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Knarzendes Vollholz-Bett
#1
Servus,

im "Vorgänger-Forum" hatte ich mich schonmal vorgestellt und eine Frage zum Schleifen von Tischplatten gestellt. Weiß nicht, ob es den Beitrag hier noch gibt.

Aktuelle Frage ist jetzt:
wir haben ein großes Vollholz-Doppelbett (ich glaube es ist Esche - Hersteller: Thielemeyer, falls das eine Rolle spielt) im Schlafzimmer. Oberfläche ist geölt. Gekauft haben wir das ganze Schlafzimmer bei Einzug in die Wohnung, Alter ist jetzt 13 Jahre. Es knarzt  schon länger, mal über den Daumen mindestens 5 Jahre.
Der Aufbau ist etwa: ein Rahmen aus Leimholz. Füße massiv. Am Rahmen sind an den Längsseiten je zwei Metallschienen angeschraubt. Kopf- und Fuß-Seite haben das nur einmal genau mittig. In diese Schienen kein je ein Winkel in verschiedenen Höhen eingehängt werden. In Längsrichtung genau mittig wird daran eine Holzleiste eingehängt, die in ihrer Mitte noch einen verstellbaren Fuß zur Unterstützung hat. Die Lattenroste liegen auf der einen Seite in zwei der Winkel, auf der anderen auf der Mittelleiste.
Fußboden im Raum ist ein vom Vermieter selber gelegter Fließenboden. Aufstellen von Schränken, Regalen, Tischen etc. in der ganzen Wohnung ist jedesmal ein riesen Affentanz weil keine zwei Fließen die gleiche Höhe haben. Will sagen: wahrscheinlich ist der ganze Rahmen im Bereich 5mm verzogen.

So, Problem: das ganze Bett knarzt ganz tierisch. Aus dem Bereich Lattenrost kann das eigentlich nicht kommen, da der einen Metallrahmen hat. Ich schätze eher, dass es aus dem Leimholzrahmen kommt und so hört es sich auch an. Wie entsteht Knarzen/Quietschen im Holz eigentlich und gibt es etwas, was man dagegen tun kann?
Wir ziehen demnächst in ein frisch renoviertes Haus, wo der Fußboden im Schlafzimmer einen neuen Holzoden bekommt, also der Verzug hat sich dann erledigt.

Falls es hilfreich ist, könnte ich Bilder des Aufbaus machen oder in einem kleinen Video den Aufbau und das Geräusch zeigen.


Herzlichen Dank für jede Erleuchtung im Voraus!
Viele Grüße,
Christoph
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#2
Das Knarzen entsteht durch Reibung an den Verbindungsstellen der Bettteile.
Früher hat man die Verbindungen mit Seife oder einer Wachskerze eingerieben.
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#3
Servus,

ok, das wäre einfach zu beheben. Bin ich jetzt zwar nicht überzeugt von der Erklärung, passt auch nicht ganz mit dem räumlichen Eindruck der Geräuschquelle zusammen, aber die Verbindungsteile mit einer Kerze einreiben ist eine leichte Übung.
Ich meld mich, wenn ich was sagen kann.

Schönen Gruß,
Christoph
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#4
Ddie Begründung mit der Reibung würde ich so auch unterschreiben. Ob die Lösung aber so einfach ist? Das kann eine Verbindung sein, aber auch ein Dübel der etwas Spiel hat, ein Nagel oder eine Schraube, die nicht mehr hundertprozentig sitzt
Grüsse
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#5
Servus,

ich las, machte und berichte nun:

war ja klar, dass die Dübel (fast) alle in den Stirnseiten stecken bleiben und nicht ohne Werkzeug zu überreden sind, den angestammten Platz zu verlassen. Die Stirnseiten sind übrigens allesamt unbehandelt, die Gegenstücke wie alle Oberflächen geölt. War auch klar, dass ich aus der Scheune keine Zange mitgenommen hatte. Ich bin schon froh, dass in der kleinen Werkzeugkiste ein Satz Schrauberbits ist, der auch Inbus enthält und einen Schraubergriff, der Bits aufnimmt. Die hier verbauten Möbelverbinder sind nämlich per Inbus zu bedienen und nicht wie die meisten, die ich kenne, per Schlitzschraubenzieher. Soweit zum ganz normalen Bastler-Wahnsinn, kennt ja jeder ;-)

So, Ergebnis: momentan nicht ganz perfekt ruhig aber deeeuuuuutlich besser! Ich beobachte das jetzt mal eine Weile und beim Wiederaufbau nach dem Umzug arbeite ich das nochmal nach. Dann auch mit gezogenen Dübeln.

Die eine Geräuschquelle klingt noch ein bisschen nach einer weiteren Ursache, die liegt mitten in einem Seitenteil. Die Seitenteile sehen aus, wie auf dem Kopf stehende Ls, damit entsteht ein breiter Rand, wo man das Sontagsfrühstück, den Krimi oder sonstige zur artgerechten Bedienung eines Betts nötigen Accessoires abstellen kann. Die beiden Schenkel des L sind scheinbar längs "überblattet" (keine Ahnung über die korrekte Bezeichnung) und von innen verschraubt. Ob auch Leim im Spiel ist, konnte ich nicht erkennen. Vielleicht ist auch hier zwischen den Teilen irgendwo noch Spiel.

Herzlichen Dank für die Inspiration und einen schönen Sonntag noch!
Christoph
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