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Verfärbungen beim Brünieren
#1
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Hallo zusammen,
ich "restauriere" aktuell einen älteren Maschinenschraubstock. Nun stellte sich mir die Frage was ich mit den Spannbacken machen soll. Wenn ich es richtig gesehen habe, so waren diese zuvor brüniert. Diese war an manchen Stellen schon abgegangen und so habe ich die Teile komplett mit Schleifpapier und Zitronensäure von der "Patina" befreit. Ich habe alle Teile zuvor von Öl und Schmutz befreit und in Zitronensäure eingelegt. Nach dem Säurebad habe ich alle Teile gut mit Wasser abgespült und getrocknet. Vor dem Brünieren bin ich dann noch mal Isopropanol auf einem Lappen über die Teile, damit keine Fettrückstände beim Brünieren stören.

Zum Brünieren habe ich dann Super Blue von Birchwood Casey verwendet. Nach dem Brünieren habe ich die Teile mit Wasser abgespült und trocken getupft. Das Ergebnis war allerdings nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Die Teile sind fleckig geworden, bzw. wurden nicht gleichmäßig schwarz. Einige Stellen haben gar keine Brünierung abgekommen, obwohl ich mehrfach über die Stelle gepinselt habe. Viel schlimmer ist aber, dass die Brünierung an einigen Stellen weiß/grünlich geworden ist. An einer Stelle sieht es fast schon so aus, also wäre es rostig (?) geworden.

Hat von euch jemand Erfahrung mit so etwas? Was habe ich falsch gemacht?

Grüße, Holger


       
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#2
Hallo Holger,
Brünierung ist ja eine Art der Metallreaktion, ich vermute, die Oberfläche ist nicht gleichermaßen aufnehmend gewesen.

Schau mal hier, da ist es ganz gut beschrieben, wie man vorgeht und wo die Unterschiede liegen. Meine grundlegende Empfehlung lautet, die Stellen gleichmäßig abzuschleifen und es nochmal zu versuchen. Am besten mit einer Drahtbürse und Bohrmaschinenaufsatz, lies aber bitte auch aufmerksam mal durch, wie die Bauteile vorher mit Säure/Lauge gebeizt werden. Nur dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche:

https://forum.zerspanungsbude.net/viewto...44#p164188
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#3
Altes verfahren klappt aber ( fast ) immer.
Metall auf ca. 300 bis 350° erhitzen - Dunkelblau - und dann in Öl - Maschinenöl - eintauchen.
Gruß
Henrik
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#4
Diese Brünierung die du da verwendet hast ist für kleine Flächen zum ausbessern geeignet nicht für komplette Teile.
Du müsstest dein Teil tauchbrünieren. Es gibt Firmen die sowas anbieten, auch Büchsenmacher/Waffengeschäfte machen sowas.
Ob es das Wert ist musst du entscheiden. Wenn es richtig gemacht wird dann ist es durchgehend Schwarz.

Man darf aber nicht vergessen die Oberfläche immer einzuölen und die Haltbarkeit ist bei einem Schraubstock auch gering. Damit meine ich, ein Kratzer und das die Oberfläche ist wieder blank.
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#5
(17.06.2021, 07:21)Nickback schrieb: Diese Brünierung die du da verwendet hast ist für kleine Flächen zum ausbessern geeignet nicht für komplette Teile.

Text der Webseite:
"Es handelt sich um ein sehr stark konzentriertes Brüniermittel für Komplett-Brünierungen oder Ausbesserungen."

Und wenn ich sehe, was der hier (und andere) damit für Ergebnisse erzielt (ok, andere Marke, aber im Prinzip das Gleiche), kann ich mir das Problem des TE nur mit Rückständen auf der Oberfläche erklären. Die Jungs in den Restaurierungsvideos strahlen das alte Zeug i.d.R. oder haben eben neu angefertigte Teile und damit 100% zunderfreies Material, das sie brünieren:

https://youtu.be/-HcFuEOhKoQ?t=1545 (Falls der Zeitindex im Link nicht funktioniert: Minute 25:45)

Gruß Monty
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