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Kellerdecke einfach dämmen ohne Styropor?
#1
Liebe Leute, wir wohnen zur Miete in einem Altbau im Erdgeschoß und heizen mit Gas, der Keller ist ungedämmt. Die Bude ist fußkalt. Wir versuchen, mit den Vermietern, die gerade kein Geld haben, eine Lösung zu finden, die besser ist als in der EG-Wohnung Teppichboden zu verlegen.

Das Haus ist alt. Die Rohrinstallation da unten macht jeden Gedanken an eine Deckendämmung etwas kompliziert. Es sind wirklich viele Leitungen, teils historisch. Wenn man das macht, wird es nicht einfach.

Styropor basierende Dämmplatten möchten wir möglichst vermeiden, einfach aus Brandschutzgründen.

Meine Herzallerliebste hat früher mal mitgeholfen, eine Kellerdecke zu dämmen, mit Steinwollematten, die sie zugeschnitten und geklebt haben. Das Kleben war damals nötig, weil das so eine Art Hohlkammerdecke war. An sich ist sie hart im Nehmen, aber sie hat berichtet, wie sie da zu zweit viele Tage mit Maske verbracht haben und wie sauanstrengend es war. Viel Staub, viel Kleber, ständig über Kopf arbeiten.

Gibt es da mittlerweile bessere Verfahren?
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#2
Wenn der Vermieter kein Geld hat, wer soll die Aktion dann bezahlen? Wenn du, dann musst du dir die Amortisation ausrechnen und dir dann überlegen, ob du so lange da wohnen bleiben willst. Ich wäre zu solchen Aktionen nicht bereit. Vermieter stellt Material und Mieter packt mit an OK, mehr aber nicht. Der Vermieter kann die Kosten steuerlich absetzen, du nicht.

Was habt ihr jetzt für einen Bodenbelag? Laminat und Fliesen fühlen sich z.B. ohne FB-Heizung immer kalt an. Korkboden oder Parkett fühlen sich wärmer an und haben auch eine dämmende Wirkung.
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#3
Guckst du hier: Kellerdeckendämmung
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#4
Außer Steinwolle fiele mir da nur noch Holzwolle ein, aber z. B. Steico weist deren Unterdeck- und Wandbauplatten nicht explizit für diese Anwendung aus - vielleicht Mal fragen.

Mehrere Tage Arbeit sind das aber in jedem Fall.

Eine Alternative könnte Dämmputz im Spitzverfahren sein, aber das geht nicht mit Eigenleistung...
Such' dazu Mal im Netz nach "Dämmputz Kellerdecke". Dass dazu die Räume leer sein müssen und es unter Umständen eine Megasauerei werden kann, will ich natürlich nicht unterschlagen, aber das sollte eine ordentliche Fachfirma normal im Griff haben...

MfG
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#5
(08.07.2022, 11:46)Christian-P schrieb: Wenn der Vermieter kein Geld hat, wer soll die Aktion dann bezahlen? Wenn du, dann musst du dir die Amortisation ausrechnen und dir dann überlegen, ob du so lange da wohnen bleiben willst. Ich wäre zu solchen Aktionen nicht bereit. Vermieter stellt Material und Mieter packt mit an OK, mehr aber nicht. Der Vermieter kann die Kosten steuerlich absetzen, du nicht.

Was habt ihr jetzt für einen Bodenbelag? Laminat und Fliesen fühlen sich z.B. ohne FB-Heizung immer kalt an. Korkboden oder Parkett fühlen sich wärmer an und haben auch eine dämmende Wirkung.

Wir haben zu den Vermietern ein sehr freundschaftliches Verhältnis, da würde sich ein Weg finden, bei dem man nicht gegenseitig was aufrechnen muss, auch wenn wir die eigene Arbeit einbringen. Die mußten vor kurzem das Dach erneuern, und das war ein sehr viel teurerer Spaß als erwartet, weil sich dabei rausstellte, dass der halbe Dachstuhl auch ersetzt werden mußte - hat man vorher nicht gesehen. Und dann kamen ein paar lustige Kostensteigerungen - Material und ein Dachdeckerunternehmen, das die Chance genutzt und ordentlich hingelangt hat.

Der Bodenbelag in der Wohnung ist ein schönes, altes Parkett. Im Winter merkt man aber wirklich, dass es in den Zimmern unten am Fussboden kalt und in Kopfhöhe warm ist. Die Wände sind einigermaßen okay, die Fenster sogar sehr modern. Nur den Keller hat man vor 10 Jahren, als alles saniert wurde, wohl einfach vergessen. Vor einem Jahr wurde eine neue Gasheizung eingebaut...  Tongue 

Etwa ein Drittel des Kellers ist besonders kalt im Winter, und der Teil liegt blöderweise genau unter unserem Wohnzimmer. Wie gesagt, wir haben uns schon dicke Wollteppiche angesehen, aber das ist natürlich nur eine Notlösung.
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#6
Ich habe nichts von aufrechnen geschrieben. Ich habe geschrieben, dass du dir ausrechnen musst, ob sich die Investition für dich lohnt. Das kann zum Einen finanziell sein, in dem du Heizkosten sparst. Oder du "gönnst" dir die Kellerdämmung aus Komfortgründen.

Als wir noch Mieter waren, habe ich auch mehr übernommen, als es meine Mieterpflicht gewesen wäre. Aber eine Investition in die Bausubstanz in 4-stelliger Höhe wäre für mich kein Thema gewesen.

Wie viel Fläche soll denn gedämmt werden?
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#7
Ich schätze, das würde sich aus beiden genannten Gründen rechnen :-)

Akut sind ca. 30-40 qm, das ist der Teil, der besonders kalt wird. Der Keller ist übrigens furztrocken, immerhin.
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#8
Ok, bei geschätzt 20€/m² (und es wird eher mehr wg. Verschnitt, Kleber...) bist du dann bei 600-800€. Ob es sinnvoll ist, nur einen Teil der Kellerdecke zu dämmen, musst du mal prüfen. Denke aber eher nein.
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#9
Also, 2-3000 würde ich durchaus investieren - unsere Miete ist saugünstig, da bleibt dann Luft. Ich habe eher Angst vor der Arbeit, das zu machen, denn ich bin nicht gerade ein geborener Handwerker.

Was zur Frage zurückführt: womit und wie macht man es am besten?
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#10
Nehmen würde ich diese Styrodur-Platten. Die sind ja dafür gedacht. Möglichst hohe Dämmung pro cm Dicke, schwer entflammbar. Verarbeitung braucht jetzt nicht viel Geschick. Nur Ausdauer. Die unter den Rohren zu verlegen, dauert schon seine Zeit. Werden mit einer Art Bauschaum festgeklebt.

Wichtig ist aber, ob es echt was bringt, nur einen Teil des Kellers zu dämmen. Was bringt dir das, wenn die Decke vollflächig über die ungedämmten Teile auskühlt?
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