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Holzgehäuse und Brandschutz
#1
Servus,

ich will eine Staubsaugeranlage basteln aus Holz und es kommt natürlich auch Elektrik rein. Nun will ich für die ganzen elektrischen Komponenten einen Verteilerkasten in die Staubsaueranlage einbauen, somit ist das Thema Brandschutz schon mal bedient. ABER: Ich habe auch einen Nockenschalter mit 16 Kontakten eingeplant und den bringe ich nicht in dem Verteilerkasten unter. Zudem soll der auch wo anders im Gehäuse montiert werden.
Die eckicken Kunststoffkästen müsste ich nach vorne hin wieder sichtbar machen, das ist auch weniger schön und meist haben die auch nicht die Tiefe. Last but least geht mir da ein wenig der Platz aus.

Jetzt bin ich auf Brandschutzimprägnierung gestoßen. Wäre das eine Möglichkeit, das Holz komplett damit einzulassen? Was sagen die Vorschriften eigentlich dazu? Früher (eigentlich auch noch heute) gab es ja viele elektrische Komponenten (Radios, Fernseher, ...) aus Holz.

Im Prinzip kann es mir in meiner privaten Bastelwerkstatt ja wurscht sein, die schalte ich eh komplett stromlos wenn ich gehe und die Möglichkeit eines Brandes in einem massiven Holzgehäuse ist meiner Meinung nach deutlich geringer als wenn ich direkt nach dem Sägen mit der Flex arbeite. Aber wir wollen ja dazulernen und es mit jedem Projekt ein bisschen besser machen ;-)

Gruß Dave
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#2
Hallo,
interessante Frage, habe ich mir auch schon ein paar mal gestellt.
Gruß Martin
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#3
Hi,

vor Jahren haben wir in einer Mietswohnung gewohnt (BJ 1960). Die Unterverteilung zu den einzelnen Wohnungen war in einem Sicherungsschrank aus Holz. Format wie ein kleinerer Kleiderschrank.

Ein Elektriker von den Stadtwerken hatte dazu mal gesagt, dass man das heute nicht mehr so machen darf, es aber im Bestand so lassen kann. Das mit den Radios war auch früher. Heute nicht mehr.

Vermutlich darfst du das in deiner Werkstatt mit Holz wie geplant machen. Darauf würde es mir aber gar nicht ankommen.

Ich darf privat auch ohne Schutzbrille flexen, ohne Staubabsaugung Buche sägen und schleifen und ohne Gehörschutz die TKS benutzen. Rechtlich alles OK. Die BG hat in meinem Keller nichts zu sagen. Ich mache es aber trotzdem nicht. Es geht um meine Gesundheit und nicht um §.

Google doch mal nach "hensel box". Da findest du was.

Viele Grüße

Christian
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#4
Nachdem das Thema Gesundheit schon angesprochen wurde bleibt noch das Thema Versicherungsschutz.

Im Schadensfall stürzen sich Versicherungsunternehmen gerne auf " Eigenkonstruktionen " die nicht nach Normen gemacht wurden. Und wenn dieser Lack einen Schutz/Imprägnierung gegen Feuer anbietet, bedeutet das noch lange nicht das er der Norm entspricht.
lg
Harry

Guter Pfusch ist besser als schlechte Arbeit! Angel
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#5
Es gibt Brandschutzbeschichtungen. Z.B. von HILTI. Damit werden Kabel und Rohrdurchführungen zwischen Brandschutzzonen verschlossen.
https://www.hilti.de/c/CLS_FIRESTOP_PROT...7131/r3080
Die korrekte Verarbeitung sichert zumindest bei verwendung von CP-673 eine Feuerfestigkeit von S90 zu.
(Bitte selbst googlen, das wird zu umfangreich)
Grob: 90 min Feuerfest.

Problem1: Der Eimer kostet uns als Firma zwar sicher keine 400 Euro, aber selbst unser EK wäre einem Heimwerker viel zu viel des Guten.
Problem2: Die Zertifizierung des "Brandschotts" erfolgt durch die Erstellung eines zertifizierten Installateurs...
Du darfst es also nicht selbst machen.

Abhilfe: Wenn Ihr was mit Elektrik macht in Holz:
Setzt Eure Steckdosen und Schalter in gscheite Kaiser Hohlwanddosen.

Diese blauen Einbausteckdosen sind für Gerätefronten gedacht die nicht aus Holz bestehen.
Auch wenn diverse Youtuber meinen daß man damit arbeiten kann..
Nein damit kann man nicht arbeiten. Diese Dosen dürfen nur in Kunststoff- oder Metallfrontplatten verarbeitet werden!

Achso, und noch eine Möglichkeit: Rigipsplatten brennen auch nicht so schnell.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#6
Also zum einen ist Holz nicht gleich Holz, zum anderen gibt es Holt auch in schwer entflammbar und wenn man weiß wie, kann man auch eine Unterverteilung aus Holz bauen.

Macht nur keinerlei Sinn weil ein Stahl- oder Kunststoffgehäuse am Ende immer günstiger ist.


Versicherungen finden das auch nicht gerade gut...

Eigentlich gibt es keinen vernünftigen Grund Elektrik in Holzkisten zu bauen.


Man könnte alternativ noch eine Kiste aus Brandschutzplatten zusammenbauen, ist aber auch nicht günstiger
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#7
Hi,

also was ich jetzt aus der Diskussion gelernt habe: So richtig wissen tuts auch keiner, wenn man sicher gehen will eher komplettes Kunststoffgehäuse. Gut, für den Nockenschalter allerdings eher unpraktisch.

Ich denke ich gehe dann wie folgt vor: Ich bohre vorne ein Loch, setze eine Hohlraumdose ein, packe eine Metallplatte davon und in die setze ich den Nockenschalter ein.

Gruß Dave
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#8
(28.02.2020, 11:45)Christian-P schrieb: Hi,

vor Jahren haben wir in einer Mietswohnung gewohnt (BJ 1960). Die Unterverteilung zu den einzelnen Wohnungen war in einem Sicherungsschrank aus Holz. Format wie ein kleinerer Kleiderschrank.

Ein Elektriker von den Stadtwerken hatte dazu mal gesagt, dass man das heute nicht mehr so machen darf, es aber im Bestand so lassen kann. Das mit den Radios war auch früher. Heute nicht mehr.

Vermutlich darfst du das in deiner Werkstatt mit Holz wie geplant machen. Darauf würde es mir aber gar nicht ankommen.

Ich darf privat auch ohne Schutzbrille flexen, ohne Staubabsaugung Buche sägen und schleifen und ohne Gehörschutz die TKS benutzen. Rechtlich alles OK. Die BG hat in meinem Keller nichts zu sagen. Ich mache es aber trotzdem nicht. Es geht um meine Gesundheit und nicht um §.

Google doch mal nach "hensel box". Da findest du was.

Viele Grüße

Christian

Hi,

doch, Holzradios (und auch andere Elktrogeräte) kommen wieder voll in Mode. Schau mal in amazon. Und ich habe so eins und schon mal aus neugierde auseinandergebaut. ganz normale Platine mit Abstandhalter und ein bisschen Plastik unter der platine, ansonsten so frei im Holzkörper. Und das kam nicht aus nem China Store.

Gruss Dave
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#9
Moin Dave,
Wenn man hier etwas stöbert sieht man, das das Thema in der Vergangenheit schon heiß diskutiert wurde.

Ich selber bin auch der Meinung, das Holz ausreichend wäre.
Allerdings kippt meine Meinung derzeit. Wink

Tendieren würde ich mittlerweile zu Stahlblech, welches auch im Baumarkt günstig zu kaufen gibt.
Stahlblech lässt sich leicht biegen und mit einer Blechschere leicht in Form bringen.

Kunststoff ist in meinen Augen eher ein kontra Argument...

VG
Walter
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#10
(28.02.2020, 15:53)davidkoenig09 schrieb: Ich denke ich gehe dann wie folgt vor: Ich bohre vorne ein Loch, setze eine Hohlraumdose ein, packe eine Metallplatte davon und in die setze ich den Nockenschalter ein.

Gruß Dave

Welche Bauform von Nockenschalter soll es denn überhaupt werden ?

Einer zur Frontplattenmontage ?
Ein geteilter für Schaltschränke mit zu öffnender Tür ?

Mir ist gerade keine Bauform bekannt welche sich in einer Hohlraumdose sinnvoll befestigen lassen würde ?
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