Herzlich Willkommen im Forum! - Um alle Vorteile nutzen zu können, melde dich an oder registriere dich kostenlos.


  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Werkzeuge für Elektriker oder solche die sich damit beschäftigen wollen.
#1
Hallo Kollegen.
Fast alle von uns haben dasselbe Problem. Werkzeug kostet Geld, der Handwerker auch.
Hier ein paar Empfehlungen von mir zu  essentiellen Elektrowerkzeugen die Euch schützen - durch durchschlagfeste Isolierung und sehr gute weil nicht klemmende Funktion- und die gut funktionieren.
 
Wenn Ihr Elektrik nicht oft macht, dann tuts eine Multifunktiionszange. Man muss nicht unbedingt Seitenschneider, Abisolierzange, Crimpzange etc.pp kaufen.
Die hier kann alles was Ihr braucht.

Die gibts auch noch als blaurote Variante in günstiger.
Solltet Ihr mit Eurem Werkzeug auch in Verteilerkästen hantieren auf denen Strom ist empfehle ich Euch aber dringend die oben verlinkte Zange.
Ein richtiger Elektriker wird mit der MFZ nicht abisolieren. Haltet Euch an die Beschriftungen.

Ich selbst nutze seit etwa 20 Jahren eine Zange änlich dieser hier. Die funktioniert wie am ersten Tag. 20 Mark waren das damals.
Möchte jemand auf euro/Monat herunterbrechen? Wink
Ich habe noch niemals eine "selbsteinstellende Wundercrimpzange" gebraucht.

Macht man öfter mal was in Elektro dann erleichtert einem diese Abisolierzange die Arbeit enorm.
Ich selbst nutze nichts anderes.
Eine solche Zange verletzt den Innenleiter eines Kabels nicht. Das ist sehr wichtig.
Eine Verletzung des Kabels verringert an der Stelle den Querschnitt desselben. Es kann bei entsprechender Belastung zu einem Kabelbrand kommen.

Um Spannungen zu prüfen oder auch Spannungsfreiheit festzustellen nutze ich einen Duspol von Benning. Meiner war teuer.
Bitte nutzt keinen Schraubendreher mit Lampe. Nutzt wenigstens so was hier.
Damit seid Ihr auf der sicheren Seite.

Meine Schraubendreher sind von Wiha und auch von Wera. Ich kann keinen Unterschied erkennen und bevorzuge wegen dem Griff den Wiha Dreher.
Ein solcher Multibit Schraubendreher liegt immer in der Wohnung in der passenden Schublade bereit.
Der ist sicher, für fast alles nutzbar und auch gar nicht so teuer.

Übrigens, trotz der ganzen Multifunktionszangen und Dreher bevorzuge ich immer einzelne Werkzeuge.


Elektro ist gefährlich. Unsachgemäße Verdrahtungen können neben Gefahr für Leib und Leben von anderen und einem selbst auch zu einem Brand führen.
Selbst gemachte Installationen die zu einem Brand geführt haben werden von Versicherungen von der Regulierung ausgeschlossen wenn diese Installation nicht von einem Fachmann abgenommen wurde.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
  Zitieren
Gefällt dir dieses Thema?
Teile es doch mit deinen Freunden!
#2
Kann dir nur zustimmen. Ich bin spannungsgeprüft und weiß, wie es sich anfühlt. Ich weiß auch wie es ist, ein Kabel mit einem Seitenschneider durchzuschneiden, auf dem noch Spannung ist.

Nach mehreren Enttäuschungen mit billigen Werkzeug kaufen ich nur noch Qualität. Und nach den Erlebnissen, die ich hier mit der Elektrik im Haus hatte gebe ich lieber einen Euro mehr für Wago Klemmen aus.
  Zitieren
 
#3
Martin, danke für den Beitrag. Eine feine Sache, dass dass Du mal – weitgehend zusammengefasst – eine Übersicht mit konkreten Links einstellst. Ich möchte das alles auch einfach unkommentiert so stehen lassen, obwohl ich anderes Werkzeug benutze und teilweise eine andere Auffassung habe.

Anfängern, die dabei sind, sich einen Werkzeugbestand anzulegen, kann ich aber nur empfehlen, sich an Deiner Aufstellung zu orientieren. Solches Werkzeug kauft man ein Mal und hat es u.U. – pflegliche Behandlung vorausgesetzt – sein Leben lang.

Wolfgang
  Zitieren
 
#4
Ein sehr schöner Beitrag von Dir Martin und auch als Nichtelektriker kann ich dem Beitrag nur zustimmen ,
aber als Hobbyelektriker der öfters HIFI Verstärker aufgebaut hat lernt man solch qualitativ besseres Werkzeug sehr zu schätzen.
Meine Projekte  Smile

Umbau 1 MFT/Kapp T./French C
Umbau 2 Filter/Bohr T. / Absaug.
PTS10



  Zitieren
 
#5
(28.09.2017, 11:27)MartinG schrieb: Wenn Ihr Elektrik nicht oft macht, dann tuts eine Multifunktiionszange. Man muss nicht unbedingt Seitenschneider, Abisolierzange, Crimpzange etc.pp kaufen.

Und genau für DIESE Anwendungen kann man eben die Multifunktionszange NICHT gebrauchen.

Falsche Abisolierungen und schlechte Vercrimpungen sind BRAND Gefährlich !
  Zitieren
 
#6
Ich habe extra die Seite mit Video verlinkt.

freies Zitat aus dem Video: "Die Innenleiter werden beim absetzen nicht berührt"

Ich sehe kein Problem einem Einsteiger diese Zange zu empfehlen.
In Deutschland werden 320.000 Coffee to Go Pappbecher weggeworfen. Pro Stunde!
  Zitieren
 
#7
Auch ich danke Dir @MartinG für diesen Beitrag. Letztlich hat jeder in der Werkstatt irgendwann einmal mit Elektrik zu tun. Und sei es nur die Repeatur eines Gerätekabels, weil der Stecker locker sitzt. Da ist dieser Thread sehr hilfreich, wenn man nicht mit einfachen, billig produzierten Werkzeugen hantieren möchte, sondern auch Wert auf Qualität und elektrische Sicherheit sowohl während der Arbeit, als auch bei den ausgeführten Arbeiten legt. Und wie schon geschrieben: Teure Werkzeuge kauft man sich bei ein wenig Pflege meist nur einmal, weil sie dann auch ein Leben lang halten. Billige Werkzeuge verabschieden sich meist gerade dann, wenn man es absolut nicht gebrauchen kann. Beispielsweise weil gerade Sonntag ist und kein Baumarkt offen hat.
Liebe Grüße vom Stefan. 
Blog: Der Technik-Blog
YouTube-Kanal: Stefan's Bastelkeller
  Zitieren
 
#8
(28.09.2017, 11:27)MartinG schrieb: Um Spannungen zu prüfen oder auch Spannungsfreiheit festzustellen nutze ich einen Duspol von Benning. Meiner war teuer.
Bitte nutzt keinen Schraubendreher mit Lampe. Nutzt wenigstens so was hier.
Damit seid Ihr auf der sicheren Seite.

Könntest Du hierzu bitte noch ein paar Worte sagen.
Der allseits bekannte "Phasenprüfer" ist bestimmt öfter im Haushalt vertreten, als man denkt. Was ist an dem Ding so schlecht bzw warum sollte man es nicht nutzen?

PS
Danke für den Artikel. Thumbs Up
... und wer mir was Gutes tun möchte: Amazon Wunschzettel

PS: Die Artikel bitte explizit an die "Wunschzettel Adresse" schicken lassen, ansonsten landen sie bei Dir. Wink
  Zitieren
 
#9
Der Phasenprüfer kann falsch anzeigen. Da der Strom über deinen Körper läuft kann es schon reichen, wenn du die falschen Schuhe trägst. Isolieren die den Körper vom Boden kann kein Strom fließen. Die Lampe leuchtet nicht, obwohl Spannung auf der Phase ist. Man müsste mit der anderen Hand ein geerdetes Rohr oder ähnliches anfassen, um sicher zu gehen.

Andererseits kann der Stift auch leuchten, obwohl keine Spannung anliegt.
  Zitieren
 
#10
Nochmal als Ergänzung, weil ich eben keine Zeit hatte, fertig zu schreiben. Der Strom fließt über den Körper. Jetzt könnte man auf die Idee kommen, einen blanken Nullleiter anzufassen. Dummerweise kann es sein, dass ein Nullleiter als Schaltdraht verwendet wird und die Phase darauf liegt. Bei älteren Häusern durchaus üblich. Selbst auf dem Schutzleiter hab ich schon Phase gehabt. Muss glaube ich keinem sagen, dass das eine doofe Idee ist.

Wenn man also isolierende Schuhe an hat, auf einer Leite steht oder sonst wie von der Erde isoliert ist und nicht gerade ein blankes, geerdetes Rohr in der Nähe ist, hat man ein Problem.

Ich zitiere mal Wikipedia

Zitat:Dieser, umgangssprachlich auch „Phasenprüfer“ oder „Lügenstift“ genannte Spannungsprüfer hat sich über die Jahre hin kaum verändert, sein Einsatz als Spannungsprüfer für die haushaltsübliche Wechselspannung (je nach Modell meistens im Bereich von 100 V bis 250 V) mit betriebsmäßig vorhandener Erdung ist nach heutigem Stand der Normen aber für die Feststellung der Spannungsfreiheit unzulässig

Ach ja, sollte die Spannungsquelle nicht geerdet sein, wie zB hinter einem Trenntrafo, leuchtet der Prüfstift nicht, obwohl eine Spannung anliegt.

Bei uns in der Ausbildung hieß der nur "Lüchebüttel" und durfte damals (vor 30 Jahren) schon nicht verwendet werden.
  Zitieren
 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste