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Wer hat Erfahrungen mit Sägeblättern für Stahl?
#1
Da ich ja nun die neue Zug-, Kapp- und Gehrungssäge habe, steht meine uralte GÜDE Kapp- und Gehrungssäge rum. Meine erste Überlegung war: Schrott.

Nun habe ich bei der Aufräumerei meinen letzten Fehlkauf (Wolfcraft Trennständer Ø 115/125 mm für Winkelschleifer ) wieder in die Hände bekommen. Fehlkauf deshalb, weil er für das Trennen von z.B. Quadratrohr 50x50 mm so gut wie ungeeignet ist. Er ist einfach zu instabil, wirklich winklige Schnitte sind kaum möglich. Ich hatte da vielleicht einfach zu hohe Erwartungen ...

Nun schwirrte mir die Idee durch den Kopf, mittels Metallsägeblatt die alte Säge umzurüsten zu einer Metalltrennsäge.

Meine Frage an die Forengemeinde: Habt ihr Erfahrungen, was die Arbeit mit Sägeblättern für Metall (Stahl) betrifft? Ließe sich der Umbau bewerkstelligen, also in Hinsicht auf die Stabilität und/oder Sicherheitsaspekte? Getrennt werden soll hauptsächlich Quadrat- und Rundrohr aus einfachem Stahl (kein Edelstahl), Flacheisen, Winkeleisen ...

Ihr könnte mir helfen, evtl. eine erneute Fehlinvestition zu verhindern.

Vielen Dank.
Wolfgang

PS: Mit meinem jetzigen "normalen" Sägeblatt habe ich Alu gesägt. Das ging so leidlich ...
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#2
Hallo Wolfgang, Deine Ambitionen kann ich gut verstehen, ich mache ja auch viel mit Metall. Eine schöne Kalttrennsäge für Gehrungen und allgemein Stangenschnitte hab ich in all der Zeit leider noch nicht gekauft. Zuletzt wurde es dann die GTS10XC :-D
Und wieder keine Metallsäge! ;-)

Den großen, billigen Flextrenner von Güde hab ich mal für nen 20er neu mitgenommen auf einem Flohmarkt, der ist aber kein Ersatz. Daher kann ich nur eine gute 230mm Flex empfehlen, gibt es auch oft für recht schmales Geld gebraucht von Bosch blau, die kann ich ruhigen Gewissens empfehlen.

Hmm, falsch angfangen, ich empfehle schon Alternativen und hab noch nicht geschrieben, weshalb meiner Ansicht nach Dein Vorhaben nicht klappt:
Die Säge wird Dir in tausend Teile fliegen. Leider. Zum einen ist die Drehgeschwindigkeit viel zu hoch, erst recht ohne Schmierung/Kühlung.
Dann sind die Lager darauf nicht ausgelegt. Mit jedem Zahn bekommt solch eine Säge einen brutalen Schlag weg, und das bei extrem hoher Drehzahl, die für Holz auch gut ist. Metallsägen laufen deutlich langsamer und schneiden richtig.
Das wird mit einer Holzkappsäge nicht klappen, erst recht nicht mit einer Güde.

Man tut solchen Sägen auhc mit Alu keinen Gefallen, aber es geht. Ich mache es auch nicht.

Dünne Bleche bis 2mm kann man da durchaus mal sägen, aber Stahl ist da nochmal eine ganz andere Liga. Und die Champions League stellt dann nochmal Edelstahl dar, der erheblich spröder ist als ferritischer Stahl. Will heißen, auch manche günstigen Metalltrennsägen können mit Edelstahl schon Probleme bekommen, besonders bei preisorientierten Sägeblättern.

Im worst case fliegen Dir die Teile um die Ohren, nur dass es statt Holz dann Stahl ist. Und da liegt schon das nächste Problem: Die Schutzabdeckungen und Mechanismen sind ausgelegt für herumfliegendes Holz, nicht für Stahl. Schau Dir mal eine Metallkappsäge an und vergleiche die mit einer Holzkappsäge. Da liegen Welten dazwischen, wenn Du die Hauben und Abdeckungen, die Lager und Flansche betrachtest.

Leider, leider eine gute Idee, aber bitte nicht umsetzen.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#3
(08.09.2017, 20:27)janus38 schrieb: .... Leider, leider eine gute Idee, aber bitte nicht umsetzen.

Danke für die vielen Hinweise, auf die ich – bei einigem Nachdenken – auch hätte selbst kommen müssen. Wie wäre das aber dann beim Einsatz einer Trennscheibe? Da sollten doch die Stöße, die bei Zähnen auftreten, keine Rolle mehr spielen!?

Wolfgang

PS: Mir spielt immer wieder mein Drang einen Streich, alles irgenwie weiter zu verwenden. Ich bin so groß geworden, nichts wegzuwerfen. Kann aber auch lästig werden ...
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#4
Nein, ist eine sehr gute Eigenschaft!

Michaels Zahnbürstenreparatur ist ihm sicherlich wertvoller, als wenn ihm jemand von uns eine neue geschenkt hätte. Mir geht es selbst auch so!

Trennscheibe wird vermutlich nicht draufpassen, und wenn, dann ist die auch nciht wirklich für den entstehenden Funkenflug und Hitze ausgelegt. Auch da leiden die Lager massiv durch die Hitze, da die Selbstschmierung versagt. Kann man machen ,aber eben auch nicht auf Dauer. Falls Du überhaupt eine passende Trennscheibe monieren kannst!

Nimm sie doch für grobe Sägeschnitte und Alu, dann schonst Du die "gute" Kappsäge!

Oder mach Dir aus dem Teil irgendwas anderes, zum Beispiel komplett und brutal umbauen (umschweißen?) auf eine Präzisionssäge, bau den Motor aus und mach nen Schleifbock draus............... Da fiele mir schon was ein.

Ansonsten: Ebay freut sich! Und den Betrag nimmst Du einfach als erste Anzahlung für eine große Flex oder eine Metallsäge!
Du hast ja keine Not, das Teil zu verkaufen. Also setz sie irgendwo in die Kleinanzeigen und mach nen deftigen Preis dran. So werde ich viele meiner Sachen los, die ich Freunden (z.B. hier) nie anbieten würde!

Durch Kauf, Verkauf und Upgrade-Neukauf hab ich schon sehr, sehr viel Geld gespart und dennoch immer einen tollen Werkzeugpark behalten.
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#5
(11.09.2017, 08:43)woischi schrieb: Hallo Wolfgang,

für solche Schnitte nutze ich seit ein paar Wochen eine Kappsäge der Firma Evolution. Ich war sehr überrascht was die alles kann. Holz Metall Alu...kein Problem. Und für 199€ auch noch erschwinglich. http://www.screwfix.de/evolution-255mm-m...000-w.html

Sehr interessant, vielen Dank. Kannst Du bitte mal ein Foto (Detail) vom Sägeblatt und von der Führungsschiene/den Lagern machen? Mich interessiert, wie stark die dimensioniert sind.

Vielen Dank.
Wolfgang
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#6
Wolfgang bei der anderen Kappsäge sieht man das Blatt unten in der Bildliste:

http://www.screwfix.de/evolution-kapp-un...10cms.html

VG
Jörg
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#7
@Gibi, @woischi, danke für den Link und die Fotos.

Wenn ich mir bei diesem Link die Lagerung und die Dimensionierung der Maschine anschaue, so kann ich keine signifikanten Unterschiede zu herkömmlichen Kapp- und Gehrungssägen erkennen. Sollten also die Kräfte, die auf die Konstruktion wirken, doch nicht so immens sein!?

Einen Unterschied gibt es in der Drehzahl. Während die "normale" Kapp- und Gehrungssäge mit 5.000 U/min läuft, hat die Metallsäge "nur" 4.000 U/min ... Sind die 1.000 U/min so viel ausmachen?

Wolfgang
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#8
Na, dann ist alles klar. Das ist ja doch ein großer Unterschied ...

Wolfgang
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#9
Hallo, Holzwürmer und Elektroniker. Schaut bitte mal auf dieses Teil. Ist das geeignet, einen Motor mit 1.800 W und rund 4.300 U/min zuverlässig runterzuregeln auf rund 2.000 U/min?

Vielen Dank.
Wolfgang
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#10
Sobald zwischen Stecker und Motor irgendwo eine elektronische Regelung eingebaut ist (sitzt meist im Schalter und ist vergossen), wird das nicht funktionieren.

Du müsstest in einem solchen Fall das Gerät umbauen.

Für jemanden ohne Fachkenntnisse nicht unbedingt trivial und die CE-Konformität geht flöten. Die ist sogar für Privatpersonen wichtig, da der Hersteller in dem als konform abgenommenen Zustand bei einem Personen- oder Sachschaden durch eine Fehlfunktion des Gerätes in der Haftung steht.

Sobald was geändert wird, ist die Konformität weg und der Hersteller aus der Haftung. Da bleibt der ganze Käse an einem selbst hängen...

MfG
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