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Wieder mal ist ein Unterschrank fertig ...
#1
Ich beginne mal mit einem Foto des fertigen Unterschrankes.

   

Meine Schwiegertochter wollte für die Laube eine Staumöglichkeit für kleinere Sachen. Da ich teilweise noch Reste von Schalbrettern und den alten Turnhallenbänken rumzuliegen hatte, war die Materialfrage weitgehend geklärt.

Was für mich und das Projekt sehr gut war: Es kam weniger auf hohe Qualität als mehr auf Funktionalität an. Deshalb konnte ich auch teilweise Material verwenden, was offensichtliche Makel aufwies (Äste etc.) und konnte auch Schönheitsfehler* tolerieren.

Der Unterschrank sollte 1.100 mm x 800 mm x 400 mm sein und unter eine vorhandene Platte als oberen Abschluss geschoben werden können. Es sollten zwei Schubkästen und zwei Türen drin sein, innen aufgeteilt in je zwei Ebenen. Somit war die Aufgabe klar. Ich habe wieder die Ausführung mit Kassetten gewählt – irgendwie gefällt mir dies recht gut.

Wie immer, begann dann alles mit dem Abrichten/auf Dicke bringen und Zuschneiden des benötigten Materials. Alle für die Rahmen etc. notwendigen Teile hatten die Abmessungen 60 mm x 26 mm. Die für die Kassetten benötigten Flächen wurden verleimt.

               

Die Zeichnungen wurden wieder in Sketchup erstellt, um einen groben Anhalt zu haben.

Fortsetzung folgt ...

Wolfgang

*Auf die offensichtlichen Schönheitsfehler weise ich explizit in den jeweiligen Beschreibungen hin.
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#2
Der Schrank und der Stil, in dem er gebaut wurde, gefällt mir! Tolle Arbeit!

Gruß 
Peter
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#3
Da gibt es nichts zu meckern, Wolfgang, tolle Arbeit!  Thumbs Up
Bei der linken Seitenwand sieht man, das der Abplattfräser ganz schön zu kämpfen hatte.  Idea

Gruß Karsten
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#4
Super, Wolfgang, damit kannst du in (Klein-)Serie gehen.

Grüße
----
Wos I net konn, konn Silikon
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#5
Hallo Wolfgang,

Da bin ich schon gespannt wie die Fertigungs-Schritte ausschauen.

Das Endergebnis ist jedenfalls TOP.

LG;
Löschi
"Ich rate, lieber mehr zu können als man macht, als mehr zu machen als man kann" 
by Berthold Brecht
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#6
Danke für das viele Lob ...

Ja, Karsten, das sind die Spuren des Kreissägeblattes, nicht des Abplattfräsers. Den nehme ich nämlich nicht mehr. Geht mit schräg gestelltem Sägeblatt besser, jedenfalls jetzt mit den neuen Blatt. Auf den beiden Fotos sieht man die Brandspuren an der Kassette, aber auch die teilweise schlechte Materialqualität. Beim oberen Querfries (?) ist Bläue zu sehen ...

         

Nächste fehlerbehaftete Hürde waren die Nuten in den Rahmen. Ursprünglich hatte ich die alle mit einem Nutfräser 6 mm machen wollen. Ja, der Wille war da ... Nach zwei Fräsungen ging nichts mehr. Der Fräser war weg! Schlichtweg weg, ohne dass er irgendwo rumgeflogen wäre. Er steckte auch nicht in der Nut ... Komisch, aber ich kann es mir nicht erklären.

Dann habe ich die Nuten auf der TKS geschnitten, aber mehr schlecht als recht. Vielleicht war ich auch einfach nur zu frustriert, weil wieder einmal einige Sachen nicht so liefen, wie ich wollte.

           

Aber trotz einiger Widrigkeiten habe ich die Seitenteile fertig bekommen. Verbunden habe ich sie mittels 8 mm Runddübeln. Auch ein Fehler. Die Löcher habe ich mittels Dübelmarkern übertragen. Im Querholz – alles gut. Im Stirnholz sind die Bohrungen verlaufen. War meiner Faulheit geschuldet. Hätte ich meine Bohrschablone (Wolfcraft) benutzt, wäre das nicht passiert. Also die so entstandenen Höhendifferenzen mittels Handhobel und Schleifpapier abgetragen.

   

Ihr seht auch, dass die Materialauswahl vernachlässigt wurde. Ich habe einfach genommen, was da war, ohne darauf zu achten, ob die Holzfärbung irgendwie miteinander harmoniert.

Fortsetzung folgt ...

Wolfgang
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#7
Ja, ja, Wolfgang, das leidige Thema mit dem 6mm Nutenfräser kenne ich auch zur Genüge. Seitdem sind bei mir nur noch Spiralnutfräser im Einsatz, das macht es nicht nur wesentlich leichter, auch der Abtrag der Späne funktioniert, nach meiner Erfahrung, viel besser.
Des Weiteren habe ich mir auch ein Flachzahnsägeblatt gegönnt, was man damit natürlich auch machen kann/könnte.
Alles in Allem, sehr schöne und detaillierte Arbeitsschritte.  Thumbs Up

Gruß Karsten

PS. mehr Input bitte!  Smile
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#8
Die drei Rahmen für die Ebenen (Boden, Mittelteil, Oberteil) sind ganz unspektakulär stumpf zusammengebaut.  Allerdings habe ich die Rahmen wieder mittels Dübel an den Seitenteilen befestigt. Auch wieder Verschiebungen erzeugt. Also wieder die gleichen Fehler begangen.  Warum? Keine Ahnung ...

   

Den Boden habe ich aus Resten von Spanverlegeplatten in den Rahmen eingesetzt. Damit war ich auch gleich diese Reststücke los.

   

Im linken Foto sieht man den soweit unvollständigen Korpus. Man kann noch einmal deutlich sehen, welche optischen Mängel vorhanden sind. Im zweiten Foto ist der Korpus mit den senkrechten Zwischenwänden aus alten Turnhallenbänken zu sehen.

         

Fortsetzung folgt ...

Wolfgang

(16.09.2020, 12:13)Hausmeesta schrieb: Ja, ja, Wolfgang, das leidige Thema mit dem 6mm Nutenfräser kenne ich auch zur Genüge. Seitdem sind bei mir nur noch Spiralnutfräser im Einsatz, das macht es nicht nur wesentlich leichter, auch der Abtrag der Späne funktioniert, nach meiner Erfahrung, viel besser.
Des Weiteren habe ich mir auch ein Flachzahnsägeblatt gegönnt, was man damit natürlich auch machen kann/könnte.
Alles in Allem, sehr schöne und detaillierte Arbeitsschritte.  Thumbs Up

Gruß Karsten

PS. mehr Input bitte!  Smile

Karsten, mit den Spiralnutfräsern habe ich auch mal liebäugelt. Sind aber eben ziemlich teuer. Gekauft hatte ich mir aber vor längerer Zeit einen 6 mm Scheibennutfräser. Den habe ich jetzt für den »kleinen Bruder«* des Unterschrankes verwendet, den ich gerade z. Zt. baue. Den hätte ich einfach einspannen sollen ... Ja, da ist einiges schief gelaufen.

Mit meinem normalen TKS-Sägeblatt bekomme ich die Nuten sonst auch sauber hin. Warum es diesmal nicht geklappt hat, kann ich mir nur mit Frust meinerseits erklären. Wenn mir etwas (viel) schief läuft, verliere ich meistens die Geduld. Dann klappt gar nichts mehr ... Tongue

Wolfgang

*Meiner Schwiegertochter hat der Schrank gefallen. Deshalb wollte sie noch einen »kleinen Bruder« mit nur 900 mm Breite, an dem ich jetzt werkele. Da versuche ich, die Fehler nicht zu wiederholen, die ich beim ersten Schrank gemacht habe. Aber da berichte ich noch mal gesondert zu.
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#9
Einen Scheibennutfräser wollte ich dir auch gerade empfehlen  Wink
Vor allem alles kleiner 6mm geht damit hervorragend und es besteht keine Gefahr das der Fräser abbricht.

Kommt aber auch auf den Anwendungsfall an ob dieser überhaupt verwendet werden kann.

LG,
Löschi
"Ich rate, lieber mehr zu können als man macht, als mehr zu machen als man kann" 
by Berthold Brecht
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#10
@Löschi, hier ist der Gute:

   

Also weiter im Text. Jetzt ging es ans Korpus komplettieren. Den Zwischenboden hatte ich ebenfalls aus Resten von Spanverlegeplatten gebaut. Da die vordere Kante beim Öffnen der Tür sichtbar ist, habe ich Umleimer angebracht. Die habe ich mit PU-Kleber (Soudal Pro 45P) angeleimt, weil die Spanplattenkante doch ziemlich porös ist. Anschließend mittels Hobel bündig gehobelt.

         

Mittlerweile dachte ich, machste mal die Vollauszüge ran. Erst wollte ich die Schubladen auf Leisten laufen lassen, habe aber dann umgepolt und die Auszüge genommen. Laufen schön leicht, lassen sich gut anbauen. Kosten sind auch erträglich (So-Tech). Für so etwas (Auszüge anbauen) machen sich die Zentrierbohrer (?) recht gut. Da trifft man garantiert die Mitte der Bohrung ... Als Schrauben verwende ich Euro-Schrauben.

       

Wie mache ich nun die Schubladen!? Kurzzeitig habe ich mich darauf besonnen, dass ich ja noch ein schickes Teil rumzuhängen habe: Wolfcraft Zinkenfräse für Oberfräse nennt sich das Teil. Feine Sache, habe ich früher (ist schon steinalt) häufig verwendet. Also rausgekramt und davor gestanden wie die Kuh vorm neuen Tor ... Wie war das doch gleich mal!? Also Video im Internet gesucht und Wissen aufgefrischt. Dann eine Probefräsung. Fürs erste Mal nach längerer Zeit ging es schon. Allerdings waren die Passungen nicht so recht nach meinem Geschmack. Aber die Passung durch exaktes Einstellen anzupassen, war mir wieder zu viel Arbeit. Zu viel, zu fummelig. Also wieder stumpf aufeinander: Leim und Tackernägel. Ja, igittigitt ... Funktioniert aber.

               

Fortsetzung folgt ...

Wolfgang
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