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Lackierkabine
#1
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#2
Leute, geht doch um eine Raumentlüftung, oder? Bis da ein zündfähiges Gemisch entsteht, ist die Anreicherung in der Luft schon so hoch, dass der Arbeiter tot ist :-D

Ich habe solche Dinge häufig mit Motoren aus Dunstabzugshauben der Küche gesehen, die können Öl- und Fettdämpfe ab, ohne zu Flambieren und gut ists. Bin absoluter Sicherheitsfanatiker, aber man kann es auch übertreiben. Man müsste schon eine unmittelbare Luftabfuhr über einem Acetongefäß haben, selbst das wäre extrem schwierig zu entzünden.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

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#3
Die Volumenangaben hatte ich tatsächlich übersehen. Sorry.

Generell wirst Du immer mit Maske arbeiten müssen, gleich welche gute Be/Entlüftung überhaupt besteht. Der Unterschied wird nur der Filter sein, einmal reicht eine Partikelmaske, die andere muss einen Kombinationsfilter für chemische Lösungsmittel beinhalten. Ganz ohne Maske empfehle ich niemandem zu lackieren, auch nicht Mädchenlacke (Acryl mit Wassergepansche).

Bei der genannten Kombination sehe ich noch einen Störfaktor: Bei einem solch kleinen Raumvolumen wird auch die zugeführte Luftmenge über die Lackierpistole relevant werden, ebenso wie die Be/Entlüftungsströmung: Das verwirbelt vermutlich ordentlich, das kann das Lackierergebnis zur Frustration treiben. In einem normalen Flächenauftrag lackiert man (beim Decklack spätestens) Bahn für Bahn mit Überlappung (etwa 1/2-1/3) mit einem links-rechts-Wechsel. Dabei legt sich immer der Lack in einer schönen, linearen Schicht drauf und dadurch wird das gleichmäßig.

Meine ersten Lackierversuche fanden auch in einem abgegrenzten, engen Raum in meiner damaligen Werkstatt statt und ich hatte das riesige Problem, dass der Lack an den Ecken verwirbelte, was man später am Ergebnis sah. Später erweiterte ich den Raum und trennte anders ab, plötzlich ging es wie von Geisterhand und völlig problemlos.

Heißt: Denke auch daran, dass der Lack von der Düse in einem homogenen Bild ausgesprüht wird (Preis und Qualität der Pistolen ist primär hierin zu finden!), wird das durch andere Luftelemente beeinflusst, klappt das nicht mehr. In einem etwas größeren Raumvolumen kann sich die Luft dagegen beruhigen und die Verwirbelungen entstehen nicht unmittelbat am Werkstück und dessen Kanten. Kommt natürlich auch deutlich drauf an, wie groß Deine Werkstücke sind. Für die Spraydose mag das allemal reichen, wenn es Modellbau ist.

Noch zwei Hinweise, vielleicht helfen die:
- Nach wie vor halte ich grundsätzlich gebrauchte Dunstabzugshauben aus Edelstahl für sehr gut geeignet. Ich hatte sowas auch testweise mal als Absauganlage für Schweißrauche, klappte prima. Und man kann die Luft nach draußen ableiten oder eben mittels Kohlefilter wieder "entschärfen" :-) Die Papierfilter kann man mit billigem Flies ausstatten oder eben die Metallfilter ab und zu entnehmen zum Kärchern.

- Eine weitere Methode ist die Zufuhr von Luft mittels Kompressor. Man führt über einen Ausströmer Luft der Kabine zu. Das kann eine Ausblaspistole im Eimer sein oder eben sogar ein alter Duschkopf, wichtig ist nur, dass wieder möglichst gleichmäßig und nicht in einem harten Strahl Luft zugeführt wird. Sonst verwirbelt es wieder. Die Druckluftzufuhr reicht dann bei 0,x - 1,x bar, durch die Anbringung hinter dem eigenen Standpunkt während der Arbeit strömt die Luft von mir weg und ich muss hinter dem Werkstück nur noch den Auslass planen. Dabei geht es nicht um riesige Luftmengen oder einen tatsächlichen Luftdruckaufbau in der Kabine, sondern um den gleichmäßigen Strom. Dadurch funktioniert auch der Abtransport prima!
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