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Wie haben die das denn früher gemacht?
#1
Diese Frage stelle ich mir recht oft, wenn ich wieder mal verzweifelt mit irgendwelchem Handwerkszeug rumspiele.
Im Laufe der Zeit gab es immer mehr Technik, Industrialisierung, Automatisierung und den Einsatz von Robotern und gefühlt sind dabei wichtige Grundlagen des Handwerks auf der Strecke geblieben.

Um so mehr freue ich mich immer, wenn ich mal wieder etwas "Altes" entdecke, so heute geschehen.
Vor ein paar Jahren war dieser Anblick noch normal, heutzutage doch eher selten und darum habe ich gleich mal aufs Knöpfchen gedrückt.

   
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#2
Bei mir in den Bergen sieht man sowas noch häufiger. Aber daß sich im Flachland noch ein Bauer die Zeit nimmt, ist in der Tat sehr selten. Zeit ist schließlich gerade bei diesen Berufen Geld.
Grüsse
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#3
Es ist im Flachland weniger die Zeit die dabei eine Rolle spielt, sondern es ist der Tatsache geschuldet, dass die Anbauflächen langsam zur Mangellware werden und ständig neu Bewirtschaftet werden müssen, um genügend Futter für die Viecher zu haben.
Mehr Viecher, mehr Futter, dank der Preistreiberei der Molkereien, aber das ist ein anderes Thema.
Das Bild zeigt im Übrigen eine Splitterfläche, die sich für den Einsatz von Landmaschinen nicht lohnt, da kann man das Heu schon mal zu einem Heuschober aufbauen. Fahr mal zum Spaß in die Lausitz (Spreewald) da ist es noch Gang und Gäbe, dass Heu so zu lagern.

Im Übrigen hat sich in der Nachbarschaft ein junger Böttcher angesiedelt, der z.Z. kaum zum schlafen kommt, weil er Fässer für eine Wiskybrennerei bauen muss. Bei Gelegenheit liefere ich noch ein Bild nach, wie er gerade die Fassdauben biegt.

Gruß Karsten
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#4
Moin,

ich habe im Bekanntenkreis einen Pferdebesitzer mit eigenem kleinen Stall (vier oder fünf Boxen). Der hat sich eine Wiese hinter seinem Grundstück gepachtet und mach davon sein Heu selber. Da er keine Presse, hat trocknet er sein Heu auch auf die alte Weise und holt es dann rein. Das ist allerdings in Süddeutschland, hier bei uns im Westen habe ich das noch nie gesehen, solange ich hier lebe (41 Jahre).

Gruß Don
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#5
Genau, das sind nur sehr kleine Wiesenbesitzer, die das Heu wollen und das Maschinelle dazu nicht haben (aufgebockt warten die, bis doch mal jemand mit der Ballenpresse vorbei kommt). Benötigt er das Heu nicht, bleibt das Gras nach dem mähen gleich liegen.
Bei uns also ein ähnliches Bild.
Ditschy

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#6
Heu habe ich selber noch mit meinem Vater zusammen gemacht.

Mit einem Balkenmäher gemäht und dann jeden Tag morgens vor der Schule auseinanderharken, mittags nach der Schule wenden, abends zum Schwat zusammenharken. Einen ganzen Monat lang. Dann eingesammelt und so wie es war in die Scheune in eine Abseite gepackt.
Und ja: Alles von Hand.

War das beste Heu im Dorf, hat selbst im Folgejahr noch geduftet, alle echten Landwirte waren neidisch, meinten am Anfang "Lass sein, wird doch nix." Tja...

Das Jahr drauf hat das ein angesessenener Landwirt auf der selben Fläche versucht und hat das gemähte Gras vielleicht zwei Mal in drei Wochen gewendet. Er ist da richtig mit Trecker und Heuwender und Ballenpresse vorgefahren.
Das Heu konnte man keinem Tier guten Gewissens zum Fressen geben, war total verfault.

Ist eine Scheißarbeit gewesen, vor allem mit 7-10 Jahren, also Grundschulalter. Würde ich wohl nicht nochmal machen. Aber ich weiß wie es geht. Das ist jetzt etwa 22 Jahre plus X her.

Das auf dem Bild sind übrigens sogenannte Reuter. Hatten wir nicht, wollte Mein Vater aber eigentlich immer mal machen. Naja, kamen immer andere Sachen dazwischen.

MfG
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#7
(14.09.2018, 16:57)wiedapp schrieb: Ist eine Scheißarbeit gewesen, vor allem mit 7-10 Jahren, also Grundschulalter. Würde ich wohl nicht nochmal machen. Aber ich weiß wie es geht. Das ist jetzt etwa 22 Jahre plus X her.

... und dieses Wissen kann Dir keiner mehr nehmen! Thumbs Up
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#8
(14.09.2018, 16:57)wiedapp schrieb: Das Jahr drauf hat das ein angesessenener Landwirt auf der selben Fläche versucht und hat das gemähte Gras vielleicht zwei Mal in drei Wochen gewendet. Er ist da richtig mit Trecker und Heuwender und Ballenpresse vorgefahren.
Das Heu konnte man keinem Tier guten Gewissens zum Fressen geben, war total verfault.
Naja, Heu machen ist ja keine Wissenschaft, kommt aber etwas auf das Wetter an .... aber der Landwirt hat dann wohl seinen Beruf verfehlt.

Normalerweise ist bei gutem Wetter bei mir das Heu in 1-2 Wochen fertig (Zeitpunkt muss passen), dann werden grobe Bällen geschnürt und ab auf den Heuboden überm Stall.


Zitat:Das auf dem Bild sind übrigens sogenannte Reuter. Hatten wir nicht, wollte Mein Vater aber eigentlich immer mal machen. Naja, kamen immer andere Sachen dazwischen.
Bei uns sind das Heuschober. Aber nutze ich auch nicht .... (wozu auch).
Ditschy

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