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[Projekt] Zum Rauchen nach draußen gehen? Nicht mit mir!
#1
Ein freundliches Hallo an die Community.


Vor 4 Jahren sind wir in die neue Mietwohnung mit Garten gezogen und haben da eine Terrassenüberdachung der dritten Art vorgefunden. Die provisorische Einfassung mittels ausgedienter Zeltplanen stammt von mir. Die holzgetäfelte Rückwand, die nicht im rechten Winkel zur linken Wand steht, war von der Überdachung nicht erfasst und dementsprechend völlig durchnässt. Hier galt es Abhilfe zu schaffen.

   
Bild 1


Nach dem (vom Vermieter genehmigten) Abriss hab ich zunächst mit gebraucht erstandenen Dielen den Terrassenbereich deutlich erweitert und ein Ständerwerk für die später aufzulegenden Doppelstegplatten errichtet. Das bis dahin nicht abgedeckte Dreieck über der Ziegelmauer hab ich mit 40 mm starken Bohlen verschlossen und mit selbstklebender Dachpappe abgedichtet. Auf diese Weise habe ich auf dem Dach einen begehbaren Steg erhalten, von dem aus das Dach mit einem Schlauch gereinigt werden kann.

   
Bild 2


Anschließend den Raum mit Türen verschlossen und fertig ist der Wintergarten, falls man so etwas ü – ber – haupt von einem solchen Projekt je sagen kann. Und selbstverständlich hab ich auch schon einen Sack voll Ideen, die auf die Ausführung warten. ;-)

   
Bild 3


Da der Platz rechts neben dem Wintergarten nach einem Regenguss regelmäßig unter Wasser steht (Der Abfluss im Bild 2 zwischen Regentonne und Terrasse ist nicht an die Kanalisation angeschlossen) und ich noch genügend Dielen übrig hatte, wurde der kurzerhand überbaut. Der „Stausee ist zwar immer noch da, man sieht ihn allerdings nicht mehr. ;-)

   
Bild 4


Und jetzt kommt's: Das ganze Projekt habe ich sozusagen unplugged errichtet. An Elektrogeräten kamen ein ältere Bohrmaschiene, ein Bohrhammer für die Wandmontage und ein Akkuschrauber zum Einsatz. Ansonsten war mein Hauptwerkzeug eine Japansäge. Nur die vordere Abdeckung des Dielenbodens hab ich wegen der schieren Länge des schrägen Zuschnitts mit einer geliehenen Handkreissäge ausgeführt.
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#2
schick schick Smile
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#3
Prima Sache, die Du da hingezaubert hast.

In dieser Form hatte ich im vorigen Jahr einen "Arbeitsanbau" für meine Werkstatt errichten wollen. Ich konnte an meinem Boot nur arbeiten, wenn das Wetter schön war. Regnete es, musste die Plane rauf und die Arbeit unterbrochen werden. Da hat mir eine Art "Wintergarten" mit viel Licht – wie Du es realisiert hast – vorgeschwebt. Da drin hätte ich dann auch die Lackierarbeiten machen können ...

Leider ist es aus Kostengründen beim Plan geblieben ... Was hast Du an reinen Materialkosten, ohne den Boden, gehabt?

Vielen Dank.
Wolfgang
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#4
Schaut gut aus. Sowas möchte ich auf meiner Terrasse auch machen
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#5
Klasse hinbekommen. Vor allem fasziniert mich, dass keinerlei elektrische Säge zum Einsatz kam. Alles Handarbeit mit der Japansäge. Nicht schlecht. Bei mir kommt inzwischen auch immer mehr die japanische Säge zum Einsatz. Hat etliche Vorteile: Leise, stromlos, trainiert (körperliche Beanspruchung), Staubentwicklung deutlich geringer. Und wenn man ein wenig auf den Winkel beim Ansägen achtet, klappt auch der Winklige Schnitt.
Liebe Grüße vom Stefan. 
Blog: Der Technik-Blog
YouTube-Kanal: Stefan's Bastelkeller
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#6
Vielen Dank für Euer Interesse. Der Wintergarten geht jetzt in seinen zweiten Winter und ich nutze ihn wirklich unheimlich gerne. Das ist mir fast schon zum Hauptwohnzimmer geworden.

Was das Arbeiten mit der Japansäge angeht, war das durchaus aus der Not geboren. Ich bin jetzt erst gerade dabei eine eigene Werkstatt zu planen. Dementsprechend besitze ich noch keine Kreis- oder Kappsäge, von einer Fräse ganz zu schweigen. Ich habe im übrigen wohlweißlich keine Detailaufnahmen gemacht. Es ist nämlich nicht alles so winklig wie es sein sollte. ;-)

Was der ganze Spaß gekostet hat, das kann ich heute nur grob überschlagen. Ich weiß  noch, dass die Doppelstegplatten inklusive Alueinfassungen etwa bei 1400,- Euro lagen. Den Rest würde ich mit allem Drum und Dran mit etwa 500,- bis 800,- Euro veranschlagen. Dazu kommen noch die Bodendielen. Das waren 28 m² aus 4,80 Meter langen Biestern und haben auch noch einmal 350,- Euro gekostet. Also alles in allem nicht ganz billig, aber ich trauere keinem einzigen ausgegebenen Euro nach.

Ach ja, so ein Projekt, das einem über einen längeren Zeitraum Spaß macht und dann auch noch einen solchen Nutzwert hat, das befriedigt einen schon ganz ungemein. ;-)
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#7
Echt Klasse umgesetzt und Respekt für die Handarbeit Thumbs Up Thumbs Up Thumbs Up
Meine Projekte  Smile

Umbau 1 MFT/Kapp T./French C
Umbau 2 Filter/Bohr T. / Absaug.
PTS10



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#8
(20.10.2017, 21:31)Das Holzwollschnitzelwerk schrieb: ... Was der ganze Spaß gekostet hat, das kann ich heute nur grob überschlagen. Ich weiß  noch, dass die Doppelstegplatten inklusive Alueinfassungen etwa bei 1400,- Euro lagen. Den Rest würde ich mit allem Drum und Dran mit etwa 500,- bis 800,- Euro veranschlagen. Dazu kommen noch die Bodendielen. Das waren 28 m² aus 4,80 Meter langen Biestern und haben auch noch einmal 350,- Euro gekostet. ....

Vielen Dank für die Info. Ja, das ist nicht wenig. Aber dafür wirklich eine Sache, die lange Zeit Freude bereitet.

Wolfgang
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#9
Schick geworden, deine Veranda! Thumbs Up 

Gruß Karsten
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#10
Gemessen an dem Preis eines fertigen/vorgefertigten Wintergartens ist das doch ein echtes Schnäppchen. Und dann noch 100% individuell.

Super gemacht.
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