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[Projekt] Eine neue Vorderzange für die Werkbank - oder auch mehr..
#1
Sodele, guten Abend Kollegen.

Im Thread "Paket heute angekommen 2018" habe ich schon das Paket meiner neuen Vorderzange gezeigt.
Es ist ein sogenannter Tischlerschraubstock von Irwin Record.

Ich hatte damals beim Bau meiner Werkbank die günstigste kleinste Vorderzangenmechanik bei einem Schmid aus Berlin gekauft.
Nunja, der Preis kommt wohl nicht von ungefähr...
Ich mache mit dem Thema nun wirklich schon lange rum und habe immer im Kopf gehabt daß eine echte Irwin Record wohl die beste Wahl wäre.
Bestärkt in dem Gedanken wurde ich durch Kritische Äußerungen zu den Tischlerschraubstöcken von York im Forum von Paul Sellers, auch durch Paul selbst, da die wohl irgendwann nicht mehr richtig spannen...
Und die werden von dem Berliner Shop zu horrenden Preisen verkauft. Die 230mm Version geht da für 130 Euro über die Theke.

Nun habe ich vor kurzem bei einem International operierenden Shop namens Amazon (kennt den jemand?) zufällig die 230mm Variante von IR gesehen.
Die breitere passt bei meiner Bank leider nicht Rolleyes
Für 70 Euro habe ich die gesehen und sofort den Kaufen Button gedrückt. Die muss her dachte ich mir.

Am Samstag ist das Monster gekommen. So sieht das Ding aus:
             
Zum Vergleich liegt über dem Monster (Es ist noch die mittlere Version, nicht die Große...) ein Starret 30cm Kombiwinkel. Confused


Ziemlich ölig und fettig das Ding und einige Lackabplatzer gibts auch. Mir egal.
Die Zangen scheinen nicht 100% parallel zu sein, im Bereich von einigen Zehnteln. Für Holz wohl eher keine Problem.
Nach dem entfetten, Gott segne den Menschen der Bremsenreiniger erfunden hat, habe ich mich mal an die Vorbereitungen für den Einbau gemacht.
Ideale Uhrzeit: Zum Finalspiel der Fußball WM 2018 Big Grin 

Bisheriger Zustand und dessen Nachteile:
   
Ich habe leider nur 150cm Platz für die Bank.

Die alte Vorderzange ist alles andere als Kraftvoll und sie verzieht sich beim Spannen leider sehr, was der Spannkraft auch nicht hilft.
   

Außerdem bin ich mit der wunderbaren "Veritas inset Vise" doch sehr begrenzt, 130cm dann ist fast schon vorbei.
Wir werden sehen wie sich das zukünftig entwickelt.
   

Keine Bilder vom Putzen, dafür jetzt erstmal die Demontage der alten Vorderzange:
       

Und die Schürze ausschneiden.
                   
Wie es aussieht ist das Tischbein vom alten Wohnzimmertisch meiner Oma nicht ganz grade. Laught
Gottseidank besitze ich diese wunderbare Ryoba von Shinsui Nakaya - übrigens auch aus Berlin - Mangels Handwerklicher Fertigkeit ist mir die Säge zwar verlaufen, aber es war kein Problem den letzten Rest der angeleimten Schürze auch noch von der Platte zu trennen. Der letzte Rest ist dann abgebrochen, die Leimfläche wollte nicht mehr.

Erste Anprobe.
   

Tja, wie man sieht klappt das so irgendwie nicht. Ich brauche etwa 3,8cm Unterlage unter der Bankplatte damit das einigermaßen passt.
Außerdem habe ich mich spontan dazu entschlossen den hinteren Teil der Zange in die Bank einzulassen und das Druckstück an der Bank aus einer durchgehenden aufgeschraubten Schürze zu machen. Also eher im Stil einer Nicholson Hobelbank.

Auf Deutsch: Das dauert hier länger.
Ich bleib dran. Für heute hats leider nicht mehr gereicht.

schönen Rest Sonntag noch Euch allen!

Gruß
Martin
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#2
Tolle Spannzange und tolle Werkbank. Viel Spaß und Erfolg beim Einbau.
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#3
Hallo Martin,

dieses Projekt werde ich aufmerksam verfolgen, da bei mir auch eine Veritas Doppelspindelzange geplant ist für meine Insellösung.

Viel Spaß beim bauen Thumbs Up
Gruß,
Michael

......denn das Kind im Manne stirbt nie.......


YouTube: Mixbambullis
Instagram: Mixbambullis
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#4
Perfektes Timing: Die Vorrichtung habe ich auch in's Auge gefasst. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht.
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#5
Dein Bericht kommt gerade richtig Martin. Mein Uralt-Schraubstöckchen wird zu klein und braucht Ersatz. Meine erste Frage: Wie stark darf die Bankplatte höchstens sein? Mein Werktisch besteht aus 4,5cm Baubohlen belegt mit 2cm Tischlerplatte. Muss ich da was abnehmen? Auf den weiteren Bericht bin ich sehr gespannt.
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#6
Moin,

schönes Teil, sieht stabil und schwer aus. Aber mal ehrlich. Deine Vorderzange muß sich verziehen, wenn Du ein Werkstück (wie im zweiten Foto Deiner Werbank) so einspannst. Da gehört am anderen Ende der Vorderzange ein Distanzstück mit eingespannt. Ich habe für diesen Zweck einen Fächer aus vielen dünnen Sperrholzplättchen. Das spanne ich mit ein und da verzieht es die Vorderzange dann nicht mehr. Ich habe auch eine Vorderzange vom Schmid aus Berlin, allerdings die einfache für 65€ ohne Schnellverstellung. Mit der bin ich absolut zufrieden was die Spannkraft angeht. Mir reicht die völlig. Aber jeder soll auf seine Weise und mit seinen Spielzeugen Tongue glücklich werden. Also viel Spass damit.

Gruß Don
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#7
Danke für eure Rückmeldungen   Thumbs Up

@ Michael: dieser Tischlerschraubstock hat in seiner Art und Weise aber an und für sich nicht viel mit der Doppelspindelzange von veritas zu tun. Von da her werden Dir meine Erfahrungen nicht helfen.

@ Bastelhorst: Aber ganz im Gegenteil. Die Einbautiefe beträgt 9cm und der Bankhaken schaut auch noch etwas drüber.
10cm Dicke der Bankplatte wäre ideal! Du musst aufdoppeln!

@ Don: oh, hm, wieder was gelernt, jetzt ist's aber schon ums Eck.

@all:
Mir sind gestern tatsächlich ein paar Bilder abhanden gekommen, die werden nachgereicht.

Ich habe heute die Löcher in der platte zu gemacht und eine Zulage für die Zange zugeschnitten.
Das war es. Bilder und Infos folgen.

Schönen Gruß
Martin
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#8
So, endlich geschafft. Guten Abend zusammen.
Heute gehts hier endlich weiter - also heute nur die Zwingen abgemacht, aber nix geschafft... Rolleyes 

Dafür ein Beitrag hier.

Zum Versenken der neuen Vorderzange musste noch ein Ausschnitt her.
Den habe ich mit der Tauchsäge gemacht, obwohl das Blatt schon stumpf ist... sieht man leider. Aber Ich habe ja eh zu wenig abgenommen.
                 

Dann habe ich die durchgehenden Schraubenlöcher mit Dübeln verschlossen, ein Bankhakenloch mit einem 19er Rundstab zu gemacht und mit Teilen eines 25er Rundstabs die Senkungen der alten Schrauben zugekleisert.
Zugekleistert weil mein alter, damals 5 Stück 5,99€, Forstnerbohrer wohl nicht so viel mit 25mm zu tun hatte Rolleyes 
Naja, Leim und Hobel habens einigermaßen gerichtet.

               

Braucht man wirklich eine Vorderzange? Nö, geht auch anders, aber etwas umständlich auf die Dauer.
Ein 4cm starkes Stück einer alten Schulbankplatte muss mir helfen. Damit komme ich knapp über 9 cm nach dem Hobeln des Teils.
8,8cm Stärke der Bankplatte ist übrigens Pflicht, sonst steht das Ding über.
Hobeln mit dem 5er Flachwinkelhobel von Juuuma und mit dem Rali Evolution 220. Die könnens beide doch ganz gut.
Die Oberfläche der Leimseite musste ich vor dem Verleimen nochmal anrauhen, das hält sonst sicher nicht soo gut.
               

Und nach dem Anrauhen mit Schleifpapier etc. (wollt Ihr nicht wissen wie ich sowas mache ohne Zahnhobel) verleimen.
Meine guten Zwingen sind etwas lang. Die uniklamp gehen ja noch.
Ich habe den Anleimer mit Absicht etwas zurückgesetzt von den Vorderkanten der Platte gesetzt um etwas Spiel zu haben.
Ich weiß ja wie genau ich bin.. und Irwin Laught 
       

Übrigens, kein Wasser in der Werkstatt um Leim abzuwischen?
   
Und lasst die Finger von den blauen Papiertüchern sonst wird der Leim blau... Auch der in der Fuge


schönen Abend Euch allen noch!

Gruß
Martin

P.S. nicht korrekturgelesen! Wird hoffentlich so gehen Laught
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#9
Hi MartinG,
das sieht nach richtig Arbeit aus. Ich bin sehr gespannt, wie da fertige Werk aussieht.
Es freut mich sehr, dass hier so Bastelarbeiten gepostet werden. Ich finde es ungemein spannend, zu sehen, wie Andere so Hürden in der Bastelei nehmen.
Viel Spaß weiterhin.

Grüße
Es ist schon erstaunlich, was man kann, wenn man's tut.
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#10
(15.07.2018, 23:10)MartinG schrieb: Die alte Vorderzange ist alles andere als Kraftvoll und sie verzieht sich beim Spannen leider sehr, was der Spannkraft auch nicht hilft.

SO spannt man ja auch nicht.....

Gegenlager in selber Stärke des Holzes spannen und schon spannt die 
Zange ordentlich
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