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Scheppach TKU Problem und Lösung
#1
Hallo Zusammen,

meine Kreissäge, eine TKU von Scheppach Baujahr 1991 hat ein Problem.

Letzten Samstag habe ich beim Sägen mit dieser Kreissäge eine stärkere Vibration festgestellt.
Die Vibration war so stark, dass ich nicht mehr weitergesägt wollte, sondern ich habe sofort das Problem gesucht.

Nach kurzer Suche habe ich dann das Problem gefunden. Das Sägeblatt hatte auf dem Sägeblattflansch ein nicht unerhebliches Spiel.
Auf dem folgenden Foto kann man das hoffentlich erkennen:
   
Hier noch eine Sicht auf den Sägeblattflansch in der Maschine:
   
Also habe ich mal auf der WEB-Seite von Scheppach nach Ersatzteilen gesucht und bin auch fündig geworden. 
Am Montag Abend bestellte ich dann nach reiflicher Überlegung das Ersatzteil und heute am Samstag ist das Paket gekommen. 
Zusätzlich zum Flansch lies ich gleich noch eine neue Tischeinlage mit kommen. 
Hier die neuen Teile auf der alten Säge:
   
Also war heute Nachmittag etwas Schauben angesagt. 
Da ich im eingebauten Zustand keinen Abzieher verwenden konnte habe ich dem Motor ausgebaut. 
Der alten Sägeblattflansch lies sich dam mit dem Abzieher problemlos entfernen.
           
Hier die beiden Flansche von beiden Seiten. 
Der rechte ist jeweils der neue Flansch. 
Im Hintergrund liegt noch das Gegenstück und die Schraube, mit diesen wird das Sägeblatt fixiert.
       
Den neuen Sägeblattflansch habe ich mit einer Zündkerzen-Nuss und dem Gummihammer auf die Motorwelle aufgepresst. 
Den letzten Zentimeter presste ich mit dem Sägeblatt, dem Gegenlager und der Feststellschraube.
       
So jetzt musste ich den Motor wieder einbauen und das Ganze justieren. Ist besser gegangen als ich vermutet habe.
Vor der ganzen Schrauberei habe ich natürlich den Netzstecker gezogen.
   
Bei meinen ersten Säge-Versuchen bin ich auch nicht hinter der Maschine gestanden, sonder seitlich, sicher ist sicher  Smile Smile .
Jetzt ist die Säge wieder vibrationsfrei und es macht Spaß zu sägen.

Hier noch eine kleine Vorstellung meiner Säge.
Es ist eine Scheppach TKU Baujahr 1991. Die habe ich mir damals neu gekauft.
Sie hat einen Dreh bzw, Starkstrom Motor. Vor Jahren musste der Schalter mal erneuert werden, das hat damals der Elektriker meines Vertrauens gemacht.  
   
Sie hat eine klappbare Sägetischverbreiterung , damit können auch grössere Platten geteilt werden. 
   
Hinten ist eine Tischverlängerung angebracht, damit fällt nicht alles sofort auf den Boden. 
   
Auf der linken Seite ist noch ein Schiebeschlitten montiert. 
   
Zu guter Letzt hat sie ein Fahrwerk damit ich sie etwas in der Werkstatt verschieben kann.

Ich bin mit der Säge sehr Zufrieden und auch der Service von Scheppach ist einwandfrei.

Gruß Martin
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#2
Hallo Martin,

so ärgerlich, wie so eine Störung auch ist. Es ist schön, wenn man auch nach Jahrzehnten noch Ersatzteile bekommen kann und die dann selber einbauen kann. Prima Reparaturbericht, Danke dafür.

LG Regina
Die kürzeste Gerade zwischen zwei Verbindungen ist der Punkt!
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#3
Guten Morgen Smile

Ebenfalls von mir einen herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht!

Diese Scheppach sieht einfach aus, hat aber beim genauen Hinsehen ganz wesentliche Punkte:

@Martin:
ich bin immer noch bei einer Lösung für meine selbstgebaute TKS wegen einem einfachen Mechanismus für den Schiebeschlitten am suchen...
Könntest du mir den Gefallen tun DetailFotos von dem Schiebeschlitten links der TKS hier einzustellen?
Vielen Dank im vorraus.

VG
Walter
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#4
Moin,

ich bin auch immer wieder überrascht für welche Maschinen man heute noch Ersatzteile bekommt. Und der Einbau gestaltet sich offtmals simpel gegenüber den neuen Maschinen, die meist kompliziert konstroiert sind oder der Herrsteller Schrauben verbaut, für welche man Spezialwerkzeug braucht. Alles nur damit man das nicht selber reparieren kann oder gleich so, das der Kunde eine neue Maschine kaufen muß.

Bei mir steht ja noch die Aufarbeitung meines Abricht/Dickenhobels an. Steht zwar nicht drauf,ist aber auch ein altes Model von Scheppach aus Ende/Anfang 70er/80er (Scheppach-PRIMA-HM1). Auch für den gibt es noch Ersatzteile, wie die Einzugsrolle vom Dickenhobel und original Riemen für dessen Antrieb.

Schöner Bericht der mich motiviert endlich den Hobel in Angriff zu nehmen. Ich werde das dann hier auch dokumentieren.

Gruß Don
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#5
Hallo Martin,

das ist schon eine ehrwürdige alte Dame, die da ihren Dienst verrichtet. Mit Chic hat sie nichts am Hut, kein flitterhaftes Plastikkleidchen, nein, eine solide Robe aus Stahl und Alu. Eine ehrlich und wohl auch robuste Natur, die nicht dazu neigt in Frührente zu gehen. Schön, dass man ihr auch heute noch helfen kann wenn sie mal unpässlich ist.

Walters Bitte, ihr mal unter den Rock schauen zu dürfen, schließe ich mich an. Der Schiebeschlitten interessiert mich nämlich ebenfalls.
Liebe Grüße
Andreas


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#6
Hallo Zusammen,

unter den Rock einer alten Dame schaut man doch nicht  Wink  Wink aber ein paar weitere Bilder und Infos zu meiner TKU kann ich schon posten.

Zuerst mal zum Schiebeschlitten.
Der fährt auf einem Viertkant-Rohr. Dieses Rohr ist im 45° Winkel mit Schnellverschlüssen am Sägetisch angebracht.
Hier ein paar Bilder von diesem Rohr und den Verschlüssen:
               
Der Schlitten selber läuft auf 6 Kugellagern. 
Vorne und Hinten sind noch jeweils zwei Bürsten angebracht, welche das Rohr beim Schieben vom Staub befreien.
Auf dem zweiten Bild ist noch ein Bolzen zu sehen, der sorgt dafür, dass der Schlitten nicht vom Rohr fällt.
Im abgebildeten Zustand kann der Schlitten vom Rohr gezogen werden. Wird er gedreht und versenkt kann der Schlitten nicht über in hinaus zurück gezogen werden:
       
Dann noch der Schlitten selber von Oben. 
Unten ist ein Drehknopf, mit diesem kann durch das Drehen der Anschlag gelöst werden. Der Knopf oben ist ein Stift.
Der Anschlag kann nach dem Lösen und herausziehen das Stiftes gedreht werden. Der Stift kann in einigen festen Winkel wieder eingesteckt werden.
Wird ein beliebiger Winkel gewünscht, kann das Ganze nur durch den unteren Drehknopf arretiert werden.
       

Nun noch ein Blick auf die Tischerweiterung.
Diese ist klappbar an der rechten Seite der Säge angebracht. Der Anschlag selber ist zweigeteilt mit dem Blech falls eine Breite nahte dem Tisch gewünscht wird ansonsten ohne das Blech:
           
Der Anschlag läuft auf zwei Vierkant-Rohren. Dabei muss immer zuerst die vordere Klemmung angezogen werden, dann die hintere.
       

Sägeblatt-Höhenverstellung und Sägeblatt-Neigung:
       

Arretierung des Spaltkeils und des Sägeblattschutzes, beides natürlich abnehmbar für verdeckte Schnitte:
           

Und zum Schluss noch die Absaugung:
   

Absaugung ist im Moment nur unten möglich, vielleicht baue ich mal eine für Oben.

Viel Spaß bei anschauen der Bilder.

Gruß Martin
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#7
Boah!!! Martin, das nenne ich eine solide Dokumentation. Mit ihrer Hilfe ließe sich die Maschine ja fast von Grund auf neu bauen. Vielen Dank für die erhellenden Bilder.
Liebe Grüße
Andreas


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