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Tipps für Fräsen und Schleifen an Multiplex?
#1
Question 
Ups - noch eine "kurze" Frage (die AW könnten auch kurz werden?) bevor ich für heute das Licht ausmache: 

Ich bearbeite derzeit 30mm-Multiplex in einem kleine Regalprojekt (Thread wird folgen). 

Die Platten werde ich bald an den Kanten schleifen - was muss ich beachten, welche Tipps könnt ihr mir mitgeben?

Bearbeitungswünsche:
  • Stückchen übereinandergeleimt, Seitenflächen sollen Plangeschliffen werden (Versatz bis zu 1mm)
    Bandschleifer - 60er und 120er Körnung?Danach mit Exzenter 240er und 400er final?
  • Überflächen Glätten zum/vor Beizen & ggf. Ölen oder Lackieren (noch unklar)
  • Zwei Kanten werden mit Radius 25mm gefräst (erste Probe habe ich gemacht - natürlich in mehreren Schritten).
    Am "Ende" der Kante ist mir aber die Platte quasi seitlich "in den Fräser" gerutscht:
    ...     
  • Die OF ist im Tisch der TKS eingebaut, die Platte (140cm x 40xm in 30mm Stärke) mit Seitenaufbauten soll dann auf den Tisch gelegt und geführt werden (Gewicht dürfte dann recht hoch sein).
Fragen/ Ideen:
  • Ist es wichtig, ob mit dem Bandschleifer quer oder längs zu den Platten geschliffen wird (ich möchte "Ausbrüche" gern vermeiden) oder sollte ich auch für die Seitenflächen den Exzenter vorziehen?
  • Welche Körnung bzw. wo seht ihr "Grenzen"?
  • Wie kann ich die Abrundfräsung "sichern" bzw. besser durchführen? 
Ich freue mich auf Hinweise und Tipps - im folgenden Projektbericht dann natürlich mehr - aber gern auch hier schon mal "quick & dirty" vorab...

LG,
Holger
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#2
Ich würde, bezogen auf dein Bild, den Fräser von oben fräsen lassen.

Ich würde den Fräser tatsächlich oben fest montieren und die Platte an der, bezogen auf dein Bild, linken Kante an einem Anschlag führen...

Dann per Hand mit einer 400'er Körnung nachschleifen.
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#3
Hallo

Holz sollte immer mit und nicht gegen die Maserung geschliffen werden, also nach Möglichkeit nicht quer. Insbesondere nicht mit grobem oder mittelgrobem Korn.

Multiplex besteht aus über Kreuz verleimten Furnierschichten, weswegen ein mittelfeines Korn (>150) beim Schliff genügen sollte. Der Abtrag wäre ansonsten zu hoch, besonders bei Maschinennutzung. Wenn du aber nicht von Hand schleifen willst, dann würde ein Rutscher oder eine kleine, handliche Schleifmaus, auch bei mehreren Brettern mit 140 x 40 cm völlig ausreichen.
Sowohl beim Schliff wie auch beim Fräsen sollte auf eine gute Absaugung Wert gelegt werden, denn Holz- und Klebstoffstäube sind abrasiv und stark gesundheitsschädlich. Sollte kein Wasserfilter-Sauger vorhanden sein, kann man zur Not auch den Boden der Werkstatt nässen, damit einmal abgesetzter Staub am Boden gebunden wird.

Versuche den Frästisch und den Anschlag, vor und hinter dem Fräser zu verlängern, damit mind. 80% der Längsseiten stabil geführt sind. Verwende ein oder zwei Federbretter (Featherboards) für den seitlichen Druck des Werkstücks an den Fräser und benutze breite Gripper für den Vorschub. Am besten solche die man an Hobelmaschinen verwendet. Mit den genannten Hilfsmitteln ist es problemlos möglich die Werkstücke flüssig und zügig zu fräsen, damit keine Brandspuren entstehen, was dir dann beim Schliff wieder zu Gute kommt.

Ich wünsche gutes Gelingen.

Beste Grüße
Hamster
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#4
(15.05.2018, 01:40)Hamster schrieb: Sowohl beim Schliff wie auch beim Fräsen sollte auf eine gute Absaugung Wert gelegt werden, denn Holz- und Klebstoffstäube sind abrasiv und stark gesundheitsschädlich. Sollte kein Wasserfilter-Sauger vorhanden sein, kann man zur Not auch den Boden der Werkstatt nässen, damit einmal abgesetzter Staub am Boden gebunden wird.

Man kann die Kirche auch im Dorf lassen,

Fräsen ist ein Zerspanender Prozess , dort entstehen selbst beim schlichten nicht so feine stäube wie beim schleifen.

Beim Schleifen Staubmaske auf und dann is es gut .

Die Stäube sind nicht gesundheitsfördernd bzw sind sie gesundheitsschädlich, aber von stark gesundheitsschädlich zu reden halte ich für Panik mache .

In meiner Ausbildung habe ich jede Woche 3 Schleifräume in einer Massenproduktion gereinigt ,da habe ich Eimerweise Schleifstaub zusammen gefegt und raus getragen die ganzen runter geschrubbten Schleifscheiben gewechselt und ich hatte nie eine Staubmaske auf , auch beim Werkzeug schleifen nie und nun? Ich sitze hier habe kein Asma kein Krebs obwohl ich zu der Zeit Raucher war.

Ich will das Thema nicht verharmlosen aber man muss es auch nicht übertreiben.
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#5
(15.05.2018, 08:26)Djaze schrieb:
(15.05.2018, 01:40)Hamster schrieb: Sowohl beim Schliff wie auch beim Fräsen sollte auf eine gute Absaugung Wert gelegt werden, denn Holz- und Klebstoffstäube sind abrasiv und stark gesundheitsschädlich. Sollte kein Wasserfilter-Sauger vorhanden sein, kann man zur Not auch den Boden der Werkstatt nässen, damit einmal abgesetzter Staub am Boden gebunden wird.

Man kann die Kirche auch im Dorf lassen ...Ich will das Thema nicht verharmlosen aber man muss es auch nicht übertreiben....

So ist es. Man kann aber auch versuchen, sich über solche »Dramatisierungen« zu profilieren.

Wolfgang
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#6
(15.05.2018, 09:58)Wolfgang EG schrieb:
(15.05.2018, 08:26)Djaze schrieb:
(15.05.2018, 01:40)Hamster schrieb: Sowohl beim Schliff wie auch beim Fräsen sollte auf eine gute Absaugung Wert gelegt werden, denn Holz- und Klebstoffstäube sind abrasiv und stark gesundheitsschädlich. Sollte kein Wasserfilter-Sauger vorhanden sein, kann man zur Not auch den Boden der Werkstatt nässen, damit einmal abgesetzter Staub am Boden gebunden wird.

Man kann die Kirche auch im Dorf lassen ...Ich will das Thema nicht verharmlosen aber man muss es auch nicht übertreiben....

So ist es. Man kann aber auch versuchen, sich über solche »Dramatisierungen« zu profilieren.

Wolfgang
Thumbs Up Thumbs Up Thumbs Up Thumbs Up 
LG Hans
Mein Großprojekt: Werkstatt Mein 2. Hobby: Fotografie
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#7
(15.05.2018, 09:58)Wolfgang EG schrieb:
(15.05.2018, 08:26)Djaze schrieb:
(15.05.2018, 01:40)Hamster schrieb: Sowohl beim Schliff wie auch beim Fräsen sollte auf eine gute Absaugung Wert gelegt werden, denn Holz- und Klebstoffstäube sind abrasiv und stark gesundheitsschädlich. Sollte kein Wasserfilter-Sauger vorhanden sein, kann man zur Not auch den Boden der Werkstatt nässen, damit einmal abgesetzter Staub am Boden gebunden wird.

Man kann die Kirche auch im Dorf lassen ...Ich will das Thema nicht verharmlosen aber man muss es auch nicht übertreiben....

So ist es. Man kann aber auch versuchen, sich über solche »Dramatisierungen« zu profilieren.

Wolfgang

Thumbs Up Thumbs Up Thumbs Up Wink
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#8
Hallo & DANKE für eure Ratschläge  Thumbs Up

Ich fasse mal zusammen, wie ich den Stand sehe: 
- Möglichst nicht quer (oder nur vorsichtig) zu den Leimschichten Schleifen
- Vorsichtig mit den brachialen Werkzeugen (Bandschleifer und grobe Körnung). 
- Besser mit nem Exzenterschleifer oder von Hand Schleifen
- Körnung nicht zu grob (40, 60, 80er) sondern eher ab 150er/ 180er bis hin zum 360er/400er
- Die Fräse werde ich eher nicht ausbauen und über das Holz führen. Beim ersten Test (vgl. Bild) wurde mir die geringe Masse zum Verhängnis - das befürchte ich auch, wenn ich die Fräse per Hand führe (auch wenn das Best 6 KG in den Ring bringt). Selbst mit kleinem Hub, wird die Oberfläche am Abrundfräser mit dem Radius 25mm recht groß - bei hartem Multiplex... Da fühle ich mich mit fest montierter OF und schwerem Möbel deutlich sicherer. Den Hub werde ich noch deutlich verkleinern, beim ersten Test hatte ich die Ecke in nur vier Zügen gefräst - gerade mit zunehmendem Radius werde ich es wohl eher in acht bis zehn kleineren Frässchritten versuchen.

Zur Info: 
Die Stäube (egal ob beim Schleifen oder beim Fräsen) machen mir keine Sorgen (Absauganlage mit Feinfilterpatrone, ETS mit AirStreamII, ein starker Kärchersauger schaffen das sicher) ...  Angel  ... und falls doch was kommt, könnte ich noch auf die Masken zurückgreifen (das wird jedoch eher unwahrscheinlich sein)

Meine große Sorge war, dass die Kanten absplittern - nach dem Aufwand will ich so etwas verhindern. Bin zuversichtlich ... Berichte folgen ...  Tongue

VG
Holger
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#9
Hi Holger ,
ich denke das du das hinbekommst auch mit ausriss freien Kanten ,so wie du schreibst sollte dies klappen . Einfach mehrere Züge mit weniger Abnahme anstatt ein zug mit max Abnahme wird dich da bestimmt schon zum Erfolg führen.
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#10
Wichtig ist auch die Fräsreihenfolge, also welche Kante zuerst gefräst wird. Am besten ist es darauf zu achten, dass der Fräser immer an einer gerade Kante herauskommt, sodass du einen Opferklotz dahinterpacken kannst. So vermeidest du zuverlässig Ausrisse an den Rundungen.

Ähm- leider kann ich das irgendwie nicht verständlicher erklären.... Idea
Mfg Simmi (aus dem Werkstall)
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