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[Projekt] Wie ein Voltigierpferdchen für die Enkelin entsteht ...
#1
Endlich mal wieder ein Bastelobjekt von einem Grobmotoriker ... Wink

Wie es so mit den Enkelkindern ist, haben die Lütten auch so das eine oder andere Hobby. Meine Jüngste (5) reitet sehr gern – Pferde sind ihre große Liebe. Natürlich ist da auch der Opa mit integriert, und ich werde überschwemmt mit den verschiedensten Fachbegriffen. Na ja, man lernt eben auch im Alter nicht aus.

Zuerst war ich etwas irritiert: Ein Voltigierpferdchen soll es sein, mit dem die Lütte alle Handlungsabläufe »trocken« üben kann. Natürlich zu Hause. Also rein ins Internet ... und auch reichlich fündig geworden. Die Grundorientierung habe ich HIER geholt. Schnell waren die »Rosinen« aus allen Veröffentlichungen rausgepickt und der Spaß konnte beginnen. Ich hatte ja – wie ich in einem anderen Thema schrieb – meine alten Turnhallenbänke »auf Vordermann« gebracht, sprich: abgerichtet und auf Dicke gehobelt. Dann hatte ich noch KVH 40x60x3.000 mm liegen.

Zuerst wurden einzelne Teile zusammen geleimt, damit ich die beiden Kreise (Brust, Hintern) herstellen konnte (Durchmesser 560 mm). Kein Problem. Ebenso die Platten für den Kopf/Hals. Auch kein Problem. Endlich kam auch wieder mal mein selbst gebauter Fräszirkel »zu Ehren«. Klappte gut, die beiden Kreisflächen (Stärke: 26 mm) wurden in drei Durchgängen ausgefräst. Der Kopf wurde mittels Bandsäge/Stichsäge ausgesägt. Hat auch gut geklappt.

                     

Dann wurden die KVH-Latten für den »Körper« aufgetrennt. Das ging natürlich am neuen Parallelanschlag wunderbar ... Da hat sich als gut erwiesen, dass die rundum gefast sind. Somit konnte ich das Anfräsen einer Fase sparen.

   

Ich will – wie im Internet gezeigt – den Kopf drehbar machen (mittels Pendeltürscharnier, da habe ich noch zwei Stück rumliegen gehabt). Für die Anlenkung am Brustteil habe ich mit Schlossschrauben eine Eiche-Leiste angeleimt/geschraubt.

   

Soweit erst einmal für heute. Reicht auch zu, man soll's ja nicht übertreiben ...

Wolfgang
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#2
Man Wolfgang, damit kann die Kleine, wie auf einem Faß, in Troja einreiten.  Big Grin

Frage:
Mit den Scharnieren geht der Kopf zwar rechts und links, aber was ist mit hoch und runter? Big Grin
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sägen - messen - fluchen - nochmal machen
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#3
(18.06.2020, 07:32)Obelix schrieb: Frage:
Mit den Scharnieren geht der Kopf zwar rechts und links, aber was ist mit hoch und runter? Big Grin

Immer aufs Böse, mein Guter ... Tongue  . Kurz – aber nur wirklich kurz – habe ich darüber sinniert. Ich wollte die Hartholzleiste größer dimensionieren, am unteren Ende anlenken (Ladenband) und oben mittels starker (Zug)Feder »arretieren«. Sollte funktionieren ...

Aber die Lütte macht ihrem alten Opa mächtig Dampf. Solch eine Konstruktion bis zur Funktionssicherheit zu bringen, schaffe ich nicht. Nächste Woche ist Schuleinführung, bis dahin muss das Teil fertig im Garten stehen. Es muss ja auch so gebaut sein, dass meine Enkelin sich nicht irgendwie daran verletzen kann ...

Aber man sollte nie »nie« sagen!

Wolfgang

PS: Ich war wirklich erstaunt, dass diese einfachen Dinger auch auf Reiterhöfen genutzt werden, um grundlegende Handgriffe und auch das Voltigieren zu üben.
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#4
Korrektur: Nächste Woche ist Zuckertütenfest in der KiTa, keine Schuleinführung ...

Auf Druck der Kleinen musste ich meine müden Knochen auf Trab bringen und endlich was abliefern. Soweit ist das komische Teil fertig, aber es sind eben noch viele Kleinigkeiten zu machen, die aber zeitlich sehr aufhalten werden.

Hier sieht man den Zossen mal von hinten. Mächtig dicker Hintern ... Tongue 

   

Hier mal von vorn mit montiertem Kopf.

   

Und hier mal dekohalber Sisalschnur aufgelegt.

   

Nun muss das Teil noch verschliffen und gestrichen werden. Beides Arbeiten, die ich mehr als ungern mache. Aber was soll's. Ebenso will ich den Kopf noch mal neu machen, da gefallen mir die Dimensionen nicht so richtig. Hals zu lang, und er passt nicht zum Zaumzeug. Dann muss noch eine Art Verkleidung über die Scharniere, dass sich die Lütte nicht die Finger klemmen kann.

Wolfgang
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#5
Super geworden  Thumbs Up
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sägen - messen - fluchen - nochmal machen
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#6
Hallo Wolfgang, der Zossen ist sehr gut gelungen. Eine kleine Anmerkung aus meiner eigenen Erfahrung, meine Tochter hatte auch mal so ein Holzpferd, allerdings ein gekauftes,nach ein paar Wochen intensiver Nutzung fingen die Beine an zu Wackeln, ich habe dann einen Rahmen aus 4x6cm Latten rundherum gebaut. Der große Vorteil des Rahmens war dann noch, dass er als Aufstiegshilfe diente und man die Kinder nicht mehr hochheben musste.
Gruß Robert
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#7
Volker, Robert, danke für das Lob.

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Robert, danke für den Hinweis, den ich sicher auch übernehmen werde. Es bleibt ja nicht beim ruhigen Sitzen, sondern die Kleine turnt da ja auch drauf rum. Bei einem Stockmaß von 1.26 m muss ich sie ja auch noch hoch heben auf den Gaul...

Wolfgang

PS: Ich sinniere gerade auf einem dreidimensionalen Kopf rum, an den die Trense/das Zaumzeug besser sitzt. Kern aus Sperrholz, Füllung aus Styropor, das Ganze kaschiert mit Matte/Roving und Epoxidharz ...
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#8
(21.06.2020, 07:13)Wolfgang EG schrieb: ... PS: Ich sinniere gerade auf einem dreidimensionalen Kopf rum, an den die Trense/das Zaumzeug besser sitzt. Kern aus Sperrholz, Füllung aus Styropor, das Ganze kaschiert mit Matte/Roving und Epoxidharz ...

Ja, ich und mein sinnieren, wir haben schon so manchen Mist verzapft ... Doch dazu später.

Diesmal kam es ziemlich schnell zu einer finalen Entscheidung: Ich baue den 3-D-Kopf. Das Zaumzeug hält an dem eindimensionale Teil nicht richtig, alles schlabbert dran rum. Dem wollte ich ein Ende bereiten. Die Grundidee ist ja nicht schlecht. Vorausgesetzt, man hat alle wichtigen Sinne im entscheidenden Augenblick noch im vollen Umfang zur Verfügung ...  Big Grin .

Also, einen etwas gefälligeren Kopf aus Sperrholz 21 mm ausgesägt, der alte sieht irgendwie sehr unreal aus. 100 mm Löcher mit dem Kreisschneider eingebracht, um das Gewicht zu reduzieren. Styropor gekauft, 60 mm Stärke. Styroporkleber gekauft. Und hier nimmt das Unheil seinen Lauf ... Ich war fest der Ansicht, es gibt nur einen Kleber und der ist so ähnlich wie Silikon. Weit gefehlt, wie sich später herausstellte.

Kleber aufs Holz (Anleitung lesen – ich doch nicht Angry ), Styropor draufgedrückt. Der Kleber ließ sich gut verarbeiten, war wirklich ähnlich Silikon von der Konsistenz her. Schön die Fugen noch verschmiert ... Dann habe ich mich einer anderen Arbeit gewidmet, später kam die Mittagszeit. Nachmittags dann wieder in die Werkstatt. Ich wollte mal schauen, wie alles geworden ist. Ich hatte ziemlich viel Überstand gelassen. Der sollte – die Betonung liegt auf sollte – dann später mit dem noch zu bauenden Styropor-Schneider angepasst und in Form gebracht werden.

Am getrockneten Kopf angekommen, hat's mich fast umgeworfen: Der Kleber war hart wie Gips, der Kopf schwer wie S... geworden, knochenhart alle Flächen, die mit Kleber bestrichen waren ... Ich hätte heulen können ob meiner Dummheit. Einfach mal nachdenken hätte schon geholfen.

Wenigstens lässt sich der ganze Krempel mit einer Fächerscheibe und dem Winkelschleifer in Form bringen. Stiebt nur ordentlich.

Fazit: Einfach mal nachdenken, bevor man was macht. Ich werde mal sehen, ob ich alles mit dem Winkelschleifer hin bekomme. Also die Konturen, die dann den eigentlichen Kopf darstellen. Wenn nicht – Tonne.

Wolfgang


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#9
Mit einem Winkelschleifer willst Du die Konturen machen, @Wolfgang? Dann sieht deine Werkstatt aber aus, wie nach einem Schneegestöber.
Mach dir lieber zwei Schleiflatten mit 80iger und 120iger Schmirgelpapier, das geht auch recht zügig von der Hand und saut nicht so rum.

Gruß Karsten
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#10
Karsten, ich will das vor der Werkstatt machen. Drin saut das zu sehr, habe ich ja schon probiert. Ausprobieren möchte ich mal, wie sich dabei das Abranet 80-er Körnung macht. Vielleicht nimmt das gut weg ...

Wolfgang
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