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[Projekt] Schubladen
#1
Hi,
meine Provisorien halten meist länger als mir lieb ist. (Deshalb baue ich halt haltbare Provisorien.)
Mein Keller ist was eng. Da hab' ich gedacht, ich mache mal aus meinem Regal einen Schubladenschrank, um mehr Stauraum zu haben. Später mal soll das Regal durch einen Schrank mit 40 cm Tiefe ersetzt werden. Da ich aber heute schon Platz brauche, habe ich 4 Schubladen ins Regal gefummelt und habe so den Platz besser genutzt.
   

   
Mein Werkzeug tummelte sich bisher in ca 3 Lagen übereinander, in Zukunft befindet es sich eben in 4 Schubladen übereinander. Damit werden in Zukunft diverse Krisen vermieden.

   
Die Schienen (Hettich, 45 kg) habe ich in einen Rahmen montiert. Sie sind mit Brettchen auf Abstand gebracht.

   
Die Schublade ist innen 74 cm breit und 64 cm tief. Ich habe sie mit Lamelos verleimt (Zinken und Zapfen sind bei mir noch was für's Wohnzimmer).
   

   
Ich verarbeite mit Begeisterung Rauspund. Das ist billig, echtes Holz und sieht ordentlich verarbeitet ganz gut aus.

Die Seitenteile sind lose und nur an der rechten Seite ans Regal geschraubt.
Den Boden der Schublade ist einfach nur eingelegt. Es ist das erste Brett mit Front und den Seiten verleimt, damit die Schublade winklig bleibt. Das letzte Brett ist mit der Rückwand locker verschraubt, damit Bodenbrett bei Klimaschwankungen sich ausdehnen und schwinden kann. Die Schrauben sind versenkt, damit sie beim Aufziehen nicht stören.

Ich plane noch so ein Provisorium. Wenn ich dann mal das Regal ersetze, werden die Schubladen in einen Arbeitstisch integriert.

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#2
3 Lagen Werkzeug übereinander kenne ich. Die meiste Zeit verbringt man dann mit Suchen in der Werkstatt.  Angry
Sehr praktisch dein Provisorium und schön schaut´s aus.  Thumbs Up

Hast du die Klötzchen aus optischen Gründen eingebaut?
Für was ist die Aussparung mit Scheibe und Schraube? (5. Bild) Arretierung?
Gruß Wolfgang
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#3
Prima Jens, jetzt kriegen Deine Hobel einen angemessenen Platz. Ich hätte Dir sonst den Hosenboden stramm gezogen. Als ich die armen Kerle gesehen habe, so nackig auf der Schneide stehend kamen mir die Tränen.
Jetzt, hoffentlich schön in Rauspund ruhend, in einem von Dir schön gebasteltem Schubladenschrank geht es Ihnen doch viel besser. Wink
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#4
Hi WoodWolf,
Die Kötzchen stellen sicher, dass die Schienen absolut parallel und überall in gleichen Abständen angebracht sind. Die Regalschienen haben zwischen den Klötzchen kein Spiel und können auch bei großem Gewicht nicht absacken.

Das Holz arbeitet. Ich befürchte, dass der Boden reißen würde, wenn ich die Bretter alle miteinander und den Seiten verleimt hätte. Die Bretter sind nur zusammengesteckt. Nur das erste Brett ist mit den Seiten verleimt. Das letzte habe ich mit Schlitzen versehen und mit der Rückwand so verschraubt, dass sich die gesammte Bodenplatte ausdehnen oder schwinden kann, ohne dass in der Schublade Spannungen entstehen. Die Unterlegscheiben habe ich verwendet, dass der Boden nicht durchhängt, wenn ich mal Waschbetonplatten einlagern sollte Die Schienen halten 45 kg. Ob das auch gilt, wenn die Schubladen voll ausgezogen sind mag ich nicht ausprobieren.

Grüße

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#5
Pfiffige Lösung. So ist schon eine ganz andere Ordnung, gerade wenn man nicht viel Platz hat. Ich kenn das....
Gruß,
Michael

....Meine Spardose....

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#6
Ich hab günstige 45KG Auszüge in ähnlicher Größe bei Ebay gekauft (Hettich ist mir für die Werkstatt zu teuer) und aus 14mm Spanplatten zwei breite Schubladen mit ca. 1mx90cm gebaut, in die ich meine Elektrogeräte packen kann. In der oberen Liegen zwei Oberfräsen samt Zubehör, zwei mal die Bosch Flex, Elektrohobel, Bandschleifer und Manchmal die Scheppach Akku Tauchsäge, die wirklich nicht leicht ist.
Bisher gibt da nix nach, auch wenn sie ausgezogen sind.
Die Hettich werden wohl noch etwas stabiler sein.
Nicht mal die Spanplatten biegen sich. Ist wohl stabiler als man auf den Ersten Blick denken mag.

Das mit dem Rauhspund ist eine gute Idee, das Zeug ist wirklich nicht teuer und sieht gut aus. Daraus werd ich mir wohl mal ne Platte für die geplante Werkbank verleimen.
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#7
Hi eldiablo85,
Rauhspund schüsselt fast immer. Das heißt, eine eben Fläche ist recht schwierig herzustellen. Damit es ein einigermaßen glattes/ebenes Brett ergibt müssen Ober- und Unterseite bearbeitet (gehobelt, geschliffen) werden. Daraus eine Arbeitsplatte herzustellen ist da sicher eine Herausforderung. Als Tischplatte wäre das vielleicht weniger problematisch, da wackelt dann vielleicht der Teller ein wenig. Die Werkbank jedoch sollte eine ebene Fläche haben, - jedenfalls bei den meisten Projekten.
In meinen Schubladen ist das unproblematisch, da mir ein hügeliges Bodenbrett egal ist. Da die Bretter lose im Rahmen liegen, ist die Schublade insgesamt spannungsfrei (0 Volt).

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#8
Ich würde den Rauhspund eh auf die richtige Breite sägen und dann hochkant verleimen. So dass die Breite der einzelnen Bretter dann die Dicke der Platte ergibt. Dann sollte sich da nichts verziehen, wenn die Platte zum Schluss 5 oder 6cm dick ist. Die Werkbank soll schwer werden Wink
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#9
(20.05.2020, 19:27)eldiablo85 schrieb: Ich würde den Rauhspund eh auf die richtige Breite sägen und dann hochkant verleimen. So dass die Breite der einzelnen Bretter dann die Dicke der Platte ergibt. Dann sollte sich da nichts verziehen, wenn die Platte zum Schluss 5 oder 6cm dick ist. Die Werkbank soll schwer werden Wink

Moin,

wenn Du das so machen willst nimm besser Gerüstbohlen. Die sind dicker und kosten auch nicht viel. Für die Arbeitsplatte meiner Hobelbank habe ich 6 Bohlen verwendet. Die ist 1500x700mm und ist 90mm dick. Preis pro Bohle 3000x200x40mm 7,90 € (uuups die kosten mittlerweile 8,91 €).

Gruß Don
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#10
Herr Abeler, da haben Sie mir einen entscheidenden Denkanstoß geliefert. Danke!

Irgendwie mussten (bisher) bei mir Schubladen immer hoch sein. Da habe ich maximal 3 Stück unter die Bank bekommen. Natürlich waren die Schubladen zwar hoch, aber ich habe massiv Raum verschenkt, weil sie eben fast immer nur wenig Inhalt hatten. Jetzt disponiere ich um und mache die Schubladen flach und dafür mehr auf den gleichen Raum ...

Rauhspund – ja, durchaus eine Alternative. Ist eben Vollholz, mit all seinen Vorzügen und Nachteilen. Ich habe aber in der Vergangenheit festgestellt, dass sich aus Rauhspund keine formstabile Platte verleimen lässt. Auf dem Screenshot habe ich mal grob aufgezeichnet, woran das m. E. liegen könnte: Auf der Oberseite stoßen die Kanten dicht an, auf der Unterseite ist ein etwa 1 bis 1,5 mm breiter Spalt. Jedenfalls bei dem Rauhspund, den ich verarbeitet habe.

Wolfgang


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