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Welchen Leim verwendet ihr?
#1
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#2
Welchen Leim verwendet ihr!?

Also, ich verwende schon viele Jahre zwei Sorten (Arten) von Leim:

1. Soudal Pro 30D, Holzleim weiß, der farblos/transparent aushärtet. Der wird für alle Verbindungen verwendet, bei denen die Klebestellen plan aufliegen.

2. Soudal Pro 45P, Holzleim, PU-Leim, wasserfest (Polyurethanleim). Der wird für alle Verbindungen verwendet, bei denen die Klebestellen nicht plan aufliegen, also z. B. OSB-Platten, weil er stark rissfüllend ist. Positiv: Er kommt sehr gut mit feuchtem Holz klar, da härtet er schneller aus, ist insgesamt sehr schnell härtend, was wichtig bei eiligen Sachen ist. Negativ: Er härtet in hellbraun-grau-schmutziger Färbung aus.

Ansonsten – wenn es von der Menge oder der Spezifik der zu klebenden Teile her passt – mische ich auch mal Epoxidkleber an, den ich vom Bootsbau in 5 l Gebinden habe.

Wolfgang
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#3
Ich verwende überwiegend Ponal-Express, insbesondere wenn ich das Werkstück gut spannen kann und die Oberflche schön Plan ist.
Zudem kommt noch, das die Trocknungszeit recht kurz ist und es härtet Transparent aus.

Bei Werkstücken die wegen ihrer Materialstärke ein paar Unebenheiten aufweisen und nicht gleich weiter verarbeitet werden müssen verwende ich Ponal PUR-Leim.

Zudem kann man mit diesem Leim wärmestandfeste, wasserbeständige Verklebungen von Holz, Holzwerkstoffen, auch porösen und feuchtigkeitshaltigen Materialien miteinander verbinden.
Auch mit vielen Metallen und Kunststoffen, z.B. Polystyrol oder Polyurethan sowie HPL-Platten, kann PUR-Leim angewendet werden.

Nachteil, er muss rasch verarbeitet werden, weil er noch ein wenig Aufschäumt.

Gruß Karsten
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#4
Hab glaub mal etwas von Gesundheitsschädlich gelesen, also über den PU-Leim - ist dies tatsächlich so?
Ditschy

Motto: ... was nicht passt, wird passend gemacht!

Projekt: 18V Akku-Adapter zu anderen Herstellern


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#5
(21.10.2017, 09:58)Mr.Ditschy schrieb: Hab glaub mal etwas von Gesundheitsschädlich gelesen, also über den PU-Leim - ist dies tatsächlich so?

Hi Mr.Ditschy,
stimmt.
PU-Leim ist gesundheitsschädlich, jedoch nur, solange er noch nicht komplett ausgehärtet ist. Sobald die Aushärtung abgeschlossen ist, ist die Verklebung unbedenklich.
Der Leim sollte bei guter Belüftung mit lösungsmittelresistenten Handschuhen verarbeitet werden. (Das Zeug geht durch die Haut.) Ich verwende dafür 2 Lagen Nitril-Einmalhandschuhe und bin trotzdem unsicher ob das reicht. Im Netz habe ich keine Empfehlung für bestimmte Handschuhe für PU-Leim gefunden, außer die klobigen Dinger für die Giftmischer.

Grüße
... lieber machen, was ich nicht kann, als lassen, was ich kann.
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#6
Hi Jens,

da haben Sie vollkommen Recht - auch was Ihre Handschuhe angeht.
Ein Blick ins Sicherheitsdatenblatt bringt immer brauchbare Infos:

Handschutz:

Für den Kurzzeitkontakt (z.B. als Spritzschutz) werden Schutzhandschuhe aus Nitrilkautschuk nach EN 374 empfohlen.
Materialstärke > 0,4 mm
Durchbruchzeit > 240 Minuten
Für den längeren und wiederholten Kontakt ist zu beachten, dass die oben genannten Durchdringungszeiten in der Praxis
deutlich kürzer sein können, als die nach der EN 374 ermittelten. Der Schutzhandschuh sollte in jedem Falle auf seine
arbeitsplatzspezifische Eignung (z.B. mechanische und thermische Beständigkeit, Produktverträglichkeit, Antistatik etc.)
geprüft werden. Bei ersten Abnutzungserscheinungen ist der Schutzhandschuh sofort zu ersetzen. ...

Im Labor hatte ich bei kritischen Stoffen auch immer zwei Handschuhe (+ Baumwollunterhandschuhe gegen Schweiß) übereinander.
Begründung: Bessere Haptik und der Gefahrstoff muss vier statt zwei Grenzflächen überwinden.

Noch ein Tipp: Beize ö. Ä. sollte vor dem Verkleben aufgebracht werden. Frischer PU-Schaum, der herausquillt, lässt sich mit einem Spachtel und einem
Aceton-getränkten Lappen prima entfernen. Spachtel auch damit reinigen.

Viele Grüße
Mathias
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#7
Leute, jetzt habt ihr mich aber kalt erwischt ... Huh .

Ich habe mir die Hinweise zum PU-Kleber noch nie durchgelesen. Mich nervt lediglich, wenn ich Kleber an die Hände bekomme und nicht gleich mit Aceton abwische, dass der sich regelrecht in die Haut frisst und tagelang sichtbar bleibt. Welche Wirkung soll der auf den (gesunden) Organisamus haben?

Wolfgang
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#8
Ach ja, back to topic: Blush

Ich verwende zumeist Ponal Express (nicht wasserfest!) und wasserfesten Parkettleim. Der IKEA-Leim ist auch sehr gut und günstig.
Ansonsten: 5 Minuten Epoxy und PU-Leim. Bei beiden gibt es mehr Glaubens- als Qualitätsdifferenzen.
PU-Leim ziehe ich häufig in Einmal-Spritzen (2, 5, 10 ml) zur besseren Dosierung auf. Dafür gibt es auch spezielle Verschlussstopfen - eine abgezwickte und umgebogene Kanüle tut's aber auch. Da die Spritzen aus PE bestehen, klebt der Verschluss nicht fest.
So portionierter PU-Leim hält sich mindestens einen Monat; ich hatte auch schon nach einem halben Jahr das Glück, dass der Leim noch verwendbar war.

Viele Grüße
Mathias
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#9
(21.10.2017, 11:44)Jens Abeler schrieb: PU-Leim ist gesundheitsschädlich, jedoch nur, solange er noch nicht komplett ausgehärtet ist. Sobald die Aushärtung abgeschlossen ist, ist die Verklebung unbedenklich.
Ok danke, ist dann ähnlich handelbar wie mit Lackanstrichen auf Nitrobasis, oder aus was auch immer ....
Ditschy

Motto: ... was nicht passt, wird passend gemacht!

Projekt: 18V Akku-Adapter zu anderen Herstellern


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#10
@WolfgangEG das Sicherheitsdatenblatt findest Du z. B. hier.
Feste Reste auf/an der Haut kannst Du nur mechanisch entfernen; z. B. mit einem Bimsstein oder Schleifpapier.

11. Angaben zur Toxikologie
Allgemeine Angaben zur Toxikologie:
Bei längerer oder wiederholter Exposition sind Gesundheitsschäden nicht auszuschließen.
Kreuzreaktionen mit anderen Isocyanat-Verbindungen möglich.
Hautreizung:
Primäre Hautirritation: Reizend
Sensibilisierung:
Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.

Isocyanate ( O=C=N-R) sind potente Allergene und führen dadurch häufig zu Symptomen an Haut und Schleimhäuten wie Reizung, Ausschlägen, Nesselsucht etc..
Häufige Exposition kann zu Atemwegserkrankungen, Schleim- und Hornhautschädigungen (Auge!) führen.

Isocyanate (R = längerer Alkyl- oder Arylrest) sind weit weniger gefährlich als die extrem toxische Isocyansäure oder das leicht flüchtige Methylisocyanat (R = CH3). Nicht verwechseln.

Viele Grüße
Mathias
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