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[PMA] Mein uralter Fräszirkel
#1
Hallo Bastler,


ich möchte Euch hier meinen 15-20 Jahre alten Fräszirkel zeigen:

   

Einen Bauplan gibt's nicht, weil:

1. sooo lange her
2. die Geräte meines Wissens nicht, was die Bodenplatten angeht, genormt sind
3. deshalb ein Ausmessen verlorene Lebenszeit wäre

Die Planung und der Bau

Ich hatte noch ein Reststück 9mm Siebdruckplatte da.
Ich musste noch besorgen:
Alu-Flachmaterial 4-5mm dick.
Außerdem hatte ich auch noch da:
1 Stahlnagel, 2mm Durchmesser
1 Senkkopfschraube mit Unterlegscheibe und passender Flügelmutter
Das war's auch schon.

Die Bodenkonstruktion der Oberfräse entfernt, die Kontur und die Bohrungen auf die Siebdruckplatte übertragen,
Auf der glatten Seite eine Nut mit der Breite und Tiefe (Stärke) des Alus gefräst, dann zentral in der Stärke der Schraube durchgefräst:


XXX___   ___XXX
XXXXXX   XXXXXX

So etwa.

Dann die Ausschnitte und angesenkten Bohrungen für die Oberfräse vorgenommen und das ganze Teil "schön" geformt.

Der Aluschlitten

Ein Stück Alu-Flachmaterial abgeschnitten, entgratet, einseitig abgerundet und mit zwei Bohrungen versehen.
Eine, logischerweise entsprechend angesenkt, für die Senkkopfschraube und eine für den 2mm Stahlnagel.
Schraube nach oben (ich hab' noch ein Gewinde geschnitten - muss nicht sein) und Nagel nach unten mit Epoxy eingeklebt.
Der Aluschlitten ist natürlich drehbar, falls man noch mehr mm Radius braucht. Es gibt auch noch eine längere Version (wo ist die eigentlich?),
die Fräsungen direkt neben dem Fräser erlaubt (ca. 12mm Durchmesser aufwärts)

       


Montage

Die Oberfräse festgeschraubt, den Alu-Schlitten eingesetzt und auf der rauhen Seite der Siebdruckplatte mit Unterlegscheibe
und Flügelmutter fixiert.

Ready to rumble!

2mm Loch bohren, Radius ausmessen, Flügelschraube festziehen, Stahlstift in die Bohrung und:
Perfekter Kreis!

Das lässt sich natürlich auch aus zwei Lagen 4-5mm Sperrholz basteln.

Wer kein Löchlein in seiner Scheibe mag, kann auch eine Scheibe mit Bohrung über dem Zentrum anbringen und dort,
wo gefräst wird, mit einer entsprechend dicken Unterlage ausgleichen.

Macht einfach!

Viele Grüße
Mathias

P.S. Ja, ich weiß, dass da noch ein Abrundfräser in der Maschine steckt. Kein Problem, wenn man einfach den Aluschlitten entfernt Cool
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#2
@Helme: Freut mich, dass es Dir gefällt!
Ich weiß nicht, wie viele hunderte Fräsmeter das Ding auf dem Buckel hat.
Auch weiß ich nicht, wann die Oberfräse das letzte Mal von ihrem "Langschuh" getrennt war.
Einfach Aluschlitten raus und ganz normal verwenden.
Siehe Bild 2: Am Parallelanschlag geht's natürlich auch.

@sklausi: Ich verstehe nicht so ganz, was Du meinst.
Normalerweise kommt das Netzkabel von oben, also nix mit Veheddern...
Wenn ich einen exakten Kreis brauche, drehe ich ab und an auch mal das Werkstück.
Die Zentrierung hält bombenfest und ich habe immer den optimalen Blickwinkel.
Erkläre bitte Deine bevorzugte Lösung - das Bessere ist der Feind des Guten.

Viele Grüße
Mathias
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#3
(17.05.2017, 09:55)sklausi schrieb: ...
für mich aber der wichtigste Vorteil ist dass ich die Maschine nicht festschrauben brauche und somit Zeit sparen

Das habe ich wohl nicht deutlich genug geschrieben:
Die Fräse ist seit vielen Jahren nicht mehr abgeschraubt worden.
Nur der Schlitten wurde häufig entfernt.
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#4
Bitte erklärt mir mal die ewige Eierei mit Kopierhülsen.
Mit dem von mir vorgestellten Fräszirkel gehen kleine und große Kreise oder Radien sofort.
Wenn man das Aluteil entfernt (< 10 Sekunden), lässt sich die Maschine ganz normal verwenden.

Viele Grüße
Mathias
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#5
(19.08.2017, 01:47)K-Tom schrieb: ...
Aber mein Fräszirkel ist nur ein Provisorium. Ich brauche auf jeden Fall einen mit Feinjustierung. Wenn man etwas 1mm kleiner machen will weiss man gar nicht wo man den Zirkelpunkt hinbohren soll. Smile

Ich mache es wie folgt:
  • Kreis- oder Bogenzentrum mit Bleistift und Körner markieren
  • dort eine 2mm Bohrung setzen
  • mit der Schieblehre den Abstand von Fräser und 2mm Zentriernagel einstellen (Radien unbedingt einrechnen!!!)
  • Zentriernagel einsetzen
  • Fräse starten und auf die gewünschte Tiefe herunterfahren
  • Kreis oder Bogen in ggf. mehreren Gängen fräsen
Wenn's etwas kleiner sein soll:
  • Strom aus!
  • Fräse mit Zirkel entnehmen
  • kleineren Radius mit der Schieblehre einstellen
  • Zentriernagel einsetzen
  • Strom wieder an, Fräse starten und auf die gewünschte Tiefe herunterfahren
  • Kreis oder Bogen fertigfräsen
Wenn's etwas größer sein soll: Confused Huh Angry

Ich hoffe, dass das geholfen hat.

Viele Grüße
Mathias
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#6
Tom,

Kopierhülsen brauchst du für exakte Kreise oder Kreisbögen nicht!
Wozu denn?
Du hast Deinen Zentralpunkt und fräst Deinen Kreis oder Bogen aus.
Lieber etwas größer und danach nur noch wenig Material abnehmen.
Bei Kreisen und Bögen verstehe ich diese Kopierhülseneierei nicht!
Man benötigt doch ein Etwas, das man kopieren kann!
Das will vorher hergestellt werden. Mit Kopierhülse Rolleyes ?
Bei komplexeren Formen hat die Kopierhülse sicherlich ihre Berechtigung.

Viele Grüße
Mathias
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#7
Hallo Tom,

so wie ich es sehe, hast Du Deine Kopierhülse "kastriert" (abgesägt),
um die Fräse besser handhaben zu können. Richtig?
Ich hatte (glaube ich) auch schon geschrieben, dass ich ggf. auch das Werkstück selbst drehe.
Das klappt gut. Ich habe immer 100% Kontrolle über die Fräse.
Bitte bau' meinen ollen Zirkel nach - ich schicke Dir bei Nichtgefallen oder Deinem Empfinden, dass die
Kopierhülsenlösung die bessere ist, eine Kiste "Hopfenblütentee" Smile

Zum Absaugschlauch: Da sollte man, obwohl es der Leistung abträglich ist, immer genug Reserve haben.

Viele Grüße
Mathias
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#8
Hi Tom,

den Hopfenblütentee werden wir vielleicht auch zusammen "qualitätsprüfen" LoL

Versuche es einfach mal mit der einfachsten Methode: Zirkel an den Fräsmaschinenboden schrauben,
mit dem Alu/Plexi/Holz/wasweißichwas-Schlitten den Radius einstellen - und gut ist's.
Ich habe damals einfach ein vorhandenes Stück 9mm Siebdruckplatte verwendet, die Plastikbodenplatte
der Maschine abgeschraubt und den Zirkel angeschraubt. Verlust an Fräshöhe 9 - ca. 3 mm = ca. 6 mm.
Kann ich mit leben.
Es geht aber dünner: 4 mm Buchensperrholz und die Fixierung oben draufgebaut: Verlust fast nix.

Du könntest auch aus dem Material mit obenliegender Fixierung der "heiligen" Bodenplatte einen exakten Zirkel bauen.
Bitte vergiss aber den Unsinn mit den Hülsen. Oder probiere es einfach aus.

Sinn eines Fräszirkels ist es, genau dort zu fräsen, wo es gewünscht wird.
Beispiel quadratische Platte -> Kreis. Wo passt da eine Kopierhülse, egal, wie weit sie raussteht, ins Konzept?

Viele Grüße
Mathias
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