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Frage zu einer Absauganlage bzw. Zyklonabscheider
#1
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#2
Hi Asmodin,
Ich kann nur ein paar Überlegungen beisteuern, da ich nicht vom Fach bin.
Die Stromversorgung im Haus erfolgt über 3 Phasen (240 V), Nullleiter und Schutzleiter.
Aus Sternschaltung und Dreieckschaltung der 3 Phasen resultiert eine Arbeitsspannung von 400 V.
Durch den Anschluss einer beliebigen Phase zum Nulleiter hin erhält man 240 V.
Da jede Phase einzeln abgesichert ist (10 A oder 16 A), kann man eben auch 3*(10 A oder 16 A) aus dem Netz ziehen.

Wenn man einen 3-Phasenverkabelung legt, und die 3 Phasen absichert, dann kann man dennoch aus jeder 400 V-Steckdose 240 V abzweigen, indem man eine der Phasen zusammen mit dem Nulleiter nutzt, Dadurch werden jedoch die 3 Phasen ungleichmäßig belastet.

Wenn sie mehrere 400 V-Maschinen laufen lassen sind alle Phasen gleichmäßig belastet. Wenn sie mehrer Maschinen anhaben, sind die dann schon gut ausgelastet. Wenn sie dann von einer Phase einen 240 V-Anschluss abzweigen, fliegt die Sicherung dieser Phase raus, sobald der Staubsauger weiter 2000 W haben will.

Eine saubere Lösung wäre daher, 400 V-Geräte und 240 V-Geräte jeweils über eigene Sicherungen abzusichern, dann gibt es keine Wechselwirkungen.

Absauganlage Schaltung:
Die Angabe zur maximalen Schaltleistung auf den 'Slave'-Kontakt, und der soll ja nur die Absauganlage einschalten. Das heißt, dass allein der Staubsauger die 3600 Watt verbraten darf, wenn er einen eigene Sicherung hat. (Oft hängen aber weitere Steckdosen oder die Beleuchtung an der selben Sicherung.)
Auf der Master-Seite der Schaltung hängt nur der Sensor. Der verbrät kaum Leistung und spielt in der Berechnung keine Rolle. Für die Überwachung der Maschinen muss jeweils eine Phase der Maschinen durch den Sensor gezogen werden. Es kann aber auch jede Maschine einen eigenen Sensor bekommen, die dann an der Platine gemäß Schalrplan angeschlossen werden müssen.

Wenn irgendwer genauere Infos hat, wäre es nett, er würde meine Infos korrigieren oder ergänzen, (Wir wollen hier doch keinen in den Tod schicken:-)

Vielleicht hilft Ihnen das ein wenig, um an der richtigen Stelle weiter zu suchen
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#3
Dem kann ich mich so anschließen!

DIe roten "Kraftstrom-" oder CEE-Dosen gibt es in unserer Welt in 16A und 32A, in Industrieanlagen und Baustellenbereich auch noch deutlich darüber.

Erster Schritt ist also, dass Du feststellst, welchen Typ DU hast. Alle unsere Geräte laufen gewöhnlich mit 16A, aber kaum eines zieht auch diese Leistung. Außer meinem Heizgebläse, das hat tatsächlich 11 oder 14kW.

Demzufolge hast Du diese Schritte nun vor Dir:
- Prüfen, ob das eine "gefummelte" Leitung ist, oder ob sie sachgerecht installiert wurde. SIeht man häufig schon am Anschluss und der Art der Leitungsverlegung, spätestens aber an der sauberen Anklemmtechnik und korrekten Abwicherung im Sicherungskasten.

- Bei sachgerechter Installation sollte sie separat abgesichert sein (drei Automaten) in Schalttype B oder C, wobei B schneller reagiert als C. Für Plasmaschneider und Schweißgerät haben wir uns damals für C entschieden. Unsere Automaten laufen mit je 16A. Hier muss aber ein korrektes Verhältnis von Last, Leitungslänge und auch der Gesamtspeisung des Gebäudes sichergestellt sein! Dazu brauchst Du einen Elektriker, definitiv!

- Ein FI schadet nie! Ggf. fachgerecht einen vierpoligen FI einbauen, kann einem den Arsch retten!

- FI und alle anderen Automaten sollten getrennt vom Licht installiert sein. Blöd, wenn die Sicherung oder der FI auslösen und man in der Dunkelheit vor nachlaufenden Maschinen steht.

- Nicht böse gemeint, aber Deine Frage impliziert, dass Du Dich noch sehr wenig mit Strom auskennst. Suche Dir hier wirklich fachgerechte Hilfe, sonst wird es nicht lustig. Schmorbrände o.ä. aufgrund falscher Leitungslasten sind häufiger als man denkt.

Bei Leistungsabnahme über 5 oder 5,5kW muss vor den Motor eine Sterndreieckschaltung, um Störungen im Stromnetz zu vermeiden. Sofern Du solche Brummer anwerfen willst (wüsste nicht, welche Geräte das im Hobbybereich sein sollten), dann ziehe auch hier unbedingt einen Elektriker hinzu, offiziell!

Anosnsten hilft Dir vielleicht auch gerne jemand hier aus dem Forum, schau mal, wer in der Nähe wohnt. Wir kommen z.B. aus Limburg bei Frankfurt, falls das Deine Richtung sein sollte.

Abschließend sei noch gesagt, dass es in einem solch kurzen Beitrag kaum möglich ist, alle relevanten Hinweise zu geben und zu erörtern. Daher hatte ich auch zunächst nicht drauf geantwortet.

Ich bin bei Strom auch pragmatisch, halte mich aber nach bestem Wissen peinlich genau an die VDE-Vorgaben, schon wegen möglicher Regressansprüche und Versicherungsfragen. Strom ist nicht mehr oder weniger gefährlich als viele andere Dinge auch, die wir in unseren Hobbies treffen, da wird schnell ein fürchterlich exklusives Bohei drum gemacht. Aber er sägt Dir auch weniger schnell ein paar Finger ab, als dass er Dich sofort tötet. Als Sani weiß ich, wie schnell das geht und dass man auch noch Stunden nach einem Stromschlag sterben kann. Das ist nicht lustig, also plane gerne Deine Anlage, baue sie ggf. unter Hinweisen und Anleitungen stromfrei auf, und lass die letzte Prüfung + Beschaltung von jemandem machen, der davon fundierte Ahnung hat.

Viel Erfolg!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#4
Lightbulb 
Moin!

DIe Last sollte immer direkt an der Steckdose abgenommen werden. Einschlägige Steckdosenleisten sind auf maximale Wattzahlen beschränkt, diese Maximallast ist dort auch stets drauf angegeben -wenn auch schwer lesbar-. Praktisch endet sie aber gewöhnlich bei 3.600W.

Wenn Du die Geräte an Einbausteckdosen betreibst, solltest Du normalerweise von 3,5kW je Steckdose ausgehen können. Theoretisch. Praktisch sind natürlich auch diese Steckdosen häufig in Reihe geschaltet und da fliegt schon vorher die Sicherung bei Dauerlast.

Bei der maximalen Last spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die beim EInbau und Verlegung durch die Auslegung am Sicherungsautomaten berücksichtigt werden müssen:
Ein NYM-Kabel in 1,5 oder 2,5mm² hat einen eigenen Widerstand (R=rho*l/Q), der mit Länge (l) zunimmt. Ab etwa 20m Zuleitung sollte man die Leitung auf 2,5mm² ziehen, damit der Eigenwiderstand nicht zu groß wird. Oder eben den Automaten von 16 auf 10A herabsetzen.

Jetzt kommt die Verlegepraxis:
Verputzt man das Kabel in der Wand, kann es seine Wärme an die umliegende Wand abgeben und es hat einen höheren Stromwert, des es führen kann. Anderes Extrembeispiel ist die Verlegung in einer gedämmten Hohlwand in einem Kabelwellrohr, da ist es faktisch auf sich gestellt und kann keine Wärme nach außen abgeben.

Der Elektriker wird nun, bedingt durch Leitungslänge und Verlegeart, a) den entsprechenden Kabelquerschnitt wählen, und b) den passenden Automaten dazu einbauen. Dafür gibt es Tabellen und Erfahrungswerte, die nach VDE als "sachgerecht" gelten.

Soviel mal zur generellen Stromtechnik, aber ich denke es hilft Dir schonmal, die Situation einzuschätzen und dem Elektriker auf die Finger zu schauen. Unser "Fachbetrieb" baute hier anstelle eines in Rechnung gestellten und beauftragten 5*2,5mm² ein 5*1,5mm² als Zuleitung für mein Kochfeld ein, das eine Spitzenlast von 6 oder 7kW hat. Da wäre uns die Bude abgebrannt.
Bei den Steckdosen merkten wir, dass die Kabel nicht weit genug abisoliert und in die Steckverbinder eingeführt wurden. Laut Hersteller sind 10-12mm vorgeschrieben, tatsächlich abisoliert und eingesteckt waren nur 5-6mm je Dose.

Den Elektriker haben wir rausgeschmissen und am Ende alles selbst gemacht, einen neuen Elektriker an ein angefangenes Gewerk zu setzen kann man nicht bezahlen und weiß auch nicht, was man bekommt, da man einen Gewährleistungsausschluss für die bislang angefallenen Arbeiten in der Rechnung stehen hat.

War uns zu teuer und zu unsicher am Ende, also selbst machen, dann geht auch nichts schief. Ich hab keine sehr hohe Meinung mehr von Handwerkern, leider. Die Sippschaft ist auch nciht besser als meine bei der Bank, jeder schaut, wo man irgendwie was für sich drehen kann. Merkt man aber auch privat hier im Forum, wieviele hier mitlesen und Informationen "leechen", und wer sich aktiv einbringt für die Gemeinschaft.

BTT:
Mein Vorschlag für Deine Absauganlage ist, dass Du eine Stromquelle für das Mastergerät bzw. die Masterreihe (mehrere Geräte) einplanst. Das kann eine CEE-Dose oder auch eine gewöhnliche Schuko-Steckdose sein.

Für die Slaves kannst Du dann gut einen Schütz verwenden, das finde ich bei der Triacsteuerung vom Konstantin die bessere Vorgehensweise, so bleibt das Dingen kühl (weil kaum belastet) und der Strom fließt nicht über die Platine. Über den Schütz kannst Du dann entweder eine Phase oder wieder drei Phasen steuern, vollkommen getrennt vom Masterstromkreis. Auch hier wieder: Entweder abgenommen von einem direkt verlegten Kabel, von einem CEE Anschluss oder einer Schukodose.

Deine Frage geht aber auch in die Richtung, wieviel Last wir bei unseren Werkstätten an den Dosen abnehmen. Nun, bei mir nutze ich schon "kleine" Geräte mit einem Verteiler an meiner Absaugtonne. Dazu zählen meine Tauchsäge mit 1,4kW, aber auch meine Tritonfräse mit immerhin auch 2,4kW. Plus die 1,1kW für die Tonne liege ich gerade noch in der Toleranz, was an eine Steckdose darf.
Minus: Ich hab eine Zuleitung von 1,5mm² Flexkabel.
Plus: Die Geräte ziehen nicht kumuliert durchgehend 3,5kW. Das hab ich gemessen, auch die Triton belastet man nicht durchgehend mit 2,4kW, dann würde die auch durchbrennen, da sie nicht für 100% Dauerauslastung gedacht ist. Da gibt es Vorgaben zu Einschaltzeiten, die man einhalten muss.

In der Praxis schaue ich danach ,dass der Filter der Absaugung nicht zu ist, die nicht auf Volllast läuft und die Fräse hat einen Sanftanlauf, damit "schickt es schonmal".

Toll sind hier dreiphasige Geräte, denn die haben nur einen Grundverbrauch von wenigen hundert Watt, und ziehen erst Leistung, wenn man sie beansprucht! Damit ist bei durchgängigen Arbeiten an Tischkreissäge, Abrichte usw. immer auch eine Leerlaufpause dabei, so dass die Leitungsaufnahme nie bei 100% durchgehend bleibt.

Die größte Belastung stellt in meiner Werkstatt dagegen die Nutzung des Plasmaschneiders dar. Wenn dazu dann noch der Kompressor anspringt, fliegt mir auf der gleichen Phase die Sicherung der Einbausteckdosen raus. Sofort.
Daher habe ich die beiden Geräte nur noch an unserer separat verlegten Aufputzleitung in 5*2,5mm² in Betrieb, dann klappt das auch mit der Sicherung.
Wobei ich für die Bleche bei uns auch fast nie 100% Strom des Plasmaschneiders abrufe, das geht auch mit deutlich weniger Leistung.

Am Ende ist es auch eine Geldfrage. Zurück zu den Absaugungen, wenn man eine großvolumige Absauganlage mit Drehstrom hat, diese einen Werktag lang zu 50 oder 60% der Anwesenheitszeit läuft, dann ist es schon wichtig, ob es 500-700W, oder eben der gequälte und ausgeschlachtete Uraltsauger von Oma mit 1,8-2,4kW ist. Über das Jahr gerechnet macht das viel Geld aus, es summiert sich auf.
Daher kaufe ich, wenn ich die Gelegenheit habe, stets Geräte mit Kraftstromanschluss, die Arbeitsqualität ist eine ganz andere und auch der Stromverbrauch ist spürbar niedriger. Kann ich nur empfehlen!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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