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[Projekt] Resteverwertung Rolllattenrost
#1
Hallo Zusammen,

es war einmal ein Rolllattenrost, das mir als Ausgangspunkt zum Erlernen verschiedenen Techniken mit Handwerkzeugen gedient hat. Ich habe mir daraus schon meinen Moxon Vice gebaut, bei dem ich viel über schlichten und putzen mit dem Handhobel gelernt habe.

Als bekennender Anhänger von Paul Sellers habe ich ein Projekt von ihm aus seinem "Working Wood - The Artisan Course 1+2" mit dem Lattenrost-Holz und abgeändertem Design hergenommen, um die Techniken für Stop-Nuten und Schlitz-Zapfenverbindungen zu erlernen und zu üben, und habe ein kleines Regal nur mit Handwerkzeugen gebaut. Das Regal ist aufgrund der geringen Abmaße nicht wirklich sehr zweckmäßig, aber wie oben beschrieben standen Lernen und Üben im Vordergrund.

Der Bau hat sich über mehrere Wochen erstreckt, weil ich immer nur eine halbe oder dreiviertel Stunde Zeit am Stück in der Werkstatt hatte. Fotos von der Erstellung der einzelnen Teile habe ich nicht, hier eins über die fertigen Teil, unassembliert:

   

Alle Teile wurden mit Ryoba auf Länge gesägt und mit Stoßlade und Hobel No. 62 auf Maß gebracht und rechtwinkelig gemacht.

In den Seitenteilen wurden Stop-Dados  und Schlitze für Through tenons  gestemmt. Eine wichtige Erkenntnis, schmerzhaft aus meinem Fehler gelernt: Erst die Through tenons, dann die Dados. Ich habe das umgekehrt gemacht und hatte dadurch leider an den Übergangsstellen zwischen Tenons und Dodos Aussplitterungen. An dem oberen Abschlussbrett musste ich deswegen den Dado komplett entfernen und konnte nur den "Pfosten", der vorne für den Stop Dado gedacht war, stehen lassen. Das obere Brett war zu dem Zeitpunkt natürlich schon gefertigt und eingepasst, und musst deswegen auch komplett neu gemacht werden.

Die Dados wurden mit Messer, Kombinationswinkel und Streichmaß angerissen, und mit Stechbeitel und Klüpfel ausgestemmt, bevor sie mit dem Grundhobel auf Tiefe gebracht und geglättet wurden.

Die Teile für die Through tenons haben die Rundungen mit dem Schweifhobel bekommen, nachdem ich sie Pi mal Auge mit dem Bleistift aufgezeichnet habe. Die hervorstehenden  Enden wurden mit dem Hobel No. 4 abgerundet, nachdem sie auf Maß für die Schlitze gesägt wurden.

Hier trocken zusammengesteckt:

   

Und hier verleimt und zur Verdeutlichung der Größenverhältnisse teilbefüllt:

   

Finish kommt auch demnächst noch, es wird vermutlich Hartwachsöl behandelt.

Gruß
Peter
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#2
Hi KleineWerkstatt,
eine super schöne Arbeit, gefällt mir sehr gut. Klasse!!
Handarbeit ist schon richtig cool.

Die Designs von Paul Sellers finde ich immer wieder sehr ansprechend und sind als Vorlagen echt gut geeignet, zumal er genau erklärt, wie er sie baut; - bis ins kleinste Detail.

Grüße
Es ist schon erstaunlich, was man kann, wenn man's tut.
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#3
Hallo Peter,

nur mit Handwerkzeugen! Meine Achtung hast Du. So ein kleines Regal könnte ich mir gut als Pfeifenregal vorstellen. Vielleicht kannst Du einem Pfeifenraucher damit eine Freude machen, wenn Du selbst keine Verwendung dafür hast.

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#4
Respekt. Komplett Stromlos muss man sich erst mal trauen.

Hast Du prima hinbekommen
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#5
Vielen Dank für die Rückmeldungen, freut mich, wenn es gefällt.

Nach und nach füllt sich die Werkstatt mit immer mehr Handwerkzeugen als Ersatz für die elektrischen Geräte. Ich glaube meine GTS ist seit 4 Monaten nicht mehr gelaufen, meine Oberfräse bestimmt seit einem Jahr nicht mehr.

Natürlich dauert von Hand alles länger. Aber die Zeit juckt mich nicht, ich gehe in die Werkstatt zum Entspannen und freue mich über neue Erkenntnisse und erlernte Fähigkeiten. Was die Wiederholgenauigkeit angeht, das kriege ich für meine Zwecke gut genug hin, auch wenn es mit mehr Aufwand verbunden ist.

Mal schauen, was ich mit dem Möbelchen mache. Vermutlich bleibt es in der Werkstatt für irgendwelche Kleinigkeiten, Krams liegt ja immer irgendwie rum und will verstaut werden.

Gruß
Peter
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#6
Peter: "Hutzieh"
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