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Werkstatt Heizen?
#1
Hallo Bastler, 

bin neu  Laught

Habe jetzt einiges im Netz gesucht ebenso hier im Forum und nichts gefunden womit (wenn überhaupt) ihr eure Werkstätten heizt. 
 

Meine Werkstatt ist derzeit leider etwas sehr weit weg, wodurch ich nur am Wochenende zum arbeiten komme. Da ich keine lust mehr habe auf das Ende des Winters zu warten, will ich heizen, nur womit? Klassischer Elektroheizer oder Infrarot?  Und welche brauchbaren Hersteller gibts? Die Treffer über Google waren eher mau. 

Eckdaten
- ca. 20m² (derzeit nahezu leer, Werkstatt wird gerade kern saniert) 
- Ich lass das Gerät gerne erstmal laufen, habe aber dafür einen warmen Raum und nicht punktuelle wärme
- Ich kaufe lieber etwas überdimensioniert und gerne Richtung "Handwerk", bevor ich mich mit China-Krams rumärgere 

Budget 
Die Google Treffer lagen bei den 2000W Geräte bei unter 100€, kamen aber alle in den Bewertungen miserabel weg. Wenn ich "nur" 100€ ausgeben muss, solls mir recht sein. 
Wenn ein ordentliches Gerät aber nicht unter 200€ zu haben ist, geh ich mit. 
500€+ dann muss ich doch auf den Frühjahr warten  Laught

Grüße
Christian
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#2
Hallo Christian
und recht herzlich willkommen hier im Forum.

Gruß
CTHTC
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

PS: Die Artikel bitte explizit an die "Wunschzettel Adresse" schicken lassen, ansonsten landen sie bei Dir. Wink
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#3
Hi CTHTC und danke schön Smile

Hi Biobanane (geiler Name!)
an einen Ofen hatte ich tatsächlich als erstes gedacht. Brennholz wäre genug vorhanden. Die Idee hatte ich aber sofort wieder verworfen, da der Boden OSB Platte ist. 
Die Wände aus, (von innen nach außen) OSB / Styropor / Holzlatten, bestehen und ich mir nicht sicher bin, wie das mit der Abwärme eines Kaminrohr dort aussieht. Ebenso sind auch mir die Bestimmungen bezüglich Ofen nicht bekannt. In Wohnhäuser geht das ja recht streng zu, bei einer Werkstatt keine Ahnung.
Daher auch mein Gedanke zum Eheizer; Hinstellen; Anschalten; Fertig.
Es geht schließlich auch nur um paar Tage im Jahr (Samstage im Winter und da auch nicht jeder, da 100 km Anfahrt (Elternhaus). Da wollte ich nicht noch groß Abzug installieren und Feuerstätten Bestimmung lernen. Smile
Gas möchte ich aus persönlichen Gründen nicht.  

Danke für deine Anregung!
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#4
Hi,

zuerst Michael: Den Begriff "Essenkehrer" habe ich schon seit über 30 Jahren nicht mehr gehört! Aber ich finde es schön, wenn man solche schönen Begriffe weiterhin pflegt!

Christian, der Name "Salrok" klingt mir sehr nach Vulkan, aber da kann ich mich täuschen :-)

Nun endlich zum Heizen:
Einen solchen Katalytofen finde ich auch interessant, allerdings hat er die gleiche Problematik wie so die meisten Verbrennungsöfen: Beim Hantieren mit Verdünner, Lack, feinem Staub usw. fühle ich mich nicht wohl. Bei 20m² ist die Möglichkeit, sich räumlich etwas zu entfernen, wenn man gefährliche Dinge macht, auch nicht gegeben.

Zudem kommt noch der Nachteil des entstehenden CO2, das ist schwerer als Luft und muss daher gezielt abgelüftet werden. Wodurch wieder Kälte eindringt!

Gleiches gilt auch für propanbasierte Heizungen und Anlagen. Letztere (ich weiß nicht, wie das beim Katalytofen ist) bringen auch eine sehr hohe Feuchtigkeit mit in die Werkstatt. Die Schimmelgefahr ist da enorm hoch.

Wir haben inzwischen eine ebenerdige Werkstatt mit etwa 120m² Hallenvolumen zu knapp unter 4m Deckenhöhe. Natürlich mit drei dimensionierten Heizkörpern. Wieso ich das erzähle? Ganz einfach, um Euch eine Einschätzung zu erlauben:

Vor einigen Wochen hatten wir quasi einen Heizungsausfall. Da die Liegenschaft etwas höher im Taunus liegt und in recht exponierter Lage, wird es dort dann schnell und andauernd SAUKALT, Dennoch konnte ich die Halle innerhalb von etwas mehr als einer Stunde super aufheizen, dazu nutze ich etwas wie das hier:
https://www.amazon.de/Baustellenheizung-...B00O9XDPII

Unser Gerät hat 9 oder 11kW. Wenn man das ausrechnet, dass man bei uns innerhalb etwa einer Stunde die Hallenluft von knapp 0° auf ca. 12°C aufheizen kann, sind das rund 2,50€ für eine warme Halle. Danach stellt man "klein" und lässt die Luft zirkulieren, auch ein Deckenventilator hilft im Winter mehr als im Sommer, da die warme Luft wieder nach unten gedrückt wird und sich so gleichmäßig die Energie verteilt.

Bezahlt hab ich für mein Gerät um die 80-100€, es steht seit Jahren griffbereit im Einsatz und war lange Zeit die einzige Art von Heizung, die ich in meinen verschiedenen Garagen beim Käferschrauben hatte. Außer halt dem Schweißgerät, wenn man endlich mal losbraten konnte. Aber das war leider oft erst im Sommer möglich und dann bei gefühlten 50°.

Ich verfolge jede Werkstattschau und auch Kommentar hier hinsichtlich Heizungen. Viele haben tatsächlich keine in der Werkstatt, aber für mich hat das Arbeiten mit Heizung nicht was für Warmduscher, sondern auch mit Effizienz und Sicherheit zu tun:

Es passieren definitiv mehr Unfälle in unbeheizten Werkhallen, als in welchen, in denen ein gescheites Klima herrscht. Ich spreche nicht von 20°, aber 12 bis 14 dürfen es schon sein. Man arbeitet einfach konzentrierter und niemand kann mir erzählen, dass er gerne mit Rollbrett über den eiskalten Boden robbt, um unter dem Käfer an die Achse zu kommen!

Also ich würde keine zusätzliche Feuerstätte beantragen beim Essenkehrer, außer, es wäre auf Dauer meine eigene Bude. Stattdessen finde ich die Lösung mit der E-Heizung prima, zumal auch vollkommen ungefährlich. Und zum Trocknen von Lacken kann man das Teil außerdem noch verwenden ;-) Bei meiner kann man noch zwischen einer und drei Phasen wechseln, leider habe ich das genaue Gerät nicht mehr als Link.

Für Deine 20m² wird sicher schon die kleinste Ausgabe für nen Fuffziger reichen, ggf. tut es auch ein Ölradiator.

Noch eine Sache, da Deine Werkstatt ja aktuell leer ist:

Unterschätze nicht die Energie, die in Gegenständen und Material gespeichert wird! Bei uns dauert es fast drei Tage, bis alles einigermaßen mal auf Temperatur ist. Bis dahin fühlt sich der schwere Tisch von der Kreissäge immer noch eiskalt an, das Holz und das Metall strahlen richtig Kälte ab, wenn man es vom Stapel hebt. Umgekehrt hatte ich nach dem Umschweißen eines größeren Stahltischs im vorletzten Sommer noch eine Woche lang Temperaturen von mehr als 10° über Außentemperatur. Den schob ich abends in die Halle und das Dingen strahlte Hitze ab wie ein Specksteinofen *gg*

Daher kann bei einer einigermaßen isolierten Umgebung auch eine niedrige, aber konstante Beheizung energiesparender sein, als eine punktuelle Heizung. Die Werkstoffe werden es danken, insbesondere Massivholz!

Zuletzt noch etwas, das man auch gerne vernachlässigt:

Die Dauerschmierung der E-Werkzeuge (Kreissäge, Hobel, Akkuschrauber...) ist für bestimmte Temperaturbereiche vorgesehen. Unterhalb dieses Bereichs findet keine wirksame Schmierung statt und die Geräte leiden deutlich. Man kann bei größeren Maschinen hier spezielle Änderungen an den Fetten vornehmen, manche Gerätehersteller haben dazu genauere Angaben. Umgekehrt habe ich auch schon bei einem Freund gesehen, wie das eigentlich feste Fett nur so aus seinem Makita tropfte. Er ist Dachdecker und stand im Hochsommer auf einem Flachdach mit der Flamme vor den Füßen und den Makita im Holster an der Seite. Das Gerät hat auch nicht lange gelebt, später machte er es mal auf und es waren richtige Abriebspäne zu sehen.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
...und Zeugen beseitigt ...und umzieht!
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#5
Stolzer Preis, aber damit hat Christian jetzt die Qual der Wahl. Auf lange Sicht günstiger als die E-Heizung.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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#6
Nur so als Abgleich: Eine Heizung im durchschnittlichen EFH hat etwa 15kW!
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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#7
Dann ist das noch schlechter als ein Gasofen.

Problem dieser ganzen Verbrenner, neben dem üblichen CO2- und Rußthema, ist der hohe Feuchtigkeitseintrag in die Werkstatt.

Ich weiß, wovon ich rede. Blanke Bleche am Käfer sind mir innerhalb einer Woche heftigst gerostet, wie sonst eher innerhalb von Monaten.

Mit Nichtnutzung der Gaskanone war das Problem schlagartig weg-.
Vorsicht ist keine Feigheit, und Leichtsinn kein Mut!

Ich hab auch schon Fehler gemacht. Das passiert jedem mal. Wichtig ist, dass man daraus lernt!
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#8
Hm. Michael muss ja eh bald umziehen. Von daher denke ich daß er über die zukünftige Werkstatt genau nachdenken wird. Smile
Also, in meiner alten WS hats derzeit so etwa 3Grad und weniger. Da kann ich dann wirklich nichts tun. Das ist mir zu unangenehm.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
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#9
Mit den Katalytöfen habe ich schon einiges probiert aber so richtig konnten die mich nicht überzeugen.
Zum Thema Verbrauch habe ich gerade mal durchgerechnet:
Auf mittlerer Stufe frisst das Gerät rund 200g/Stunde. Hochgerechnet wären das bei einer 11kg Flasche ungefähr 55 Stunden Heizzeit. Den großen Rechner packe ich jetzt nicht aus aber wie lange dauert es denn, bis man einen 40m³ großen Raum auf sein Temperaturbedürfnis hochgeheizt hat?
Preis einer Füllung für eine 11 kg Flasche liegt bei ca 15€, so günstig wird das unterm Strich leider nicht.
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

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#10
(27.01.2017, 00:58)Metall Dentes schrieb: in eine 11kg gas falsche sind 20l gas

Das kann ja gut möglichsein aber trotzdem verbraucht der Ofen 200g/Stunde und nicht 200ml. Wink
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

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