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[Projekt] The rise of the moxon vise
#1
Ich möchte nun auch einmal ein kleines Projekt und meine Beweggründe dazu vorstellen.

Bedingt dadurch, dass ich meine Werkstatt auch als Aufbewahrungsraum nutze, hat sich für mich herausgestellt, dass eine TKS in dieser Umgebung selbst mit Absaugung  viel zu viel Staub macht. Ich nutze sie deswegen kaum noch, weil ich jedesmal alles aus dem Keller auf die Auffahrt schleppen muss und wieder zurück, wenn ich etwas sägen möchte. Oder alternativ nach 3 Minuten sägen 10 Minuten saugen muss. Ich glaube in etwas über einem Jahr ist die TKS insgesamt deswegen noch keine dreiviertel Stunde gelaufen.

Meine Idee war, dass die Nutzung von manuellen Werkzeugen die Staubentwicklung stark reduzieren müsste. Also habe ich mich damit befasst und Videos von Paul Sellers, Wood by wright, Matt Cremona etc. aufgesaugt und Techniken ausprobiert.

Weil ich keine Hobelbank habe, kann ich das Holz zur Bearbeitung neben einem Festzwingen auf der Werkbank nur in einen Schraubstock spannen. Weil die Eisenbacken immer hässliche Abdrücke hinterlassen, habe ich zuerst immer Opferholz mit eingespannt. Das war mir zu fummelig, deswegen habe ich die Eisenbacken durch zwei selbstgebastelte Buchen-Backen ersetzt.

   

Auch das funktioniert nicht so richtig bei langen oder großen Stücken, weswegen ich bisher das Anfertigen von Verbindungen wie Schwalbenschwanz, Fingerzinken etc. nicht ausprobieren konnte/wollte.

Also kam mir die Idee, einen größeren Aufsatz-Schraubstock für die Werkbank anzufertigen, und da es einfach und günstig sein soll, bin ich auf den Moxon Vise gekommen.

Als Holz habe ich die Streben eines ehemaligen Holzlattenrost verwendet, hier auf den Arbeitsböcken:

   

Die Latten habe ich teils mit Ryoba und teils mit Gestellsäge aufgetrennt, von Hand gehobelt und verleimt. Hier ein paar Bilder, die ich in dem Stadium gemacht habe.

         

Heute habe ich abschließend den Teil des Schraubstocks verleimt, der als "Rückteil" an der Werkbank festgezwungen wird. Im Vordergund links sieht man die vordere Backe, die das Werkstück dann an das Rückteil zwingen wird:

   

A pro pos zwingen: Die beiden Spindeln werden aus einer M20 Gewindestange hersgestellt. Heute sind die übrigen "Beschlagteile" gekommen:

   

Ich habe leider immer nur wenig Zeit zum basteln, deswegen wird es zu diesem Projekt auch nur unregelmäßig Updates geben.

Gruß
Peter
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#2
Hallo
Staub ist immer so eine Sache beim werkeln.
Ich bin froh, das ich eine abgetrennte Werkstatt habe.

Schönes Projekt. Viel Spaß und Erfolg dabei.
Gruß Martin
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#3
Hallo Peter,
genau solche Projekte sind es, die das Gelbe vom Ei ausmachen, Hindernisse und Zwänge überwinden. Deine Lösung gefällt mir überaus gut. Es muß kein Irwine Record sein.

Gruß Volker
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#4
Hallo Peter,

eine tolle Idee!

Einen kleinen Tipp/Hinweis habe ich dazu: Gewindestangen sind nicht soooo gut geeignet - Stangen mit Trapezgewinde sind deutlich besser (leichtgängiger, weniger Staubanfällig, bessere Steigungen damit man sich nicht totkurbelt...).

VG
Holger
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#5
(22.11.2018, 00:43)HMBwing schrieb: Einen kleinen Tipp/Hinweis habe ich dazu: Gewindestangen sind nicht soooo gut geeignet - Stangen mit Trapezgewinde sind deutlich besser (leichtgängiger, weniger Staubanfällig, bessere Steigungen damit man sich nicht totkurbelt...).

Hallo Holger,

Ich hatte ursprünglich an Trapezgewinde gedacht. Nach einem kurzen Preischeck ist meine Wahl dann trotzdem auf M20 gefallen. Ich möchte mir gerne in absehbarer Zeit eine Hobelbank zulegen, und weiß noch nicht, ob der Schraubstock nur eine Übergangslösung ist. Deswegen möchte ich möglichst günstig bleiben.

Sollte sich rausstellen, dass ich den Schraubstock z.B. wegen der Höhe für Feinarbeiten (ich bin 1,93 m) auch auf der Hobelbank weiternutzen werde, investiere ich auf jeden Fall noch mal in Trapezgewinde.

Gruß
Peter
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#6
Kennt ihr das? Ihr wollt Euer Projekt weiterführen, müsst dafür aber erst ein Werkzeug bauen? Ich habe am Wochenende ein kleines Zwischenprojekt gestartet, um Brettchen verleimen zu können.

Angefangen hat alles mit einem 9 cm Streifen Multiplex

   

der von Hand in der Mitte aufgetrennt wurde

   

und dann halbiert, so dass 2 Paare je 2 Streifen herauskamen.

   

Alle Streifen wurden zusammengezwungen und in gewagter Konstruktion  Tongue  mit einem 25er Forstnerbohrer behandelt.

   

Hier zum besseren Allignment schon mit 25er Buchenstäben in 2 gebohrten Löchern.

   

Und hier mit ein paar Testbrettern die Zwingen ohne "Spanner"

   

Zum Spannen werde ich mir noch 4 Keile sägen, die ich (auf dem obigen Bild auf der linken Seite) zwischen Holz und Buchenstab als Distanzstücke einsetzen möchte und dann mit einem Excenterspanner festsetzen werde. Den Spanner habe ich per Librecad konstruiert, werde die Zeichnung eins zu eins ausdrucken, aufkleben und dann aussägen. Mal gucken wie in Ermangelung einer Deku oder Bandsäge...


.pdf   Excenterspanner2.pdf (Größe: 24,35 KB / Downloads: 26)

Man vergebe mir die Unzlänglichkeit in der Zeichnung, ich hab's nie gelernt sonder mache es so, dass ich damit klar komme.

Wir würdet ihr die Multiplexstreifen vor austretendem Leim schützen? Meine Idee wäre Hartwachs-Öl oder Antik-Wachs.

Gruß
Peter
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#7
Gute Idee  Thumbs Up
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#8
Ich habe keinen vernünftigen Weg gefunden, die Excenterspanner mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln herzustellen. Deswegen habe ich überlegt, wie ich die Bretter ohne sie spannen kann.

Meine Wahl ist dann auf etwas größere Keile gefallen.

   

Verkeilen werde ich je zwei mit einer Schraubzwinge

   

Mal schauen, ob der der damit aufgebaut Druck für das Verleimen ausreichend ist.

Gruß
Peter
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#9
Hi KleineWerkstatt,
das habe ich als Klemme für den Parallelanschlag meiner Kreissäge getüftelt. Das sind zwar nur ca 7 mm Hub, aber die Klemmwirkung ist super.
Die Zunge vor dem Exzenter verhindert, dass sich irgendetwas verschieben kann.
   

Grüße
Es ist schon erstaunlich, was man kann, wenn man's tut.
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#10
Hi,
ein Nachtrag:
ein angebundener Kuli malt einen perfekten Exzenter.
Die Steigung des Exzenters wird durch den Durchmesser bestimmt, an dem der Kuli angebunden ist.
Die Steigung entspricht nach 360° dem Umfang des Stiftes, an dem der Kuli angebunden ist (3,14 X Durchmesser)-

   

Grüße
Es ist schon erstaunlich, was man kann, wenn man's tut.
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