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Mein Hobel rostet!!
#1
Hi Leute,
Meine Werkstatt ist im Keller und unbeheizt. Es ist eigentlich der in Mietshäusern übliche Lattenverschlag, der mit Holz (Schranktüren, etc) gut abgedichtet ist. Ich habe eine Dauer-Entlüftung nach draußen eingebaut und der Lüfter läuft seit 3 Jahren ununterbrochen.
Zurzeit verarbeite ich OSB und Multiplex, da ich die Werkstatt neu gestalten will und gatte daher meine Handhobel einige Zeit nicht benutzt. Ich habe 2 Handhobel (Metall) im Regal liegen gehabt und habe jetzt festgestellt, dass die etwas Rost angesetzt haben. Ich überlege, wie ich das Problem mit der Feuchtigkeit in den Griff bekommen kann.
Im Internet habe ich so Tipps gefunden wie: einölen, Ölpapier, etc. Ich habe jedoch Zweifel, das das letztenlich reicht, da die Luftfeuchtigkeit ja wieterhin unfreundlich hoch bleibt, jedenfalls zeitweise. Ich mag auch nicht zu jeder Bastestunde alles Metallwerkzeug in den Keller tragen und anschließend wieder rauf in die Wohnung.
Meine Idee geht jetzt erst einmal dahin, einen Schrank für die Schätzchen zu bauen und einen Weg zu finden, wie ich  darin ein Klima schaffen kann, das dem Metall nicht so zusetzt. Ich bin unsicher, ob es richtig wäre, eine luftdicht Kiste mit Silicagel zu bauen. Oder so ein Zeug für Raumentfeuchtung einzubringen, aber dabei stört mich der Gedanke, dass ich damit vielleicht Salze oder Chemikalien einbringe, die sich dann auch mit dem Metall beschäftigen könnten.
Ich google da schon ein paar Tage, aber irgendwie fühle ich mich da noch nicht so richtig erleuchtet.

Vielleicht hat sich ja schon jemand von Ihnen mit dem Thema beschäftigt und hat Lösungsansätrze gefunden, die ich bisher noch nicht beachtet habe.
Ich würde mich sehr über Ideen und Austausch zu dem Thema freuen.

Danke

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#2
Den Schraubenpackungen von Würth liegt meist ein kleines Kissen mit Silicagel bei. Das dürfte also nicht die schlechteste Idee sein.

Gruß Monty
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#3
Dochdoch, natürlich. Metallwerkzeuge werden von Zeit zu Zeit eingeölt.
Das ist ganz normal und funktioniert auf der ganzen Welt. selbst in den Tropen bei >80%iger Luftfeuchtigkeit.

Macht man das nicht dann rostets halt. selbst in der Wohnung bei 60% oder drunter.
Die LF meiner Werkstatt hält sich in Grenzen und die Sachen rosten trotzdem wenn ich die Pflege vernachlässige.
Das Eisen muss auch nicht triefen. Mit einem öligen Lappen abgewischt reicht schon.

Ich bevorzuge Ballistol. Ja, ich mag den Geruch. Angel

Andere mögen das aber nicht, deshalb empfehle ich Dir Kamelienöl.
Riecht nicht so schlimm wie anderes Zeug, vertreibt die Feuchtigkeit und ist darüberhinaus sogar Lebensmittelecht
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#4
Hab mir auch Kamelienöl besorgt. Sparsam damit umgehen. Eine dünne Schicht reicht schon

Ach ja, wenn du Werkzeuge wie Hobeleisen auf Steinen schleifen willst muss vorher das Öl natürlich runter
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#5
Hi Leute,
surfe immer noch.

Danke für die Tipps, hilft beim Grübeln.
Also Kamelienöl und Silbergleit scheinen für die direkte Pflege ziemlich oben auf der Liste zu stehen. Habe gerade von Heiko Rech einen Artikel gelesen. Er empfiehlt Kamelienöl, da es auch auf Messing und Kunststoff keinen schädigenden Einfluss hat. Damit könnte ich auch die Säulen der Oberfräse ölen, ohne das es in der Buchse verharzt oder mit Staub verklumpt.
https://holzwerkerblog.de/2011/10/16/ros...kamelienol

Ich bin mit dem Grübeln noch nicht fertig. (für heute aber schon;-)
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#6
Hat er doch geschrieben?
Mir persönlich sind die guten Japaner ja viel zu teuer.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#7
Hi ich,
ich glaube nicht, dass es der Ventilator ist. Bevor ich den eingebaut hatte, war im Herbst zeitweise der Boden feucht. Das ist jetzt nicht mehr so. Der Ventilator zieht die Luft aus den anderen Räumen. Ich habe den auch eingebaut, um zu verhindern, dass sich der Staub aus meinem Keller in die anderen Räume ausbreitet.

Die Idee mit dem Hygrometer finde ich gut. Werde ich mal machen, um herauszufinden welchen Einfluss Wetter, die Waschküche und die Entlüftung des Raumes auf das Raumklima hat.

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#8
(14.09.2017, 09:49)Jens Abeler schrieb: ..... welchen Einfluss Wetter, die Waschküche und die Entlüftung des Raumes auf das Raumklima hat.

Grüße

Herr Abeler, dieser Gedanke ging mir auch durch den Kopf, als ich Ihre Zeilen las. Wir hatten früher im Mehrfamilienhaus (Wohnblock) auch eine zentrale Waschküche. Wenn die Frauen (und manchmal auch Männer Smile ) diese nutzten, dann wurde meist die Tür aufgelassen und der ganze Waschdunst zog in die Kellerräume.

Wolfgang
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#9
(14.09.2017, 09:42)ich schrieb: Bist du sicher dass nicht genau das dein Problem ist? Wenn du Luft aus dem Keller nach drausen bläst strömt die von irgendwo nach, am ende kommt die meist von drausen.
Ist aber nicht gut im Sommer warme Luft in den Keller zu leiten, Warme Luft hat eine höhere Feuchte und die schlägt sich im Keller irgendwo ab wenn der kühler ist wie die Luft die reinkommt. Kalte Luft hat weniger Feuchte, je nach Wetterlage natürlich. Also nur im Winter einschalten. Wenns regnet ists vermutlich feuchter ;-) soweit die Theorie.

Aber egal wie, rosten is immer, also ölen.

Und wenn du wirklich ein Feuchteproblem hast werden es deine Holzplatten auch irgendwann haben, würde ich mir ein Feuchtemesser in den Keller hängen damit sieht man ob die Maßnahmen nutzen oder schaden.

Quelle Conrad.com

Jupp, dem kann ich nur zustimmen. Luft hat mit steigender Temperatur eine immer größer werdende Wasseraufnahmefähigkeit. Dies lässt sich recht leicht über den Taupunkt berechnen. Aktuell meldet meine Wetterstation beispielsweise 13,3°C und 87% was einen Taupunkt von 11,2°C macht. Soll heißen, kühlt die Luft auf 11,2°C ab, so haben wir 100% Luftfeuchtigkeit und damit würde sich Nebel bilden. Steigern wir die Temperatur allerdings auf 25°C, so fällt die Luftfeuchtigkeit auf 42%. Ein guter Wert für alle Hausfrauen zum Wäsche draußen aufhängen.

Anders herum wäre es allerdings fatal. Angenommen wir haben bei einem Gewitterguss 23°C und 95% Luftfeuchtigkeit. Die Frischluftansaugung zieht diese nasse Luft in die Werkstatt, wo es nur 18°C hat, weil vielleicht Keller und damit stets gut gekühlt. Bei 18°C steigt die Luftfeuchtigkeit auf rechnerische 130%, was bedeutet das die Luftfeuchtigkeit überall in der Werkstatt kondensiert. Auf jeden Fall gibt es im Bereich der Frischluftansaugung gut Kondenswasser. Über eine Fütze unter dem Ansauglüfter wäre ich in diesem Fall nicht verwundert.

Im Winter sieht die Sache genau umgekehrt aus. Da ist in der Aussenluft so wenig Feuchtigkeit enthalten, dass die Luft in der Wohnung beim Lüften schnell austrocknet. Heizungsluft verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Angenommen draussen sind 5°C, es regnet und wir haben 98% Luftfeuchtigkeit. Jetzt macht man das Fenster zum lüften auf. Die warme Luft mit der vielen Luftfeuchtigkeit geht raus, kondensiert dort und zieht als leichter Nebel davon. Von draussen kommt die eigentlich reichlich nasse Luft rein, erwärmt sich auf eine Zimmertemperatur von vielleicht 21°C. Die 98% Luftfeuchtigkeit sinken dabei auf 34%, was sehr trocken ist. Für die menschlichen Atemwege schon fast zu trocken. Entweder man trinkt reichlich, so dass der Körper ausreichend Flüssigkeit hat, um die Atemwege feucht zu halten, oder man hebt sie mit einem Luftbefeuchter an. Tut man dies nicht, trockenen die Atemwege aus und Viren und Bakterien haben leichtes Spiel über die trockenen und gereizten Atemwege in den Körper zu gelangen. Willkommen Erkältung.

Diese Szenarien habe ich jetzt mal mit diesem Onlinerechner durchgerechnet.
Liebe Grüße vom Stefan. 
Blog: Der Technik-Blog
YouTube-Kanal: Stefan's Bastelkeller
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#10
Hi,
ok. ok., ich werde dann mal die Waschküche lahmlegen.-)

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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