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Stemmbohreraufsatz – Alles wird einfacher ...
#1
Da ich in den nächsten Wochen verstärkt Stemmarbeiten für Schlitz- und Zapfenverbindungen herstellen muss, habe ich mich schweren Herzens (wegen Flaute im Geldbeutel) dazu entschlossen, ein Hilfsmittel zu kaufen. Mir fällt es immer schwerer, die Stemmeisen sicher zu halten. Die bisher erreichten Ergebnisse befriedigen mich in keiner Weise. Es ist zu viel Nacharbeit notwendig ... Die Entscheidung fiel mir wirklich schwer, könnt ihr glauben.

Ich habe mir also einen Stemmbohreraufsatz für Tischbohrmaschinen zugelegt. Das Teil ist von Holzmann und heute geliefert worden. Natürlich habe ich gleich mal eine Probe gemacht. Aber vielleicht erstmal so viel: Die Verarbeitung ist befriedigend. Alles etwas klobig und eher von grobem Guss. Damit kann ich aber leben. Enttäuscht war ich über die »Bedienungsanleitung«, die wirklich zu wünschen lässt. Das ist aber kein Problem, welches nur Holzmann betrifft ... Ich hatte Glück, dass dazu im englischsprachigen Netz ein gutes Video zu diesem Stemmvorsatz drin war. So konnte ich mich daran orientieren, auch wenn ich von den Erläuterungen nichts verstanden habe.

Da ich nicht viel Zeit hatte, habe ich nur mal provisorisch eine 9,5x9,5 mm »Bohrung« eingebracht. Fichten-Dachlatte (problematisches Holz), Loch präszise geschnitten. Das Ergebnis lässt hoffen. Mit dabei sind vier Größen: 

  • Stemmbohrer 1/2" 12,7mm
  • Stemmbohrer 1/4"; 6,35mm
  • Stemmbohrer 5/16"; 7,9375mm
  • Stemmbohrer 3/8"; 9,525mm
Damit kann ich alle demnächst anfallenden Arbeiten abdecken. Morgen möchte ich mal passende Nutensteine herstellen, weil die beiliegenden eher nicht brauchbar sind. Dann werde ich am kongreten Objekt Quadratlöcher setzen und darüber berichten.

Wolfgang


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#2
Hallo Wolfgang.
Ich habe mir den Stemmbohrer jetzt mal bei Holzmann angeschaut aber muss trotzdem mal zum Verständnis nachfragen:

Das ist ein Holzbohrer in einer quadratischen Hülse die bewirkt, dass beim "Bohren" gleichzeitig ein Loch und eine quadratische Aussparung entsteht. Ist das so korrekt ?
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

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#3
Nicht ganz, Andreas. Die äußeren quadratischen Quasi-Stechbeitel schneiden sich zuerst durch die Faser. Der Bohrer schneidet sich unmittelbar danach zwar ebenfalls durch, reist aber auch die Ecken bis zur Innenfläche der Stechbeitel auf und sorgt vor allem für den Spänetransport. Es entsteht eben nicht ein äußers eckiges und inneres rundes Loch sondern tatsächlich ein nahezu sauberes quadratisches Loch, dass sich mit versetzen auch rechtwinklig gestalten lässt.
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#4
Coole Geschichte, kannte ich bisher noch gar nicht.
Danke für die Info, da habe ich wieder mal etwas dazu gelernt.
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#5
Zitat:Danke für die Info, da habe ich wieder mal etwas dazu gelernt.

Na, schau mal in meine Signatur. Wink

Ohne was dazu zu lernen wäre das Leben aber auch gähnend langweilig.
Liebe Grüße
Andreas


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#6
Sehr treffend Laught
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#7
(23.03.2019, 01:04)Das Holzwollschnitzelwerk schrieb: .... Die äußeren quadratischen Quasi-Stechbeitel schneiden sich zuerst durch die Faser....

Andreas, kleine Korrektur: Der Bohrer schaut etwa 3 bis 4 mm über den »Stechbeitel« hinaus. Er greift zuerst und zieht dann – natürlich unterstützt durch den Druck mit dem Vorschub – den quadratischen Beitel in das Holz. Ich hatte den Bohrer zuerst bündig mit dem Beitel eingesetzt – und nichts ging. Dann, nachdem ich ihn überstehen lassen habe, hat er gut gegriffen. Aber dem einen Foto sieht man das Ergebnis des ersten Versuchs ...

Durch das Aneinanderreihen von »Stemmungen« kann man dann eben Zapfenlöcher stemmen.

Schade ist nur, dass alles in Zollmaßen ist. 10 mm geht also nicht, sind etwas über 9,5 mm ... Aber ich kann ja den Zapfen entsprechend anpassen.

Wolfgang
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#8
schaut mal hier bei Robert Hoffmann vom Küstenholz. Ab Min 19:00 wird es sehr gut erklärt und gezeigt
teures Werkzeug ersetzt nicht das Talent Wink
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#9
@Vadder

Danke für den Tipp.

Bei Robert bin ich bei den Projekten erst bei der Schiebetür. Für seine Videos muss man sich ja wirklich Zeit nehmen aber dafür lohnt es sich auch immer. Smile
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#10
(23.03.2019, 11:54)CTHTC schrieb: @Vadder

Danke für den Tipp.

Bei Robert bin ich bei den Projekten erst bei der Schiebetür. Für seine Videos muss man sich ja wirklich Zeit nehmen aber dafür lohnt es sich auch immer. Smile

ja, am Anfang ist man abgeschreckt, weil er wirklich viel erzählt.... aber man merkt halt das er Ausbilder ist/war... und wenn er was erklärt dann kapiert das wirklich jeder intellektuell Unbewaffnete...
teures Werkzeug ersetzt nicht das Talent Wink
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