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Nie wieder gebrauchte Hobel
#1
Ich habe mir gebrauchte Hobel gekauft. Während das Holz größtenteils in Ordnung ist sind die Eisen eine Katastrophe. Krumm und schief geschliffen und zum Teil Rostfraß.

Man muss stundenlang schleifen oder mit schwerem Gerät ran gehen, wenn das Eisen überhaupt zu retten ist. Durch den Rostfraß auf der Spiegelseite entstehen Kerben in der Schneide, die man da nicht gebrauchen kann.

Ein Eisen von einem Simshobel sah zwar ganz gut aus, hat aber einen Winkel von 30 Grad. Der müsste aber auch 25 Grad haben.

Wenn man deswegen ein neues Eisen kaufen muss kann man sich auch gleich einen neuen Hobel kaufen
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#2
War erst auf dem Flohmarkt, da lagen auch zich verrostete Hobel rum, von klein bis riesen groß.
War schon am überlegen, doch nach deiner Info war es wohl auch besser so, danke.
Ditschy

Motto: ... was nicht passt, wird passend gemacht!

Projekt: 18V Akku-Adapter zu anderen Herstellern


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#3
@burli,

dass das eine Hobeleisen einen Winkel von 30° hatte ist gar nicht so ungewöhnlich. Es kommt immer auf den Einsatzzweck an für was der Hobel genutzt wird.
Irgendwo auf dem Blog von Heiko Rech hat er mal den Grund dafür genannt, aber leider finde ich auf die Schnelle nicht den Beitrag.

Mir wurde im Übrigen in dieser Woche auch ein wenig Werkzeug von einem Mieter aus meinem Haus angeboten, darunter auch einige Hobel.
Die betreffende Person war in seinem Arbeitsleben als Tischler tätig und ich war sehr erstaunt darüber in welchem schlechten Zustand sich die Werkzeuge befanden.
Ich habe dankend angelehnt. Wink

Gruß Karsten
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#4
Hm den Fehler mit den Holz Hobeln hatte ich Anfangs auch gemacht. Das ist der größte Einsteigerfehler.
Holzhobel sind für mich am schwersten einzustellen.
die Sache mit den Eisen ist natürlich Pech.

Wegen den 30° würde ich mich erstmal nicht aufregen, kann sein daß der Vorbesitzer schwieriges Holz hatte und deshalb den Keilwinkel erhöht hat.

Jedem der sich mit Handhobeln beschäftigen möchte empfehle ich einen Stanley, Record, Anant Hobel der Größe ( No. ) 3 4 oder 5
Wenn das Ding noch nicht ganz braun ist vom Rost besteht eine gute Chance auf einen guten Hobel.
Ich selbst besitze zwei 3er, einen 7er und einen 78er Stanley.
Ich hatte nur ganz wenig Arbeit mit den Hobeln und habe das o.g. Paket für 130 Euro oder so gekauft.

Vor kurzem habe ich mir aus Neugierde einen Rali 220 Evolution gekauft.
Dieses Angebot habe ich wahrgenommen.

Bis hierher kann ich sagen daß es mir eine Freude ist mit einem so unkomplizierten Hobel zu arbeiten.
Wer sich nicht mit der Schärfung beschäftigen möchte - Der Rali könnte was sein.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#5
Hi ,
die gradzahl kommt auch darauf an ob Weiches Holz bearbeitet wird oder hartes , das ist Ansich eigentlich kein Kritikpunkt
wa hast du denn für hobel ? Putzhobel , Doppelhobel ,simshobel , Falzhobel , Schrupphobel ,Schlichthobel , Rauhbank , Kurzrauhbank , Reformputzhobel , Grundhobel , funierschabhobel ,Nuthobel , Zahnhobel, Bestoßhobel ? Darauf kommt es nämlich auch noch an !
Lg Till
Du kannst keine Erfahrung verlieren, du kannst nur Erfahrung dazu gewinnen 
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#6
Der mit den 30 Grad ist ein Simshobel. Ich dachte, er wäre auch von Ulmia und die haben, zumindest laut Webseite, 25 Grad. Ist aber ein anderer. Kann sein, dass das doch stimmt.

Die Hobelmesser sehen eigentlich alle gar nicht übermäßig schlecht aus. Das eine Eisen hat auf der Spiegelseite halt etwas Rost. Ist nicht viel, aber es reicht, um ein paar Scharten in die Schneide zu hauen. Ich müsste auf der Spiegelseite 1-2 zehntel abnehmen, was einfach ein Haufen Arbeit ist.

Bei einem anderen war keine Mikrofase dran, dass war eine Makrofase. Die war bestimmt 2mm lang. Muss auch viel Material abgetragen werden.

Wieder ein anderer hatte an der Fase eine Hohlkehle, die nicht von schlechten Eltern war und zudem war die Schneide krumm und rund.

Alles Sachen, die man hinbiegen kann. Die Eisen sind nicht völlig Schrott. Aber ich wünsche mir gerade schweres Gerät, um die Eisen erst mal auf "normal" zu bringen.

Mit dem Einstellen von Holzhobeln hab ich im Übrigen kein Problem. Den Dreh hatte ich schnell raus.
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#7
(30.08.2017, 10:33)MartinG schrieb: Vor kurzem habe ich mir aus Neugierde einen Rali 220 Evolution gekauft.
Dieses Angebot habe ich wahrgenommen.

Bis hierher kann ich sagen daß es mir eine Freude ist mit einem so unkomplizierten Hobel zu arbeiten.
Wer sich nicht mit der Schärfung beschäftigen möchte - Der Rali könnte was sein.

Der wurde mir von meinem Tischler Freund auch empfohlen, den hat er sich vor gut 20 jahren gekauft zum beginn seiner Lehrzeit und hat ihn heute noch.
Er sagt weiter das es der hobel ist den er am meisten benutzt da er einfach universal zum einsetzen ist.
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#8
Ich hätte gern noch einen Metallhobel für ein Shooting Board. Aber da werde ich glaube ich einen neuen kaufen.

Der Rali sieht halt nach Plastik aus, auch wenn er gut sein mag

Achso, schärfen ist jetzt nicht unbedingt mein Problem. Nervig ist nur das aufarbeiten von verrosteten und verschliffenen Messern. Hätte ich neue Messer oder zumindest welche, die zeitlebens vernünftig behandelt worden wären, ging das wesentlich besser
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#9
(30.08.2017, 12:07)burli schrieb: Der Rali sieht halt nach Plastik aus, auch wenn er gut sein mag

Burli.....Du solltest wissen das der eindruck manchmal täuschen kann.
Geh mal rein zum spass in den fachhandel und nimm das teil in die Hand, da merkst du nichts von Platik und "billig"
Laught
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#10
(30.08.2017, 12:07)burli schrieb: Ich hätte gern noch einen Metallhobel für ein Shooting Board. Aber da werde ich glaube ich einen neuen kaufen.
Ja, für die Stoßlade in der man ja meist Hirnholz hobeln wird würde sich ein Flachwinkler anbieten.

(30.08.2017, 12:07)burli schrieb: Der Rali sieht halt nach Plastik aus, auch wenn er gut sein mag

Hm. Plastik. Hört sich ja sehr negativ an.

Mir fehlt die Erfahrung zur Haltbarkeit des Hobels und auch Erfahrung "in Arbeit" hält sich in Grenzen.
Ich kann aber sagen daß sich der Hobel in der Hand angenehm anfühlt.
Die wichtigsten Teile sind aus Stahl gemacht und es fasst sich bisher alles stabil an.
Gut finde ich daß das Messer im Gegensatz zu anderen Hobeln immer richtig sitzt. Die Einstellung der Spanabnahme geht schnell und einfach.
Die Rillen in der Sohle machen sich beim anfasen von Material bemerkbar. Der Hobel sitzt auf dem Material und gleitet nicht versehentlich zur Seite weg.
Während ich mit meinen anderen Hobeln gerne mal ein Problem mit der Rechtwinkligkeit bekomme habe ich mit dem Rali recht schnell eine winklige Kante hinbekommen.

Die letzte Arbeit die ich mit dem Hobel verrichtet habe war das enfernen von Nut und Feder an einem 3m Langen 19mm Kiefernbrett.
In 10Minuten war die Arbeit gemacht und in 30 Minuten hatte ich zwei Bretter mit identischen Maßen sowie winkligen und Glatten Kanten geschaffen.
Es hat mir einen riesen Spaß gemacht, vor allem weil das Ergebnis gut aussieht und der Hobel sich so einfach genau einstellen lässt.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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