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Weltklimakonferenz
#1
Hallo Bastelfreunde,
warum nicht mal so ein Thema anstoßen und darüber diskutieren. 
Wenn man die Berichte über das Weltklima verfolgt kommt immer wieder ein Thema auf, die Verantwortung jedes einzelnen der Umwelt gegenüber. Die Politiker/Regierungen können oder wollen es sich nicht mit der Lobby der Wirtschaft verderben und sind auch sonst nicht für alles zuständig und verantwortlich. 
Jeder einzelne von uns kann oder sollte seinen Beitrag zum Umweltschutz und der Ökologie leisten. Ist halt nur die Frage wie. 
Beschränken wir uns doch mal auf unser Hobby, der Bastelei und stellen uns ein paar Fragen.
Wo und wie kann ich Energie sparen.
Welche Materialien sind nachhaltig oder ökologisch unbedenklich.
Muss es Chemie sein oder gibt es ein Hausmittelchen.


Das sind jetzt nur ein paar Beispiele die gerne erweitert werden dürfen. Wer mag darf sich gerne äußern und wer zu diesem Thema nichts am Hut hat bekommt die Chance hellhörig zu werden.
Ich denke selbst der kleinste Trick oder Kniff kann uns und dem Klima helfen.

Liebe Grüße aus dem verregneten Unterfranken
Bastelhorst
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#2
Moin,

beim Thema nachhaltige Materialien steht Bambus für mich ganz oben auf der Liste.
Warum? Weil es ein schnell wachsendes Gras mit unglaublichen Möglichkeiten ist. Man denke da nur mal an die Gerüste, die damit gebaut werden. Die sind stabiler wie ein Stahlgerüst, und dabei flexibler.

Gruß Don
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#3
Da kann ich nur zustimmen. Bambus kann man auch gut unter der Deku sägen. selbst die dünnsten Stege sind noch sehr stabil. Allerdings, wenn man ein Loch reinbohrt ensteht ein unangenehmer Geruch. Boah, wie Kloake.
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#4
Hallo,
ich heize unser Haus seit 18 Jahren mit Erdwärme ( 110 Meter Tiefenbohrung ), unser Wasser wird mit einer Luftwärmepumpe erwärmt, das ganze Haus wurde vor 5 Jahren schon auf LED Beleuchtung umgerüstet, mit dem Erfolg das wir im Monat € 71.- an Betriebskosten für ein Einfamilienhaus mit 160 m2 Wohnfläche haben. Das Wasser kommt ebenfalls aus einem eigenen Brunnen und öffentliches Wasser wird nur im Notfall bei niedrigem Wasserstand ( so wie im heurigen Sommer ) verwendet.
Mülltrennung ist für uns Pflicht!

Ich fahre mit dem Auto im Jahr 6000 Km. Wir können mit Sicherheit behaupten einen großen Beitrag zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt zu leisten.

Nur leider wird unser Beitrag durch Politik, Wirtschaft und den mächtigen Lobbies zu Nichte gemacht.
Die Amis klagen VW wegen des Dieselskandals und sind selber einer der größten Umwelsünder der Welt neben China, Russland etc.

Ich bin mir fast sicher das dieser Dieselskandal ein Geplanter war um endlich den Dieselpreis dem Benzinpreis anzupassen und dem nächsten großen Wirtschaftszweig - den Elektroautos - auf die Sprünge zu helfen.
Sind irgendwann genug Elektroautos verkauft, dann kommen die Kosten der Entsorgung der Akkus auf uns Kunden zu. Der Umwelt wirds nicht wirklich helfen.

Und solange der größte Umweltschädling - die Flugzeugindustrie - nicht eingedämmt wird, ist der Klimawahnsinn eh nicht zu stoppen. Auch die Kreuzfahrtindustrie und die Schifffahrt müssten umdenken und endlich vom Schweröl auf umweltfreundliche Antriebe umzurüsten.

Mit dem Betreiben meines Hobbies brauche ich kein schlechtes Gewissen haben, da ich hauptsächlich unbehandeltes Holz verarbeite und die minimalen Mengen an z.B. Multiplex und diverse Klebstoffe werden dieser Erdkugel nicht mehr schaden. Und Leergebinde von Klebern und MPX Holzreste kommen in die Altstofffsammelstelle.
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#5
Hi,
Ob's die Energie macht?:
Hobeln statt fräsen??
Vielleicht doch der Fuchsschwanz für die OSB??
Knochenleim statt PU??
Schellack statt Alkyd??

Ich denke, es ist der komplette Lebensstil, der die Umwelt versaut. Mit dem Rad durch die Alpen zerstört die Gegend etwas weniger als ein Skilift, aber wo ein Moutainbike runter brettert, wächst auch kein Gras mehr.
Dennoch ist es der Kleinkram.
Muss es der Urlaub auf der Osterinsel sein? Wer kennt das Hohe Venn?
Weniger Fleisch und die Futtermittel selber essen (Mais, Soja...).
Und trotztdem: 100 gr Schinken in Plastik für 1€ vs 100 gr Schinken für 3€ von der Wursttheke??
Oder die Biowurst vom Gen-Schwein??
und die Ritter-Sport Nugat gibts nur in Plastik??
Wer hat nicht schon alles 400V mit 32 A in der Werkstatt verbaut??

... ist alles nicht so einfach...

Die Frage ist schon wichtig, aber wo liegt die persönliche Grenze?
e.c.e., weil aus Deutschland und doch kein Veritas?
Im Fachhandel bestellen und nicht bei Amazon?? (... und der Fachhandel bestellt dann doch übers Internet , da kein Lager vor Ort??)

mir fallen leider nur Fragen ein und viel zu wenig Antworten..
..aber dafür fahre ich mit dem Fahrrad

Grüße
Es ist schon erstaunlich, was man kann, wenn man's tut.
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#6
Ich bin über ein "regenerative Energien"-Projekt wieder zum Basteln gekommen. Vor ca. anderthalb Jahren habe ich aus OSB-Resten ein Modell für eine Luft-Solar-Heizung gebaut, nach dem Vorbild von Zen of solar air heating.

Beim Basteln bedeutet der achtsame Umgang mit Resourcen für mich, dass ich sehr gerne Projekte mit Resten realisiere. Palettenholz, oder ein altes Roll-Lattenrost, alte Regalbretter, alte Kerzenstummel als Gleitmittel. Ich besuche auch gerne und immer wieder die Restekiste meines Holzfachhändlers, wenn ich mal keine passenden Reste zu Hause habe. Hobelabfälle und Sägespäne von unbehandeltem Holz bekommt der Nachbar zum Anfeuern seines Ofens...

Dies und anderes sind alles Kleinigkeiten, von denen ich hoffe, dass sie in Summe vielleicht doch etwas bewirken.

Gruß
Peter
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#7
Hallo,
in der Werkstatt kann man auch ein wenig tun.
Nur LED Beleuchtung, Heizungen einbauen statt Stromfresser aufstellen.
Wo es geht mal das gute alte Handwerkszeug benutzen, nicht für jede mögliche
Tätigkeit ein Elektrowerkzeug anschaffen.
Im privaten Bereich ist alles auf LED umgestellt, auch die Aquarien.
Ein PKW war noch nie im Haus, es gibt Rad und Bahn und ÖVP.
Lebensmittel weitgehend aus der Region kaufen, Fleisch vom Direktvermarkter
des Vertrauens. Plastikverpackungen im Handel lassen, so werden die in ihrem
Müll bald ersticken.
Die Regierung : Flugzeugbenzin drastisch besteuern, Fliegen ist viel zu billig.
Ebenso die Kreuzfahrer, nur in Häfen lassen wenn sie umgerüstet sind und dann
im Hafen Landstrom verbrauchen.
Der Landwirtschaft endlich alle Subventionen streichen und neu beantragen lassen.
Aber nur die zulassen, die für Nachhaltigkeit, Chemiefrei und keine Massentierhaltung
betreiben. Gülle zu Sondermüll machen der entsprechend entsorgt werden muss und
nicht über die Felder in unser kostbares Grundwasser und Flüsse dringt. Großbetriebe
sehr viel häufiger und unangemeldet kontrollieren.
Autoindustrie an die Kandarre nehmen oder mit sehr drastischen Strafen belegen.
Es gibt noch weite Felder die von denen zu beackern sind, die Pharmaindustrie und
Energieversorgung usw. Viele angesprochenen Dinge sollen seit fast Jahrzehnten
nachgebessert oder überhaupt angegangen werden. Fast der einzige Erfolg ist seit jeher
das einknicken vor der mächtigen Lobbyarbeit der Industrie.
Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben, sicher fängt alles im Kleinen, also bei uns selber an.
Familien mit Kindern, die können häufig mangels materieller Masse nicht viel tun, auch hier
könnt man bei ernsthafter Interesse politisch gegensteuern, aber mit Steuern hat die Regierung
ja so ihre Probleme.

Gruß
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#8
(11.12.2018, 18:40)Flyer schrieb: ...
Sind irgendwann genug Elektroautos verkauft, dann kommen die Kosten der Entsorgung der Akkus auf uns Kunden zu. Der Umwelt wirds nicht wirklich helfen.
...

Deinen anderen Ausführungen stimme ich wohlwollen zu!

Der Zitierten Aussage nicht: 
- Akkus können schon heute zu deutlich über 90% hochwertig recycelt werden
- Ausserdem eignen sich die großen Modelle (z.B. mit 60 kWh) auch gut als Zwischenspeicher; Wenn der Ausbau an schwankender Energieversorgung -z.B. aus Wind oder Sonne- weiter voranschreitet bieten sich damit enorme Möglichkeiten

... nur mal zwei schnelle Punkte.

VG (mit erfreutem gleich neidischen Blick auf deine Hausenergieversorgung)  Wink
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#9
Hi,
Elektroauto?? - was für Strom soll den in den Akku? Braunkohle?, Atom?,...
Den Dreckausstoß zu zentralisieren finde ich wenig hilfreich.

Ich denke mal, der eigene Haushalt ist das einzige wo jeder Einfluss nehmen kann. Was da machbar ist, weiß auch nur jeder für sich selbst. Das macht für mich die Diskussion was schwieriger. Nem Taxifahrer das Fahrrad empfehlen, bringt da nix.

Klar gibt's auch im Bastelkeller Möglichkeiten.
Stromsparen ist für mich nicht vorrangig ein Argument. Vielleicht spielt Lebensstil 'ne Rolle. Mir geht inzwischen vieles einfach zu schnell. Da will ich nicht auch noch schnell basteln. Klar, Kreissäge macht zügig Meter, aber für 'ne Dachlatte tut's auch mal die Kataba. Zinken macht auch die Japansäge und der Beitel, - selbst Nuten geht von Hand.
Was spricht für elektrisch, wenn Zeit keine Rolle spielt? (ok, wenn ich es mit dem Hobel nicht hin bekomme, nehme ich auch mal Bandschleifer, und hoffe dass, das mir das später mal gelingt.)
Akku-Geräte meide ich, da erst einmal der Strom aus der Steckdose raus und in den Akku hinein muss, und dann geht der ein bisschen Arbeiten. Da kann er doch besser gleich übers Kabel zur Maschine.

Was die Regierung macht?: Vor der Wahl ist Märchenstunde, - nach der Wahl ist: 'schau'n wir mal'. Dann ist wieder vor der Wahl.

Alternativen muss man vormachen.

Grüße
Es ist schon erstaunlich, was man kann, wenn man's tut.
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#10
Naja - es soll ja auch Haushalte geben, die Solaranlagen haben und somit in 350 Tagen im Jahr auch ohne den Pauschalvorwurf auskommen ... ...nur so ein Gedanke...

Aber ich ziehe mich hier auch wieder aus der Diskussion - nachdem ja bereits bei Bastlerwitzen Hinweise zur fachlichen Ausrichtung kamen halte ich die hier begonnen Diskussion für schier "zu großflächig" und Letztich auch selbst nicht für "genug bastelbezogen". Meine Meinung.

Tschüß & einen schönen Abend zusammen
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