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Was ist der Vorteil von einer "Split top" Hobelbank?
#1
Manche Werkbänke wie diese sind mit einer geteilten Arbeitsfläche ausgestattet. Ich frage mich, welche Vorteile das hat. Bisher bin ich nur auf zwei Vorteile gestoßen: Werkzeughalter und Anschlag beim Hobeln, wobei ich es unpraktisch finde, wenn Werkzeuge mitten in der Werkbank stecken und ich die heraus nehmen muss, wenn ich den Anschlag verwenden will. 

Ein Vorteil ist vielleicht noch, dass sich zwei kleine Hälften leichter herstellen lassen als eine große Platte. Aber andererseits nimmt es doch etwas von der Stabilität der Platte.

Der einzige Nutzen für mich ist derzeit, dass man einen Anschlag hat, aber vielleicht hat es ja noch einen anderen Zweck, auf den ich noch nicht gekommen bin.

Wisst ihr da mehr?
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#2
"...mit einer geteilten Arbeitsfläche ausgestattet...."

Eher nicht. Wink

Soweit ich diesen Werkbanktyp verstanden habe ist der Spalt in der Mitte nur ein optionales Element auf einer an sich einteiligen Werkbankfläche.
Man kann bei dieser Art von Werkbank den nur eingelegten Holzstreifen in der Mitte entfernen um dort - eben optional - die von dir erwähnten Stau- bzw Anschlagsmöglichkeiten in dem dann freiwerdenden Spalt einzubauen. Brauchst du die ganze Werkbankfläche legst du einfach den Holzstreifen wieder hinein und fertig. Sie hat also gegenüber einer "normalen Werkbank" keinen einzigen Nachteil, wohl aber ein zusätzliches "Features".
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#3
(06.08.2017, 19:40)Knochenleimer schrieb: "...mit einer geteilten Arbeitsfläche ausgestattet...."

Eher nicht. Wink

Soweit ich diesen Werkbanktyp verstanden habe ist der Spalt in der Mitte nur ein optionales Element auf einer an sich einteiligen Werkbankfläche.

Nein, die Werkbank ist da wirklich geteilt. Schau dir mal das Video an oder wirf einen Blick in den Bauplan. Man sieht in dem Video, wie er Schraubzwingen in dem Schlitz montiert.

Ok, dass mit den Zwingen hab ich vergessen. Ist jetzt aber nicht so der Bringer, finde ich. Nice to have, aber kein Must have
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#4
Alles klar, scheinen wohl auch andere (warum auch immer) als unabdingbares Werkzeughalterelement zu benötigen (so zumindest die anderen gelisteten Videos zu deinem verlinkten Video). Smile

Wenn ich mir eine Werkbank bauen würde, dann zwar auch mit dieser Spalt-Option und dem herausnehmbaren Brett, allerdings undurchlöchert. Das mit den Zwingen finde ich auch nicht sonderlich überzeugend, aber so einen Spalt für den man sich dann diverse unterschiedliche Anschläge (in Höhe und Tiefe und Winkel) baut kann finde ich eine sehr interessante Bauidee. Durch die Unterbrechung der Platte müßte man natürlich beim Bau darauf achten, daß beide Hälften wirklich gut und felsenfest auf der Unterkonstruktion verbaut werden.
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#5
Eins ist sicher, die Werkbank macht nur Sinn, wenn sie im Raum und nicht an einer Wand steht. Mich würde der erhöhte Teiler stören. Da würde ich eher zu der "klassischen" vertieften Werkzeugablage tendieren, wie sie hier umgesetzt wurde.
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#6
Der erhöhte Teiler ist, wenn richtig ausgeführt, in der Höhe einstellbar.

Ich habe mir vor einiger Zeit eine Werkbank recht frei nach Roubo gebaut.
Frei deshalb weil ich in der Mitte eine Ablage habe ähnlich wie Wranglerstar.
Ich setze 2 sogenannte Holdfasts von Gramercy Tools ein und brauche zum Arbeiten eigentlich keine Schraubzwingen mehr.
Nur noch zum Verleimen.

Mittlerweile bin ich der Ansicht daß diese Ablage in der Mitte nur dazu dient oft benötigtes Werkzeug unter dem aktuellen Werkstück zu verstecken und wichtige Dinge dann nicht zur Hand zu haben.
Daher würde ich bei der nächsten Bank lieber den Teiler haben.

Vor allem wenn man die Werkbank an die Wand stellen muss, hilft es enorm auch mal eine Zwinge in die Mitte setzen zu können.
Und auch der Teiler/Anschlag/Werkzeughalter wäre beim Arbeiten mit Handwerkzeugen tatsächlich eine wahnsinns Erleichterung.
Vor allem beim Hobeln würde mir Anschlag viel helfen. Weil das Ding einfach herausgezogen werden kann und da ist.
Brett dagegen legen, ein Bankhaken noch Seitlich und gut isses. Zum Stemmen einen Holdfast setzen.
Beim Arbeiten mit der Japansäge kann man einen Bankknecht in die Mitte einhaken und lossägen.
Hast Du nichts, geht das in dieser Form gar nicht. Dauernd das Werkstück in die Vorderzange einspannen zu müssen ist schwieriger.

Wenn Du von Hand hobeln, sägen und Stemmen möchtest und baust die Bank dafür selbst:
Plane das Ding mit ein, auch wenn Du es anfangs nicht vermisst, der Tag wird kommen.

Zu Deiner Inspiration:

https://www.youtube.com/watch?v=Th6Cu0sqhjs
https://www.youtube.com/watch?v=yvhn-PAfEW4
https://www.youtube.com/watch?v=WNrof3cd1cA

Die Entscheidung für eine Hobelbank hat imho direkt Auswirkung auf die Arbeitsweise.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#7
Von der Ablage halte ich ehrlich gesagt auch nichts. Ich würde auch die Schlitze in dem Mittelanschlag weg lassen, in das man Werkzeuge stecken kann.

Die Holdfasts finde ich auch interessant, aber die brauchen wohl eine gewisse Mindestdicke, aber zu dick darf die Platte anscheinend auch nicht sein. Wie dick ist denn deine Werkbankplatte? Oder hast du die Löcher von unten freigestellt?

Auch interessant ist die Höhe. Eine angenehme Arbeitshöhe wäre für mich etwa 1m, zum Hobeln soll die Arbeitsfläche aber nicht ganz so hoch sein. Bei meiner Körpergröße etwa 80cm. Aber da gibt es wohl so viele Meinungen wie Schreiner.

Ich mache meine Hobelbank nicht zu groß. 80 hoch, 60 tief und maximal 2m lang ist derzeit der Plan. Für höhere Arbeiten hab ich mir überlegt, eine kleinere Werkbank nach diesem Vorbild einfach drauf zu setzen und mit Zwingen oder Holdfasts fest zu klemmen. 

Den Teiler in der Mitte kann man, wie du sagst, "höhenverstellbar" machen. Einfach verschieden tiefe Nuten sägen und je nach dem, wo man den Teiler drauf legt hat man eine andere Höhe. Steht dann halt auf der einen oder anderen Seite etwas über.

Ich denke, ich werde für die Oberfläche KVH nehmen. Das ist halbwegs gerade und glatt geschliffen. Muss nur gerade genug sein, damit ich es verleimen kann.

Die Videos sind interessant. Das erste kannte ich auch schon. Die Werkbank von Mike Siemsen ist interessant, aber eine Beinzwinge möchte ich irgendwann haben
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#8
Meine Bankplatte besteht aus einer 3m Buche Küchenarbeitsplatte in 27mm Stärke
Diese wurde geviertelt und ich habe daraus zwei Platten mit etwa 150cm Länge, 30cm Breite und 5,4cm Dicke gemacht.
Mittlerweile sind die Bankplatten durchs plan Hobeln nur noch 5,2cm dick.
Das genügt aber für die Holdfasts.

Ich bin 1,72m klein und ich brauche eine Arbeitshöhe von etwa 85cm, 87 geht auch noch. An der Hobelbank.
Höher sollte es nicht sein.
Mein Maschinentisch ist auf 90cm und das passt mir gut.

Eine Beinzange ist was schönes, das stimmt.

leider musste mich meine alte Hobelbank mit deutscher Vorderzange verlassen. Zu viele Holzwürmer.
Zum Hobeln finde ich die Deutsche Vorderzange absolut genial.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#9
Stimmt, die Idee mit der Küchenplatte ist auch nicht schlecht. Muss ich Mal drüber nachdenken

Aber mit 1,85 ist deine Hobelbank im Vergleich zur Körpergröße deutlich höher. Da sieht man, wie weit die Meinungen auseinander gehen
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#10
Hab mir das Video von Mike Siemsen mal vollständig angeschaut. Es ist zwar alles irgendwie machbar, aber oft einfach zu umständlich. Um ein Brett seitlich einspannen braucht man manchmal drei Hände und so weiter.

Ich baue die Werkbank erst mal ohne Zange auf, aber so, dass ich eine Beinzange anbringen kann. Das Gefummel wäre mir auf Dauer zu nervig
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