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Vordach fürs Carport
#1
Hi,

die gesamte letzte Woche habe ich Abends immer so runde 2 Stunden an meinem aktuellen Projekt, dem Carport-Vordach gebaut. Am gestrigen Sonntag bin ich nun damit fertig geworden. Kernkomponenten des neuen Vordachs, waren 4 Dreiecke welche aus 50x80iger Leisten gebaut wurden:
[Bild: 687474703a2f2f77657474657273746174696f6e...302e6a7067]
Die Dreiecke wurden im 90° Winkel mit einer Überblattung versehen, so dass dieser Winkel eine besonders hohe Stabilität aufweist. Zudem wurde die Überblattung verleimt. Die schräg nach oben laufende Leiste (Im Bild rechts unten) bekam je Seite 2 x 8mm Holzdübel und wurde zudem verleimt. Somit sind diese Dreiecke sehr robust und es gibt kaum Schrauben, welche rosten und in Folge dessen, brechen können.

Um das diese Dreiecke stabil am Carport befestigt werden können, habe ich eine weitere 50x80 Leiste auf eine Länge von 550mm aufgetrennt:
[Bild: IMG_55571.jpg]
Das Dreieck sitzt auf dem Teil der Leiste, von wo der Ausschnitt abgenommen wurde. Der Ausschnitt selbst befindet sich unten und hat an jedem Ende einen 45° Winkel angeschnitten bekommen. Dies habe ich gemacht, um sicher zu gehen, dass die spätere Gewindstangenverschraubung in ausreichend Material statt findet. Nicht das unter der Verschraubung auf Carportseite beispielsweise nur noch 2mm Holz sind.

Für die Mitte war es nicht möglich, die Dreiecke auf eine Leiste aufsitzen zu lassen und diese an den Seitenstreben des Carports zu verschrauben. Hier musste eine andere Lösung her:
[Bild: IMG_55541.jpg]
Also wurden 2 Dreiecke mit Querleisten miteinander verbunden. Auch hier kamen 8mm Holzdübel, Leim und Schrauben zum Einsatz. Durch die Querleisten konnte dieses Konstruktion nun auch am Carport angebaut werden.

Weiter ging es mit dem Auflegen und Verschrauben der Nut-und-Feder-Paneele:
[Bild: IMG_55631.jpg]
Hier sieht man nun auch rechts im Bild, die Verschraubung mittels Gewindestange. Bereits etwas ausserhalb des Bildes befindet sich eine zweite Gewindestange. Durch diese Art der Verschraubung ist die Konstruktion extrem stabil und es gibt auch kein Gewinde, welches aus dem Holz ausreißen könnte.

[Bild: IMG_55641.jpg]
Die Paneele wurden versetzt aufgelegt. Auf eine Reihe mit 2 langen Paneelen in voller Länge, kommt eine Reihe mit 2 kurzen/halben Paneelen an den Seiten und in der Mitte ein langes Paneel. Auf diese Weise wurde abermals die Stabilität erhöht.

[Bild: IMG_55691.jpg]
Hier ein Blick vom Carportdach, auf das bisher Geschaffte. Die Paneele liegen nun alle sauber und glatt, sind alle mit der Unterkonstruktion verschraubt und damit bereit für die Dachpappe. Vom Dach aus, hat es sich noch am besten gearbeitet. Mehrere 40cm breite Leimholzbretter mit hoch genommen, auf denen ich mich dann hin gekniet habe (dadurch wird das Verbiegen des Carport-Dachs verhindert) und alles schön von oben zurecht geschoben und verschraubt. Hat mir viel Leiter hin-und-her schieben erspart.

[Bild: IMG_55731.jpg]
Und letztlich war es am späten Sonntagnachmittag geschafft. Die Dachpappe ist auf dem Carport. Oben sorgen 2 zurecht gesägte Dachlatten dafür, dass die Dachpappenschindeln sich nicht lösen.

[Bild: IMG_55711.jpg]
Und noch ein Blick von unten. Der Lichterschlauch, welcher zwecks Adventsdeko schon am Carport montiert war, wurde auch gleich eingezogen und in Probebetrieb genommen.

Hauptsächlich wurden die beiden folgenden Geräte verwendet:
[Bild: 687474703a2f2f77657474657273746174696f6e...362e6a7067]
Meine neue Bandsäge TC-SB 200/1 von Einhell sowie:

[Bild: 687474703a2f2f77657474657273746174696f6e...352e6a7067]
Die Metabo KGS 216 M.

Mit der Bandsäge habe ich die 55cm durch die 50mm starken Leisten gleich 2 mal zurück gelegt (siehe Bild 2 + Text zu Bild 2). Sie wurde zwar recht laut, aber meine Befürchtung das der Motor heiß werden könnte, hat sich nicht bestätigt. Dieser wurde gerade einmal Handwarm.

Die Metabo Kappsäge verrichtet auch bestens ihre Dienste. Die Winkel stimmen genau und sie ist einfach zu handhaben. Bei beiden Maschinen habe ich jetzt stets meine Absaugung mit dran. Der Unterschied ist gerade bei der Bandsäge deutlich. Ohne Absaugung sägt man nicht mal 2mm ohne gleich Holzgeruch in der Nase zu haben, welcher von entstehendem Feinstaub herrührt. Bei der Kappsäge ist dies nicht ganz so drastisch, aber der Arbeitsplatz sieht auch nach dem Schnitt deutlich sauberer aus, als ohne Absaugung.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Vordach. Aufgrund seiner Konstruktionsweise sollte es nun auch Jahrzehnte halten. Das Projekt hat mir viel neue Erfahrung im Umgang mit der Bandsäge, sowie der Kappsäge gebracht. Vor allem habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass eine Absaugung stets zu empfehlen ist. Auch wenn sich trotzdem große Mengen Holzspäne in der Maschine sammeln, so saugt sie wenigstens den Feinstaub ab, welchen die Lunge absolut nicht mag. Daher meine Empfehlung: Nutzt wann immer es geht, eine Absauganlage, sofern vorhanden. Das nächste Projekt existiert bereits im Kopf: Es wird eine lange Arbeitsfläche mit Schubfächern und viel Ablagefläche, wo Kapp- und Bandsäge endlich ihren Platz finden werden. Denn bislang stehen beide Geräte auf der Werkbank, wo sie viel Platz nehmen und somit das Bauen etwas behindern.
Liebe Grüße vom Stefan. 
mein Blog: Der Technik-Blog
mein YouTube-Kanal: Stefans VideoKanal
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