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Gartenbank aus Massivholz retten
#1
Hi,

ich brauche Mal einen Rat von einem erfahrenen Profi. Unsere Hausgemeinschaft hat vor langen Jahren sich mehrere Massivholzmöbel (Tisch + Gartenbank) für den Grillplatz im Garten zugelegt. Vermutlich wurde preisbewusst gekauft und das Holz war noch zu nass während der Konstruktion. Jetzt haben sich die Möbel verzogen und die Oberflächen sind aufgerissen. Über die Jahre hat hier auch keiner gute Pflege betrieben. Jetzt ist der Schaden da.

Ich wollte zum Frühlingsauftakt wenigstens den Schutzlack erneuern. Allerdings sind vor allem im Tisch groß Sprünge und Risse. Zum Teil ist der Schaden da auch schon Recht groß (Holz ist morsch), siehe auch die Bilder.

Was kann man da machen? Vielleicht die Risse mit Silikon füllen/kleben? Mir ist klar, dass ich den Tisch wahrscheinlich nicht retten kann, aber vielleicht kann ich ja den Verfallsprozess verlangsamen. Über Tipps und Tricks freuen ich mich sehr. Danke für die Hilfe.


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#2
Für mich sieht das wie Holz aus, was bis jetzt in Ruhe altern durfte.

Was man jetzt machen kann ist, die betroffenen Bretter einfach zu tauschen. Wenn Du nicht vor hast, den ganzen Spaß in Epoxy zu ertränken und somit zu konservieren, gibt es ansonsten nicht viele Möglichkeiten.

Ein Blick auf die tragenden Teile wäre noch interessant. Sind die noch okay?
Liebe Grüße,
Markus

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#3
Hi,

irgendwelche Risse mit Silikon füllen taugt nichts. Das ist in etwa so, als wenn dir der Zahnarzt ohne Bohren eine Füllung macht. Unter der Füllung modert die Karies dann schön weiter...

Außerdem findet Wasser immer seinen Weg ins Holz, dank dem Silikon aber an betroffenen Stellen nicht mehr raus. Es fault.

Lackieren hat einen ähnlichen Effekt. Wenn dann Öl oder diffusionsoffene Lasur.

Wasser war von der Sitzgruppe weniger das Problem. Hauptsächlich UV-Strahlung.

Kannst du die Balken der Tischplatte nicht drehen? Also unten nach oben? Unten dürfte das Holz besser aussehen. Müsstest dann halt evtl. Schraublöcher noch kaschieren.

Oder du machst das Deckholz einfach neu, wenn die Unterkonstruktion noch OK ist.

Viel Erfolg

Christian
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#4
@Hotzen-klotz , was versprichst Du dir davon, dass Du das Thema auch in einem anderen Forum zur Diskussion stellst? Das irgendwo Antworten kommen, die Dir genehm sind?

Wolfgang
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#5
@Rookie @Christian-P Danke für die Ideen. Ja, die Unterkonstruktion ist noch in Ordnung. Da muss man nichts machen. Die Bretter/Balken drehen ist eine gute Idee. Habe ich mir gerade mal angeschaut. Von unten sind die noch deutlich besser in Schuss und vor allem auch recht gerade/plan, was sich wieder gut macht, wenn man Geschirr darauf stellen will.

Dann nehm ich mal mit, dass ich alle Bretter drehe und dann vermutlich in 1-2 Jahren doch alle Bretter tauschen muss. Hatte die Hoffnung denn Verfall noch etwas verlangsamen zu können, aber dann ist es wohl erstmal so.

@Christian-P Hast du einen guten Vorschlag, wie ich die Schraubenlöcher "kaschiere"? Passenden Holzdübel einsetzen? Mir geht es weniger um die Optik, als das Loch auch vor Wasser "zu schützen". Danke.
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#6
Klar, Hozdübel einleimen mit wasserfestem Leim kannst du gut machen.

Wenn du das Holz abgeschraubt hast, würde ich es vor dem neuen Montieren rundum schleifen und ölen. Z.B. mit sowas: https://www.hornbach.de/shop/HORNBACH-Ho...tikel.html

Die Bezeichnungen Teak, Douglasie usw. beziehen sich auf den Farbton. Nicht auf das zu behandelnde Holz. Kannst also auch Douglaise auf Kiefer streichen. Je dunkler, je mehr UV-Schutz.

Wenn du dann die Oberfläche 1x im Frühjahr anschleifst und wieder ölst, hast du noch lange Freude an der Sitzgarnitur.

Und ganz wichtig: Wir möchten Fotos vom Endergebnis sehen Smile
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#7
Hi, schönes Holzprojekt, das Du Dir da vorgenommen hast!
Noch ein paar kleine Ideen von meiner Seite: Bin nicht so der "Holzerkennungsfachmann", aber Douglasie oder Lärche hält eben schon deutlich länger in der Witterung als Nadelhölzer. Vielleicht erneuerst Du die Oberflächen mit einer dieser Holzarten, dann wird es bedeutend länger halten.
Eine letzte Idee ist noch, mal in den Kleinanzeigen nach Tropenhölzern zu schauen. Vor ein paar Jahren haben wir davon einiges sehr günstig bis teils kostenlos bekommen, weil es als geöltes Holz behandelt und damit nicht einfach entsorgbar war. Die Stadt gab es damals dann so zum Abholen ab, glaubt man fast nicht, aber sowas sehe ich hier in der Gegend immer wieder mal im kleinen Maßstab.

Solche Hölzer werden Deine Kinder noch überleben, sie halten auch unbehandelt fast ewig. Bloß nicht kaufen gehen, im Laden zahlt man sich da tot.

Vielleicht hast Du ja Glück, ich drücke die Daumen!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#8
(19.03.2022, 00:03)janus38 schrieb: Noch ein paar kleine Ideen von meiner Seite: Bin nicht so der "Holzerkennungsfachmann", aber Douglasie oder Lärche hält eben schon deutlich länger in der Witterung als Nadelhölzer.

Was die Haltbarkeit angeht, gebe ich dir da 100%ig Recht. Aber Douglasie und Lärche sind Nadelhölzer.

Hotzenklotz hat Kiefer, vermutlich kesseldruckimprägniert. KDI-Holz ist auch schon Sondermüll. Da macht Öl auf der Oberfläche dann auch nichts mehr.
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#9
...stimmt, mein Fehler Laught
Ich meinte, dass die beiden genannten (Douglasie + Lärche) erheblich länger halten und die dauerhaftesten Hölzer in unseren Breiten für draußen darstellen. Mit "Nadelhölzer" meinte ich die übliche Fichte/Tanne/... die bei uns als KVH und Latten verhökert werden.

Sorry für die Verwechslung und danke an Christian für die Richtigstellung!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#10
Kein Ding Laught

Aber du hast auf jeden Fall Recht, dass Douglasie und Lärche wesentlich haltbarer als Tanne, Kiefer, Fichte sind.
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