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[Projekt] TV-HiFi-Ablage-Regal
#1
Hallo zusammen, 

wie angekündigt hier weitere Infos zu meinem Möbelbau "Ein Regal unter dem TV muss her".

Zur Ausgangssituation: Unter unserem TV (hänge an der Wand) ist derzeit ein zurecht-gesägtes Ikearegal für die Musik-Mini-Anlage inkl Sonosbox und Ablage (Telefon, FB, ...). Darunter liegen seit Jahren dann immer wieder mal Jogymatten etc. - das ganze in weiß passen zur Wand, jedoch irgendwie nicht zu den Cantonboxen (Ergo RC-L) in Kirschholz oder den anderen Möbeln in braun ...

Ist-Zustand: 
   

Also ans Werk:
Die Optik soll sich an den großen Lautsprechern orientieren, die den Bereich links und rechts flankieren; 
Somit habe ich mir deren Design-Komponenten kopiert: 
- Kirschholz (statt "Vollholz Kirsch", habe ich mich für Multiplex entschieden) 
- Die obere Gehäuse sind mit einem großen Radius versehen
- An der Front soll es dann eine schwarze "Gitter-Optik" sein, die auch leicht vorsteht und eine Anzeige durchschimmern lässt

Mehrere große Pläne wurden an einigen Abenden gedacht und dann zu Papier gebracht (bei ein paar Zäpfe):
   
 
Als Erstes habe ich mich an den Radius gewagt. Einen 30mm-Fräser habe ich nicht wie gewünscht gefunden, so hat mir ein 25mm-Fräser genügt (gut 100 Euronen - aber ich wollte das unbedingt (ob ich den jemals wieder benutzen werde? - ausser für diese beiden Fräsungen...).
   
 
Aufgrund des Respektes vor der Größe des Fräsers, dem Gewicht der 30mm Multiplexplatte und der Kraft dem Triton-Beast habe ich erstmal hier etwas Hilfe Tipps für Fräsen und Schleifen an Multiplex? gesucht und einen Test gemacht (auch hatte ich noch nie mit Beize gearbeitet). 
   

Die seitlichen Schichten der 30mm-Multiplex haben mich in ihren Bann gezogen, somit wollte ich unbedingt diese Ansicht auch an den Seitenteilen des neuen Regalen und an der Front! ... eine bescheuerte Idee - zumindest mit vielen Herausforderungen und viel Aufwand verbunden. 

Ich baute also die Seitenteile in Schichten auf. Da ich die große Platte nicht über die TKS (Bosch GTS 10 XC) schieben konnte, entschied ich mich dafür die Leisten mit der  HKS (TS55) abzuschneiden. FEHLER: Es ist zu ungenau geworden! Wenn ich dann nochmal mache, dann scheide ich ein Stück mit der HKS ab und scheiden dann die Streifen an der TKS wiederholgenau! Weil ich Stabilität in den Seitenteilen benötige (der Kasten erhält keinen separaten Boden), habe ich die Leisten verleimt und verschraubt. Die oberste Schicht nach innen versetzt, damit die schrauben auf keinen Fall mit dem Fräsen Bekanntschaft schliessen...
           
Dabei dachte ich noch ach, die Seitenteile schleifst du hinterher einfach schnell "plan" - an die Härte der Multiplex und die Leimschichten dachte ich eher zuwenig  Sad
... und das Ganze mit einem Bündigfräser o.ä. zu bearbeiten, habe ich dann auch gelassen - zumal die Seiten gleich mit der Deckplatte verleimt und verschraubt wurden - bevor ich den Irrsinn richtig begriff...

Naja, die Schubladenfront konnte nicht so bleiben - also schliff ich und schliff ich und schliff ich und schliff ich und schliff ich ... mit dem Exzenter war das schon irgendwie "schön"... Schleiferdiskussion und Entscheidung ... aber erst, nachdem mir ein Freund mit einem Dickenhobel die Basis richtig zurechtgehobelt hatte, wurde es auch schön (leider hier ohne Bild) - die Abranet-Schleifscheiben sind einfach nur wunderbar...

Die Seitenteile der schnell zusammengeschusterten Schublade konnte ich dann auch noch Zwingen - die Bessey-Klick litten allerdings aufgrund erneuter unbedachter Unachtsamkeit... Wenigstens die Bohrungen und kleinen Ausfräsungen funktionierten dann wieder "wie gewünscht".
         

Naja - nachdem ich mich mittlerweile von meinen "Prefektiongedanken" sowieso schon verabschiedet hatte, funktionierte dann heute wenigstens der Bespannungsakt mit dem 3D-Lautsprecherstoff. Einen kleinen Innenrahmen geklebt und mit 45-Grad angefräst - dann den Stoff mit Heisskleber an der Rückseite befestigt (möglichst gerade gespannt).
   

Heute konnte ich dann auch noch beizen - musste allerdings erneut lernen, dass Hektik ein schlechter Begleiter ist: Meine Hose habe ich mit dabei eingesaut - ich denke die Wasserbeize könnte rausgehen (Waschmaschine läuft noch).

Der Erste Eindruck gefällt mir. Offen sind nun "nur" noch die Verbindung der Netzabdeckung mit der Schubladenfront und die Oberflächenversiegelung 
- hierfür denke ich an Hartöl ... 
... Was meint Ihr, kann ich das Hartöl einfach auf die gebeizte Multiplex (Pulverbeize mit Wasser gemixt) auftragen? 

Wenn das Ergebnis dann endlich steht (Laufzeit nun schon ca 4 Monate - ich habe einfach kaum Zeit für die Werkstatt Undecided ), 
dann kommt natürlich der Abschlussbericht mit weiteren Bildern!

VG,
Holger
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#2
Moin Holger,

Du hast doch ein Teststück gebeizt. Mach da mal Hartwachsöl drauf, dann siehste ob das geht. Ich habe Fußleisten mit Pulverbeize behandelt und dann, als sie trocken waren, mit Antikwachs. Das hat super geklappt und hatte einen seidigen Glanz. Sollte also mit Hartwachsöl auch gehen, denke ich.

Gruß Don
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#3
Schönes Projekt.
Mir gefallenen die Multiplex Kanten auch immer sehr gut.
Hat irgendwie etwas technisches, meine ich.
Bin schon auf die weiteren Bilder gespannt.
Gruß Martin
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#4
gut und ausführlich beschrieben...
wie Don schon schrieb....probier es an deinem Teststück aus...

Grüße aus dem Kraichgau

Thilo
teures Werkzeug ersetzt nicht das Talent Wink
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#5
Ich habe schon einmal Pulverbeize auf Wasserbasis mit Hartöl auf MPX nachbearbeitet. Es geht zwar, aber minimal färbt die Beize dennoch ab, auch nach der zweiten Schicht Öl. Also nicht mit einer weißen Hose auf das Hifi-Rack setzen danach ;-)
Grundsätzlich aber hält das Öl die Beize schon fest. Vielleicht lag es auch an der roten Beize, dass es noch leicht färbt.

"Ich liebe den Geruch von Schnittholz am Morgen!"
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#6
wie Inspektor schon schrieb...unbehandelte Wasserbeize färbt immer ab und wenn man Holz beizt, sollte es immer von beiden Seiten gebeizt werden damit es sich nicht verwirft. ( trifft zu bei normalen Brettern )
Nach dem beizen solltest du noch einmal fein überschleifen damit die aufgerichteten Fasern gebrochen werden.
Dann würde ich das ganze mit Schellack behandeln, danach noch mal fein schleifen und dann eine Lackschicht aufbringen.
Dann kann die Frau ach mal feucht drüberwischen.
Gruss Jörg
arbeite 30 Minuten mit dem Kopf und dann 10 Minuten in der Praxis und nicht umgekehrt.
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#7
Danke für die Hinweise - am WE werde ich mal das kleine Musterstück bearbeiten bzw. evtl. sogar mehrere anfertigen.

Die Holzverwerfung sollte bei 30mm MPX nicht wirklich zum tragen kommen - aber danke auch für den Tipp. 

Analog zu den anderen Möbeln bei uns zuhause soll sich das Holz noch "nach Holz anfühlen" - Lack ist damit erstmal keine Wunschoption. 
- Statt Hartöl könnte auch noch Wachs in Frage kommen... 

Das mit dem "nochmal Anschleifen für die aufgerichteten Phasen" habe ich auch bereits gelesen. Ich habe dabei die Sorge, dass dabei schnell die gebeizte Oberfläche scheckig wird (?) Auch das werde ich also am Musterstück wohl nochmal ausprobieren müssen...

VG
Holger
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#8
Moin Holger, guck dir das mal an. Eventuell hilft Dir.


Moin
    Klaus Wink

Denken ist die schwierigste Arbeit, deshalb machen es so wenige.
Henry Ford
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#9
Danke Harry!

Den YT-Kanal von Lothar habe ich sogar abonniert - aber eben nicht vollständig gesehen... 
... eine gute Grundlageneinführung. 

Ich habe heute eine erste kurze Testölung angefangen (soll mehrmals wiederholt werden - man gut, dass ich das fertige Regal nicht "eilig" benötige  Wink )

Bisher konnte ich bereits feststellen, das der aktuelle Farbton schon etwas zu dunkel geworden ist. 

Erschreckender finde ich allerdings die Oberflächenveränderung der Schichtseiten des Multiplexes - die sind unterschiedlich aufgequollen und damit recht uneben geworden - mal kurz aufgestellte Fasern wegschleifen reicht da bei weitem nicht...  Undecided

VG
Holger
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#10
... so, nun sind wieder ein paar kleine Schritte erfolgt:

Die Oberflächen habe ich nochmal geschliffen und dann auch erneut gebeizt. So schön glatt wie vor dem Beizen habe ich es allerdings nicht wieder hinbekommen und es ist auch deutlich dunkler geworden.

Am Musterstück habe ich "Wachsen" mit "Hartölen" verglichen: Ich werde das Regal nun mit Hartöl behandeln (Oberfläche gefällt mir deutlich besser).

Nachfolgend ein paar Kleien Zwischenschritte - wenn die Oberflächenbehandlung abgeschlossen und das Regal montiert ist, folgen die Abschlussinformationen mit "großen" Fotos...

          

   

VG
Holger
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