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Schlitz fräsen in Quadratrohr
#1
Ich benötige in einem Stück Stahl-Quadratrohr 35x35x2x150 mm einen durchgehenden Schlitz von 8 mm Breite. Darin sollen mal mehrere M8 Gewindestangen in Nutsteinen laufen. Der Schlitz soll masshaltig sein und nur geringes Spiel zulassen.

Nun habe ich einen Metallfräser, 5x6x13x57mm, 4 Schneiden. Mein Problem ist, dass ich für diesen Fräser nur fünf Geschwindigkeiten (Standbohrmaschine) zur Verfügung habe:

460/730/1.130/1.670/2.500 U/min. Angaben, für welche Geschwindigkeiten der Fräser ausgelegt ist, habe ich auch nicht, weiß aber, dass er für die Industrie hergestellt wird.

Da meine Metall-Zeit schon fast 50 Jahre her ist (ich glaube, wir haben damals noch alles aus einem Stück gefeilt ...), brauche ich mal Rat. Mit welcher Geschwindigkeit soll ich fräsen? Die Oberfräse – denke ich – wird für diese Arbeit zu schnell sein, also bleibt nur meine Standbohrmaschine.

Winkelschleifer scheidet definitiv aus, weil ich mit meinen krummen Griffeln den nicht sauber führen kann, Metallsäge ebenfalls.

Ich möchte in zwei Gängen fräsen: eine Fräsung auf einer Seite hin, umdrehen, andere Seite. So denke ich mir das jedenfalls.

Vielen Dank.
Wolfgang


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#2
Hallo Wolfgang!

Normalerweise steht auf dem Fräser die max. Geschwindigkeit drauf.

Mit der Flex läßt es sich aber auch bewerkstelligen, wenn Du ein Winkeleisen als Anschlag/Führung verwendest.
Mit einer dünnen 2mm Scheibe bekommst Du saubere Schnitte hin.

Gruß Karsten
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#3
Karsten, danke für die Hilfe.

Auf dem Fräser sind lediglich die Angaben (s. Foto) eingelasert. Mir geht es nicht um die maximale, sondern die optimale Geschwindigkeit für die Anwendung in der Bohrmaschine.

Was nun den Winkelschleifer betrifft, den hatte ich definitiv ausgeschlossen. Das wird nichts, auch nicht mit Hilfsmitteln. Keine Chance.

Wolfgang


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#4
Hallo,

du könntest "alle" Drehzahlen nehmen....nur die Schnittgeschwindigkeit
müsste entsprechend angepasst werden.

Ich habe jetzt einfach mal gegoogled und von hier einen Ausschnitt nachfolgend zitiert:

...
So berechnest Du die Schnittgeschwindigkeit
Um die erwähnten Nachteile der falschen Schnittgeschwindgikeit zu vermeiden, gibt es Formeln und Erfahrungswerte nach welcher du sie überschlägig und schnell berechnen kannst.
Die Drehzahl für das Fräsen wird mit Hilfe der folgenden Formel berechnet:
n  = vc / (d x pi)
n = Drehzahl des Fräsers in U/min
vc = Schnittgeschwindigkeit in mm/min
d = Fräserdurchmesser in mm
pi = Kreiszahl (3,14)
Ergänzung für alle, die keine Einheiten umrechnen wollen:
n [U/min] = (vc [m/min] *1000) / (3.14 * Ød1 [mm])

Faustwerte
Als Faustwerte für die Schnittgeschwindigkeit vc dienen folgende Werte (Vorsicht, Einheiten müssen umgerechnet werden):
  • Stahl: 40 – 120 m/min
  • Aluminium: 100 – 500 m/min
  • Kupfer, Messing und Bronze: 100 – 200 m/min
  • Kunststoffe: 50 – 150 m/min
  • Holz: Bis zu 3000 m/min
Die Werte gelten für Frästiefen t < 2 – 3 * Schneiden-Durchmesser.
....

VG
Jörg
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#5
Nu kannst anfangen. Wink 
Ich kann da im Moment nichts mit anfragen. Sad
Moin
    Klaus Wink

Denken ist die schwierigste Arbeit, deshalb machen es so wenige.
Henry Ford
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#6
(20.12.2017, 20:36)Harry schrieb: Nu kannst anfangen. Wink 
Ich kann da im Moment nichts mit anfragen. Sad

also ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das mit der Rechnerei
auch nicht wirklich antue*.....es geht einfach nach Gefühl Wink 
Wenn sich irgendwas nicht "richtig" anfühlt merkt man das schon Tongue 

VG
Jörg

* Edit: zumindest nicht bei der manuellen Bearbeitung. Bei der CNC schon!
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#7
Hi Gibi,
danke für Daten und Formel.

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#8
Hey Wolfgang,
@Gibi hat dir ja jetzt alle Daten zur Verfügung gestellt (danke @Gibi) die du benötigst, aber ob es das Axialspiel deiner Ständerbohrmaschine auch mit macht weiß ich nicht, iss ja keine Fräse.

Hast Du einen Kreuztisch?

Gruß Karsten
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#9
(20.12.2017, 20:25)Gibi schrieb: Hallo,

du könntest "alle" Drehzahlen nehmen....nur die Schnittgeschwindigkeit
müsste entsprechend angepasst werden.

Ich habe jetzt einfach mal gegoogled und von hier einen Ausschnitt nachfolgend zitiert:

...
So berechnest Du die Schnittgeschwindigkeit
Um die erwähnten Nachteile der falschen Schnittgeschwindgikeit zu vermeiden, gibt es Formeln und Erfahrungswerte nach welcher du sie überschlägig und schnell berechnen kannst.
Die Drehzahl für das Fräsen wird mit Hilfe der folgenden Formel berechnet:
n  = vc / (d x pi)
n = Drehzahl des Fräsers in U/min
vc = Schnittgeschwindigkeit in mm/min
d = Fräserdurchmesser in mm
pi = Kreiszahl (3,14)
Ergänzung für alle, die keine Einheiten umrechnen wollen:
n [U/min] = (vc [m/min] *1000) / (3.14 * Ød1 [mm])

Faustwerte
Als Faustwerte für die Schnittgeschwindigkeit vc dienen folgende Werte (Vorsicht, Einheiten müssen umgerechnet werden):
  • Stahl: 40 – 120 m/min
  • Aluminium: 100 – 500 m/min
  • Kupfer, Messing und Bronze: 100 – 200 m/min
  • Kunststoffe: 50 – 150 m/min
  • Holz: Bis zu 3000 m/min
Die Werte gelten für Frästiefen t < 2 – 3 * Schneiden-Durchmesser.
....

VG
Jörg

Jörg, danke für die umfassende Info. Ist ja fast 'ne Wissenschaft für sich.

(20.12.2017, 20:42)Gibi schrieb: .... zumindest nicht bei der manuellen Bearbeitung. Bei der CNC schon!

Jörg, bei mir wird auch der manuelle Vorschub infrage kommen. Klingt logisch, dass man da eigentlich merken muss, was am besten geht.

Wolfgang

(20.12.2017, 22:23)Hausmeesta schrieb: Hey Wolfgang,
@Gibi hat dir ja jetzt alle Daten zur Verfügung gestellt (danke @Gibi) die du benötigst, aber ob es das Axialspiel deiner Ständerbohrmaschine auch mit macht weiß ich nicht, iss ja keine Fräse.

Hast Du einen Kreuztisch?

Gruß Karsten

Karsten, das Axialspiel der Bohrmaschine ist eigentlich recht gering. Kreuztisch habe ich (noch) keinen. Ich habe im Vorfeld mal im Internet geschaut, was ein brauchbares Teil kostet, aber da würde selbst ein günstiger gebrauchter Kreuztisch mein derzeitige Budget überschreiten.

Wolfgang
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#10
Stefan, her mit dem Link bitte, den "Verrückten" möchte ich sehen ...

Volker, naja, die Ständerbohrmaschine ist schon einigermaßen stabil ... Das Rohr würde zwangsgeführt zwischen einem festen Anschlag und einem ebenfalls festem "Führungsholz" auf der anderen Seite. Trotzdem nehme ich Deine Bedenken ernst und werde heute an einem Reststück mal mit der Flex probieren.

Wolfgang
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