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Hirnholz hobeln?
#1
Hi Leute,

erst mal ein frohes neues Jahr! Smile

Ich bin gerade am planen meiner Werkbank. Hier liegen noch viele Abschnitte von alten Fichte Balken rum, die müssten ca. 7x7cm haben. Die wollte ich abrichten, dann in 3cm Scheiben schneiden und eine Platte für die Werkbank daraus leimen. Hirnholz ist ja recht stabil, selbst wenn es nur Fichte ist. 

Gestern habe ich das an einem kleinen Reststück getestet. Abgerichtet, in Scheiben geschnitten, verleimt, wunderbar. Heute früh hab ich die Zwingen abgenommen und wollte das Stückchen hobeln. Die Abrichte hab ich auf ca. 1/2mm Abnahme eingestellt. 

Leider ist das gar nicht schön zu hobeln. Man braucht recht viel Kraft, der Hobel tut sich hörbar schwer. Außerdem reißt alles aus und ein Eck ist mir direkt abgebrochen. Die Seiten lassen sich auch kaum bearbeiten. Die Balken sind alt und strohtrocken. Die Dicke hab ich mir dann  gespart, ich wollte nicht dass da drinnen was abreißt und vielleicht etwas beschädigt. 
Die große Platte soll ca. 90x70cm haben. Ich wollte einzelne Streifen verleimen die noch durch den Hobel passen und das Ganze zum Schluss verleimen. Nur wenn alles ausreißt ist das blöd. Ich hatte an Leisten gedacht, die man außen rum schraubt um das zu stabilisieren aber das ist mir für die große Platte der Aufwand zu groß, die müssen ja nachher wieder runter. Außerdem will ich nichts verschraubtes in die Dicke schieben Wink

Was würdet ihr tun? Würde es helfen die Balken zu wässern? Muss ich beim verleimen wegen der Maserung vielleicht etwas beachten? 

Plan B wäre statt hobeln auf der TKS schneiden und nachher plan schleifen. Ob das dann schön wird ist eine andere Frage. 

Ach ja, die Messer sind neu und scharf. 

Hier mal Bilder vom Teststück: 

       

Stabil ist die Oberfläche auf alle Fälle, ich konnte mit dem Fingernagel kaum eine Delle rein drücken.
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#2
Heißes Eisen, das Hirnholzhobeln.
Ohne angeleimte Opferhölzer geht da granichts vernünftiges und selbst das ist bei Weichholz fragwürdig.
Opferholz, Abnahme reduzieren, besser noch, schleifen, das wäre mein Rat.
Für die Schneidbretter habe ich mir dazu den Trommelschleifer gebaut (findest Du hier einen Beitrag dazu).

Ein gesundes Neues Jahr, Volker
______________________________________________
sägen - messen - fluchen - nochmal machen
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#3
An einen Opferrahmen hätte ich auch als erstes gedacht...

... besorg dir einen "schönen" Exenterschleifer sowie Gehörschutz mit Musikwiedergabe - dann Entspannungsmusik und ein paar Stunden Meditation in der Werkstatt können beginnen ...
(zumindest die ersten Minuten finde ich es durchaus auch mal angenehm Flächen zu schleifen).

VG
Holger
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#4
Da muß ich dich aus meiner Sicht enttäuschen. Eine Hirnholzplatte (Stärke 30 mm) aus FICHTE als Werkbank kann mMn nicht funktionieren und wird immer auseinanderbrechen. Für Schneidbretter geht das nur mit ausgesuchten Holzarten.
Nadelhölzer haben einfach das falsche Wuchsbild und bilden zu wenig Zusammenhalt zwischen den Fasern. Harthölzer sind da besser geeignet.
Anders verhält es sich, wenn du eine traditionelle Leimholzplatte aus den Balken herstellst. Im Querholz ist genug Stabilität für eine Werkbankplatte.
LG
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#5
Moin,

ich bin da voll bei Christian. Meine Hobelbank ist aus Gerüstbohlen gebaut. Mittig aufgetrennt und die Bretter hochkant verleimt. Ich habe die schon ein paar Jahre und brauchte die erst zwei mal neu abrichten. 

Disaster hat die für mich gemacht, da ich noch keine Werkbank hatte auf der ich dieses Projekt hätte bewerkstelligen konnte. 

https://bastler-treffpunkt.de/thread-wer...e-fuer-don

Schau es Dir mal an.

Gruß Don
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#6
Die Schönheit einer Werkbank und die Stabilität sind zwei Paar Stiefel.
Wenn Deine Fingernägel keinen Abdruck hinterlassen mag das ja schön sein, aber, Du arbeitest ja eventuell mal mit schwerem Gerät und da frage ich mich ob die Platte das auch so unbeschadet übersteht.
Wäre halt schade wenn Du dir jetzt einen Haufen Arbeit machst und in einem Jahr die Platte ausschaut wie Sau (auch wenn es kein Wohnzimmertisch sondern eine Arbeitsplatte ist)
Auf jedem Fall, ein gutes Gelingen.
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#7
Ich habe schon mal erfolgreich Akazie und Eiche Hirnholz durch den Dickenhobel geschoben. Hier: https://bastler-treffpunkt.de/thread-wie...+rum+durch

Viele Grüße

Christian
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#8
Danke für die Tipps.

Mein Schreiner sagt auch, dass das mit dem hobeln nichts wird solange das Holz Fichte ist.

Wenn die Platte mal ne Macke abbekommt wenn man mit dem Stemmeisen ausrutscht oder aus Versehen rein bohrt ist das nicht schlimm, ist ja eine Arbeitsfläche. Außerdem täte mir das bei einem teuren Hartholz mehr weh als bei der Fichte. Das ist auch nicht das Holz das man heutzutage im Baumarkt oder beim Holzhändler bekommt. Die Jahrringe stehen bei den meisten meiner alten Balken sehr nahe zusammen. Der Baum hatte also Zeit zum wachsen, was das Holz härter macht als die auf Schnellwuchs gezüchteten Fichten, die man heute kaufen kann (muss). Ist aber natürlich immer noch kein Hartholz Wink

Ich hab halt einen Haufen Abschnitte rumliegen mit ca. 40-50cm aus denen ich sonst nicht viel machen kann. Eine Platte wie Don sie gezeigt hat ginge da aber vermutlich schon, wenn man die Stücke richtig verleimt. Mal schauen, ob mir da für die Fläche das Holz reicht.

Möglichkeit zwei ist schleifen wie es HMBwing vorschlägt. Zu Weihnachten hab ich mir selbst den Metabo SXE 450 gegönnt mit dem guten Abranet. Vorher muss ich halt beim verleimen genau arbeiten damit ich so wenig Versatz wie möglich zwischen den Stücken habe.

Möglichkeit drei ist einfach eine Platte zu kaufen. Beim Bauhaus gibts eine Werkbankplatte. Die hab ich sogar schon als Esstisch in der Küche, weil die mir vor 5 Jahren so gefallen hat. Ich hab damals 80 Euro gezahlt, heute kostet sie 120.
Das wäre die Notlösung, da ich eigentlich bis auf die Rollen kein Geld für die Werkbank ausgeben wollte wenn ich hinterm Haus eh nen Haufen Holz liegen habe.

Mal schauen was ich mache, das überlege ich noch. Ich halte euch auf dem laufenden.
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#9
Was spricht gegen eine billige Küchen-Arbeitsplatte? Oder wenns nicht zu groß werden soll aus der Restekiste. Benutz ich gern und tuts zum einsauen und reinhauen. MMn ist das ein Verbrauchsgegenstand. Und man steht sich mMn auch eher dann selbst im Weg, wenn man sich beim Arbeiten zu viel Sorgen um das Werkzeug oder die Oberfläche macht, als um den Workflow.
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#10
In die Platte sollen später 20mm Löcher, damit ich drauf was fest spannen kann. Ich hab ein paar zwingen mit 20er gewindestangen dran, mit denen geht das wunderbar. Darum muss sie massiv sein, eine Arbeitsplatte reißt da mit der Zeit aus.
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