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Werkstattbau
#1
Hallo,
ich habe mir in den letzten drei Jahren eine kleine Werkstatt hinter das Haus gebaut. Mit meinen Bildern vom Bau möchte ich anderen mit ähnlichen Vorstellungen Mut machen ein solches Projekt anzugehen. Gerne können auch Fehler oder Verbesserungen angemerkt werden.
Ich bin 4fach-Vater, 51 und beruflich ein Schreibtischtäter. Ich traue mir aber vieles zu, meistens dann mit Google, Youtube und learning-by-doing.
Disclaimer: Vom ersten Spatenstich bis zum letzten Brett ist alles meiner laienhaften Planung entsprungen, jegliche Nachahmung passiert auf eigenes Risiko.

Wichtig waren mir:
- eine beheizte Werkstatt
- belastbarer Boden und massive Wände
- ein möglichst hoher Schallschutz nach außen
- ein ansprechendes Äußeres
- Lebensdauer 20+ Jahre
- der Segen des Bauamtes

Dies führte dann zu folgenden Eckdaten:
- Grundfläche innen ca. 18qm, Höhe innen ca. 2,2 - 2,5m
- Betonbodenplatte mit darunterliegender Dämmschicht aus Glasschaumschotter
- Holzfussboden aus Hirnholzklötzen
- Kalksandstein Wände mit Rohstoffdichte 1,8 und 11,5cm Mauerstärke
- Aussendämmung mit 10cm EPS Dämmung
- Wandverkleidung mit Holz-Rhombus-Schalung
- Schrägdach mit Holz Unterkonstruktion und Zwischensparrendämmung 
- Dachbegrünung
- Zwei Fenster mit hohem Wärme- und Schallschutz
- Anbindung an den Heizkreislauf vom Wohnhaus (Abstand ca. 7m)
- Wasser, Strom und Netzwerk vom Wohnhaus
- Anschluß an das Abwasserrohr

Der Anfang 2015
   

So sah es dieses Jahr im Mai aus:
   

Ich werde versuchen weitere Bilder in thematisch sinnvollen Einzelbeiträgen folgen zu lassen. Schreibt gerne, wenn etwas bestimmtes von Interesse ist, ich habe ca. 400 Bilder vom Bau.

Viele Grüße,
Lucas
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#2
nach Werkstatt schaut es noch nicht aus..., aber viel Erfolg weiterhin!
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#3
Bin sehr gespannt auf die folgenden Beiträge
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#4
Ein Bauprojekt mit amtlichem Segen. Das hört sich spannend an. Nur zu! Hier lechtzt jeder nach Berichten und Bildern. Ich jedenfalls bin schon ganz hibbelig.
Liebe Grüße
Andreas


Man kann es gar nicht vermeiden täglich hinzuzulernen!

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#5
Hallo Lucas...herzlich Willkommen im Forum.

Gerne kannst du die Bilder in deine Beiträge hochladen, nutze aber bitte die Anhangsfuntion des Forums. Dort kannst du bis zu 20 Bilder in einem Durchgang einfügen und es kommt nicht zu Ladefehlern, wie beim 2.Bild deines Startposts.

Wir freuen uns auf deine Dokumentation.
MfG Sven
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#6
Bilder vom Bau der Bodenplatte:

           

Der Anschluß an das Abwassernetz war einfach: Überraschenderweise gab es bereits eine nicht genutzte Abzweigung nach hinten zum Garten. Dort habe ich mein KG-Rohr reingesteckt und ausgeschäumt (-> Brunnenschaum).

   

Geotextilvlies zur Trennung des Glasschaumschotters vom Erdreich.

       

Ein Anschluß geht durch die Bodenplatte in die Werkstatt (Waschbecken), der andere ist für die Regenrinne.

       

Die Baufolie diente zwischenzeitlich als Regenschutz, später dann als Trennung für das Einbringen des Betons.

   

Die gedämmten Rohre für die Heizung. Zusammen mit einem extra Rohr für das Kaltwasser, mehreren Stromleitungen und dem Netzwerkkabel läuft alles ca. 7m unter der Erde in den Keller vom Wohnhaus.

                                   

Das Einbringen des Betons lief zunächst ganz gut, wurde dann aber doch hektisch. Hier steht ein Freund noch entspannt an der Rutsche. Später geht dann alles sehr schnell, weil der einmal laufende Beton nicht gestoppt werden kann. Wir hatten ca. 1 Karre voll Beton zu viel, das ging dann später zur Deponie.

           

Hinten rechts im Bild ist der Motor-Rütteler von Boels zu sehen. Das Gerät ist dann allerdings kaum zum Einsatz gekommen. Letztenendes sind wir damit nur 2-3 mal  über die Fläche geschubbert. Da benötigt es vermutlich mehr Erfahrung mit dem Gerät. Ansonsten haben wir während des Einbringens mit Stangen verdichtet.
Wichtig war das Glattziehen am Ende, der Beton war dann doch recht zäh und hat sich nicht von alleine ausgeglichen.
Da wir in den darauffolgenden Tagen viel Sonne hatten, lag einige Zeit eine Folie über der zwischenzeitlich auch bewässerten Betonplatte.

   
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#7
Tach erst mal

Hut ab. Das nenne ich mal eine gründlich durchdachte Planung.

Sieht ja schon recht gut aus.

Legst du auch 380 Volt in die Werkstatt?
Gruß, vaterderhuehner
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#8
(30.06.2018, 16:05)vaterderhuehner schrieb: Tach erst mal

Hut ab. Das nenne ich mal eine gründlich durchdachte Planung.

Sieht ja schon recht gut aus.

Legst du auch 380 Volt in die Werkstatt?

Ja, 380 Volt habe ich dort auch reingelegt, das Strom-Thema ist ein gutes Beispiel, wo es bei der Planung haperte:
Die Zuleitungen hat mir der Elektriker mit eigenem FI in unserem Wohnhaus-Sicherungskasten angeschlossen, aber nicht ohne hochgezogene Augenbrauen: Ich hatte zwei 5-adrige Zuleitungen verlegt, eine für einen 380 Volt Anschluß (ok) und eine um die drei Phasen als getrennte 220 Volt Stromkreise für Licht, elektrische Geräte und Diverses getrennt in der Werkstatt vorliegen zu haben. Das geht aber wohl so eigentlich nicht: Ich hätte die drei Phasen in drei getrennten 3-adrigen Zuleitungen mit eigenem Nullleiter verlegen müssen. Dafür war es aber zu spät, ein dünnes Leerrohr hatte ich nur für das Netzwerkkabel verlegt, das reichte nicht für weitere Stromkabel. Rolleyes
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#9
Da legt man auch EIN dickes fünfadriges Kabel und setzt einen Unterverteiler samt FI in die Hütte. In der Hausverteilung sitzen dann nur drei Schmelzsicherungen und in der Hütte kann man (fast alles) machen was man will.

Hilft Dir jetzt eher nicht weiter...oder Du setzt halt einen Kleinverteiler in die Hütte.

Ich verstehe immer nicht, warum die Leute bei einer rausgeflogenen Sicherung oder einem rausgesprungenen FI erstmal quer von oben nach unten durch die Hütte rennen wollen, um da dran zu kommen, weil alles in einem Schrank zusammen läuft.
Und: Die Arbeit (und damit die Arbeitszeit) die anfällt die ganzen Strippen einzeln bis in diese eine Verteilung zu ziehen ist bedeutend kostspieliger, als ein Mal eine Dicke Leitung in jede Etage und jedes Nebengebäude zu legen und von da unter zu verteilen.
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#10
Bilder vom Bau der Wände:

Dieser Abschnitt war rückblickend definitiv der tollste Teil des Baus: Das Bauen von Wänden mit Kalksandstein ist super einfach, geht ratz-fatz und man sieht stündlich wie der Bau wächst Smile Nur in die Arme geht es: Die geringen Abmessungen der Steine (KS DF4) täuschen, durch die hohe Rohstoffdichte von 1,8 wiegt ein Stein ca. 12kg. 

Lieferung der Steine. Hinten sind die beiden Fenster-Stürze und der breite Sturz für die zweiflügelige Tür zu sehen. Darüber noch der Kleber.
   

Die erste Steinreihe liegt auf einer Trennschicht aus Teerpappe. Ob dies bei meinem Aufbau überhaupt notwendig war, bin ich mir heute nicht mehr so sicher. War jetzt aber auch nicht so aufwendig.
                           

Wenn der Anfang gemacht ist, geht das Hochziehen der Wände flott:
               

Einbau der Stürze bei den Fenstern und der Tür:
       

Zur Absicherung gegen Zug-, Schub- und Scheerkräfte muß in der obersten Steinreihe ein Ringanker mit einer Bewehrung aus Betonstahl aus Beton gegossen werden. Für die beiden Längsseiten ohne Schräge kommen hier die extra hierfür geformten KS U-Schalen zum Einsatz:
       

An den Seiten mit den Schrägen wurde der Teil komplett in eine Schalung gegossen:
                   

Die fertigen Wände:
   
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