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[Projekt] Mosaiken
#1
Hallo liebe Community,

ihr hattet mich gebeten meine Mosaiken vorzustellen. Der Bitte komme ich doch gerne nach, auch wenn die Fotos leider nicht gut geworden sind. Meine Handykamera ist einfach nicht der Brüller, vielleicht habe ich die Muse noch einmal Bilder mit meiner Spiegelreflex zu machen und sie hier auszutauschen. Für den ersten Blick und ein paar Worte meinerseits, reichen diese hier aber vollkommen aus. 

In der Regel arbeite ich mit Kunststoffmosaik von Rayher, einfach weil es relativ günstig ist in der Masse die ich benötige (manchmal packt es mich und ich klebe ein paar Steinchen irgendwo hin - an den Fernseher, eine Kante, einen Türgriff oder ähnliches). Meine Großmutter, die letztes Jahr gestorben ist, war selbst auch Künstlerin und hat enorm viel mit Mosaik gearbeitet. Von ihr habe ich sehr viel Glasmosaik hinterlassen bekommen, ich muss es nur noch aus Österreich holen. Das mache ich vermutlich diesen Sommer, sodass ich künftig viel hochwertiges Mosaik zur Verfügung habe.

Trinkkelch und Pyramide:
   

Der Trinkkelch im Hintergrund ist ursprünglich für meinen besten Freund als ein Geburtstagsgeschenk entstanden. Das war mein erstes zylindrisches Projekt, was mich einige Nerven gekostet hat, die Steinchen so auszurichten und mit Abstand zu versehen, das am Ende kein halber Stein steht, sondern sie bündig abschließen. Um die Griffigkeit zu erhöhen, habe ich im Griffbereich Schnur sehr stramm darum gewickelt und mit einem Feuerzeug verschmolzen. Ich denke daran, es künftig als Vase/Topf für eine große Pflanze zu verwenden und es etwas präsenter im Raum zu platzieren. Arbeitszeit: rund zwei Wochen, sporadisch wann es reinpasste.

   

Die Pyramide ist 2017 während meines letzten Urlaubs bei Oma in Österreich entstanden. Das Grundgestell war eine einfache Kunststoffpyramide in der ursprünglich Rocher's verkauft wurden. Ich habe sie von einer Freundin bekommen, die sie entsorgen wollte - ich hatte direkt ein Bild im Kopf und das entstand daraus.
Das R zentral steht für Robin, geschmückt mit einem Swarovski-Rubin in "meiner" Mitte. Über "mir", an der Spitze, ist ein kleiner, goldener Tannenzapfen angebracht - ein Symbol für Bewusstsein und Spiritualität. Die Seitenflächen sind geschmückt mit den archetypischen Sternzeichen und Aszendenten meinerseits (Waage), und auf der gegenüberliegenden Seite stehen die meiner Freundin (Löwe). Die Vorderfläche habe ich durch Fugenmasse mit Tiefe versehen und mit Gold/Silberlacken besprayt. Arbeitszeit: circa eine Woche, aber ganztägig immer mal wieder.

Schatulle:
   

Diese Schatulle ist etwas ganz besonderes, denn mit ihr habe ich meine Partnerin erobert. Ich habe sie im Winter 2015/16 gemacht und sie an meiner Silvesterparty meiner Angebeteten (mit ein paar Kleinigkeiten und einem Brief darin) übergeben. Die Arbeitszeit betrug circa drei Wochen jeden Abend ein paar Stunden, da hier ziemlich viele Steine zugeschnitten und angepasst werden mussten. Ich glaub ich habe jetzt noch Riefen im Finger vom Schleifen der kleinen Stücke mit einer Handfeile. Ja, ich bin noch mit ihr zusammen. Auch hier ist die Symbolik wieder eine Pyramide mit einem Schatz in der Mitte, dem C (für Caro). Eines meiner schönsten Stücke, wenn auch recht düster durch das viele Schwarz. Die leere Holzbox habe ich so im Müller für 3 Euro gekauft. 

Bilderrahmen:    
   

Den Bilderrahmen habe ich mal bei IKEA gesehen und fand die Aufmachung cool. Heute würde ich so etwas natürlich selbst schreinern, aber mir hat das damals gefallen, als Holz noch keine Rolle gespielt hat. Hier verdeckt er unseren unglaublich hässlichen Sicherungskasten neben der Türe. Der Rahmen an sich ist billigster Kunststoff, aber durch meine Bearbeitung ist etwas richtig anschauliches daraus geworden, worauf ich sehr stolz bin, auch wenn das Besetzen hier nicht herausfordernd, sondern nur langwierig war. Arbeitszeit: circa zwei Wochen, jeden Abend ein paar Stunden (meist bis mein Rücken schmerzt..)

Daneben habe ich noch einige kleinere Dinge gemacht, wie einen Stab besetzt oder ein kleines Kreuz aus Mosaik. Ich arbeite immer noch sehr gerne damit. Am liebsten baue ich etwas und verziere es dann mit Mosaik. Ich glaube ich möchte schöne, kleine Möbelstücke selbst schreinern und verzieren - zumindest entwickelt es sich in diese Richtung.

Ich werde demnächst noch einen zweiten Beitrag schreiben, in dem ich meine Holzprojekte vorstelle. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit bis hierher und freue mich über jegliches Feedback - gleich welcher Art!

Macht's nicht gut - macht's besser!

Liebe Grüße,

Rob
Ein Mix aus Carpe Diem und Savoir Vivre!
Holz und Mosaik: Die Grundsteine meiner Kunst.
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#2
Moin,

sehr schöne Arbeiten. Ich glaube nicht das ich die Geduld aufbringen würde, sowas zu machen. Schon gar nicht wenn ich noch so jung wie Du wäre. Respekt.


Gruß Don
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#3
Prima gemacht Robin, mir gefallen Deine Werke. Bei Form und Farbe darf man ja immer anderer Meinung sein, da sind die Geschmäcker einfach verschieden und das ist auch gut so. Die Geschichte der Schatulle ist natürlich herzallerliebst und bringt die Frau(en) des Forums bestimmt zum schluchzen. Uns Männer nicht! Da sind wir ganz harte Kerle Wink.
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#4
Schöne Dinge, die du da entstehen lässt, Rob. Das gefällt mir gut. Für mich wäre solche Arbeit nichts. Dazu ist mein Geduldsfaden viel zu dünn.


Zitat:Die Geschichte der Schatulle ist natürlich herzallerliebst und bringt die Frau(en) des Forums bestimmt zum schluchzen. Uns Männer nicht! Da sind wir ganz harte Kerle [Bild: wink.png].

Na komm schon, Horst. Dich hat die Geschichte doch auch nicht gleichgültig gelassen. Sonst hättest du kaum etwas dazu geschrieben. So hart, wie wir Kerle uns gerne geben, sind wir doch alle nicht. Angel
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#5
Okay okay Andreas. Wenn ich eine Frau wäre, der Robin entsprechend gut aussieht und einen dicken Geldbeutel hätte wäre ich vielleicht auch auf diese Masche reingefallen Laught aber, ich bin nun mal der stahlharte Holzbastler und Lovestories spielen sich nur zwischen mir und meinem Vorschlaghammer ab. Tongue
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#6
Der Bastelhorst und sein Vorschlaghammer. Der beste Witz des Jahres! Tongue
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#7
Ich möchte nicht wissen was Frau Bastelhorst sagt wenn sie das hier lesen würde.  Big Grin Big Grin Big Grin

Gruß Don
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#8
Moin Rob,
sieht gut aus.
Was benutzt du als Trägermaterial?
Was nimmst du für die Fugen?
Wie sieht deine Schleifmaschine aus?
Fragen ohn Ende.

Grß Volker
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#9
(04.07.2019, 18:10)Obelix schrieb: Moin Rob,
sieht gut aus.
Was benutzt du als Trägermaterial?
Was nimmst du für die Fugen?
Wie sieht deine Schleifmaschine aus?
Fragen ohn Ende.

Grß Volker

Tatsächlich klebe ich meist mit Mosaikkleber (kann aber jeder Kraftkleber sein) direkt auf die Oberfläche. Das Trägermaterial ist dabei das, was ich bekleben möchte, Kann Holz, Kunststoff, Metall sein. Wenn die Oberfläche zu glatt ist, dann nehme ich ein Stück 80er Schleifpapier und raue sie an um die Klebefläche zu vergrößern. Das reicht in der Regel aus um Stein und Untergrund zu verbinden. Bis zu einem gewissen Maß geht auch Heißkleber, empfehle ich aber nicht wirklich, da die Fuge - also Abstand Untergrund zu Stein - schwer zu steuern ist und man schnell sein muss. 

Die Fugen werden dann am Ende mit ganz normaler Fugenmasse aus dem Baumarkt gefüllt und mit einem Schwamm o.ä. abgezogen. Eine leichte Schicht bleibt dann meist auf den Steinen zurück. Die reibe ich am Ende mit einem Zewa und Aceton ab. Im besten Fall kommt jetzt noch ein Finish drauf, allerdings mache ich das nie und ich wüsste auch nicht was dafür verwenden. Es sollte ja eine geschlossene Fläche über den Fugen und den Steinen bilden, ohne jedoch zu dick oder glänzend zu wirken.

Und geschliffen wird nicht bzw. nur von Hand  Smile
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