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Holzdübel-Switch oder die Sache mit der Absaugelektrik
#1
Damit der Admin oder Michael keine Verbindung zu Ihrer Schaltung sehen hier mal meine Lösung zur Staubabsaugung mit einer induktiven Schaltung wie ich es gelöst habe.


Wie an anderer Stelle schon beschrieben gibt es die induktive Regelung auch als Fertigteil in der Bucht.
Ich habe es auch günstiger aber mit einer festen Induktionsspule gesehen.... es ist die gleiche Elektronik und man könnte die Spule umlöten (um eine separate Instalation zu gewährleisten), die gibt es auch für kleines Geld: klick mich!
Die Schaltung benötigt noch 5 Volt welches ein altes USB Netzteil in Eurosteckerformat liefert, die Schaltung selbst benötigt nur ein paar mA.
Über einen einfachen 2poligen Stecker (RM2,54) bekommt man das ganze bestromt.
Eine kleine Trägerplatte (Restlaminatstück) hält die Platine um sie auf der C-Schiene im separaten Kasten zu halten schließlich sollte nichts lose rumbaumeln.


Über ein Nachlaufrelais für WC Lüfter (hab ich auch auf eine Reststück-Laminatplatte geparkt) kann man dann noch einen Schütz schalten der wiederrum den Staubsauger einschaltet und eine gewisse einstellbare Zeit nachlaufen lässt.

Der Niederstrom-Induktivschalter schaltet zur Sicherheit ein Schütz, auch den gesamten Strom schaltet ein weiteres Schütz ein so das ich zum Feierabend die Werkstatt stromlos schalten kann.
Ein Schütz ist praktisch wie ein Relais und schaltet zB. die 220-400V Wechselstromgeräte sicher ein und aus.
Gebrauchte Schütze liefert die Bucht, für mich reichen gebrauchte Teile aus da ich das nur hobbymäßig mache und dadurch nicht so oft schalten lasse.

Beide Teile lassen sich in Emfindlichkeit und Zeitverzögerung einstellen und schalten nun die Schütze und somit den Saugmotor.
Da mein Sauger auch mit 400V~ läuft war mir der Schaltungsaufbau mit separaten Schützen wichtig (sicherer), auch war es billiger als die hier vorgestellte Alternative und ist auf viele Geräte erweiterbar. Momentan schalte ich ihn nur beim sägen und bohren, eine Bandsäge und ein Hobel sollen aber folgen und so ist ein Grundstock gelegt.


Zu den Kosten:
  • 15€ - Toilettenlüfter-Zeitrelais
  • 9€ - für das eigentliche Induktions-Modul
  • 1,50€ - für eine separate Induktionsspule
  • 2€ - 5V Netzteil
  • 3x5€ - für gebrauchte Schütze (am besten Elektriker fragen)
  • 20€ - für einen separaten Verteilerkasten um alles unterzubringen
Man sollte einen Elektriker die Schaltung anklemmen lassen damit das auch Hand- und Fuß bekommt, mit Elektrik ist nicht zu spaßen und nicht umsonst ein Lehrberuf. Ich mache mit Absicht hier keine Fotos oder veröffentliche Schaltbilder damit man das nicht hirnlos nachbaut, es braucht wirklich Sachverstand und ist schon etwas für Fortgeschrittene die sich das Obenbeschriebene vorstellen können wie es technisch umgesetzt werden kann.

Tipp: die Induktionspule soll empfindlich sein aber es hat 3 Windungen durch die Spule gebraucht ("e's" dadurch legen) damit es auch bei kleinen (400V~|600W Säulenbohrmaschine) und großen (400V~|4KW Sägemotor) Geräten anspricht.

EEC Stecker & Dosen, Kabel, Aderendhülsen und alles in den richtigen Dimensionen setze ich mal vorraus bzw hat auch der Elektriker.

Viel Spass beim nachbauen.
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#2
Hi, ist eine nette Alternative. Danke, dass Du sie so hier vorstellst!

Alternativen sind immer gut, jetzt haben wir drei:
Die Eltako, die ich mal vorstellte, Deine Version und die (ggf. auch nicht mehr nachlieferbare) Truppeplatine.

Deine ist in dem Segment nun die absolut günstigste Lösung, da schon mein Eltakorelais um die 35€ kostet. Dann hat man noch kein Gehäuse und nichts.

Schadet es eigentlich, wenn man einen starken Verbraucher mehrfach durch die Induktionsspule führt? Vermutlich nicht, aber sicher bin ich mir nicht.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#3
Heieiei, das ist kein "Versicherungsbetrug".

Korrekt ist, dass bei nicht fachgerechter Installation und einem daraus entstehenden Schaden eine Versicherung zu fast 100% Sicherheit versuchen wird, ihre Leistung hieraus zu verweigern. Geht man, hoffentlicht mittels Rechtschutz, damit vor Gericht, kann man in den meisten Fällen schon einen Großteil bis alles herauspauken. In der Praxis werden, aufgrund der langen und ungewisssen Dauer solcher Verfahren, größtenteils dann Vergleiche geschlossen. Man bleibt also in der Praxis oft auf einem Schadenteil sitzen. Das ist quasi das Hauptziel der Versicherung, die zunächst eine Leistung verweigert. Das ist gängige Praxis und von denen kein Piratentum, es geht eben um Geld und die Interessen aller Versicherten und der Aktionäre. Muss man sportlich sehen, ist deren Job. Keiner will jedes Jahr steigende Beiträge, weil da eine Versicherung einen Samariterbund aufmacht.

Dazu sei noch gesagt, dass Schadenabwälzungen auf den Versicherungsnehmer zumeist nur im Rahmen einer groben Fahrlässigkeit oder des Vorsatzes zustandekommen. Eine unsachgemäße Installation ist in den meisten Fällen aber keine grobe Fahrlässigkeit, sondern Fahrlässigkeit. Grobe Fahrlässigkeit wäre, wenn man Drähte blank irgendwo liegen lässt, in der Annahme, dass da sowieso kein anderer hinpackt und man selbst "es ja weiß". Vorsatz wäre, wenn das geschieht und anzunehmen wäre, dass da demnächst die Schwiegermutter.... Naja, denkt Euch den Rest.

Sachversicherungen, insbesondere private Haftpflichtversicherungen, sollte man stets auf die Mehrkosten bei Inklusion der "groben Fahrlässigkeit" rechnen lassen. Meist ist das nicht viel mehr, und man ist dann auch in solchen Fällen versichert.

Fragen aber dazu am besten per PM an mich, will hier nicht ins OT laufen.

Versicherungsbetrug wäre, wenn man nach einem Schadensfall nachträglich eine VDE-Abnahme fälscht und zurückdatiert. Oder sich solch ein Dokument ausstellt, ohne dass es eine Abnahme gegeben hat. Das ist aber schon, jenseits der zivilrechtlichen Ansprüche von Versicherungsnehmer, Versicherung und Geschädigtem, Straftatsbestand und sollte hier hoffentlich bei keinem eine Rolle spielen!

Leichtsinn ist natürlich eine ganz eigene Sache und abhängig davon, für was man selbst Verantwortung übernehmen kann.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#4
Dein Hinweis ist doch generell nicht schlecht, viele wissen ja, was Du meinst.

Um aber keine Verwirrung zu stiften, sollte man eben bestimmte Schlagworte oder Vokabeln, die einen klaren Sachverhalt darstellen, auch nur dort und dafür verwenden. Und dazu hab ich ja auch eine sachliche Begründung geliefert, da wird Dir ein Anwalt auch nichts anderes sagen als ich.
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#5
Tip top Holzdübel!

Ist auf jeden Fall ne tolle Lösung!!
Und mir persönlich gefällt es gut wenn etwas "robustere" Hardware wie ein Schütz, Zeitrelais usw. verbaut sind. Diese Teile lassen sich ggf. auch mal kurz tauschen.

Wie immer gibt es zick Wege um ans Ziel zu kommen, den TruppeSwitch, deine Lösung oder aber das ganze über einen Raspberry+Hardware zu lösen.

Tolle Arbeit von dir, hast dir selber ein Kopf gemacht!! Thumbs Up


P.S. Das Versicherungsthema nervt mich etwas. Das kommt immer wieder auf! Allen sollte doch bewusst sein was sie tun und die verbundene Gefahren damit.
Das ist doch das gleiche wenn die 16 jährigen an ihrem ersten Roller rumfummeln damit das Ding nachher 90km/h läuft. Das ist auch illegal, Versicherungsbetrug, Gefährdung anderer usw. und trotzdem mache es viele. (Oder schraubt die heutige Jugend gar nicht mehr sondern hängt nur noch vor dem Smartphon ab?!?)

Ich weis, das ist natürlich kein Argument, soll es auch nicht sein. Aber jeder der Bastelt muss sich über das was er macht doch im klaren sein!
Grüße Christian



>> Berechnungshilfe und Vorlagen <<


Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford
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#6
Kommt es durch unsachgemäße Installation und damit zum Beispiel durch Wasserrückfluss mit Verkeimung bis raus zur Straße zu einem Schadensfall, kann das schon schnell teuer werden. Dafür muss aber mehrere Monate Stagnationswasser irgendwo stehen, in bewohnten Häusern schlicht eine rein theoretische Annahme. Die DIskussion hatten wir hier kürzlich erst beim Anschluss unserer Osmoseanlage, die offiziell eben auch nicht für Trinkwasser zertifiziert ist. Klar wird da mit pauschalen Halbwahrheiten schnell Druck aufgebaut und die Leute zahlen lieber, eben deshalb finde ich es auch nicht gut, wenn man mit solchen Schlagworten daneben langt.

Die Installationsidee hier ist doch sehr gut, mir gefällt sie als Alternative. SIe spricht auch für sich, nicht nur wegen dem Preis. Daher bin ich Holzdübel auch dankbar, dass er sie hier allen zugänglich macht.

Und daher besteht aus meiner Sicht auch keine Notwendigkeit, das noch mit falschen Schlagworten wieder zu diskreditieren. Ist ja kein Bildartikel, sondern ein Bastelforum.

Übrigens kann man auch bei der Schaltung hier genug falsch machen, um seinen Versicherungsschutz zu verlieren. Aber es ist unrealistisch, alle Eventualitäten abzuschätzen und auszudiskutieren.

Am Ende muss jeder selbst nicht nur auf ein Bauteil schauen, sondern die Gesamtinstallation begutachten und schauen, wo er/sie ggf. Zweifel hat. Dafür holt man sich dann Hilfe, bestenfalls vom Fachmann.

Nachdem, was ich persönlich auf Baustellen und Handwerkereinsätzen erlebt habe, schaue ich gerade Handwerksbetrieben mehr als kritisch auf die Finger. Eine Herdanschlussleitung mit 5*2,5mm² abzurechnen und dann eine 1,5mm² einzubauen bei Spitzenlasten von bis zu 6kW ist Wahnsinn. Und eine tatsächlich hier durch uns erlebte und dokumentierte Praxisausführung eines VDE-Handwerkbetriebs. Ohne weitere Worte dazu, da bau ich mir demnächst die Stromtechnik lieber selbst!
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#7
(25.05.2017, 17:48)Skulltronics schrieb: Raspberry wäre wohl voll mit Kanonen auf Spatzen Laught

Da stimm ich dir zu!

Aber ich denke preislich auch nicht komplett uninteressant und es gibt bestimmt genug PC Freaks denen die Lösung sicherlich gefallen könnte Wink
Grüße Christian



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#8
Für den Raspberry finde ich den Aufwand viel zu hoch. Aber kombiniert mit noch anderen Tätigkeiten in der Werkstatt wie MP3-Radio, Streaming und ggf. auch mal schnell nen Browser anschmeißen und was im Inet nachschlagen, kann das lohnen. Die Dinger verbrauchen ja auch kaum Strom.

Aber in der Praxis will man doch nur eine Absaugsteuerung! Was soll man da Tage bzw. Wochen reinhängen, wenn man das alles mit ein paar Bauteilen fix erledigen kann, gleich welchen Weg man nun wählt?

Die MP3-Platine stellte Michael ja schon vor, mit Vorverstärker für rund 15€.
Einen alten Rechner als Werkstattmöhre zum Surfen, Streamen oder dergleichen hat auch fast jeder daheim. Billiger gehts nicht, auch nicht mit Raspberry.

Am Ende ist eine Absaugung eben eine Absaugung, und kein wissenschaftliches Projekt :-)
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#9
Bitteschön, ist ein Mehrteiler: https://youtu.be/UgRG6DoYD5I
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