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Probleme mit dem Druckluftnagler
#1
Sers,..

Ich besitze einen Druckluftnagler von Prebena.


2XR - J50

An und für sich ein solides und zuverlässiges Gerät. Jedoch habe ich immer wieder mal das Problem
wenn ich Eckverbindungen zusammenfügen möchte, einen Querschläger zu haben.
Meistens ist das nicht wirklich ein Problem, weil ich hauptsächlich an Stellen nagle, welche man später eh nicht, bzw kaum sieht. Da ziehe ich die Nägel einfach komplett durch und entferne sie.

Aktuell arbeite ich aber an einem Projekt, wo man Fehlschüsse/Querschläger vermeiden sollte, weil alle Einschußpunkte der Verbindungen sichtbar sind. Da sollte schon ordentlich gearbeitet werden.
Vereinfacht wird die Situation durch eine Materialdicke (Sperrholz) von 8mm leider auch nicht.
Beim Prototyp habe ich drei Querschläger welche das ganze Stück eigentlich abfallkistenreif geschossen haben.
Bei den Ganzen Vorarbeiten ist das dann ziemlich frustrierend. Vor allem wenn das Zusammenfügen eigentlich der letzte Abreitsschritt ist.

An der Materialdicke alleine scheint es aber auch nicht zu liegen, da ich bei 10, 12, 16 oder 20mm auch mal solche Ausreißer habe.
Das Material selbst scheint da auch keinen Unterschied zu machen. Vollholz, OSB, Sperrholz oder Multiplex... Es passiert immer wieder mal.

Also scheint das Problem wohl bei der Handhabung zu liegen.

Bevor ich einen Nagel einschieße, bewege ich den Nagler mehrmals innerhalb vom Federkontakt, vor und zurück um zu prüfen, ob ich gerade anliege.
Habe schon überlegt ob ich diese Federspitze entferne, da diese ja doch recht locker am Gerät selbst montiert ist und entsprechend Spiel hat.
Also im Moment ist das Einschießen von Nägeln noch Glücksache. Das würde ich gerne ändern
Idea Ich hinterfrage lieber, statt zu kritisieren Huh
 
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#2
Was verstehst Du genau unter »Querschläger«? Verläuft der Nagel im Material (krumm)?

Wolfgang
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#3
Hi, grüße Dich! Auf der HH-Nürnberg war ich wegen einem solchen Nagler auch bei Prebena und hab mich da intensiv beraten lassen.

Die Empfehlung war schließlich ein Gerät mit montierbarem DL-Tank, was mir aber zu kompliziert für das Hobby war. Mir wurde gesagt, dass die Geräte mit grünem Käppchen eher für den Hobbyanwender seien und die mit der schwarzen Kappe für den Profibereich. Dementsprechend würde ich auch eher zu "schwarz" greifen, denn ich hab so ziemlich alle am Markt befindlichen Klammerer und Nagler durch und verfluche sie alle regelmäßig wegen genau solchen Fehlerbildern, die Du beschreibst.

Zudem hab ich auch oft das Pech, dass bei Klammerern regelmäßig was komplett verklemmt und man den Stempel usw. ausbauen muss. Querschläger hatte ich seltener, aber durchaus auch einige. Daher plane ich nun den Kauf eines Prebena, damit sollte endlich mal Ruhe sein.

Aktuell als verflucht gelistete Geräte bei mir sind: Schneider DL, Güde DL, Dewalt (Netzgerät), Stanley (Netzgerät), Rapid (Netzgerät), Bosch grün (Netz). Hab also schon einiges ausprobiert und sie versagen alle. Spätestens bei Serienbetrieb z.B. bei Unterspannbahnen in der Dachdämmung ist Feierabend!
Probiert hätte ich gerne noch den Bosch GSK V-Li 18V, aber der wird nicht mehr neu verkauft. Und für Geräte bei Ebay fraglicher Herkunft wird immer noch 350€ gezahlt, nein danke. Also wird der letzte Versuch bei mir Prebena Profi (schwarz).

Dein Stauchkopfnagler ist hierfür anfälliger als der gerade Nagler, leider. Und dazu noch der Hobbygerätefaktor (was nicht heißt, dass ich das für ein Gerät um die 100€ nicht dennoch verlangen würde), wenn auch von Prebena.

Über all das verschi$$ene Geld und verfluchten Nagel-/Tackerkrepierer haben sich folgende Fehlerquellen als regelmäßig erwiesen, vielleicht hilft Dir das mal:

- Schmierung ist das A&O, egal ob bei DL oder Elektrik. Ansonsten läuft der Bolzen nicht gleichmäßig und die Mikrosekunden des Hakens führen zu solchen Fehlern (Querschläger, unvollständiges Einschlagen). Wichtig: Man muss bei DL sowohl die DL ölen, als auch vorne ab und zu die beweglichen Teile wie Schlagbolzen usw. reinigen und schmieren. Die ölhaltige DL ist vorrangig für den Kolben zuständig und nicht für die Schmierung des Bolzens!
- DL-Qualität: 1/2" Wasserabscheider vor dem Leitungsöler ist das Mindeste, besser wäre ein Kältetrockner. Setzt sich bei blöden Witterungsverhältnissen Kondenswasser im Gerät ab, kann das zu Rost und damit zu Versagern führen. Ab und zu mal zerlegen und gutes Maschinenfett reinmchen, wichtig: Vom Hersteller Freigaben erfragen, damit es die Dichtungen nicht auflöst (mir schon bei einem Baumarktgerät geschehen).
- DL-Zufuhr: Der Schlauchdurchmesser sollte mindestens 8mm betragen, häufig verwendeter Spiralschlauch und billige 1/2" Schnellkupplungen haben deutlich kleinere Durchmesser. Das Gerät braucht wenig Luft, aber pro Schlag dann sehr massiv und plötzlich. Beachten, dass Leitungsquerschnitte im Quadrat ab oder zunehmen, wenn man sie im Millimeterbereich größer oder kleiner macht. Ggf. mal versuchen, mit einem glatten Markenschlauch mit 9mm Innendurchmesser zu arbeiten.
- Als Ausgleich kann man einen kleinen DL-Behälter kürzer dazwischenstecken, wie einen Reifenboy oder so (6 Liter reichen). Muss aber nur sein, wenn man ein langes Schlauchpaket hat (>5m und wenig Innendurchmesser).
- DL-Druck: Wird häufig am Kompressor eingestellt oder am dahinter befindlichen Wasserabscheider (Kombigerät), nach dem Leitungsöler, Glatt- oder Spiralschlauch kommt aber am Gerät deutlich weniger an. Hier lohnt es sich, mal ein Mikromanometer dranzuhängen und danach einzustellen. Vor allem beim Lackieren wundert mich der Unterschied immer wieder, aber auch bei solchen Arbeiten. Vielleicht legt Dein System gut los, aber in den letzten Millisekunden an Luftzufluss kommt nur noch ein Pffft und dann versagt es eben ab und zu.
- Bei Serienschüssen wird das Schlagwerk sehr warm, dadurch dehnen sich die Bauteile inkl. des Schlagbolzens minimal aus. Diese Ausdehnung kann schon zu solchen Krepierern führen. Kommen sie vornehmlich bei kaltem Betrieb vor, kann der Bolzen auhc einfach verschlissen sein, dann muss er ausgetauscht werden. Bei der Gelegenheit die Führung gut reinigen und abfetten Smile
- Der Schlagbolzen muss optimal mit 90° zum Werkstück gehalten werden, leichte Abweichungen können schon Probleme verursachen. Oft klappt es, dann in einzelnen Fällen wieder mal nicht.

Generell gilt, nicht verzweifeln, das hab ich schon oft genug für Dich getan Sad

Die Fehler sind oft unbeständig und nicht beliebig wiederholbar, anscheinend kommen hier immer wieder mehrere ungünstige Faktoren zusammen, die dann eben mal wieder zu einem Versager führen. Sehr große Variablen hier sind nunmal: Temperatur und Luftfeuchte in der Werkstatt, Freihandhaltung des Naglers, Lage des Schlauchs, Struktur des Holzes auf das der einzelne Nagel trifft usw.

Ich hab das so gut durch, da ich in die o.g. Geräte schon einige hundert Euro versenkt habe und immer wieder reklamiert hab bei Herstellern. Insbesondere die Rapidgeräte wurden mir als "die Lösung neben Prebena" aufgeschwatzt, mit jämmerlichem Ergebnis bei mir. Inzwischen versagt mein Rapidklammergerät bei einem von 20 Schüssen, dann muss das Magazin raus, die vordere Bolzenführung (nur geklemmt) abgenommen, der Schlagbolzen mit den Klammern entheddert und alles wieder zusammengebaut werden. Ich hab für die Unterspannbahn Stunden gebraucht, die meiste Zeit war ich Klammern am puhlen. Einfach Inakzeptabel, zumal das Gerät alleine 190€ kostete.

Mein aktuell hauptsächlich genutzter Nagler ist der Stanley als Elektrotacker, der macht bis 40mm Stifte, leider fliegt hier im Altbau bei dem Dingen die 16A Typ A raus, wenn man ihn nicht hinter eine Kabeltrommel steckt Big Grin

Der Stanley hat etwa 1:50 Versager, die man aber gerade nach unten herauszieht und weitermacht. Optimal ist das auch nicht.

Die Prebenageräte, insbesondere die Pro, sind dagegen auch extrem leise und angenehm zu nutzen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Ansätze liefern, die weiterhelfen. Gib doch bitte mal Bescheid, ob es geholfen hat, und was davon. Fehlt noch was? Gerne ergänzen!

Frohe Ostern, viele dicke und bunte Eier!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#4
@Wolfgang

       

Ich dachte ja es liegt an ungenauem Zielen. Man weiß ja nicht wirklich genau in welche Richtung man schießt. Der Federweg zeigt es ungefair. Wenn man dann aber die Feder andrückt hat man nur noch den kleinen Pfeil. Da der Kunstoffkopf aber relatives Spiel hat, merkt man nicht ob man noch gerade hält. Einen echten Anschlag gibt es ja leider auch nicht.

   

@Janus

Erst einmal Danke für deinen ausführliche Erklärung. Das meiste davon sollte ja eigentlich in der Betriebsanleitung stehen. Da findet man aber relativ wenig bis gar nichts.
Eigentlich dachte ich ich hab mir mit diesem Gerät was solides für den "Ab und Zu -Gebrauch" gekauft.
Wenn ich wirklich auf alles achten muss, dann nehm ich doch lieber gleich einen Hammer.
Für Dauereinsatz brauch ich generell keinen Druckluftnagler.
In Serie würde ich vlt. (Je nach Anforderung) 10 Nägel hintereinander einschießen. Wenn das Gerät das nicht kann, isses ja letztendlich für die Tonne
Idea Ich hinterfrage lieber, statt zu kritisieren Huh
 
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#5
Servus,

also ich hab auch diesen Nagler,
aber sowas hab ich auch noch
nicht gesehen. Confused
Sind die aus Alu?  Big Grin  Kleiner Scherz! Wink


Bei mir sind 50er Nägel lediglich bei
"Quernageln" von Buche massiv so
mit der Faser seitlich ausgetreten.

Was für Nägel verwendest du? Original oder Krabbelkiste?

VG
Jörg
VG Jörg

Mit dem größtmöglichen Aufwand und Kosten den geringsten Nutzen erzielen......
das nennt man Hobby!
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#6
ich benutze die von Prebena
Idea Ich hinterfrage lieber, statt zu kritisieren Huh
 
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#7
Dann machste vom Ansatz her erstmal nix falsch, und der Plattenwerkstoff sollte auch homogen genug sein. Allerdings weiß ich auch nciht, wie weit sich Stauchnägel "verziehen sollen", vielleicht ist ein gerader Nagler besonders bei dem dünnen Material doch die bessere Wahl!

Ich hatte es aus diesen Gründen mit diesem Stauchnagler immer gelassen.

Schreib doch ein kurze Mail mit genau den Bildern mal an Prebena und frage mal direkt, ob die eine Idee haben. Die sollten ihre Geräte und deren Fehlerbilder ja kennen: http://www.prebena.de/service/reparatur.html

OT: Ihr werdet lachen, aber bei Güde hab ich mit solchen Fragen auch echt gute Erfahrungen gemacht, vor allem beim MIG 190 und den Pro-Kompressoren!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#8
(30.03.2018, 21:58)NBH schrieb: @Wolfgang



Ich dachte ja es liegt an ungenauem Zielen. Man weiß ja nicht wirklich genau in welche Richtung man schießt. Der Federweg zeigt es ungefair. Wenn man dann aber die Feder andrückt hat man nur noch den kleinen Pfeil. Da der Kunstoffkopf aber relatives Spiel hat, merkt man nicht ob man noch gerade hält. Einen echten Anschlag gibt es ja leider auch nicht.

Jetzt ist alles klar, danke. Ich hatte solche »Ausrutscher« auch schon gehabt, aber eher bei Eiche und selten. Oder wenn ich sehr dicht an einer Kante genagelt habe. Da nehme ich an, dass ich das Gerät nicht exakt senkrecht gehalten hatte ...

Wolfgang


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#9
Danke für den Tipp.

Mail is raus
Idea Ich hinterfrage lieber, statt zu kritisieren Huh
 
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#10
Hört sich jetzt vielleicht blöd an,
aber dreh den Nagler mal um 90°
und schieß dann mal einen Nagel rein.

Hintergrund, hab das Thema mal mein Kumpel
geschildert. Daraufhin meinte er, dass er das
gleiche Thema auf einem Ami-YT-Video gesehen
hatte und der mit dem Verdrehen des Naglers
um 90° erfolgreich die Nägel versenkt hätte,
ohne dass sie seitlich raus kamen.

K.A. ob's was bringt, aber ein Versuch wäre es
mal wert Wink

VG
Jörg
VG Jörg

Mit dem größtmöglichen Aufwand und Kosten den geringsten Nutzen erzielen......
das nennt man Hobby!
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