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Weidezaun überwachen
#1
Hallo Community,

ich bin neu hier, ist mein erster Beitrag und dann auch gleich ne Frage.

Als Jäger kommt jedes Jahr die Zeit, wo wir unsere mobilen E-Weidezäune aufstellen und damit versuchen das Wild auf der einen Seite und das was der Bauer anbaut, auf der anderen Seite zu halten. Klappt auch ganz gut, nur haben wir seit einiger Zeit einen "Lümmel" im Revier, einen der nicht zw. mein und sein unterscheiden kann, einem der unseren E-Zaun buchstäblich klein schneidet  Big Grin


Jetzt hab ich mir überlegt, dass ich unsere W-Zäune (ab einer Länge von ca. 2km+) überwachen möchte. Dazu habe ich mir ein GA09 GSM SMS Alarm System zugelegt. Drin inst ne SIM, hat bis zu 8 Alam-Inputs, d.h. wenn dort z.B. der Stromfluss unterbrochen wird, sendet das Gerät ne SMS, simple und einfach.

Jetzt zu meiner Frage:
Kann ich, wenn wir den E-Zaun entsprechend aufbauen, an einem Ende vom Zaun z.B. ein 5V Trigger-Signal  (oder weniger, 1V, 0,5V) auf die Leitung/E-Zaun geben, dies dann über die gesamte Länge läuft und wenn der E-Zaun durchtrennt wird, dies denn dazu führt, dass das Trigger-Signal am GA09 unterbrochen wird, der dann sofort ne SMS schickt. 

Ein Bild meiner Idee als Anlage

Ist dies möglich?
Habt ihr ne besser Idee über eine Zaunmanipulation per SMS informiert zu werden? 
Wir müssen wissen ob der Zaun i.O. , denn wenn der Lümmel wieder den Zaun durchtrennt hat, unsere Solaranlage und Co zerstört hat, möchte ich dies in Echtzeit mitbekommen. JEDE Idee ist willkommen. Bitte um Hilfe.

Danke
Felix


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#2
Willkommen im Forum!

Ich bin nicht sicher, ob dir das hier jemand beantworten kann. Wir sind eher auf Holz, basteln und Heimwerk "spezialisiert", weniger auf Elektronik und Telekommunikation. Aber evtl hat ja doch jemand eine Idee.
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#3
Moin,

ich habe von Elektr(on)ik mal so gut wie keine Ahnung. Weidezäune habe ich aber zu genüge betrieben. Wenn ich das richtig verstanden habe, willst Du zusätzlich zum Strom den das Weidegerät auf den Zaun gibt, noch den Strom für das Überwachungsgerät draufgeben. Ich glaube nicht das das geht. Der Strom vom Weidezaungerät wird in Impulsen rausgeschickt. Das Weidestromgerät ist zudem geerdet. Ich weiß nicht ob das so mit dem Überwachungsgerät funktionieren wird. Dafür brachst Du  einen ständig fließenden Strom. Bei 2KM Länge brauchst Du ganz schön Dampf, damit überall noch gut spürbarer Strom ankommt (je länger der Zaum, um so stärker das Weidestromgerät). Das könnte Dein Überwachungsgerät schädigen. Evtl. kannst du für das Überwachungsgerät eine separate Litze ziehen, die der Übeltäter ja dann auch durch schneiden wird. Denk aber an die Länge des Zaun, ob da die 5V reichen, damit der Strom auch wieder am Überwachungsgerät ankommt, kann ich Dir nicht sagen.

Gruß Don

Edit: Übrigens herzlich willkommen hier im Bastlerforum.
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#4
Moin,

gut ist mal, dass meine Idee verstanden wurde ;-) Grundsätzlich möchte ich keine weitere Litze ziehen, denn der Aufwand (Aufbau und Abbau) sowie die Kosten dafür sind einfach zu hoch. Am Liebsten möchte ich, dass die eine Litze für beides verwendet wird.

Das Weidezaungerät ist geerdet, stimmt. Wenn ein Mensch/Tier den Zaun anfasst UND zur selben Zeit das W-Gerät einen Stromimpuls (ca. 10.ooo V) aussendet, DANN bekommt Mentsch/Tier nen Schlag aber NUR WEIL dieser dann die Erdung zum W-Gerät bildet. Steht Mensch/Tier in der Luft, passiert gar nix. Es passiert auch gar nix, wenn der Boden sehr trocken ist....

Demnoch sollte es(!) doch möglich sein, wenn das Alamsystem keine Erdung zum W-Gerät hat, auch nen Triggerstrom (z.B. 5v) auf die selbe Litze zu schicken, denn der Triggerstrom liegt zwar an beiden Geräten an, da aber nur das Alamsystem zum Triggerstrom ne Erdung hat, sollte es funktionieren. 

Die Frage ist nur: Kommt am Ende der Weidezaun-Litze, nach ca. 2km,3km,4km,5km noch genug Triggerstrom (5v) an? Das ist die Frage wozu ich ne Antwort suche.
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#5
Theoretisch sollte das funktionieren. Im Prinzip machst du da ja ne Widerstandsmessung. Deine 2-3, oder 5km Leitung hat nen bestimmten Widerstand. Wird der Draht unterbrochen, geht der Widerstandswert gegen unendlich. Da muss ja kein großer Strom fließen, um das zu überwachen.
Praktisch wirds aber dann trotzdem nichts, denn auf der Leitung sind ja auch die ca 10KV vom weidezaungerät, was für das Auswertegerät mit SIM schon problematisch ist. Wenn du sicherstellen kannst, dass das Gerät auch bedingt durch Luftfeuchtigkeit usw. keine erde bekommt, könnte das gehen. Allerdings ist es wahrscheinlich beim ersten Impuls vom Weidezaungerät nach dem Durchschneiden des Drahtes auch hinüber, da es mindestens Potentialunterschiede auf den beiden Drähten gibt, wenn nach dem Durchschneiden nicht sogar einer Kontakt mit erde bekommt
Desto mehr ich weiß, weiß ich, das ich nichts weiß!
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#6
Hi,

klingt doch schon mal nicht schlecht. 

"Praktisch wirds aber dann trotzdem nichts, denn auf der Leitung sind ja auch die ca 10KV vom weidezaungerät, was für das Auswertegerät mit SIM schon problematisch ist. Wenn du sicherstellen kannst, dass das Gerät auch bedingt durch Luftfeuchtigkeit usw. keine erde bekommt, könnte das gehen"
Ja, dass kann ich sicherstellen. Ich pack das Auswertungsgerät in eine IP65-Packung ein. Damit ist u.a. auch das Problem mit der Erdung gelöß. In der Packung wird eine Batterie sein, dass Gerät als solches und eine kleine, kurze Leitung zum von vom Weidezaun. 


"Allerdings ist es wahrscheinlich beim ersten Impuls vom Weidezaungerät nach dem Durchschneiden des Drahtes auch hinüber, da es mindestens Potentialunterschiede auf den beiden Drähten gibt, wenn nach dem Durchschneiden nicht sogar einer Kontakt mit erde bekommt"
Beim Durchschneiden der Litze passiert folgendes:
a) beide Enden (es sind jetzt aus einer langen Litze 2 kürzere geworden) bzw. beide Litzen haben weiterhin die Stromstöße vom Weidezaungerät, da dies ja immer noch an der Litze hängt (ist nicht sichtbar angeschlossen)
b) der Triggerstrom, der "vom Anfang" über die Litze "zum Ende" der Litze und damit in das Auswertungsgerät führt, ist durchtrennt und damit kommen die 5V nicht mehr an, dass lößt dann sofort Alam aus :-)


Die Frage ist nur, kommt bei einer ca. 5km Litze*, wenn ich vorne 5V anschließe, hinten überhaupt etwas davon an? Ich hab leider keine Ahnung von Widerständen, Stromstärke, etc. 


_________________________
*1000m mit Ø 1,4mm, Widerstand 0,36 Ω/m -----> bei 5000m sind das 1.800Ω
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#7
STOP!!! Ihr habt Recht, ich hab nicht dran gedacht bzw. es nicht verstanden.

Also, wenn der Lümmel kommt und mir die Litze zerschneidet, fällt diese auf den Boden. Damit hat das Alamgerät Erdung erhalten und somit, wenn das W-Gerät nen Stromstoß schickt, geht es kaputt. 

Leider funktioniert mein Vorhaben nicht :-(
Es sei denn, ihr habt noch ne Idee
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#8
Also ich wage mich mal an eine Antwort und behaupte das es geht ohne Ahnung von den Geräten zu haben.

Du willst einen 10kV Impuls über die Leitung schicken. Start am Weidezaungerät und nach dem Weidezaun ins Gerät zurück.Einen geschlossen Stromkreis hast du in dem Fall nicht, sondern einen 10kV Potentialunterschied zur Erde, weil das Gerät geerdet ist. Jetzt wird der Zaun gekappt und fällt nicht auf die Erde. Der Stromkreis ist immer noch offen. Fällt der Zaun auf die Erde, wird der Kreis geschlossen und der Stromimpuls kommt. Kein Problem. Der Strom will immer dahin zurück wo er hergekommen ist.

Jetzt packst du einen 2ten Stromkreis mit drauf. Start im Alarmgerät und nach dem Weidezaun wieder in den Alarm wieder rein. Das ist ein geschlossener Kreis und auch hier will der Strom zum Ursprung zurück. Wird der Zaun angefasst, passiert gar nichts. Fällt der Zaun auf den Boden ist der Kreis getrennt. In beiden Fällen wird Alarm ausgelöst.

Wenn ich mich nicht täusche, hat der Alarm nie einen Zustand wo die 10Kv durch das Gerät fließen. Ist der Zaun intakt, ist der Stromkreis für die 10kv nie geschlossen, da das Alarmgerät nicht geerdet ist. Ist der Zaun gekappt und liegt auf der Erde, ist das Alarmgerät eh außen vor, weil Strom faul ist und immer den direktesten Weg mit dem geringsten Widerstand sucht. Also vom Zaun direkt in die Erde zurück zum Erzeuger.

Wichtig. Generell sagt man pro 1kV kann man 1cm Luftstrecke überwinden. Daher muss das Alarmgerät so dicht wie möglich am Zaundraht montiert sein. Liegt es auf dem Boden, könnten die 10KV durchschlagen auf die Erde.

Ich hoffe es ist verständlich
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#9
Hallo,

mh, dass klingt aber sehr gut.

Ich hab da mal ein Bild angefügt. 

Ist der Zaun i.O., hat das Alarmsystem keine Erdung, da der Zaun selbst auch keine Erdung hat.
Wird der Zaun jedoch druchtrennt, fällt dieser, da der Zaun auf Spannung (ist gestreckt, lang gezogen) auf die Erde, dass können wir nicht verhindern, dass will der Lümmel ja ach erreichen.
Damit hat das Alarmsystem automatisch auch Erdung erhalten, oder? Also von der Litzenseite die durchtrennt und auf die Erde gefallen ist.

Kommt jetzt vom Weidezaungerät ein Stromimpuls, fließt dieser durch den Zaun (links und rechts rum), durch das Alarmsystem und dann leider in die Erde. Damit hat das Alarmsystem eine Erdung bekommen und der Stromkreis mit den 10kV (oder dann etwas weniger) fließen durch das Alarmsystem und zerstören es.

Falls dem so ist, hab ich doch ein Problem, oder?


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#10
(17.02.2021, 17:30)Ma-hop schrieb: Also ich wage mich mal an eine Antwort und behaupte das es geht ohne Ahnung von den Geräten zu haben.

Du willst einen 10kV Impuls über die Leitung schicken. Start am Weidezaungerät und nach dem Weidezaun ins Gerät zurück.Einen geschlossen Stromkreis hast du in dem Fall nicht, sondern einen 10kV Potentialunterschied zur Erde, weil das Gerät geerdet ist. Jetzt wird der Zaun gekappt und fällt nicht auf die Erde. Der Stromkreis ist immer noch offen. Fällt der Zaun auf die Erde, wird der Kreis geschlossen und der Stromimpuls kommt. Kein Problem. Der Strom will immer dahin zurück wo er hergekommen ist.

Jetzt packst du einen 2ten Stromkreis mit drauf. Start im Alarmgerät und nach dem Weidezaun wieder in den Alarm wieder rein. Das ist ein geschlossener Kreis und auch hier will der Strom zum Ursprung zurück. Wird der Zaun angefasst, passiert gar nichts. Fällt der Zaun auf den Boden ist der Kreis getrennt. In beiden Fällen wird Alarm ausgelöst.

Wenn ich mich nicht täusche, hat der Alarm nie einen Zustand wo die 10Kv durch das Gerät fließen. Ist der Zaun intakt, ist der Stromkreis für die 10kv nie geschlossen, da das Alarmgerät nicht geerdet ist. Ist der Zaun gekappt und liegt auf der Erde, ist das Alarmgerät eh außen vor, weil Strom faul ist und immer den direktesten Weg mit dem geringsten Widerstand sucht. Also vom Zaun direkt in die Erde zurück zum Erzeuger.

Wichtig. Generell sagt man pro 1kV kann man 1cm Luftstrecke überwinden. Daher muss das Alarmgerät so dicht wie möglich am Zaundraht montiert sein. Liegt es auf dem Boden, könnten die 10KV durchschlagen auf die Erde.

Ich hoffe es ist verständlich

zu "siehe hervorgehoben"

Naja - DAS sehe ich erstmal kritischer: 

1. Draht wird zerschnitten und fällt natürlich zu Boden (Erdung - egal welche Seite)
2. Nun ist das Alarmgerät auf einem Eingang geerdet, auf dem anderen zum Impulsgeber verbunden
3. Nun ist der Impulsgeber auf einer Seite geerdet und auf der anderen weiterhin zum Alarmgerät verbunden
(mit einer der beiden Seiten)
4. Der Impulsgeber wird die Erdung mit dem Impuls quittieren bzw. je nach Ausführung weiter Impulse geben.
... die Impulsspannung wird das Alarmgerät erreichen.

Falls die Erdung durch den herunterfallenden Draht gut isoliert/ erstmal nicht erfolgen würde: 
Danach (z.B. durch eine weitere Berührung/ Tritt auf den Draht) wird die Erdung zw. Schnitt und Alarmgerät den Impuls auslösen 
und das Alarmgerät erhält dann einen 10-kV-Potentialunterschied - mindestens parallel zur Verbindung Draht-Erdung.

Ob es dadurch zerstört wird ist eine andere Frage
- Man müsste beide Geräte genauer kennen um es abschliessend zu beurteilen (Eingangsabsicherungen etc.). 

Skizze (Erdung 15 Ohm wäre ideal-theoretisch - praktische Werte im zweiten Bild). DAVON wird abhängen welcher Stromfluß zustande kommt:

   

   

VG
Holger
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