Herzlich Willkommen im Forum! - Um alle Vorteile nutzen zu können, melde dich an oder registriere dich kostenlos.


  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Gratleiste aus Leimholz?
#1
Hallo zusammen,

mein Bruder möchte einen neuen Tisch im Wohnzimmer, bzw. die Platte des vorhandenen tauschen. Es ist ein recht großer Tisch mit ca. 170x50cm. Das Gestell soll bleiben und ist aus Stahl, die alte beschichtete Spanplatte soll aber gegen eine Buche Leimholzplatte mit 23mm Dicke ausgetauscht werden. Kein Firlefanz wie Schrägen oder Schweizer Kante. Nur auf Maß schneiden, schleifen, Kanten brechen, ölen und gut ist.

Bei der Größe wird man da aber wohl zwei Gratleisten brauchen, damit sich nichts verzieht. Ich habe vor eine geteilte Gratleiste zu machen wie ich es in einem Video von MHM (Maschinenhandel Mayer) gesehen habe.

Meine Frage ist nun ob ich die Leiste aus der Leimholzplatte schneiden kann, da die sowieso größer als das benötigte Maß ist, oder ob ich dafür extra Massivholz besorgen muss? Kennt sich damit jemand aus oder hat schon Erfahrungen damit gemacht?
  Zitieren
Gefällt dir dieses Thema?
Teile es doch mit deinen Freunden!
#2
Hallo Eldiablo,

wenn die Leimholzplatte durchgehende Lamellen hat, wird es sicher gehen. Buche Leimholz hat die aber nicht immer, sondern oft gestückelte Lamellen. Diese würde ich nicht verwenden. Dann lieber zwei Buchenholzleisten kaufen.

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
  Zitieren
 
#3
Hallo,
die Maße 170 x 50 machen mich doch stutzig. Einerseits sind 170 cm schon extrem lang, 50 cm aber extrem schmal für einen Tisch.

Bei einer Spannweite von 170cm sind 23 mm Materialstärke schon sehr ambitioniert, um nicht zu sagen unterdimensioniert.
Willst du etwas wertiges herstellen, dann erkundige dich nochmal nach Massivholz. Die Gratleiste fräst sich dann auch leichter.
Grüße
----
Wos I net konn, konn Silikon
  Zitieren
 
#4
Der Tisch hat diese seltsamen Maße wegen der Couch, damit man von jedem Platz aus hin kommt. Die war mal sehr teuer, sieht noch fast aus wie neu und mein Bruder hat das Set quasi geerbt. Wieso man sich bei einer so teuren Ledercouch einen Tisch mit beschichteter Spanplatte dazu stellt weis ich aber auch nicht Wink. Wenigstens ist das Gestell massiv, darum soll es ja behalten werden.

Ich werd ihm die Maße eh ausreden und etwas vorschlagen das besser aussieht, aber klein wird die neue Platte trotzdem nicht. Wieso sollten da 23mm zu dünn sein? Ich hab eine solche Platte als Schreibtisch, jedoch frei an der Wand montiert mit dreieckigen Stützen aus den Abschnitten der Platte über die Gesamte Tiefe. Bisher hat sich da nichts verzogen und von der Materialstärke her passt es auch optisch. Ich muss ihn mal aufräumen dann kann ich ein Foto zeigen.

Mir wäre Massivholz vom Holzhandel auch lieber. Damit wollte ich schon immer mal arbeiten. Vor allem, da ich selber mit meinem Tisch etwas ähnliches vor habe. Aktuell steht bei mir im Wohnzimmer ein großer ovaler Glastisch mit ca. 180x100. Das ist eigentlich ein Esstisch dessen Gestell man aber so weit runter stellen kann dass er perfekt vor die Couch passt. Ja, wir stehen auf große Tische Laught.  
Aber um selber eine Platte in der Größe herzustellen bräuchte ich mehr Zeit die ich nicht wirklich habe, einen Hobel zum abrichten und für die Dicke sowie viele lange Zwingen zum verleimen. Das müsste ich alles vom Schreiner machen lassen. Ich hab zwar einen im Freundeskreis aber der hat selber viel Arbeit die besser bezahlt wird Wink.

Meinem Bruder gefällt auch die Optik vom Buche Leimholz sehr gut und der "Kunde" ist König. Man könnte aber auch zwei solche Platten aufeinander leimen, dann würde sich eine würdige Stärke ergeben, da hast du schon recht. Dann aber mit abgeschrägter Kante sonst erschlägt er einen schon beim anschauen und da weis ich auch nicht so recht wie ich die mit meinem Werkzeug herstellen soll.

Auf der kleinen TKS ist das quasi nicht gefahrlos möglich. Mit der Tauchsäge vielleicht wenn man sich eine Vorrichtung baut auf der die Schiene sicher liegen kann wenn die Platte hochkant fixiert ist. Ich hab auch schon selbst gebaute Vorrichtungen für die Oberfräse gesehen, aber keiner meiner Fräser ist groß genug um so viel Abtrag in einer angemessenen Zeit zu bewerkstelligen. So bald werde ich nichts so großes mehr machen, da möchte ich nicht unbedingt einen teuren Planfräser anschaffen der dann ewig unbenutzt rum liegt.

Für die Gratleiste werde ich aber Massivholz vom Holzhändler besorgen.
  Zitieren
 
#5
Wenn das die Vorgaben nun mal sind:

So ne Art Rahmen drunter bauen (lässt das Material dicker erscheinen), stabilisiert die Kanten und deckt die "Gratleisten" ab.

Anstatt hölzerner eine Gratleiste/Winkelleiste aus Metall (Stahl! kein Alu)
z.B. 25x25 - 30x30 das erste Loch passend und die
weiteren als Lang loch in Bewegungsrichtung
Zylinderkopfschrauben keine Senk-Kopf!
Die enden auf 45° schneiden.
Länge (innerhalb des Rahmen) mind. 10-15mm kürzer an beiden Seiten.

Wenn Du angst hast das könnte auseisen evtl. RampaMuffen, dann aber Präzise im Winkel eindrehen und
die Tiefe beachten ;-)

Wenn es zu Dick erscheint oder nicht gewollt ist kann man ja wieder mit einer Phase arbeiten hängt alles von Zeit, Wunsch und
Möglichkeiten ab.
Disi


"Falsch und Richtig sind nur Worte, wichtig ist was man tut.
Wenn man etwas Richtig macht wissen die Leute nicht ob man überhaupt was getan hat."

Futurama: Der Göttliche Bender.
  Zitieren
 
#6
@Disaster vielen dank für die Tipps, so werd ich es machen. Einen "Rahmen" drunter bauen um die Platte dicker erscheinen zu lassen und als Gratleiste ein Vierkantrohr aus Stahl. Ich hab auch noch glatte Baustahlstangen herum liegen, vielleicht lassen die sich auch dafür verwenden. Die haben 20mm Durchmesser, sollten also stabil genug sein. Nur die Länge weis ich im Moment nicht auswendig. Wenn man mit einem V-Fräser in die Platte eine Nut fräst in der die Stangen liegen und die dann dort so verschraubt wie du gesagt hast sollte das stabil genug sein. Gegen Rost lackieren und fertig. Nur wie ich da Langlöcher rein bekommen soll muss ich noch überlegen. Mehrere Löcher bohren und auffeilen vielleicht.
Dann erübrigt sich auch die Fräserei mit dem Schwalbenschwanzfräser für eine klassische Gratleiste, wovor ich eh ein wenig "Angst" hatte Wink.

So ist die Platte auch nachher nicht so schwer, schließlich müssen wir das Teil ja auch noch von der Garage in den dritten Stock wuchten...
  Zitieren
 
#7
(10.10.2020, 06:11)eldiablo85 schrieb: "Mehrere Löcher bohren und auffeilen vielleicht."

"Dann erübrigt sich auch die Fräserei mit dem Schwalbenschwanzfräser für eine klassische Gratleiste, wovor ich eh ein wenig "Angst" hatte Wink. "

Ja genau,

Zwei Löcher nebeneinander und Feilen (es geht auch ohne Fräse für Metall) ;-)

Für die Klassische Gratleiste fehlt ja eh das Material bei Typischen 18-19mm Plattenstärke.

Vierkant geht natürlich auch, dann sollten die Schrauben z.B. Inbus Zylinderkopf unten "im Rohr" aufliegen 
um ein Eindrücken zu vermeiden, und je kürzer die Schraube je mehr Drehmoment.

Allerdings (ich gebe es zu) hab ich noch keine Inbus Zylinderkopf schrauben mit "Holz" Gewinde gesehen.
Dann wären z.B. auch Linsenkopfschrauben wahrscheinlich die bessere Wahl!?
Disi


"Falsch und Richtig sind nur Worte, wichtig ist was man tut.
Wenn man etwas Richtig macht wissen die Leute nicht ob man überhaupt was getan hat."

Futurama: Der Göttliche Bender.
  Zitieren
 
#8
Dafür nehm ich wohl Rampa Muffen, sollte halten.
  Zitieren
 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste