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[Projekt] Kantenschleifer
#1
Hallo,

nachdem ich fesfgestellt habe, daß ein Tellerschleifer eine Kantenschleifer mit waagrecht laufendem Band nicht ersetzen kann, habe ich meine alten Kantenschleifer etwas modernisiert.

   

So ein Bandschleifer ist die Ausgangsbasis. Mit Drehstromantrieb, ca 40 bis 50 Jahre alt, unanständig schwer, aber unverwüstlich. Zum Flächenschleifen ist das Teil für die erste Wahl, denn wer hat schon den Platz für einen "ausgewachsenen" Bandschleifer. Der große Festool Handbandschleifer ist ja unbezahlbar mit ca. 1000 € Anschaffungswiderstand.

       

Dann habe ich mir vor Jahren diese Vorrichtung aus ein paar Arbeitsplattenresten gebastelt. Da war der Schleifer noch herausnehmbar, da ich nur einen hatte. Aber die Umbauerei nervt auf Dauer. So habe ich mir in der Bucht noch zwei weitere zu jeweils 70 € gesteigert. Einer war nicht komplett. Er dient als Teillespender. Damit entfällt die Umbauerei.

   

Angefangen hat es wieder mal mit einer Kartonschablone, wie schon beim Tellerschleifer. Der Bandschleifer sollte auch neigbar bis mindestens 45 ° sein

                   

So sieht es dann fertig aus. Hiermit erspare ich mir auch einen Schleifzylinder für die Tischfräse.

           

Allerdings funktionierte es mit dem Schrägstellen und der Schleifzylinderfunktion nicht so ohne weiters. Deswegen muß ein Teil der Werkzeugauflage beim Schrägstellen entfernt werden und die Auflage muß verschoben werden, da ich dieses mal, anders als beim Tellerschleifer, weil ich den Drehpunkt weiter unten anbringen mußte. Auf eine Kurbel zum Verstellen habe ich diesmal verzichtet.

       

Hier sind noch zwei Bilder von unten.

           

Zum Thema Verschleißteile:

Das ist die Schleifbandauflage. Orginal war da ein Filz aufgeklebt. Den gibt es allerdings nicht mehr. Hier habe ich eine Graphitunterlage von Makita und ein Stück Antirutschgummi, wie ihn Speditionen unter Europaletten legen, verwendet. Eine Korkunterlage ginge natürlich auch.

Schleifbänder bekommt man sogar noch im Fachhandel (nicht im Baumarkt) oder auch im Internet.

Ich würde mich als Fan von diesen Bandschleifern bezeichnen. Das ist noch was für die Ewigkeit. So was wird gar nicht mehr gebaut. Lager können kaputtgehen, aber die kann tauschen. Alle, bis auf das Gleitlager des Motorkühlungsflügelrads. Das ist bei meinen Schleifern etwas laut und muß regelmäßig geschmiert werden. Wenn jemand jetzt auch so ein Teil haben will, es handelt sich um ein Elu-Gerät mit der Typenbezeichnung MHB 21, ist aber baugleich mit Löser Typ HBS 320.  Aktuell sind in der Bucht ein Löser für 400 € und ein Elu-Schleifer für 275 € zu haben. Das ist meines Erachtens aber zu teuer.

Mit freundlichen Grüßen

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#2
Selbst gestellte Aufgabe sauber gelöst Walter. Dafür  5 Thumbs Up
Deine Schleifstation gefällt mir ausnehmend gut, nicht nur weil durchdacht und schön bunt. Am besten gefällt mir das Denken an Nachhaltigkeit und das bewahren der alten Maschine. Nur weil die modernen Maschinen ein paar Knöpfe mehr haben und Schnickschnack den keiner braucht muss man altbewährtes nicht entsorgen.
Ich hätte nicht den Mut mir so eine Maschine in der Bucht zu holen, dazu hab ich zu wenig Ahnung von Motoren und dem Aufbereiten der Maschine.
Noch ein Satz zu Deiner Werkstatt. Was man so sieht gefällt mir die. Das ist kein Schickimickiwohnzimmer für Pseudobastler sondern eine Wohlfühloase für ganze Kerle. Wink  
Wenn Du magst, zeig uns noch ein paar Bilder von Deinem Reich.
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#3
Hallo Bastelhorst,

meine werkstatt ist noch in der Werkstattschau zu sehen:
https://bastler-treffpunkt.de/thread-mei...tatt--4435

Die bunte Farbe kommt daher, weil ich noch ein paar Flaschen Arti-Colorbeize im Keller habe.
Das war "Beifang" beim Kauf meiner SCM-Fünffachkombinationsmaschine vor 30 Jahren. Bevor das Zeug mal Sondermüll wird, verziere ich Teile meiner Austattung damit. Für Möbel möchte ich es nicht nehmen. Anschließen habe ich noch mit Walnuß-Speiseöl drübergestrichen.
Beim Einkauf in der Bucht ist immer Restrisiko dabei. Ich habe in der Bucht auch schon in Sch..... gegriffen. Mit einem Motor für meine alte Elu-Kappsäge. Der hatte einen Isolationschaden und beim Probelauf flog schon der FI-Schalter. Das Ding war dann Schrott. Ich habe so 100 € verdummt, denn ich hatte per Überweisung an privat bezahlt. Das passiert mir nicht mehr.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#4
Walter,

danke für diesen Projektbericht - ich finde es ist eine sehr tolle Umsetzung (z.B. mit dem Metallanschlag).

Wieviel Leistung nimmt dein Schleifer auf - 2,5 KW...?

VG
Holger
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#5
Hallo Holger,

Die Teile vom Metallanschlag stammen aus einem Blechwinkelset von der Norma. Das linke Teil war ursrünglich ein T-förmiges Stück, andere Rechte ist ein abesägter Winkelverbinder. Das habe ich bei meinem Tellerschleifer auch schon so gemacht.

Zur Leistungsaufnahme: Es sind nur 1,5 KW. Aber der Motor hat noch nie geschwächelt. Das Interessante an den Schleifern ist, daß sie Direktantrieb haben. Der Motor ist in der Großen Antriebsrolle. Es gibt folglich keinen Riemen, der reißen kann.

MfG

Walter
Der Weg ist das Ziel
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#6
Ach Walter, 
"nur" 1,5 KW  Angel Sad Laught 

... ich habe einen "normalen" mit ca. 700 Watt Aufnahmeleistung - und der lässt sich nicht lumpen. 

Das dein kleines Monster "noch nie geschwächt hat" glaube ich dir sofort!

Deinen Bericht und die Fotos habe ich gerade ein zweites mal angeschaut: Betrachten meinen virtuellen Hut als gezogen  Thumbs Up

VG
Holger
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