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[Projekt] Türfutter-/ Zargenspreizer im Eigenbau
#1
Hallo zusammen,

ich bin gerade wieder etwas am basteln: Türfutterstreben, bzw Zargenspreizer. Mein Nachbar hat mich gefragt, ob ich ihm in seinen Neubau Türen einsetzen kann. Da ich schon lange mit den Spreizern von Bessey liebäugle, mir der Preis aber immer viel zu hoch war für etwas, das man nur alle Jubeljahre einmal braucht, habe ich das nun zum Anlass genommen und mir die auf dem Markt erhältlichen mal genau beguckt.

Da ich aus meiner Lehrzeit noch die Portex der Marke Klemmsia kenne und es davon auch eine sehr einfache Vorgängerversion gibt, habe ich mich für diesen sehr einfachen Aufbau entschieden:
2 Alu-Rohre, die ineinander passen, jeweils zwei Bucheklötze an jedem Ende und eine Schraube zum fixieren.

Also vorhin im Bauhaus gewesen, sämtliche Teile für einen Aufbau-Test besorgt und losgelegt. Lediglich die richtigen Flügelgriffe fehlen noch, die gabs im Bauhaus in M6 leider nicht, musste ich also in der Bucht bestellen.
Der Materialpreis pro Strebe liegt bei sagenhaften 7,82 € Laught (inkl. Versand der Griffe)

Hier ein paar Impressionen:

   
Materialparade- leider die falschen Flügelgriffe, M8- Gewinde kann ich nämlich nicht schneiden, da ich keinen 6,8mm Bohrer habe. (muss ich unbedingt mal auf meine Einkaufsliste schreiben). Da meine Metallerskills echt mies sind, habe ich nämlich keine Ahnung gehabt, welche Lochgröße man vorbohren muss, da hatte ich die Griffe aber schon gekauft...

   
Als erstes ein Loch gebohrt, Gewinde geschnitten, die beiden Rohre ineinandergeschoben und mit einer M6er Schraube fixiert. Ich bin nämlich faul und wollte beide Rohre gemeinsam schneiden. Ging super- Metallblatt in die Stichsäge, Pendelhub aus, kleinster Gang und gib ihm.

   
Dann waren die "Füße" dran: Stücke zu je 15cm, größer habe ich bewusst nicht gewählt, weil die schmalsten Türfutter (für 12er Wände) so um den Dreh breit sind. Problem war oder vielmehr ist: die Rohe haben krumme Maße, fast 16 und fast 12mm- solche Bohrer gibts ja nunmal nicht. Also 15er und 10er Loch gebohrt und den Rest von Hand gestemmt (davon habe ich allerdings keine Bilder gemacht, ich war zu sehr mit fluchen beschäftigt). Die Rohre gehen ziemlich stramm (Klotz und Hammer) in die Löcher, was ja prinzipiell nicht schlecht ist.

   
Eine Strebe wurde heute fertig, also vom Grundgerüst her, die Hölzer müssen noch geschlieffen und die Kanten abgerundet werden. Wie man sehen kann, habe ich die Rohre mit jeweils einer Schraube in den Füßen fixiert, nachdem ich sie vorher exakt auf 90° ausgerichtet hatte.


Den Test-Bau empfinde ich als gelungen, ob die Verschraubung hält, muss sich noch im Praxistest beweisen. Ich finde allerdings, dass sich der Aufwand bei dem Materialpreis lohnt und es ist allemal besser, als ein paar Dachlatten zusammenzuschustern. Würde natürlich auch gehen, die Streben sind aber einfach geschickter.
Mein Plan ist, mir einen Satz von 9 Stück anzufertigen, dann könnte ich immer 3 Türen gleichzeitg schäumen, also ungefähr der Inhalt einer 2k-Schaumkartusche.
Mfg Simmi (aus dem Werkstall)
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#2
Super zu sehen, dass man auch mit recht einfachn Mitteln das erreichen kann, was Unternehmen für teuer Geld verkaufen.
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

PS: Die Artikel bitte explizit an die "Wunschzettel Adresse" schicken lassen, ansonsten landen sie bei Dir. Wink
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#3
Hi Simmi,

coole Teile! Ich mag diese Projekte, bei denen auch Metall im Spiel ist. Gewinde bohren mag ich da besonders gerne. Shy

Bin gespannt (haha) die Teile im Einsatz zu sehen.

Viele Grüße,
Simon
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#4
(13.06.2018, 20:45)CTHTC schrieb: Super zu sehen, dass man auch mit recht einfachn Mitteln das erreichen kann, was Unternehmen für teuer Geld verkaufen.

Ganz genau, Andreas. Und ich kann immer wieder nur "Danke" sagen, dass du uns diese super Ideenmaschine zur Verfügung gestellt hast.

PS: Ich wollte doch auch noch ein paar Worte zu Simmis Projekt loswerden. Klasse Idee, relativ simpel aber wirkungsvoll, vor allem in der Geldbörse. Wink
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#5
Auch mal eine schöne Idee.
Ich habe bei meinem Haus die Dachlatten Variante benutzt.
Wenn ich wieder einmal Türen setzten muss werde ich die Teile nachbauen.

Das Gewinde in dem Alurohr hält der Beanspruchung Stand ?

Gruß Martin
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#6
Hab auch nur Holz genommen.
Doch das größere Problem ist eher gegen das herunterrutschen zu sichern. Dann den Rahmen im Mauerloch fest zum ausschäumen fixieren. Wie handhabst du das?
Ditschy

Motto: ... was nicht passt, wird passend gemacht!

Projekt: 18V Akku-Adapter zu anderen Herstellern


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#7
@Ditschy: Rahmen ins Loch, ausrichten, an den Schaumpunkten verkeilen.
Dann werden die Spreitzer eingesetzt.
Jedenfalls haben wir das früher in der Schreinerei so gemacht. Dann fallen die Dinger auch nicht runter.
Die ganz teuren von Bessey kann man ja zusätzlich noch in der Bekleidungsnut verankern, das könnte man theoretisch auch noch nachbauen, finde ich aber (bisher) unnötig. Ich hatte die Dinger mal bei Bauhaus ausgeliehen und fand sie super unhandlich. Aber ist wohl Geschmacksache.

@Martin: weiß ich noch nicht, muss ich testen. Die Materialstärke ist ja grade mal 2mm, ich bin mir nicht sicher ob das hält. Aber ich habe gestern testweise eine Schraube mit einer Zange festgedreht und habe mich dann auf den Spreizer gestützt- hat gehalten.
Ich habe auch schon überlegt, ob ich jemanden kenne der mir da was "anschweißen" kann.
Wird sich noch zeigen müssen.
Wenns schiefgeht, werde ich das auch mitteilen  Tongue
Mfg Simmi (aus dem Werkstall)
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#8
(14.06.2018, 07:47)Werkstall schrieb: @Ditschy: Rahmen ins Loch, ausrichten, an den Schaumpunkten verkeilen.
Dann werden die Spreitzer eingesetzt.
Jedenfalls haben wir das früher in der Schreinerei so gemacht. Dann fallen die Dinger auch nicht runter.
Danke.
Hmm, also wenn ich zuerst Keile, verschiebt es mir die Zargenseiten nach innen. Das Verschieben sollen aber die Spreizer verhindern, so kommen die bei mir zuvor rein und der Rahmen wird mit samt den festen Spreizern ausgerichtet. Nur dürfen dann die Spreizer nicht runterrutschen (fixierte das auch mit einer Art Klammer oder eben Schraube in den Gummifalz).
Ditschy

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#9
Hm. Das Problem hatten wir tatsächlich nie (oder ich erninnere mich nicht mehr daran).

Natürlich darf man nicht so verkeilen, dass es das Futter runddrückt. Wir haben das so gemacht: Erst senkrecht verkeilen, dafür das Futter auf der Bandseite mit der Wasserwaage gerade richten. Dann wird die Bandseite oben verkeilt und die Bandtaschen hinterfüttert. Dann haben wir die Türe eingehängt und einmal geschlossen. Das Futter richtet sich damit automatisch schon ganz gut aus. Dann auf der Schlosseite von oben verkeilen und Türe wieder aushängen.
Dann mit der langen Wasserwaage auf Bögen im Futter gucken und passend mit Keilen hinterfüttern, wenn hohl, oder die Spreizen rein wenn rund.

Oder wenn direkt gerade (was ja fast nie vorkommt), die Spreizen auf das Maß oben einstellen, und dann nacheinander befestigen, indem man die Spreizen auf die richtige Höhe hält und passend mit Keilen hinterfüttert.

Ich gebe dir recht- mit einer zusätzlichen Befestigung in der Bekleidungsnut ist das weniger gefummel und die Dinger sitzen auch sofort fest, die Notwendigkeit einer gewünschten dritten Hand entfällt dann.
Aber brauchen tut man es nicht.

Ich habe allerdings heute auch schon überlegt, wie ich das bei meinen Billignachbauten realisieren kann: Gewinde in die Kopfhölzer schneiden, nen kleinen Stuhlwinkel nehmen und ein Langloch reindremeln und das ganze mit einer kleinen Flügelschraube oder so befestigen. Das müsste dann eigentlich auch die Funktion des klemmens erfüllen.
Mfg Simmi (aus dem Werkstall)
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#10
Ja, das hält so viel ... hatte auch nur einen kleinen Metallwinkel an beiden Seiten, den ich nach dem einklemen im Falz mittels Langloch und Schraube fixieren könnte.
Ditschy

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