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[Projekt] Mal- und Basteltisch für meinen Neffen
#1
Hallo,

ich möchte euch mein erstes Projekt vorstellen, dass mir - wie ich finde - zum ersten Mal auch optisch sehr gut gelungen ist. 

Zu Weihnachten bekommt mein kleiner Neffe (fast 3 Jahre) einen kleinen (800 x 600 mm) Mal- und Basteltisch von mir geschenkt. Die passende Bank war schon da.

Die Dekorplatte aus Presspan mit Umleimer habe ich natürlich, wie man sieht, bestellt. Die Tischbeine und den Rahmen habe ich jedoch selbst erstellt.

Rahmen und Beine sind beide aus Fichtenholz. Ich wollte den Tisch nicht mit Buchenholz unnötig schwer machen. Außerdem wäre es auch ins Geld gegangen.

Für die Beine habe ich 54x54x2500 mm "gehobeltes" Kantholz  vom Hornbach genommen und jeweils 510 mm lange Beine zurechtgesägt. Leider musste ich feststellen, dass die Kanten so schlecht, tief und unregelmäßig angefast waren, dass ich die Hölzer auf 50x50 mm runterghobelt habe (mein Dickenhobel kam richtig gut zum Einsatz).

Für den Rahmen habe ich aus einer 18x600x800 mm Leimholzplatte 100mm breite Bretter ausgesägt. Für die Tiefe dann auf 464mm gekürzt, auf der Breiten Seite auf 700mm. 

Wie man auf den Bildern erkennt, habe ich die langen Rahmenbretter auch im mittleren Teil auf 50mm mit der Stichsäge verjüngt.


Um alle Hölzer vor aussplittern an den Kanten zu schützen und weil es optisch mehr hermacht, habe ich alle Rahmenbretter und die Beine mit dem Abrundfräser mit 6mm Radius abgerundet. Danach fühlt sich alles viel besser an, wenn ihr mich fragt.

Nun kam mein neuer Wolfcraft Meisterdübler zum Einsatz und ich habe in die kurzen Stücke 8mm Holzdübel reingeleimt um sie mit den langen Stücken der Breitseite zu verbinden. Leider steht nicht in der Anleitung des Düblers, dass bei z.b. nur 100mm breiten Bretten der geringe Dübelabstand, den man unweigerlich herstellt, nachher den Meisterdübler blockiert wird, wenn man die Löcher in die Bretter der Breitseite bohren will...wieder was gelernt.

Nachdem alle Bretter zurecht gesägt, gefräst und geschliffen waren und die Rahmenbretter miteinander verleimt waren, habe ich das Ganze mit Bootslack erst zweimal lackiert, dann alles mit 180 Korn abgeschliffen und dann ein drittes und letztes Mal mit sehr dünnem Auftrag lackiert.

Nun noch in den Rahmen 8 Löcher für die Schraubverbindungen zwischen Rahmen und Beinen vorgebohrt, mit jeweils zwei Senkkopfschrauben 5,0 x 60 die Beine an den Rahmen geschraubt und das Untergestell war fertig. Hat zwar etwas gewackelt, aber ich habe ja noch die "schwere" Tischplatte.

An diese habe ich jeweils zwei Leisten geschraubt damit diese den Rahmen einfassen. Die Platte drauf gelegt und gefreut wie Sau, dass ich nichts nachschleifen muss, da der Tisch nun schon ohne Wackel steht.

Man denkt gar nicht, wie viel Arbeit in so einem kleinen Projekt steckt, wenn man sich richtig anstrengt um es perfekt zu machen. Trotzdem bin ich stolz wie Sau, dass es nun so gut geworden ist. 

[Bild: y4mCs9iZcRENmhUv7-sF3fNL9gR5Zd14tzpMoBkL...pmode=none]

Till
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#2
Da wird sich der Neffe aber freuen. Und stabil noch dazu! Dann mal weiter so!
Gruß,
Michael

......denn das Kind im Manne stirbt nie.......


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#3
Danke dir. Ich glaube zwar nicht, das er sich wahnsinnig freut (er ist nicht so der Typ dafür), aber das kann ich ja dann für mich selbst übernehmen. Das er ihn benutzt würde mir schon reichen.
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#4
Nana tnn, jetzt mal nicht schwarz sehen. Er muss sich ja nicht "wahnsinnig" freuen aber bestimmt wird er das Geschenk sehr schätzen.
Du hast Dir viel Mühe gegeben und einen prima Tisch gemacht. Daumen hoch
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#5
Richtig schöner Tisch. Aus meiner Erfahrung heraus freuen sich die kleinen immer über so ein Teil und wenn es richtig im Haus platziert ist wird es immer bespielt.
Gruß Martin
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#6
Ein schönes Stück, Till, und ein tolles Geschenk für den kleinen Knirps. Mag sein, dass dein Neffe sich nach außen hin nicht so sehr freut. Aber nach innen freut er sich vielleicht ein Loch in den Bauch.
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#7
naja, mit knapp drei können die Kleinen die Bedeutung des "Geschenkes" noch nicht wirklich einschätzen. Die Wertschätzung eines Arbeitsaufwandes kann so ein kleiner Mann mangels echten Zeit- und Geldgefühls noch garnicht bringen.

Dein Tischchen sieht aber sehr cool aus. Hast du es fürSchubkästen vorbereitet, damit die ersten eigenen Pinsel usw. untergebracht werden können?

LG
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#8
Hallo Christian,

genau das dachte ich auch. Deswegen werde ich auch nicht enttäuscht sein, wenn er es nicht gleich annimmt.  Es reicht bei solchen Projekten allerdings schon, das man selbst auf sich stolz ist und man selbst weiß, was man geleistet hat. Das reicht schon. Wenn er sich noch freuen sollte, wäre das ein Bonus. Wenn er es dann auch oft benutzt - das wäre die Krönung.

Schubkästen gehen leider nicht drunter, da die Höhe genau für ein vorhandenes Bänkchen dimensioniert wurde und dann die Beine nicht mehr drunter gehen würden.

Ich habe mal die Sketchup-Zeichnung (2017) angehängt.


Angehängte Dateien
.skp   Mal- und Basteltisch.skp (Größe: 2,12 MB / Downloads: 1)
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#9
Hallo Till,

eine schöne Arbeit, die Du uns hier zeigst.

Die Beine lassen sich doch sicher bei Bedarf gegen längere tauschen? Der Neffe wächst nämlich schnell, wie der meine auch.

Schöne Feiertage wünscht

Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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