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Werkstattbau
#21
Hallo,

@alle: vielen Dank für das freundliche willkommen heißen, das Bilder-Anpassen bei meinem Beitrag und die Verbesserungsvorschläge. Gerne mehr davon. Ich baue zwar sicher keine weitere Werkstatt mehr, aber es wird bestimmt der einen oder dem anderen helfen.

@Don: Ich habe nochmal nachgeschaut: Das Epoxidharz (feuchtigkeitssperrend, Sakret SG) kostete ca. 150€ pro mm Schichtdicke. Ich habe tatsächlich nur einen 10kg Eimer (ca. 0,5mm Schichtdicke) verwendet. Ganz ohne Ausgleichsmasse wäre das ganz schön teuer geworden, da gab es schon mehrere-Millimeter tiefe Riefen und Senken. Aber dafür hätte ich jetzt kein Knirschen. Alternativen wären wohl das Schleifen/Fräsen des Betons oder von vorneherein eine glattere Bodenplatte gewesen.
Ich baue einfach darauf, dass das Knirschen mit der Zeit weniger wird, wenn durch den Druck von oben die zerbröselte Ausgleichsmasse mit Zeit immer feiner zerdrückt wird.

Grüße,
Lucas
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#22
Einbau der Fenster und der Tür:

Bei den Fenstern kam nur ein Neukauf infrage: Ich wollte gerne 3-fach Verglasung mit Schall- und Wärmeschutzglas (0,7 W/m2K), mehrere Pilzkopfverriegelungen sowie Lackierung in RAL Farbe nach Wunsch. In einem der einschlägigen Online-Shops bin ich da mit deutlich unter 1.000€ hingekommen. Zum Vergleich habe ich dann noch bei lokalen Betrieben angefragt, da hätte ich aber nur eines statt zwei Fenstern für dasselbe Geld bekommen.
Dafür wäre mir aber der folgende Ärger vermutlich erspart geblieben: Die beiden Fenster wurden wie angekündigt nach ca. 3 Monaten geliefert. Die Qualität war 1a, nur bei einem der beiden Fenster gab es mehrere größere Schleif- und Kratzspuren im Lack, die auch mit viel Aufwand nicht wegzubekommen waren. Kurzum: Das Fenster ging zurück und es hat am Ende mehr als 1 Jahr gedauert, bis das neue Fenster endlich bei mir ankam.

Der Einbau der Fenster ging erfreulich unkompliziert: Der Flügel wird ausgehängt und der Rahmen mit 3-4 Holzkeilen in der Maueröffnung fixiert. Da meine Wand nur 10cm stark ist, gibt es da bei dem 68mm dicken Rahmen nur wenig Spielraum. Um nach Innen eine möglichst tiefe Fensterbank zu haben, sitzt der Rahmen nach außen bündig mit dem Mauerwerk. Zwischen Fenster und Mauer liegt noch ein Streifen Kompriband zum Abdichten. Zusätzlich wurden alle verbliebenen Lücken mit Bauschaum gefüllt und der Flügel wieder eingehängt. Wichtig für die Winddichtigkeit ist noch, auf der Außenseite an allen Fensterseiten die Unterspannbahn mit dem Rahmen zu verkleben.
Das eigentliche Befestigen erfolgt durch Andübeln der beiden vertikalen Rahmenelemente an die Mauer mit jeweils drei Rahmendübeln pro Seite.
       

Bei der Tür kam ein Neukauf leider nicht infrage. Eine doppelflügelige Holztür lag preislich deutlich jenseits meines Budgets. Zum Glück entdeckte ich nach langem Suchen in einem bekannten Kleinanzeigen Portal eine gebrauchte Eichenhaustür mit Nebenflügel für 250 Euro. Das Abholen irgendwo zwischen Hannover und Berlin mit einem Berlin-Trip verbunden und ein Wochenende später konnte der Einbau beginnen.
Die Tür hatte ursprünglich noch ein Oberlicht, dies konnte ich aber leider mangels ausreichender Deckenhöhe nicht unterbringen und mußte es absägen.
   

Da der Rahmen der Tür leider nicht so dick wie bei den Fenstern ist, mußte hier eine andere Befestigung her. Der Rahmen wird außen an Winkeln befestigt, die in die Mauer gedübelt wurden. So sitzt die Tür innen bündig mit der verputzten Wand.
           

Als Türschwelle hat eine Schlosserei mir ein einfaches Formteil aus Blech gestanzt. Auf der Außenseite sorgt etwas Styropor für minimale Dämmung und die unter das Blech gesetzten Steine stabilisieren die Trittfläche.
           

Zum Schluß müssen wie schon bei den Fenstern alle Teile der Unterspannbahn mit dem Türrahmen verklebt werden.
               

Fazit: Die Fenster würde ich wieder kaufen. Der Schallschutz ist eindrucksvoll: Wenn der Kompressor anspringt, ist durch das zu den Nachbarn gerichtete Fenster nur ein dumpfes Grummeln zu hören. Durch die Tür kommt da leider deutlich mehr Lärm und so winddicht wie die Fenster ist sie auch nicht. Wenn sich dies im ersten Winter mit angeschlossener Heizung als zu zugig herausstellt, wird es hoffentlich Wege geben, die Dichtungen zu verbessern o.ä.

Ich nächsten Beitrag folgen Infos zu verschiedenen weiteren Komponenten wie dem Bayernlüfter und dem Schwerlastregal.


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#23
Die Türe ist ja echt der Hammer. Genau so muss eine Tür zur Werkstatt aussehen. Genial. Passt perfekt zu dem Boden.
Sollte ich am Wochenende de Eurojackpot knacken, dann baue ich mir auch ein solch tolle Werkstatt in den Garten. ;-)

"Ich liebe den Geruch von Schnittholz am Morgen!"
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#24
Diverses:

Ich hatte ihn ja schon einmal erwähnt: Für eine kontrollierte Belüftung habe ich einen sogenannten Bayernlüfter installiert. Das Gerät regelt die Luftfeuchtigkeit über eine Lüftersteuerung und verwendet einen Wärmetauscher um die Abwärme der Abluft für das Erwärmen der frisch angesaugten Luft zu verwenden. Ich hoffe, so auch im Winter ohne viel Energieverschwendung ein angenehmes Raumklima zu haben. Nichtzuletzt um das Ausdehnen des Holzpflaster-Fußbodens in Zukunft durch gleichbleibende Luftfeuchtigkeit zu minimieren.
Das Gerät sitzt ca. in Augenhöhe etwa mittig an der hinteren Wand und hat zwei Durchführungen nach Draußen.
           
Da die Heizung aktuell noch nicht angeschlossen ist, stehen im Moment immer beide Fenster auf Kipp. Spätestens zum Winter soll es mit der Heizung losgehen und dann wird auch bei i.d.R. geschlossenen Fenstern der Lüfter aktiviert.

Um meine Holzreste-Sammlung ordentlich lagern zu können gibt es über der Tür ein Schwerlastregal. Das Regal ist oberhalb der Tür angebracht und geht über die gesamte Raumbreite. Es besteht aus sechs Alfer Profi-Konsolen von Hornbach, auf denen mehrere längs verleimte OSB Platten liegen. Bei gleichmässiger Verteilung des Gewichtes hat das Regal eine Tragkraft von ca. 1 Tonne bei Kosten unter 200€.
   

Weitere Schritte, die anstehen, wenn Zeit und Geld wieder passend vorhanden sind:
- Dachbegrünung
- Anschluß des Heizkörpers (Im Keller müssen die Kunstoffrohre aus der Werkstatt mit den Kupferrohren unseres Heizkreislaufs verbunden werden.)
- feste Installation eines alten auf einer Tischlerei-Auflösung gekauften Schneider Kompressors in Kombination mit einem Entfeuchter.
- Ausprobieren der Mini Spritzgussanlage, gekauft über Ebay-Kleinanzeigen aus dem Nachlass einer Berlin Berufsschule. Fotos folgen!
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#25
Ich bin ehrlich gespannt was Deine dezentrale Wärmerückgewinnungs-Lüftun in der Praxis taugt.
Logge vielleicht noch den Stromverbrauch mit und rechne das mal gegeneinander auf.

War da gerade auf der Seite und bin noch nicht wirklich überzeugt.
Vor allem die 12V-Lüfter, die ich fast mit PC-Lüftern verwechseln möchte, verursachen bei mir Stirnrunzeln. Die Dinger können eigentlich keinen guten statischen Druck aufbauen...

Wie gesagt: Ein Praxisbericht interessiert mich sehr!
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#26
Hallo,
ich staune gerade über dieses super Projekt in der Freizeit von einem DIY Bastler.
Ich befinde mich gerade da wo Du vor Anfang Deines Projektes standest und warte auf den letzten Motivationsschub (und die Freigabe des Bauamtes) bevor ich loslege.
Gibt es denn noch einen Abschlussbericht, oder ist das Projekt ohne Dokumentation fertiggestellt worden?

Gruß
Patrick
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#27
Mein lieber Schwan. Da hast du aber ganze Arbeit geleistet. Aber von nichts, kommt nichts. Smile
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