuch. Nun habe ich allerdings einige doch recht tief gehende Risse entdeckt und bin mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist an dem Teil weiter zu arbeiten. Ich trage zwar immer ein Visier, aber heraus fordern soll man es ja auch nicht gerade. Was meinen die erfahreneren Drechsler  - Brennstoff für's nächste Gulasch, oder ein Versuch wert ?


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#2
Hallo HaBe67,

Verbrenne es.  Es wird die beim Drechseln um die Ohren fliegen. Und sage ich aus eigener Erfahrung, weil es mir schon passiert ist. Ich drechsle mittlerweile nur rissfreie und meist auch völlig astreine Stücke zu Schalen.

Mit freundlichen Grüßen

Walter
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#3
Hi, 
besten Dank für deine Einschätzung. Ich hatte es befürchtet und bevor ich in der Notaufnahme lande, geht das Gehölz ins Feuer.

Grüße
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#4
Du warst wohl auf dem Weg zu einer viereckigen Schale  Smile

Fuzzy hat aber leider Recht, wenn du das Teil noch dünn drechselst, ist die Gefahr schon greifbar. Ich find das Holz jetzt ohnehin nicht so prickelnd, wie du sagst, Kiefer, Fichte, eher Tanne.
Bei manchen Rissen kann man mit CA-Kleber oder Epoxy was machen, evtl. sogar farbliche Highlights erzeugen, aber hier lohnt sich das glaube ich nicht.

Rissfreihe Hölzer sind schön, aber astfrei muß nicht sein, die Änderungen in der Maserung bringen doch erst "Salz in die Suppe".

Grüsse
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#5
Hi, 
ja das Holz kommt weg. Leider ist am Anfang die Holzfrage das größte Problem. Ich hätte viele Ideen auf Lager, aber kein geeignetes Material. Und immer nur Buche ist auf Dauer auch etwas öde. Für teuer Geld alles kaufen, ist auch keine Option. So nimmt man eben fatalerweise hin und wieder ein Stück, das weniger optimal ist. Ich werde mich in nächster Zeit verstärkt auf die Suche begeben und dann wird es hoffentlich besser.

Grüße
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#6
Ja, das Bolzproblem kenne ich, hatten wir glaube ich schon mal diskutiert.
Inzwischen hat es sich etwas entspannt. Wie ich das hinbekommen habe?

Alles mit dem Handy fotografiert was ich mache und die Bilder auch der Frau geschickt. Die Damen sind ja komunikativer und dann ergeben sich plötzlich Möglichkeiten - eine hat einen Zirbentischler der Abfälle hergibt, eine hat noch Kirschholz im Keller das eigentlich zu Brennholz gesägt werden soll.
Ich selbst zeige meine Fotos auch gern mal rum oder bringe zu einer Einladung eine gedrechselte Kleinigkeit mit. Schon weiß ich, wo im Herbst ein Nußbaum fallen soll.

Vorgestern bin ich ich auf dem Weg zwischen zwei Geschäftsterminen an einem Holzhandel vorbeigekommen, der nicht "Holzhandel xxx" hieß sondern einen modernen Namen "Goodwood" hatte. Da war die Vollbremsung schon fast ein Reflex.
Aktuell bin ich zwar ohne Holz rausgegangen, aber der Besitzer hat eine Telefonnr erfragt und ich kenne ein paar Preise (z. B. Eichholzrest mit Baumkante 400 x 600 x 50 für 5 €) Finde ich jetzt nicht übertrieben.

Ohne Holz sich auf Schalen und Schüsseln zu konzentrieren ist natürlich problematisch. Ich habe mir dann wirklich Bastelreste laminiert. Damit lassen sich dann segmentierte Sachen wunderbar machen. Und das ist durchaus anspruchsvoll, weil die wechselnden Holzarten und Wuchsrichtungen ihre Eigenheiten haben. Hier noch drei Beispiele:
       
Leistenreste zu einer Obstschale verarbeitet, Durchmesser 28cm
    Fiolenvasen aus Resten unbehandelter Dachlatten

Grüsse
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#7
Schöne Teile die du da gefertigt hast - ja das Verleimen ist sicher auch eine Option, welche ich mal antesten werde. Mein Bruder hat ne kleine Schreinerei - leider mehr in Richtung Bau - wo allerdings immer wieder mal was für mich abfällt.
Die Frau bzw. LAG kann ich vergessen, da sie selbst gerne mit Holz bastelt und mir oft die guten Sachen vor der Nase weg schnappt.
Aber grundsätzlich spreche ich jeden Menschen an, der einen reizvollen Brennholzstapel vor dem Haus, im Garten oder sonst wo hat. So konnte ich mir schon einen halben Zwetschgenbaum ergattern und gestockten Apfel habe ich auch noch mind. nen halben Baum. Aber das ist halt alles noch grün/nass. Und für meine nächsten Vorhaben sollte das Holz schon fertig getrocknet sein.
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#8
Hy,

Aus leidvoller Erfahrung kann ich dir sagen das die Zwetschke (Pflaume) zu 99,9% reißen wird, egal wie du die vorbehandelst (auftrennen) und lagerst.

Aber das hat auch seinen Reiz, ich stelle am Nachmittag / Abend ein Foto von einer Schale ein die auch gerissen einen ganz guten Eindruck macht.

Das Holz war 2 Jahre gelagert und die Schnittkanten mit Anchorseal behandelt.

LG,
Löschi

Edit: Diese Photos habe ich von damals gefunden, der Jetzt-Stand folgt später...

   
   
"Ich rate, lieber mehr zu können als man macht, als mehr zu machen als man kann" 
by Berthold Brecht
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#9
Hi,

ja die Zwetschge war eigentlich mehr für den Bogenbau vorgesehen und deshalb wurde da auch ned großartig was versiegelt. Risse hat die wie verrückt, aber da lass ich mir noch was einfallen - eventuell mit Epoxid oä.


Mal so nebenbei - wie wäre es denn mir ner Drechselecke hier im Treffpunkt Angel Angel
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#10
(14.09.2018, 12:19)HaBe67 schrieb: Mal so nebenbei - wie wäre es denn mir ner Drechselecke hier im Treffpunkt Angel Angel

Der Wunsch sei mir Befehl Laught
Drechselecke
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

PS: Die Artikel bitte explizit an die "Wunschzettel Adresse" schicken lassen, ansonsten landen sie bei Dir. Wink
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